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Hands-On Bericht: Nintendo DS
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Autor: Kevin Jensen Kategorie: Hardware Umfang: 1 Seiten Seite 1 Kommentare: Kommentieren (-)
NintendoDS Artikel vom 24.11.2004
![]() Nintendos spaciger neuer Handheld ist auf dem Planeten Erde gelandet. Genauer gesagt in der Neugasse in Heidelberg. Warum er genau hier gelandet ist, fragt ihr euch? Es muss wohl Bestimmung gewesen sein, denn durch die freundliche Mithilfe des Gaming-Shops World of Games hatten wir die Möglichkeit, den Nintendo DS zu testen. Natürlich war auch hier die Anfrage sehr hoch und schon am ersten Tag war der Doppel-Screener bereits ausverkauft. Dabei scheint der Preis bei den Fans eine sehr geringe Rolle zu Spielen, denn die amerikanischen Großhändler haben diesen schon auf umgerechnet 250€ hochgetrieben - für diejenigen, die besonders heiß auf das Gerät sind und ihn sofort wollen. Heute am 24. November kommt die nächste Ladung, wie lange diese jedoch in den Regalen verweilen wird, ist unklar… Der Ersteindruck:Zugeklappt auf den Tisch lag ein unauffälliges, recht schmales Gehäuse, welches viel Technik innehaben soll. Unscheinbar, flach und doch edel. Nichtsdestotrotz entfacht der Nintendo DS erst im aufgeklappten Zustand ein Gefühl des Staunens. Das etwa X-Box Controller große Gerät wirkt zunächst recht massig, doch durch das geringe Gewicht und der dennoch angenehmen Form nicht klobig oder sperrig. Der Stylus (bzw. Stift) findet hinten am Gerät Platz und hat eine angenehme Größe. Die Verarbeitung hat üblich gute Qualität, was bei dem Gerät sehr wichtig ist. Man denke nur an die Dauerbelastung des Touchscreens. Das Unbekannte verlockte, vom Staunen zum Ausprobieren überzuwechseln. Also Powerschalter gedrückt und die neue Dimension des Spielens kann erfahren werden… Was kann das Gerät? Nintendo-üblich erscheint zunächst das Logo des Systems auf dem Bildschirm und ein typischer Startsound erklingt. Die 2 Stereo-Lautsprecher des DS sorgen für einen einprägenden Effekt, der vergleichbar mit der Erstinbetriebnahme des Game Boy Advance und dem damit verbundenen Sinnesreiz ist. Auf dem oberen Bildschirm erscheint nun die System Uhr, die zuvor vom Shopbesitzer schon gestellt wurde, auf dem unteren Schirm wird das Auswahlmenü für Spiele, Pictochat und Co. abgebildet. Natürlich konnten wir auf Grund von nur einem Testgerät die vollen Funktionen des Programms Pictochat nicht testen, dass jedoch die Schreibeingabe via Touchpad einwandfrei funktioniert, seht ihr im Bild links. (Anm. der Red.: Falls die Hieroglyphen des Schreibers überhaupt identifizierbar sind) Das Menü dient hierbei auch zur Auswahl des zu wählenden Spiele-Schachts, denn bekanntlich verfügt Nintendos neues System über zwei verschiedene Modul-Eingänge. Zum Einen werden die neuen und speziellen Nintendo DS Module hinten am Gerät eingeführt, zum Anderen finden die bekannten Game Boy Advance Titel vorne am DS einen Platz. Via Touchscreen kann nun ausgewählt werden, ob der Spieler auf ein DS oder ein Advance Spielt zugreifen möchte.Vom flüchtigen Blick ins Menü schnell zu dem, was bei einem Handheld die essenziell wichtigste Substanz darstellt: Die Spiele. Dem Testgerät beigefügt war, wie beim US-Launch üblich, eine Demo zum Shooter Metroid Prime Hunters. Als weiteres Spiel stand uns Mario 64 DS zur Verfügung. Auf den Inhalt der Spiele werden wir in ausführlichen Hands-On Berichten genauer eingehen, dennoch auch hier einen kurzen Ersteindruck darlegen. Mario 64DS konnte durch eine vom N64 bekannte Grafik ein gewisses Retro-Gewühl erwecken. Dabei muss gesagt werden, dass das Spiel nicht über den bekannten, doch oft verhassten Texturfilter verfügt. Dies fällt aber keineswegs zu Lasten der Optik, denn so wirkt das Bild klar und unverschwommen. Natürlich ist deswegen der Verpixlungsfaktor größer, durch die kleine Auflösung der dualen Bildschirme jedoch anschaulich und nicht verzerrend. Persönlich würde ich sagen, dass eine solche Darstellung auch dem N64 damals gut getan hätte, denn der störende Nebel fällt weg und eine gute Weitsicht bleibt übrig. Erneut fällt auf, wie feinfühlig und präzise das Touch-Display des DS ist. Drei alternative Steuerungsvarianten bei Mario sorgen dafür, dass der Spieler nach seinen Vorlieben steuern kann, entweder über das D-Pad oder via Touch-Screen. Der Fingerstrap, welcher auch am DS befestigt werden kann, sorgt dabei für eine noch genauere Steuerung. In besonderes schwierigen Spielsituationen könnte dieses nette Gimmick eine gute Hilfe darstellen.Auch Metroid konnte zum Staunen anregen, durch eine klare Optik und einer sehr flüssigen Engine kommt das bekannte Metroid Prime Feeling auf. Einziges Manko, meiner Meinung nach ist, dass obwohl 5 Steuerungsalternativen geboten werden, die Wegrationalisierung der bekannten Game Cube Variante (mit der Lock-on Funktion) keine gute Wahl war. Der Spieler wird gezwungen, die neuen Alternativen zu nutzen und kann nicht auf Bekanntes zurückgreifen. Der Output: Die dualen Bildschirme sind, verglichen zum Game Boy Advance oder SP, ein enormer Fortschritt. Sowohl die Qualität der Hintergrundbeleuchtung als auch Elemente wie Schärfe und Farbtiefe wurden stark verbessert. Dies fällt besonders gut auf, wenn man ein Game Boy Advance Titel auf dem DS spielt und das selbige nochmals auf dem SP betrachtet. Anders als beim SP lässt sich die Hintergrundbeleuchtung nicht direkt am Nintendo DS ausschalten, sondern nur durch Einstellungen im Menü.Der Soundchip des DS war der anfänglichen Euphorie jedoch nicht gediegen, denn obwohl der pregnate Start-Sound schon nach dem erstmaligen Hören einen bleibenden Eindruck hinterlassen hatte und wohl Kultstatus erringen wird, war die Qualität der Geräuschumgebung bei den bisherigen Titeln nicht überragend. Der diesmal wieder direkt am Gerät einbebaute Kopfhöreranschluss, verbunden mit einem gutem Set Kopfhörer, sorgt hier sicherlich für Besserung. Leider war es uns bisher nicht möglich, die Sprachsteuerung und somit auch das Mikrophon des Nintendo DS zu testen. Die Feinheiten: Fragen die schon länger Zeit gestellt wurden, konnten nun auch beantwortet werden. Eine davon war z.B., ob der Powerknopf so geschickt gewählt ist genau über dem Steuerkreuz? Dadurch, dass dieser zum Ausschalten länger als eine Sekunde gedrückt werden musst, stört diese Tatsache nicht wirklich. Nur in den ungeschicktesten Fällen wird es vorkommen, dass der Spieler in einer hektischen Situation sein Spiel ungewollt abbricht. Das Ladekabel ist, wie schon in der Anleitung bestätigt wurde, zu 100% Game Boy Advance SP kompatibel. Importeure können so einfach das deutsche Kabel am amerikanischen Nintendo DS verwenden. Fazit: Der Nintendo DS ist ein erstaunliches Stück Hardware. Funktionsvielfalt wurde auf sinnvolle und überzeugende Weise verknüpft. Das Potential ist gewaltig, die Verarbeitung gelungen, die neuen Möglichkeiten enorm. Die Frage bleibt aber, ob die Phantasie der Entwickler aus dem Gerät mehr rausholen können, als nur eine verbesserte und tragbare Version des Nintendo 64 mit 2 Bildschirmen, die für zusätzliche Menüs, Karten, etc. Verwendung finden. Bei diesem innovativem System hat weniger das Gerät die Haupt-Überzeugungskraft, sondern eher die Spiele. Denn gerade diese können mit Hilfe der Funktionen des Nintendo DS und einem gewissen Potential an Entwickler-Phantasie dem geneigten Zocker einen Vorteil gegenüber konventionellen Systemen bringen. Kevin Jensen für PlanetDS.de Vielen Dank an World of Games in Heidelberg für die freundliche Unterstützung. Kontakt: info@wog.de | Tel: 06221 - 184134 ANZEIGE:
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