PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de
Nicht angemeldet!     Neu Registrieren   Loginname  Passwort:     Passwort?

Das Geheimnis von Dragonville: May's Mystery


  • Testbericht
  • Bilder (21)
  • News & Videos (2)
  • User (0)
  • Spiel Kaufen
Das Geheimnis von Dragonville: May's Mystery - Review vom 10.08.2011

Würde Sherlock noch leben, hätte er wirklich ein großes Problem, bei all den Rätselspielen, die auf seinen Spuren wandern, noch den Überblick zu behalten. Mal ganz abgesehen von der Kokurrenz, die so in den Zockerhaushalten der Welt heranwächst. Und so will auch ronomedias neuer Rätseltitel, Das Geheimnis von Dragonville - May's Mystery, den Spieler ein weiteres Mal in eine Knobel-Welt entführen, wo er sich neuen Rätseln und Aufgaben stellen muss. Ob dieser Layton-Klon nun wirklich etwas zu bieten hat oder doch nur den Dr. Watson an der Seite des Referenz-Rätslers darstellt, erfahrt ihr im Test.

A long time ago ...
Die Geschichte beginnt, allem Anschein nach, in der Sternzeit der Heißluftballonfahrt, denn in solch einem reisen das Mädchen May und ihr kleiner Bruder Tery von dem idyllischen Örtchen Ballonville ab in die weite Welt. Mitten in einer heißen Diskussion über die physikalischen Gesetze des Fliegens gerät das Fluggefährt in einen Sturm, stürzt ab und landet geradewegs auf einer Wiese vor dem unheimlichen Dorf Dragonville. Nach Hilfe suchend stürmt der kleine Junge sofort in die gruselige Ortschaft. Kurze Zeit später verliert die inzwischen zu sich gekommene May auch noch die Nerven und versucht nun ihren Bruder zu finden. Nach einigen Treffen mit den traurigen Bewohnern findet May ein Gebäude, welches perfekt auf sie zugeschnitten ist: Das Museum für abgestürzte Ballonfahrer. Hier findet sie wiederum den ehemaligen Bürgermeister der Gemeinde, der seinen zuletzt siegreichen Konkurrenten und dessen Schergen, die Mitternachtswächter, für das Verschwinden des Jungen verantwortlich macht.

Dialoge à la Pokémon
Nach dem Vorbild von Professor Layton wird die Geschichte der Geschwister in Filmchen und Texten erzählt und der Spieler darf erst ins Geschehen eingreifen, wenn diverse Rätsel, wie Such-, Rate- und Logikspiele, anstehen. Zu Anfang wird das Intro in Form eines Dialoges gezeigt, was man aber auch in einem kurzen Videoclip hätte erledigen können. Auch den Rätseln stehen immer längere Textpassagen vor, was bei Wiederholung der Aufgaben wirklich zur Qual wird.

Das Spiel beginnt mit einem umfangreichen Tutorial, das leider auf eine Möglichkeit, das Gesagte zu wiederholen, verzichtet. Schon in den ersten Rätseln bemerkt man, wie stark der Schwierigkeitsgrad schwankt: Während die erste Knobelei nur ein bisschen "Umschauen" erfordert, braucht man schon in der nächsten ein schnelles Händchen, um den vorgegebenen Rythmus nachzuklimpern, was allem Anschein nach ein Virtuose programmiert hat. Glücklicherweise gehört dieses Spielchen nicht zur Story und kann vernachlässigt werden. Insgesamt warten ganze 230 Aufgaben, unterteilt in 14 verschiedene Kategorien, darauf, von euch gemeistert zu werden.

Gib mir Lösung, ich geb' dir Hinweis!
Die Story ist ziemlich linear aufgebaut, so dass man die Rätsel und die 80 Locations in einer festen Reihenfolge abklappern muss, da der Zugang zu anderen Territorien meist auf mysteriöse Weise versperrt ist. Vorbildlicher erscheint da die Tatsache, dass in dem Dorf "Geben und Nehmen" an höchster Stelle steht, denn erst wollen die Bewohner ihre Aufgaben gelöst haben, um dann irgendwelche Hinweise zum Weiterkommen geben und so den Weg freimachen. In den Rätseln und Aufgaben stehen sogenannte "Hinweise" zur Verfügung, die eingelöst werden können, um Tipps zu erhalten. Leider sind diese stark begrenzt und müssen durch das Bewältigen von Minispielen erspielt werden. Geschickt gelöst, aber man erkennt wieder das "Geben und Nehmen"-Prinzip, welches sich auch zum Überspringen der Rätsel anwenden lässt.

Steuerung:
Vergesst die Tasten, Touchscreen an die Macht! Das Spiel verzichtet komplett auf diese, sogar Start und Select bleiben überflüssig. Leider wirkt der Touchscreen besonders bei den Wimmelbildern etwas ungenau, denn meist sind die gesuchten Objekte stark verkleinert.

Sound:
Die Filme, welche die Geschichte begleiten, wurden löblicherweise vertont. Doch die Hintergrundmusik ist eher mager: Nur acht verschiedene Stücke werden abgespielt, wobei sich das Hauptstück, welches den Spieler in der Welt begleitet in einer Endlosschleife befindet und den Spieler entweder in den Wahnsinn treibt oder ihn einschlafen lässt, während die anderen Stücke nur im Hauptmenü abgespielt werden. Die Musik würde besser zum Einschlafen passen, als zu einem Kopfzerbrecher.

Grafik:
Einen Hauch von Layton erkennt man auch in der Grafik wieder, doch wurde diese Comicgrafik in eine düstere Umgebung gepackt, wobei man überraschenderweise dennoch alle Gegenstände klar erkennen kann. Aber die Spielbeschreibung brüstet sich mit den handgezeichneten Wimmelbildern, die genau das Gegenstück zur normalen Grafik darstellen: Die Wimmelbilder sind quietschbunt und das Finden der Objekte ist aufgrund der Fülle an Dingen und der vermischten Grafik dermaßen schwierig, dass der Spieler irgendwann den Augenarzt aufsuchen muss. Schon das Hauptmenü bietet - wohl ungewollt - ein Wimmelbild der besonderen Art, denn hier sucht man erst die mageren Optionen.

Features:
Ein Teil der Minispiele befindet sich im Bonusbereich, die für Punkte und Hinweise sorgen. Der endgültige Zweck der Punkte lässt sich nicht wirklich festlegen, wird aber wohl bei Highscore-Jägern gut ankommen.

Fazit:
Sieht aus wie ein Layton für Sechsjährige, ist aber ein ernstzunehmender Konkurrent, auch wenn der Schwierigkeitsgrad ständig Tango tanzt. Sowohl die Klassiker als auch neue Rätsel wurden geschickt mit der Story in Einklang gebracht und lassen euch die Geschichte interaktiv miterleben. Die schier endlosen Mono- und Dialoge trüben das Spielerlebnis ziemlich, denn diese hätten ganz leicht in Filme umgewandelt werden können, wie die Entwickler teilweise im Intro und auch im Spiel bewiesen haben. So erscheint das Spiel ein bisschen halbfertig, denn am Anfang wurde begonnen, den Dialog durch ein Filmchen zu ersetzten. Für ein Adventure fehlt es auch noch an eigenständigem Handeln. Die Story ist komplett linear und die Aufgaben und Orte müssen in der vorgegebenen Reihenfolge besucht werden. Doch die Geschichte selbst ist spannend gestaltet und gibt tiefe Einblicke in das mysteriöse Leben der etwas seltsamen Bewohner von Dragonville. Die Grafik wurde passend gestaltet, nur der Sound lädt zum Einschlafen ein, was das Spiel insgesamt nicht verdient. Für knapp 30€ und mit einer Spielzeit von etwa 25 Stunden eine echte Alternative zum ewigen Bestseller Professor Layton, auch wenn die Aufmachung etwas abschreckt...

Haut in die Tasten und nichts passiert: Nicola Hahn [501.legion] für PlanetDS.de

Vielen Dank an rondomedia für die freundliche Bereitstellung des Rezessionsexemplares.

WERTUNG:
79%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Die gesamte Bewegung läuft über den Touchscreen. Manchmal etwas ungenau. Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
Keine Tasten? Wenigstens die Start-Taste hätte man einbauen können. Mikrofon und Co. bleiben auch verachtet.
Grafik

Comicartig, düster und geheimnisvoll. So muss ein Rätsel-Adventure aussehen, wenn da nicht die Wimmelbilder wären ..
Sound

Nur hellwach spielen! Die Endlos-Melodie ist schrecklich ermüdend und da fehlt es an Abwechslung an allen Enden.
Spielspaß

Ein klassisches Gelegenheitsspiel für lange Wartezeiten. Die Punkte und der Bonusbereich sorgen für weitere Motivation. Die Möglichkeit Rätsel zu überspringen und Hinweise zur Hilfe zu nehmen macht schwierige Rätsel erträglich.








Details
Spielname:
Das Geheimnis von Dragonville: May's Mystery

Publisher:
Rondomedia

Developer:
V5 Play Studio

Genre:
Adventure

Release:
30.06.2011 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (21)

Jetzt Bestellen:
Zum Shop