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Dark Void Zero


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Dark Void Zero - Review vom 07.03.2010

Retro ist cool, Retro ist hip. Manchmal man fragt sich, warum Nintendo noch immer nicht erkannt hat, dass eine Virtual Console auf dem Nintendo DSi in manchen Fällen mehr Potential hätte als billige iPhone-DSiWare-Remakes. Man erwähne nur „Link's Awakening“ oder „Metroid II“ - und hat damit eindeutig bessere Gründe als mit einem neuen „Mario-Taschenrechner“... Das dachte sich auch Capcom, die schon mit „Mega Man 9“ und „Mega Man 10“ bewiesen haben, dass NES-„Neuauflagen“ sich verkaufen wie warme Schnitzel an Eskimos. Warum sollte dies nicht auch als Nintendo DSiWare gelingen? Gesagt getan, grub man ein uraltes Konzept aus der Mottenkiste hervor und setzte ein paar findige Entwickler darauf an, es in guter alter NES-Manier zu programmieren. „Dark Void Zero“ heißt das Endergebnis, das seit März in Europa heruntergeladen werden kann.

Hast du einen Plan? Ja, wir holen Lucy da raus und legen alle anderen um.
Was nur wenige wussten ist, dass Capcom schon in den späten 80ern ein „Dark Void“ für das sterbende NES in Entwicklung hatte. Leider erblickte es nie das Tageslicht und auch auf dem SNES erschien das Projekt nicht, da es scheinbar ein magnetisches Problem in den Archiven von Capcom gab. Schade nur, dass die Spiele damals noch auf Magnetbändern gespeichert wurden. So löste sich „Dark Void“ sprichwörtlich in Rauch auf und übrig blieb nur Lavendelduft. Ein legendäres „Lost Project“ wurde geboren und lange Zeit hörte man nichts von dem Mega Man-Klon mit Raketenrucksack. Bis jetzt!

Denn im Jahre 2010 muss man wohl noch immer Spuren des lieblichen Lavendeldufts in den Archiven gerochen haben und dachte sich: „Dieses legendäre Produkt muss rausgebracht werden!“. Gleich zwei Spiele wurden entwickelt: Einmal „Dark Void“ für die Konsolen, das mit mäßigen Wertungen leider zum Flopp avancierte und das hochgelobte „Dark Void Zero“, welches nach dem Vorbild von „Mega Man 9 und 10“ im klassischen NES-Gewand produziert wurde. Genau jenes DSiWare-Produkt hat sich nun auf dem Speicher unseres DSi verirrt und wir verraten euch, ob sich der Preis von 500 Nintendo Points lohnt.

Das Konzept hinter „Dark Void Zero“ ist einfach. Es gibt insgesamt drei Schwierigkeitsstufen, die alle für die Verhältnisse von heutigen Spielern als hart, aber herzlich zu betrachten sind. Gleich nach dieser Entscheidung geht es los und ein wirrer Professor, der ein wenig an Dr. Light erinnert, erzählt die noch wirrere Story des ganzen. Kurz zusammengefasst: Ein Mensch, der in den Weiten des Weltraums geboren wurde, muss nun die Welt retten - so einfach ist das. Also wo ist Bruce Willis, wenn man ihn braucht? Hier, da? Nein, okay - nehmen wir diesen Kerl und setzen ihm einen Helm auf! Und schon ist ein neuer Superheld geboren.

Now I have a machine gun. Ho-Ho-Ho.
So rennt man durch die Level, ballert auf diverse außerirdische Feinde, sammelt neue Waffen ein und schwebt ab und an mit einem Jetpack durch die Gegend. Es kann stets nur eine Waffe getragen werden und so muss der Spieler entscheiden, welchen Weg er geht, um mit seiner Lieblingswumme durch die Landen zu streifen. Gleiches gilt für den Raketenrucksack: Wird man von Gegnern zu oft getroffen, wird er zerstört, läuft man durch Gravitationsfelder, ereilt dem Flugpack das gleiche Schicksal. So muss man stets drauf Acht geben, durch welchen Gang man sich schlängelt, wo man entlangläuft, um neue Schlüsselkarten für Türen zu finden, und wie man zum Ziel kommt. Das Schwierige daran sind die wiederkehrenden Gegner, die dem Spieler so manches Mal kräftig einheizen. Und wer Capcom kennt, weiß was am Ende des Tunnel ist. Na, wer möchte nun dreimal raten? Ein Zombie? Falsch. Ein Roboter-Hund? Falsch. Natürlich ein bitterböser Endboss. Das Schema F wurde also in Stein gemeißelt und so kann man auch am Levelende munter drauflos ballern.

Steuerung:
Die Entwickler von Other Ocean haben sich wohl in der 8-Bit-Ära pudelwohl gefühlt, denn was dabei rausgekommen ist, ist eine grandiose Steuerung, die sich genauso anfühlt, wie man es sich erhoffte. Um nicht zu sagen: „Hey, man kann sogar diagonal schießen!“. Pixelgenaues Schweben mit dem Jetpack und ständiges Ausweichen in Sachen Kugelhagel gehören zur Tagesordnung.

Grafik:
Anstelle von blau-grünen Pasteltönen à la Mega Man wechselt man das Farbschema ein wenig und stellt braun-rot in den Vordergrund, zumindest am Anfang des Spiels. „Dark Void Zero“ präsentiert gehobene NES-Grafik in Reinkultur und jeder der in dieser 8-Bit-Ära aufgewachsen ist, wird sofort Gefallen am Stil finden.

Sound:
Klassische Optik und klassischer Sound, so wünscht man sich das und so bekommt man es von Capcom serviert. Alles hört sich an wie frisch aus der Midi-Werkstatt. Dazu kommen noch ein paar eintönige Soundeffekte und fertig ist das Spiel der 80er Jahre.

Features:
Tja, was soll man sagen. In diesem Sektor sieht es mau aus, denn mehr als einen Einzelspielermodus und Highscores gibt es nicht. Oh, doch - wartet: Vor jedem Spielstart muss man noch den Staub vom NES-Modul blasen, bevor es richtig los geht. Nein, das ist kein Bug, das ist ein Feature!

Fazit:
Other Ocean Interactive wäre in den 80er Jahren ein begnadeter NES-Entwickler gewesen. Denn alles was sie nun auf dem DSiWare-Titel umgesetzt haben, wirkt so als wäre es einmal durch die Zeit gereist. Allein das „Staub-vom-Modul-Blasen“ wird jeden NES-Sympathisanten zum Schmunzeln anregen - da erinnert man sich an die alten Zeiten zurück, als noch die echten Ghostbusters im TV liefen und man nach dem Turtles-Vorbild stets Hunger auf Pizza ohne Sardellen hatte. Ja, ja. Das waren die 80er und „Dark Void Zero“ bringt einen zumindest spielerisch in die Glanzzeiten zurück. Für jeden Retro-Fan ein echtes Must-Have für gerade mal 500 Nintendo Points. Aber nicht vergessen: In den 80ern waren Videospiele noch arcade-lastig ohne Ende und hammerhart!

Kramt sein NES vom Dachboden hervor: Kevin Jensen [Iceman] für PlanetDS.de

WERTUNG:
keine
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel:

500
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Ballern, fliegen, ballern. DSiWare-Einschätzung
+++++  (5 von 5 Münzen)
Dark Void Zero ist für jeden Retro-Liebhaber ein Must-Have und zählt somit zu den besten DSiWare-Titeln bislang.
Grafik

Eine echte 8-Bit-Perle.
Sound

Direkt aus der Midi-Fabrik.
Spielspaß

Eine Zeitreise in die spielerischen 80er.








Details
Spielname:
Dark Void Zero

Publisher:
Capcom

Developer:
Other Ocean Interactive

Genre:
Action Adventure

Release:
05.03.2010 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

Preis:
500 Points
Screenshots:

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