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Im Gespräch mit Ralf Wirsing zu Die Siedler DS

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Autor: Kevin Jensen

Kategorie: Interviews
Umfang: 1 Seiten

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NintendoDS Artikel vom 29.08.2006



Wenn der Name der deutschen Entwicklerschmiede Blue Byte fällt, dann kommen einem sofort Titel wie „Die Siedler“, „Battle Isle“ oder „Incubation“ in den Sinn. Der hellhörige Handheldfan wird jedoch mitbekommen haben, dass zum 10-jährigen Jubiläum der wuseligen zweiten Instanz der PC-Sielder, ein Remake erscheint. Doch nicht nur für den Heimcomputer, sondern auch für Nintendos Doppelbildschirmer. Grund genug für uns auf der Games Convention mit Ralf Wirsing, Business Development Director, Ubisoft in Deutschland und Leiter des Ubisoft-Studios Blue Byte über die kommende Umsetzung der Siedler auf dem Nintendo-Handheld zu sprechen.

Der Entwicklungsleiter der Blue Byte Studios aus Düsseldorf war besonders stolz darauf nach den zahlreichen PC-Entwicklungen nun endlich auch das erste Spiel im Konsolensektor anzusiedeln. Man habe schon längere Zeit mit dem Gedanken gespielt, eine Konsolenumsetzung der klassischen Titel zu machen, doch wartete man auf die passende Hardware. Mit dem Nintendo DS und einem Stylus in der Hand ist somit ein Traum in Erfüllung gegangen. Wer sich jetzt in das Jahr 1996 zurückversetzt, wird sich eventuell an die legendäre zweite Maus erinnern und wie man sich mit einem Freund wuselige Duelle vor einem Bildschirm geliefert hat.

Die Siedler II gehört bis heute noch zu den beliebtesten Spielen aus dem Hause Blue Byte und die Fans haben es in den Kultstatus aufsteigen lassen. Man hat wohl überlegt, wie man das wuselnde Volk auf dem Nintendo DS darstellen wolle und sich dafür entschieden den Klassiker aus dem Jahre 1996 als 1zu1-Umsetzung auf dem Doppelbildschirmer zu präsentieren. Dies hörte sich zunächst leichter an als geplant, denn die Entwicklung auf dem PC und dem Nintendo-Handheld ist grundverschieden. Einige logische Spielmechaniken konnte man auch für das Hosentaschenformat verwenden, doch die Grafikengine musste komplett umgeschrieben werden. Dennoch hat man sich am Original orientiert, damit die Fans sich sofort heimisch fühlen. Im Hintergrund des isometrischen Betrachtungswinkels läuft eine 3D-Engine, die das Spielgeschehen in Echtzeit umrechnen muss. Verschiedene Zoomstufen sorgen dafür, dass der Spieler die Übersicht behält, denn ist das siedelnde Ameisenvolk erstmal auf Touren, so muss man natürlich genau wissen, was in seinem digitalen Aquarium abläuft.

Das Spielprinzip hat sich nicht geändert. Stichwort: Indirekte Steuerung. Der Spieler baut nach und nach seine Siedlung auf. So werden Gebäude gesetzt, die erst mit den richtigen Rohstoffen im Schlepptau aufgebaut werden können. Dazu braucht man die Hilfe der Siedler. Schotterwege müssen aufgehäuft werden, damit das Wandervolk auch überall hingelangen kann. Ähnlich wie bei einem Großbrand eine Menschenkette die Wassereimer weiterreicht, werden die Siedler nun zwischen den Wegen, die Rohstoffe wie Steine, Holz, etc. weiterleiten. Hat man genug dieser Rohmaterialien gesammelt, so kann der Aufbau des Gebäudes beginnen. Die Siedlung wird somit immer größer, die Grenzen müssen erweitert werden und das Militär muss dafür sorgen, dass ungebetene Gäste draußen bleiben. (Anm. d. Red.: Ähnlich wie die Leipziger Messe dafür sorgen wollte, dass „Web-Portale“ wie Straßenköter vor den Türen des Business Centers stehen sollten.)

Die gesamte Aufbauphase läuft also indirekt ab. Man verbindet die Rohstoffproduktion mit den entsprechenden Gebäuden und beobachtet wie das wuselnde Volk nach und nach wächst. So muss man taktisch geschickt die Prioritäten des Rohstofftransports managen und aufpassen, dass die Grenzen des Kleinstaats militärisch bewacht werden.

Derzeit arbeite man gerade an den Multiplayereigenschaften und überlegt sogar ob ein Onlinemodus realisierbar wäre. Leider kann man diese Tatsache noch nicht zu 100% versprechen, da man sich hier auch mit Nintendo verständigen werde um zu klären, ob dies ein reell umsetzbares Ziel ist. Der Wunsch ist zumindest da.

Bislang wollte man noch keine anspielbare Version zeigen, da die Siedler im Hosentaschenformat derzeit etwa zu 60 bis 70% fertig gestellt sein. Präsentiert wurde somit ein Video, das man der aktuellen Version entnommen hatte und auf dem DS darstellte. Sowohl optisch als auch von der Framerate her machte das Spiel bereits eine gute Figur. Auf die Frage hin, ob man in Zukunft weitere Konsolen oder Handheldtitel von Blue Byte erwarten könne, hieß es, dass man zunächst abwarten werde, ob sich dieser Titel durchsetzen kann. Man wäre sicherlich interessiert daran Battle Isle oder andere Spiele aus dem Hause Blue Byte umzusetzen. Advance Wars hat es beispielsweise vorgemacht, dass solche Spielmechaniken auch ideal für Unterwegs sind. Doch hier entscheidet sich, ob sich das Spiel gut verkaufen lässt und somit Ubisoft weitere Pläne jenseits der traditionellen PC-Entwicklungen beherzigt.

Darum ist man auch sehr bemüht der Spielewelt eine gelungene Umsetzung zu präsentieren. Einen genauen Erscheinungstermin konnte man somit nicht nennen. Man würde zwar gerne das Weihnachtsgeschäft mitnehmen, doch will man auch ein tadelloses Spiel abliefern und die Fans nicht enttäuschen. Somit ist es auch gut möglich, dass das Spiel erst im Frühjahr 2007 erhältlich sein wird.

Kevin Jensen für PlanetDS.de
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