PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de
Nicht angemeldet!     Neu Registrieren   Loginname  Passwort:     Passwort?

Monsters vs Aliens


  • Testbericht
  • Bilder (4)
  • News & Videos (1)
  • User (0)
  • Spiel Kaufen
Monsters vs Aliens - Review vom 28.11.2009

Mario vs Donkey Kong, Alien vs Predator, Red vs Blue... Es gab sie schon immer, die Konflikte zwischen zwei Parteien, die sich dann in einem bezeichnenden Titel wiederfinden. In der Filmwelt haben wir in dieser Abteilung kürzlich den Streifen „Monsters vs Aliens“ erleben dürfen. Und wie es sich für einen derartigen familientauglichen Film gehört, gibt es natürlich ein dazugehöriges Lizenzspiel - auf so ziemlich jedem System. So bleibt auch der DS nicht verschont und bietet euch die Gelegenheit, die schönsten Momente dieses epischen Kampfes um das Schicksal der Erde nachzuspielen. Zumindest soweit es die Hardware des DS zulässt. Inspizieren wir das Subjekt mal ein wenig ausführlicher, um seine wahren Qualitäten in Erfahrung zu bringen.

Wie versteckt man eine 15-Meter-Frau?
„Monsters vs Aliens“ folgt im Groben der Storyline der Vorlage. In einer geheimen Trainingseinrichtung des Militärs werdet ihr mit den fünf Protagonisten vertraut gemacht - in Form eines ausgiebigen Tutorials. Danach geht es gleich weiter mit dem titelgebenden Kampf gegen die außerirdischen Aggressoren. Das Spiel verschwendet wahrlich keine Zeit damit, die Geschichte auf den Punkt zu bringen. Und auch damit, sie zu beenden. Doch darauf kommen wir später zurück, wenden wir uns zuerst den Figuren zu.

Gigantika, die groß gewachsene Frau, The Missing Link, ein kräftiges Fischwesen auf zwei Beinen, und B.o.B., ein einäugiger Blob, teilen ihren Gameplay-Ablauf. In der Regel bewegt ihr euch durch zweidimensional aufgebaute Räume, übersteht Plattform-Abschnitte und erledigt Feindvolk. Doch natürlich bieten die drei Charaktere einige Besonderheiten. Gigantika darf nämlich gut die Hälfte ihrer Level auf Rollen verbringen. Das wiederum nicht auf einer 2D-Ebene, sondern aus der Verfolgerperspektive. Missing Link und B.o.B. wiederum beschränken sich zwar auf die rudimentäre Plattformer-Ebene, können dafür aber an Wänden und der Decke entlanglaufen. Doch auch hier finden sich Unterschiede, nämlich im Fokus ihrer Aktionen. Das Fischmonster ist eher der Mann für's Grobe und bekommt es daher mehr mit Gegnern zu tun. B.o.B. Auf der anderen Seite nutzt seine Verformbarkeit, um den Blicken der üblen Häscher durch geschickte Tarnung zu entkommen - zumindest an festgelegten Punkten.

Die neuen Abenteuer des Prof. Dr. Kakerlake
Exklusiv in der DS-Fassung sind noch zwei weitere Figuren spielbar: In Gestalt des gigantischen Insektosaurus dürft ihr im besten B-Movie-Stil Städte zerlegen und Alien-Geräte auseinandernehmen. Doch wie baut man den nicht durch rohe Gewalt ins Geschehen eingreifenden Prof. Dr. Kakerlake in dieses Action-Jump'n Run ein? Indem man ihm ein kleines Minispiel gönnt natürlich! Hierbei gilt es, Energiekugeln mit Spiegeln so umzuleiten, dass sie sämtliche grünen Schalter aktivieren. Erinnert ein wenig an „Prism: Light the Way“, lockert den Spielablauf gekonnt auf, leidet aber ein wenig unter dem schwankenden Schwierigkeitsgrad. Die für das Abenteuer relevanten Rätsel sind zwar nie wirklich eine große Herausforderung, doch es kommt nicht selten vor, dass auf ein normal-schwieriges Rätsel ein kinderleichtes folgt.

Steuerung:
„Monsters vs Aliens“ wird traditionell mit den Tasten gesteuert, wobei einige Aktionen auch alternativ per Touchscreen oder gar Mikrofon ausgeführt werden können. Nur Dr. Kakerlakes Rätsel und Gigantikas Skate-Abschnitte müssen zwangsweise mit dem Stylus dirigiert werden. Leider funktionieren genau diese Szenen nicht ganz optimal. Gigantika mit dem Touchscreen-Schieberegler zu bewegen spielt sich eher schlecht als recht und bei den Puzzles werden gerne mal Kommandos verwechselt. Wenigstens klappt das Hüpfen und Rennen anstandslos.

Grafik:
Auch wenn ein Großteil des Gameplays auf einer zweidimensionalen Ebene stattfindet, hat man sich die Mühe gemacht, alles in 3D auszugestalten. Die Ergebnisse sorgen eher für gemischte Gefühle: Es gibt ein paar wirklich schön inszenierte Momente, dafür allerdings ziemlich viele eher öde Levelgrafiken. Wenigstens haben wir es nicht mit dem klassischen Standbild-Zwischensequenz-Syndrom zu tun. Bis auf ganz wenige Ausnahmen werden alle Cut-Scenes in Ingame-Grafik dargestellt.

Sound:
Als uns die generische Musik am Titelbildschirm begrüßte, ahnten wir bereits schlimmes. Doch was ist das, was da aus unseren Lautsprechern klingt? Ist das... deutsche Sprachausgabe? Und dann auch noch von ansehnlicher Qualität? Okay, über die Sprecherwahl kann man streiten, auch weil die Originalsprecher nicht mit an Bord sind (im Gegensatz zur englischen Fassung). Aber allein die Tatsache, dass durchgängig für jede Cut-Scene klare deutsche Sprachausgabe vorhanden ist, verdient ein kleines Lob. Dieses wird jedoch durch die eintönigen Hintergrundmelodien auch sogleich wieder geschmälert - denn an anständige Musikstücke hat man leider nicht gedacht.

Features:
Stellt euch vor, ihr habt das Tutorial beendet und der Spielfortschritt-Anzeiger gibt euch die Zahl 17%. Ein schlechtes Zeichen? Definitiv. Die insgesamt 17 Level des Spiels sind in Windeseile durchgespielt, womit man vielleicht auf eine Spielzeit in Höhe der Dauer des Films kommt. Man kann natürlich behaupten, dass man damit nahe an der Vorlage ist, der ernsthafte Spieler wird jedoch auch der Meinung sein, dass das schlichtweg zu wenig ist. Dennoch kann man zumindest ein wenig mehr aus der Karte herausholen: Für jedes Monster gibt es ein alternatives Kostüm und ein ganzer Satz Bonus-Rätsel mit Prof. Dr. Kakerlake wartet auf ihre Lösung. Doch ob das so viele Freiwillige weiter an „Monsters vs Aliens“ fesseln wird, darf stark angezweifelt werden.

Multiplayer:
Hey, es steht schließlich „Download-Play“ auf der Packungsrückseite. Da darf man einen schönen Koop- oder vielleicht auch Versus-Modus erwarten! Spaß beiseite, „Monsters vs Aliens“ bietet sowas natürlich nicht. Die einzige Entschuldigung für das Download-Play-Symbol auf der Schachtel ist die Möglichkeit eines Demo-Downloads. Das war's. Angesichts der oben angesprochenen Spieldauer könntet ihr dem Freund aber auch einfach das Modul für 1 ½ Stunden leihen.

Fazit:
Zugegeben, als wir von der glasklaren Sprachausgabe überrascht wurden und zumindest halbwegs ansehnliche Zwischensequenzen sahen, hatten unsere Erwartungen enorm zugenommen. Doch nach kurzer Zeit war der Spaß auch schon wieder vorbei. Anscheinend hatte man also mit den Stimmen den freien Speicher gefüllt. Leider bietet „Monsters vs Aliens“ auch nur sehr wenige Anreize für einen erneuten Durchgang - es sei denn, ihr wollt wirklich alle Bonus-Symbole sammeln und die Puzzles lösen. Eigentlich schade, denn mit seiner doch ziemlich anständigen technischen Performance, wenn man mal von eintönigen Umgebungen und der Dudelmusik absieht, hätte der Titel definitiv das Potential zu einem größeren Action-Plattformer. So jedoch bleibt uns nur zu sagen: Chance vertan!

Zockt lieber „I was an Atomic Mutant“ als die Insektosaurus-Abschnitte: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Activision Blizzard für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
65%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Nur die Touchscreen-Einlagen trüben das Gesamtbild. Innovationsfaktor:
+----  (1 von 5 Sternen)
Teils alternativer, teils gezwungener Touchscreen-Einsatz und nicht nennenswerte Mikrofon-Unterstützung. Hätte man sich auch ganz gut sparen können.
Grafik

Ansehnliche Optik mit leider eher öden Arealen.
Sound

Spitzen Sprachausgabe gepaart mit monotoner Dudelmusik.
Spielspaß

Der Ausflug ist schneller vorbei als man den Abspann des Films gesehen hat.








Details
Spielname:
Monsters vs Aliens

Publisher:
Activision Blizzard

Developer:
Griptonite Games

Genre:
Jump 'n Run

Release:
26.03.2009 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (4)

Jetzt Bestellen:
Zum Shop