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Last Window: Das Geheimnis von Cape West


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Last Window: Das Geheimnis von Cape West - Review vom 28.09.2010

Ex-Cop Kyle Hyde hat ein hartes Leben. Musste auf seinen wohl besten Freund schießen, reist als Vertreter und Sucher für die Firma Red Crown durch die Gegend und die Firma, die ihn erdacht hat, steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Man war gespannt, ob es „Last Window: Das Geheimnis von Cape West“ in irgendeiner Form bis nach Amerika oder Europa schaffen würde, nachdem Entwickler Cing Konkurs angemeldet hatte. Doch Nintendo fasste sich ein Herz und brachte zumindest uns Europäern das zweite Abenteuer des rauen Zynikers mit. Doch war es der Aufwand wirklich wert? Können wir uns besten Gewissens über das neue Kapitel in der Hyde'schen Geschichte freuen oder hätten wir besser den Vorgänger „Hotel Dusk: Room 215“ in guter Erinnerung behalten und auf „Last Window“ verzichten sollen? Genug Schwarzmalerei, wir gehen dem titelgebenden Mysterium um das ehemalige Hotel auf den Grund!

Ein mieser Tag und eine Woche voller Rätsel
Ein Jahr ist seit den Ereignissen im Hotel Dusk ins Land gezogen. Kyle Hyde erwacht in seinem Wagen und schaltet seinen Pieper wieder ein - just folgt eine Meldung aus dem Büro von Red Crown. Ebenso eine schlechte Nachricht: Am Telefon erfährt der ehemalige Bulle nämlich, dass er entlassen ist. Und dabei bleibt es nicht! Wenig später erfährt er, dass er nicht nur seinen Job, sondern auch noch seine Wohnung los ist. Die Cape-West-Apartments sind nämlich von der Besitzerin verkauft worden und ein Abriss ist vom neuen Besitzer geplant. Und da Kyle schließlich immer noch Platz für ein Ereignis hat, schneit ein neuer Auftrag ins Haus, der ungewöhnlicherweise direkt bei ihm abgegeben wird, anstelle erst über seinen ehemaligen Chef Ed davon zu erfahren: Kyle soll den so genannten Scarlet Star finden, der im Cape-West-Gebäude verloren gegangen ist. Ein Rennen gegen die Zeit beginnt, denn bis zum Abriss bleibt kaum mehr als eine Woche Zeit - und schnell stellt sich heraus, dass auch der Vater unseres Helden irgendwie in die Ereignisse des Hauses verstrickt ist.

Es liegt nun an euch, Kyle durch die Geschichte zu führen und den Geheimnissen auf den Grund zu gehen. Wer bereits mit dem Vorgängerspiel vertraut ist, wird sich inständig zurecht finden: Ihr erkundet die einzelnen Räume über den Topscreen aus der Ego-Perspektive, während ihr auf dem Touchscreen stets eine Karte des Areals findet. Solltet ihr auf interessante Objekte stoßen, können diese durch simple Klicks untersucht werden - sind die Gegenstände brauchbar, verschwinden sie in Kyles Tasche. Klassische Adventure-Kost eben.

Intuitive Knobeleien mit etwas anderen Lösungsansätzen
Eine der großen Besonderheiten von „Last Window“, wie auch bei Cings Adventures generell, ist die Art, wie die zahlreichen Rätsel zu lösen sind. Zwar finden sich auch altbekannte Objekt-Kombinationsaufgaben im Repertoire der Puzzles, doch häufig ist es mit dem bloßen Klicken nicht getan. Um etwa einen Ring aus einem für die normale Hand unerreichbaren Ort herauszuholen, bedarf es eines kleinen Tricks. Wir versuchen es erst mit einem Kleiderbügel - und scheitern gnadenlos, indem wir das Schmuckstück nur noch weiter in die Ferne schieben. Erst ein Maßband, das wir auf die richtige Länge einzustellen haben, zieht den Ring endlich zu uns heran. Vorausgesetzt, wir positionieren das Objekt auch richtig. Anstatt alle Aktionen automatisch auszuführen, fordert das Spiel in gesunder Regelmäßigkeit von euch, selbst aktiv zu werden. Hin und wieder müsst ihr dabei auch zu eher ungewöhnlichen Methoden greifen, die für Neueinsteiger sicherlich mehr als befremdlich wirken dürften. Kenner von „Another Code“ und insbesondere „Hotel Dusk“ werden aber das ein oder andere Element wiedererkennen und daher auch die damit verbundenen Puzzles ein wenig schneller lösen können.

Natürlich darf auch die Interaktion mit den anderen Figuren der Geschichte nicht fehlen. Wie schon im Hotel des Vorgängers treiben sich einige ziemlich eigenwillige Gestalten bei Cape West herum. Vom chronisch mittellosen Musiker über die verwitwete Hausfrau bis hin zum Ersatzhausmeister finden sich einige interessante Charaktere, mit denen sich der zynische Kyle ständig auseinanderzusetzen hat. Und jeder trägt ein Geheimnis mit sich, das der Protagonist natürlich noch zeitnah lüften muss. Schließlich könnte ihn jeder Hinweis näher an den Scarlet Star bringen. Im Laufe der Dialoge dürft ihr aber nicht nur fleißig die Texte mitlesen: Hin und wieder müsst ihr euch für eine bestimmte Antwort entscheiden oder gar nachhaken, wenn euer Gesprächspartner zögert. Dabei solltet ihr allerdings nicht allzu unbedacht vorgehen. Wie schon bei „Hotel Dusk“ kann eine falsche Antwort euch ganz schnell ein Game Over bescheren. Selbiges gilt übrigens auch für manche augenscheinliche Rätsellösungen oder bestimmte Aktionen. Merke: Nur weil euch das Spiel es erlaubt, heißt es noch lange nicht, dass eure Taten keine Konsequenzen mit sich ziehen! Hin und wieder kann es ein wenig schwierig sein, die richtige Vorgehensweise auszuloten. In der Regel jedoch hilft eine bestimmte, wenn auch entgegenkommende Ausdrucksweise in den Gesprächen weiter.

Steuerung:
Nach bester Point-and-Click-Tradition navigiert man durch die gesamte Visual Novel per Touchscreen. Über die Karte wird Kyle durch die Räume geleitet, per Klick auf das entsprechende Symbol am unteren Bildrand dann etwa in den Untersuchungs- oder Gesprächsmodus gewechselt. Auch die Interaktion mit den Objekten wird generell komplett über den berührungssensitiven Bildschirm gehandhabt - in einigen Ausnahmen kommen jedoch auch die Tasten oder gar andere Eigenschaften des DS zum Einsatz. Alternativ könnt ihr euch auch mit den Buttons oder dem Steuerkreuz fortbewegen und mit der jeweils anderen Eingabeeinheit Dialoge fortführen, je nachdem, ob ihr als Linkshänder durch das Abenteuer schreitet oder als Rechtshänder agiert. Generell lässt die Steuerung kaum Wünsche offen.

Grafik:
Während die Karte auf dem einen Bildschirm ihren Zweck erfüllt, erstrahlen die Umgebungen auf dem Topscreen in schickem 3D. Zumindest, wenn man sich nicht zu nah an manche Objekte heranbewegt. Dann nämlich kann es schon mal vorkommen, dass man dem DS-typischen Pixelbrei ins Auge blickt. Doch das tut der Atmosphäre keinen allzu großen Abbruch. Vor allem aber glänzen nach wie vor die Dialogsequenzen durch ihren Stil: Die skizzenhaft gezeichneten Charaktere wirken in gelungenen Animationsschleifen - so wenige es auch manchmal sein mögen - äußerst lebendig. Überhaupt strahlt „Last Window“ ein Flair aus, wie man es aus dem Film Noir-Bereich kennt.

Sound:
Wir kommen der Lösung näher, die Lage spitzt sich zu... Und die Musik baut die passende Kulisse auf, um die Spannung auf die Spitze zu treiben. Es finden sich zahlreiche gelungene Stücke im Soundtrack, die die allgemeine Atmosphäre gekonnt stärken. Auch der ein oder andere Ohrwurm mag sich in den Köpfen einiger Spieler einnisten. Ein gelungenes Soundpaket!

Features:
Was den Umfang anbelangt, hat Cing ziemlich gut das Niveau von „Hotel Dusk“ aufrecht erhalten können. Zirka 15 Stunden dürften halbwegs versierte Adventure-Freunde bis zum Abspann benötigen. Dann jedoch ist das Spiel nicht unbedingt vorbei: Parallel mit dem Storyfortschritt schaltet ihr nämlich „Last Window“ als nachlesbaren Roman frei, in dem manche Ereignisse sogar noch ein wenig genauer oder in einem anderen Licht gezeigt werden. Das Buch dient allerdings nicht nur als Nachschlagewerk. Die Geheimakten am Ende eines jeden Kapitels geben euch nämlich versteckte Hinweise zur Lösung einiger Rätsel im Folgekapitel, solltet ihr irgendwann mal in der Klemme stecken.

Fazit:
Eigentlich könnte man den Testbericht in wenigen Worten abschließen: Wenn euch „Hotel Dusk: Room 215“ gefallen habt, holt euch „Last Window: Das Geheimnis von Cape West“. Es handelt sich um eine Fortsetzung der Geschichte um Kyle Hyde, bei der sämtliche Elemente des Vorgängers übernommen und konsequent ausgebaut wurden. Doch was ist mit denjenigen, die noch nicht das Vergnügen mit Hyde und Co. hatten? Auch denen können wir eine Empfehlung aussprechen. Kenntnisse des Vorgängers mögen helfen und kleine Story-Details verständlich machen. Doch „Last Window“ steht auch gut auf den eigenen Beinen und spinnt eine spannende Geschichte, die mit einigen ziemlich starken Wendungen auffährt. Ein rundum gelungenes Abenteuer aus dem Hause Cing, das sich Adventure-Freunde auf keinen Fall entgehen lassen sollten!

Entspannt sich mit einem guten Buch: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
83%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
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Komplettlösung
Videos
Steuerung

Die intuitive Touchscreen-Steuerung erleichtert den Adventure-Alltag. Innovationsfaktor:
++++-  (4 von 5 Sternen)
Cings Spezialgebiet: Hier wird noch kreativer Einsatz mit den Features des DS gezeigt!
Grafik

Die stilvollen und charmanten Charakterporträts lassen über kleine Verpixelungen an 3D-Objekten hinwegsehen.
Sound

Atmosphärische Melodien begleiten Kyle auf der Suche nach Antworten.
Spielspaß

Ein durchweg motivierendes wie auch spannendes Abenteuer mit vielen interessanten Rätseln.








Details
Spielname:
Last Window: Das Geheimnis von Cape West

Publisher:
Nintendo

Developer:
Cing

Genre:
Adventure

Release:
17.09.2010 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

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