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Sherlock Holmes DS - Das Geheimnis der Königin


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Sherlock Holmes DS - Das Geheimnis der Königin - Review vom 23.07.2010

Sherlock Holmes ist wohl der bekannteste Detektiv der Welt. Mit seinem scharfen Spürsinn für Details und seinem rationalen Denken gehört er auch heute noch zu den Topvertretern seines Fachs. Da ist es nicht verwunderlich, dass er bereits seit über einem Jahrhundert präsent ist. Erst Ende 2009 kam er erneut in die Kinos und selbst für den Nintendo DS erscheint nun sein zweites Spiel: „Sherlock Holmes - Das Geheimnis der Königin“. Wir haben für euch getestet, ob ihr wirklich in die Rolle des intelligenten und begabten Schnüfflers schlüpfen könnt, oder ob es sich lediglich um einen schlechten Abklatsch des Meisterdetektivs handelt.

God Save the Queen
Man schreibt das Jahr 1888, es ist Winter und Weihnachten steht vor der Tür. Der Privatschnüffler Sherlock Holmes und sein treuer Gefährte Dr. Watson haben jedoch andere Gedanken im Kopf, denn kurz zuvor bekamen sie vom englischen Premierminister einen Brief, der sie zu einem kniffligen Fall in den Buckingham Palace einlädt, um dort der amtierenden Königin Viktoria zu helfen. Denn aus den royalen Archiven wurde der Stammbaum gestohlen, mit dem der Thronanspruch legitimiert werden muss. Sherlock Holmes eilt also zur Hilfe und geht den versteckten Spuren nach, trifft dabei auf neue Mordopfer und Gegner - und bald schon zeichnet sich heraus, dass ein alter Bekannter hinter all dem stecken könnte.

Der Spieler steuert sowohl Holmes als auch Watson durch unterschiedliche Gebiete und muss sich, wie von einem Adventure erwartet, vielen Arten von Rätsel stellen. Genretypisch findet man unter anderem Werkzeug und sonstige Gegenstände, die richtig kombiniert und in der Umgebung eingesetzt werden müssen. Doch das ist noch nicht alles, was Freunde von kniffligen Kopfnüssen erwarten können: Es müssen Schlösser geknackt, Stromleitungen verbunden und Schieb- und Drehpuzzle gelöst werden. Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass sich die Rätsel dabei niemals wiederholen und für immer frischen Wind sorgen, wodurch keine Langeweile aufkommen kann. Die unterschiedlichen Aufgaben können dabei auch unterschiedliche Schwierigkeitsgrade aufweisen, was ebenfalls für eine gute Portion Abwechslung sorgt.

Punkte und Tipps
Für jedes erfolgreich abgeschlossene Rätsel bekommt man eine bestimmte Punktzahl gutgeschrieben. Hat man genug dieser Punkte gesammelt, kann man sie in eines der vier Bonus-Rätsel investieren, die man nach dem Durchspielen der Story knacken darf. Allerdings gibt es noch eine andere Möglichkeit, die Punkte loszuwerden. Denn wer sich an einer schweren Aufgabe festgebissen hat, kann auf die Hilfsfunktion zurückgreifen und sich mit Punkten sozusagen die Tipps erkaufen. Allerdings ist diese Hilfsfunktion eher ein Witz, als eine wirkliche Hilfe. Da nicht erklärt wird, was genau man bei einem Rätsel denn machen soll, muss man es entweder selbst erkennen oder eben den ersten Tipp erkaufen. Weitere Tipps führen nicht zur Komplettlösung, sondern können den Spieler bestenfalls in die richtige Richtung weisen.

Kommt man jedoch überhaupt nicht weiter, hat man eben Pech gehabt. Auch kann es passieren, dass man per Zufall ein Rätsel löst - da jedoch auch im Nachhinein nicht erklärt wird, was genau das Ziel der Aufgabe war, kann es passieren, dass man selbst nach dem Lösen nicht weiß, wie man das denn eben gerade gemacht hat. Ein weiterer Anspruch des Spieles sind die Zusammenfassungen, die manchmal auftauchen. Dann muss man sich über Multiple-Choice für eine These entscheiden und diese mit einigen, gesammelten Beweisen untermauern.

Steuerung:
Das Spiel wird genretypisch komplett mit dem Stylus gesteuert. Rätsel lösen, mit diversen Personen sprechen, Gegenstände kombinieren - all das funktioniert fehlerfrei und intuitiv gut. Auch die Menüsteuerung und das Durchforsten der Notizen sowie das Führen von Dialogen geht einfach von der Hand. Schade ist zwar, dass das Steuerkreuz keinerlei Funktion hat, jedoch ist das bei Adventures auch nicht unbedingt vonnöten.

Grafik
Die Grafik hat sich im Vergleich zum Vorgänger sehr verändert, denn nun setzten die Hersteller auf eine Comic-Grafik. Schön gezeichnete Schauplätze, gelungene Darstellung der Charaktere und eine wirklich bunte Farbgebung sorgen für ein komfortables Spielgefühl. Doch der Vorteil der Grafik ist auch gleichzeitig ein Nachteil, denn der Comicstil sorgt zwar für ein freundliches und beinahe lustig wirkendes Ambiente, doch sind die Sherlock Holmes-Geschichten gerade durch düstere Schauplätze bekannt. Somit passt das nicht wirklich zusammen. Ebenfalls sehr schade ist die Tatsache, dass es keinerlei Zwischensequenzen gibt, die für etwas Abwechslung sorgen und die unbeweglichen Portraits der Personen, von denen man pro Areal nur auf maximal eins stößt, lassen ein wenig das Leben vermissen, dass durch die bunte Grafik impliziert wird.

Sound:
Als atmosphärische Untermalung werden leider immer die gleichen Melodien und Soundeffekte benutzt, die relativ schnell nerven und dazu führen, dass man den Lautstärkeregler nach unten verschiebt. Eine Sprachausgabe ist sowieso nicht vorhanden, sodass man beim Spielen ohne Musik nicht wirklich etwas vermisst.

Features:
Beide Bildschirme werden vollauf genutzt. Auf dem Touchscreen ist die gesamte Action zu finden: Puzzles werden gelöst, Dialoge geführt und Gegenstände werden eingesammelt. Der obere Bildschirm hingegen zeigt immer ein Standbild vom derzeitigen Ort des Geschehens und der Person, die dort anzutreffen ist.

Negativ erwähnenswert ist der Schwierigkeitsgrad, der nahezu nicht vorhanden ist. Die Rätseleinlagen können meistens schnell und ohne Hinzuziehen der Tipps erledigt werden. Auch das Kombinieren der Gegenstände erweist sich als zu einfach, da oftmals gefundene Dinge gleich wieder eingesetzt werden müssen oder durch schlecht versteckte Hinweise der Hauptcharaktere sofort klar wird, was man damit anstellen muss. Dazu kommt die viel zu kurze Spieldauer, die sich auf ca. fünf Stunden beläuft. Da können selbst die Bonus-Rätsel, die etwas knackiger als die Story-Aufgaben sind, nicht wirklich die Spielzeit verlängern.

Fazit:
Eins muss man „Sherlock Holmes - Das Geheimnis der Königin“ auf jeden Fall lassen: Es ist kurzweilig und abwechslungsreich. Doch da der Standard der Adventurespiele derzeit von Professor Layton festgelegt wird, gehört der neueste Detektivtitel nur zum unteren Mittelfeld. Viel zu kurze Spielzeit, ein lachhafter Schwierigkeitsgrad und eine nicht wirklich passende, jedoch schön anzusehende Grafik sorgen für etwas Missmut bei Alteingesessenen und Vollblutfans von Adventures. Doch wer abseits des großen Professor Layton etwas für zwischendurch sucht oder neu im Genre ist, der findet hier etwas durchaus Brauchbares.

Wartet immer noch auf die Einladung in den Buckingham Palace: Felix Rau [Fefe] für PlanetDS.de

Viele Dank an Koch Media für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares

WERTUNG:
61%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Gute Kontrolle via Stylus. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Gute Nutzung des Touchpads.
Grafik

Comic-Stil passt nicht zur düsteren Geschichte.
Sound

Nicht sehr abwechslungsreich und schnell nervend.
Spielspaß

Viel Abwechslung, schlechter Schwierigkeitsgrad.








Details
Spielname:
Sherlock Holmes DS - Das Geheimnis der Königin

Publisher:
Koch Media

Developer:
Frogwares

Genre:
Adventure

Release:
25.06.2010 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (4)

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