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Portablegaming aktiv - Wie entsteht eigentlich ein Cosplay?

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Autor: Schneestern

Kategorie: Sonstiges
Umfang: 1 Seiten

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NintendoDS Artikel vom 12.08.2011


Gamescom 2011: Mittendrin statt nur dabei


Teil 1: Der Beginn - Dienstag, Mittwoch, Donnerstag


Als mein Kumpel Michi und ich am Montag davon hörten, dass Nintendo auf der diesjährigen Gamescom wieder ein Cosplayevent (dieses Mal zum 25 Jährigen Zelda Jubiläum) veranstalteten wird, überlegten wir zum Spaß, mit welchen skurrilen Verkleidungen man da wohl aufkreuzen könnte - Dekubaum (so wie früher bei den Schulaufführungen), Epona (natürlich klassisch mit getrenntem Vorderpart und Hinterteil), Kirby-Shiek (Gummiball mit Toilettenpapier), Mumie (ebenfalls Toilettenpapier) usw. - bis wir uns auf einmal dachten: Hey! Warum eigentlich nicht? Nach nun etwas ernsterem Überlegen, was vor allem die Realisierbarkeit innerhalb weniger als einer Woche, den Kostenfaktor und nicht zuletzt den passenden Charakter betraf, stand für uns fest: Hey! Wir probierens! Aber...wie genau funktioniert so ein Cosplay eigentlich?

Für alle, die es nicht wissen: Wikipedia definiert unter Cosplay einen japanischen Verkleidungstrend, bei dem der Teilnehmer eine Figur aus einem Manga, einem Anime oder einem Videospiel durch Kostüm und Verhalten möglichst Originalgetreu darstellt.

Aha, ok. Das klingt soweit ja schon einmal ganz logisch. Aber woher bekommt man so ein Cosplay? Dank der mittlerweile doch recht großen Mangaverbreitung auf der ganzen Welt, kann man verschiedene Cosplays komplett fertiggestellt bei den verschiedensten Onlinehändlern kaufen. Doch wie so oft würde dabei etwas fehlen. Cosplayer stellen ihr Kostüm eigentlich im Normalfall in stunden-, wenn nicht sogar wochenlanger Arbeit selbst her – Selbermachen lautet also die Devise!

Doch weder mein Kumpel noch ich haben bis jetzt je ein Cosplay erstellt. Zum Glück habe ich aber bereits etwas Erfahrung an der Nähmaschine und mich deshalb dazu entschlossen, mein Kostüm selbst zu nähen - wird also schon irgendwie klappen. Bei Michi dagegen entscheiden wir, nach möglichst ähnlichen, bereits fertigen Kleidungsstücken zu Suchen, da bei seinem Charakter etwas anderes die Hauptrolle spielt (um nicht zu viel zu verraten). Also nichts wie ab in die Stadt und auf die Suche nach den passenden Stoffen bzw. Kleidungsstücken!

Wir haben erneut Glück und werden für uns beide fündig. Ich denke, ein gutes Cosplay fängt bei der Stoffwahl an. Es macht wohl einen optischen Unterschied, ob man sich für einen doch recht günstigen Faschingsstoff entscheidet (das sind die, die so glänzen), oder vielleicht zu einem zwei, drei Euro teureren Baumwollstoff tendiert. Deshalb entscheide ich mich für eben diesen und gebe für die Stoffe und ein paar andere Accessoirs für mein Cosplay ca. 50 Euro aus, Michi bezahlt für einen Pulli und eine Hose, die wir aber noch umfärben müssen knapp 40 Euro. Das Geld ist jedoch bei beiden von uns nicht verschwendet, da wir fast alles auch im kostümfreien Leben wiederverwerten können.

Hier ist unsere Ausbeute:


Na, wer von euch kann jetzt schon unsere Cosplays erahnen?


Am nächsten Morgen mache ich mich gleich daran, ein Schnittmuster für ein Kleid zu erstellen. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten: Man kann in seinem örtlichen Nähladen nach einem dem Kostüm ähnlichen Schnittmuster suchen und so praktisch nach Anleitung arbeiten, oder man erstellt das Schnittmuster selbst, wozu ich mich dieses Mal entschieden habe. Damit ich nicht ganz planlos an die Sache heran gehe, orientiere ich mich aber an den Maßen eines Kleides, das mir sehr gut passt. Zur Sicherheit sollte man aber so oder so ein Probestück aus günstigerem Stoff, wie zum Beispiel einer alten Bettwäsche erstellen – wäre doch Schade um den schönen Stoff!



Das Schnittmuster zeichne ich also auf Papier und übertrage es anschließend mit Kreide auf den Stoff. Damit ich die einzelnen Teile später gut zusammen nähen kann, gebe ich noch etwas Nahtzugabe hinzu; diese erlaubt außerdem kleine Korrekturen, falls es mit dem Schnitt dann doch nicht so gut hinhauen sollte. Gerade als ich die einzelnen Teile fertig ausgeschnitten habe, klingelt auch schon Michi an der Haustür: Zeit die Hose zu färben!



Das artet in einer ziemlich lustigen Angelegenheit aus – wir beide haben nämlich auch noch nie etwas gefärbt. Zum Glück ist die Anleitung aber idiotensicher. Das einzige was man beachten sollte: Kochend heißes Wasser ist wirklich verdammt kochend heiß und möchte nicht über Füße geschüttet werden. Aua. Binnen kurzer Zeit ist die vormals hellgrüne Hose aber dennoch richtig schön dunkelgrün geworden, das hat also schon einmal geklappt.



Für heute sind wir fertig und gönnen uns noch eine Runde Kirby TV auf der Wii. Trotzdem sitzt uns die Zeit etwas im Nacken. Ob wir es wohl rechtzeitig bis nächste Woche Dienstag (dem Anreisetag zur Gamescom) schaffen werden? Ob unsere online bestellten Ohren rechtzeitig kommen? Ich glaube, uns steht ein etwas stressiges, aber spannendes Wochenende bevor! Und wir sind gespannt, wer von euch als erstes unsere Cosplays errät! ;)
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