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THINK Sinnestrainer


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THINK Sinnestrainer - Review vom 02.05.2009

Mit dem THINK Sinnestrainer möchte dtp young entertainment erneut in die gleiche Kerbe hauen wie Dr. Kawashima und Konsorten. Man möchte ein Tool liefern, mit dem man tägliche Übungen zur Verbesserung der… Sinne durchführt? Von den klassischen Sinnen Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten deckt der Sinnestrainer allerdings gerade mal zwei ab, nämlich das Sehen und Hören. Von den modernen Sinnen wie Gleichgewichtssinn, Schmerzwahrnehmung, Temperatursinn, Körperempfindung und dem ominösen Sechsten Sinn ganz zu schweigen. Eine Mogelpackung? Bedingt. Schließlich kann jeder DS-Besitzer an den Fingern abzählen, dass das Gerät außer Hör- und Sehtraining höchstens noch zum Training der Schmerzwahrnehmung fähig ist - wer schon mal seine Finger zwischen den Bildschirmen eingeklemmt hat, weiß, wovon ich spreche.

Außerdem wäre es schön gewesen, wenn die Macher des Think Sinnestrainers als erstes einen Grammatiktrainer zu Rate gezogen hätten, denn für ein Programm mit pseudowissenschaftlichem Anstrich ist es schon besonders peinlich, ein fettes Deppenleerzeichen im Cover-Titel zu haben. Genug der Vorrede - ran an den Test!

Vom Sinn und Unsinn eines Sinnestrainers
Der Trainer als solcher gestaltet sich zunächst wie von ähnlichen Programmen gewohnt - unterstützt von einem virtuellen Begleiter leistet man Tag für Tag unterschiedliche Übungen ab, um seine Sinne zu schärfen. Man kann wählen zwischen einem Herren namens Leon und einer Dame namens Linda. Die Übungen reichen von "Spiele-den-Rhythmus-nach" bis zu "Erkenne-das-Muster" und sind von ganz unterschiedlicher Qualität. Die visuellen Übungen gehen zumeist in Ordnung; es müssen Muster erkannt, Silhouetten zugeordnet und Memory-Karten aufgedeckt werden. Sobald es aber ums Gehör geht, offenbaren sich erhebliche Schwächen, und die liegen nur zum Teil an der notorisch mäßigen Sound-Hardware des DS. Ein größeres Problem ist die Umsetzung. So nett ein "Erkenne-das-Instrument"-Training zum Beispiel ist, so lächerlich wirkt es, wenn sämtliche Instrumente mit Hilfe von schlecht gesampelten, synthetischen Midi-Sounds wiedergegeben werden. So interessant eine "Woher-kommt-das-Geräusch"-Übung auf den ersten Blick zu sein scheint, so albern ist es entscheiden zu müssen, ob das Geräusch aus den kratzigen DS-Stereo-Boxen jetzt von halbrechts-oben oder rechts-unten kommt. Mal abgesehen von den miesen Sound-Einlagen geht auch die Touchscreen-Erkennung im "Rhythmus-Nachklopf-Spiel" nicht gerade reibungslos vonstatten.

Zwischen den Übungsblocks gibt es kleine Entspannungsübungen, wie zum Beispiel virtuelle Naturgeräusche zur Beruhigung der Ohren und Augenbewegungsübungen für die überanstrengten Glotzerchen. Dies ist eine der nettesten Ideen.

Steuerung:
Auf eine Schrifterkennung wie bei Dr. Kawashima hat man beim Think Sinnestrainer verzichtet - wozu auch, geht es doch meist ums Antippen von irgendwelchen Antwort-Optionen. Dies funktioniert meistens ganz gut; nur z.B. bei der "Finde-die-Bildfehler"-Übung hagelt es zuweilen Fehlerpunkte, wenn man den gewünschten Bildteil nicht exakt antippt. Auch beim "Rhythmus-Test" ist das Spiel unnötig streng.

Grafik:
Visuell ist alles sehr, sehr zweckmäßig gehalten. Sowohl die Bedienungsoberfläche, als auch die Grafik während der Übungen ist völlig unspektakulär und entlockt jedem, der die charmanten kleinen Ideen der Nintendo-Trainer gesehen hat, höchstens ein Gähnen. Die beiden "Trainer" Leon und Linda sind das einzig Lebendige in dieser Kulisse, und selbst sie ähneln mit ihren rudernden Armen und ausdruckslosen Gesichtern eher an Untote.

Sound:
Wir wollen uns gar nicht über die uninteressante Hintergrundmucke aufregen, die klingt wie die Archivmusik, die bei Sportsendungen immer unter die Zeitlupen gelegt wird. Viel schwerwiegender ist nämlich die Tatsache, dass ein Programm, das damit wirbt, das Gehör zu testen, Übungen beinhaltet, mit denen der Soundchip des DS hörbar fehlbesetzt ist. Zum Beispiel mit den oben erwähnten "Erkenne-das-Instrument"- und "Woher-kommt-das-Geräusch"-Übungen. Das ist schade, weil es einen guten Teil der Trainingseinheiten versauert.

Features:
Wer will, kann anderen DS-Besitzern eine Demoversion des Games rüberwachsen lassen. Außerdem hat der Think Sinnestrainer unter der Option "Medizinische Tests" zum einen mehrere Farbtafeln, mit denen man eventuelle Farbuntauglichkeiten erkennen kann und zum anderen einen Tonfrequenzwahrnehmungstest zu bieten. Es ist die Natur der Sache, dass man diese Optionen sehr, sehr selten benutzt. Wir zumindest kamen noch nie in eine Situation, in der wir uns dachten: „Momentchen mal, bin ich auf einmal farbenblind geworden? Schnell, noch mal testen!“

Fazit:
Zusätzlich zur teilweise suboptimalen Umsetzung fehlen dem „Think Sinnestrainer“ ein paar ganz bestimmte Sachen, die derartige Trainerspiele allerdings dringend brauchen: Charme und Spielspaß, die einen bei der Stange halten. Zu diesem Mangel trägt die lahme, sterile Grafik sowie der -ebenfalls- lahme, sterile Sound bei. Besonders enttäuschend: das ziemlich dröge Übungs-Design. „Think Sinnestrainer“ ist im Grunde eine Minispielsammlung, nur eben nicht mit lustigen, herausfordernden Übungen, einem witzigen Trainer wie dem guten Dr. Kawashima, ohne kleine Ideen und motivierende Details - einfach ohne Pepp. Nintendos „Augen-Training“ war schon vom Effekt her äußerst fragwürdig, aber wenigstens hat es eine Weile Spaß gemacht.

Die tatsächlichen Trainingseffekte des „Think Sinnestrainers“ dürfen ebenfalls angezweifelt werden - doch da man sich beim Training nicht nur nicht amüsiert, sondern dem Rezensenten sich fortwährend die Frage aufgedrängt hat: „Was in Gottes Namen mache ich hier eigentlich?“ und er sich schon zum zweiten Tagestraining mit aller Macht zwingen musste - dann ist irgend etwas falsch gelaufen. Der Titel ist ein zwar halbwegs solides, aber ziemlich langweiliges Produkt. Denn einen wichtigen Sinn haben die Designer leider bei sich selbst zu trainieren vergessen: den Sinn für Humor.


Schärft Sinn und Verstand am laufenden Band: Christian Luscher [Sagat] für PlanetDS.de

Vielen Dank an dtp Entertainment AG für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
keine
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Stylus-Steuerung an allen Ecken - meistens ausreichend. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Öhm… Bei einem Spiel braucht man das Mikrofon, um Wolken wegzupusten.
Grafik

Drööööge und einfallslos.
Sound

Langweilig - und teilweise sogar spielhemmend.
Spielspaß

Kein wirklicher Charme und wenig Motivation.








Details
Spielname:
THINK Sinnestrainer

Publisher:
dtp Entertainment AG

Developer:
dtp Entertainment

Genre:
Denkspiel

Release:
22.03.2009 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (3)

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