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X-Men Origins: Wolverine


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X-Men Origins: Wolverine - Review vom 06.08.2009

Heute gibt es Geschnetzeltes! Activison präsentiert mit X-Men Origins: Wolverine die Filmversoftung, die mit extragroßen Häppchen daher kommt. Ein Spiel bei dem die USK gesagt hat, dass der Marvel-Held mit Adamantium-Krallen für deutsche Gemüter einfach zu brutal zuschlägt. Kein Wunder, denn in der PC-, PS3- und Xbox 360-Version fliegen Körperteile umher wie rotes Konfetti am Rosenmontagsumzug. Die USK schob den Riegel vor und die Antwort lautete „keine Kennzeichnung gemäß § 14 JuSchG“, was den normalen Vertrieb in Deutschland untersagt. Anders hingegen wurde bei der Wii-, DS- und PSP-Version entschieden, denn diese Titel sind entweder ab 18 Jahren, oder im Falle der sehr comiclastigen DS-Version, ab 12 Jahren geeignet. Wir haben es uns nicht nehmen lassen, das Spiel um das so viel Trubel gemacht wird, genauer unter die Lupe zu nehmen. Bringt der Superheld auch alle Handheldspieler in Rage oder wird hier viel Lärm um Nichts gemacht?

X-Men Origins: Wolverine ist die aktuelle Marvel-Verfilmung aus der Feder von Gavin Hood und mit Hugh Jackmack als Adamantium-Schnitzeltiger in der Hauptrolle. Das Spiel basiert auf den Ereignissen des Films und erzählt die Story in leicht abgewandelter Form. Allgemein geht es um die Vergangenheit des unverwundbaren Helden, wie dieser zu Testzwecken benutzt und als Waffe missbraucht wurde. Für alle, denen das Marvel-Superhelden-Universum ein kleines Mysterium ist, gibt es hier nochmals kurz die Zusammenfassung:

Oh, na die glänzen!
Geboren als James Howlett trägt Rasierklingen-Held Wolverine derzeit den Namen Logan. Und nicht alle Helden haben eine strahlende Vergangenheit, dieser hier hat sogar sehr harte Zeiten hinter sich. Logan war Mitglied des Elite-Militärtrupps „Team X“ und hat zusammen mit anderen Mutanten-Kriegern die Befehle des machthungrigen Colonel William Stryker befolgt. Doch als Wolverine die Anordnungen in Frage stellt, begann das Dilemma. Alles schien friedlich, denn Logan zog sich in die idyllische Wildnis Kanadas zurück und lernte die Liebe seines Lebens kennen, Kayla. Doch sein Soldatenkamerad und Halbbruder Victor Creed aka Sabertooth zerstörte Wolverines Traum von einem normalen Leben und tötete die Geliebte seines Bruders. In Rage und Rachsucht kehrt Logan zu Stryker zurück, der ihm die „Werkzeuge“ verschaffen möchte, sich an Viktor zu rächen. Sein gesamtes Skelett soll mit Adamantium, einem unzerstörbarem Metall, überzogen werden. Nur aufgrund seiner regenerativen Fähigkeiten als Mutant kann Wolverine diese Prozedur überleben. Doch Stryker hat andere Pläne, er will Logans Erinnerungen löschen und ihn wieder als Waffe verwenden – Weapon X. Eine komplexe Story nimmt ihren Lauf und die sprichwörtliche Schnitzeljagd beginnt...

Wie will man so ein Spiel mit einem unsterblichen Helden gestalten? Cheaten für Arme? X-Men Origins: Wolverine kommt mit einem ganz normalen Schadensmodell daher, von einer Ausnahme mal abgesehen. Denn wenn Logan eins auf die Mütze bekommt, dann haut ihn das nur kurz von den Socken. Ein wenig in der Ecke warten und der Protagonist ist wie frisch gebonert: kerngesund!

An sich hat man es mit einem einfachen Beat 'em Up Sidescroller zu tun, denn Logan wandert von links nach rechts, prügelt auf alles ein, was nicht Niet und Nagelfest ist, und sammelt nebenher Militärmarken sowie Comichefte ein. Der ganz normale Alltag eines Helden eben. Man merkt schon, dass die Nintendo DS-Version rein gar nichts mit den ultra-brutalen Konsolenbrüdern zu tun hat. Es kommt mit seinem ganz eigenem Comicstil daher und auch das Gameplay passt sich diesem Design an.

Steuerung:
Schlagen, Blocken, Springen, Schlagen, Blocken. Unter dem Strich war's das auch schon, viel mehr braucht man von dieser Filmversoftung nicht erwarten. Wolverine hüpft durch zahlreiche Level, besiegt unzählige Feinde, lernt neue Special Moves, sammelt Goodies ein und sucht stets den Ausgang. Ein Paradebeispiel für den Lizenzspiel-Standardbaukasten. Alle Elemente sind von der Checkliste abgehakt, man hat den Zeitplan bis zum Filmrelease eingehalten und das Ergebnis ist ein müdes Konzept, dass Muttis ihren drängelnden Kindern als Geschenk kaufen. Aufklärung fängt schon beim Spielen an. Warnt eure Mutter doch lieber vorab!

Grafik:
Was ist das? Wenn ich nicht wüsste, dass hier Wolverine drin stecken sollte, würde ich sagen: Ein wildgewordener Bigfoot mit Katzenkrallen vermöbelt Sodaten und Roboter am laufenden Fließband. Was die Entwickler sich bei diesem optischen Machwerk gedacht haben, weiß der Teufel, denn Ähnlichkeiten mit dem Kinofilm oder gar den Comics bzw. den Marvel-TV-Serien gibt es nicht. Man wartet mit einer ganz eigenen Kreation auf und wenn der Name nicht fett auf der Packung stehen würde, könnte ich behaupten „The Incredible Sasquatch DS“ im Schacht zu haben und jeder glaubt mir diesen Humbug noch.

Sound:
Schlitzgeräusche und Schmerzensschreie. Mehr braucht man bei diesem Gemetzel eigentlich nicht erwähnen. Das strenglineare und monotone Spielgeschehen wird nur durch die stimmige Musikuntermalung ein wenig aufgelockert, denn ansonsten wird der Spieler nur beschallt vom Leid seiner Feinde und das klirrende Echo-Knallen und -Karren von metalzerschmetternden Adamantiumkrallen.

Features:
Comic-Look und Kindertauglichkeit? Zumindest wollten das die Entwickler vorgaukeln, doch selbst erfahrene Spieler werden bei diesem Schwierigkeitsgrad öfter ihre Wunden lecken müssen, als es einem lieb ist. Um das repetitive Spielkonzept ein wenig unter den Teppichboden zu kehren, wurden zahlreiche freischaltbare Goodies und Special Moves im Spiel versteckt. Allein der Gedanke daran, dieses Spiel mehrmals durchzuspielen, lässt den geneigten X-Men-Freund aus dem nächsten Flugzeug springen.

Fazit:
Krallen einfahren, hier gibt es nichts zu sehen. X-Men Origins: Wolverine verfehlt den Zweck. Was erwarten Fans von einer Kino-Versoftung? Einen Wiedererkennungswert, einen bekannten Charakter, dessen Geschicke man lenken kann und Filmnähe? Das hier gebotene trägt zwar den Namen des beliebten Marvel-Helden, doch der Inhalt der Packung könnte jedes X-beliebige Actionspiel sein. Man tausche Krallen gegen Gewehre aus und das Baukastensystem zum nächsten Action-Lizenzspiel ist im Startklar – hoffentlich liest der Entwickler von G.I. Joe: Geheimauftrag Cobra nicht gerade mit... Zusammengefasst, ein mehr als müdes Adamantium-Massaker der lieblosen Sorte. Selbst Fans werden verdutzt dreinschauen, wenn sie dieses Spiel in die Krallen bekommen.

Fragt sich, wie Logan sein Essen beim Chinesen konsumiert: Kevin Jensen für PlanetDS.de

Vielen Dank an Activision für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
56%
Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Monoton-müdes Adamantium-Gemetzel. Innovationsfaktor:
+----  (1 von 5 Sternen)
Zumindest darf auf dem Touchscreen gekratzt werden.
Grafik

Logans Opfer würden genauso aussehen: Übel...
Sound

Schlitzgeräusche und Schmerzensschreie.
Spielspaß

Hoher Schwierigkeitsgrads mindert den Spaß.








Details
Spielname:
X-Men Origins: Wolverine

Publisher:
Activision

Developer:
Activision

Genre:
Action Jump 'n Run

Release:
04.05.2009 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (4)

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