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Fritz by Chessbase


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Fritz by Chessbase - Review vom 14.09.2009

Schach gehört zu den ältesten und den beliebtesten Spielen der Menschheit. Und natürlich gibt es auch für so ziemlich jeden Computer, jede Konsole und jeden Handheld entsprechende Programme, die es dem Schachenthusiasten ermöglichen, auch ohne menschlichen Gegner eine Partie auszutragen. Mittlerweile sind diese Schachprogramme dermaßen spielstark, dass selbst Großmeister keine Chance mehr haben - der Ottonormalspieler natürlich erst recht nicht.

Für den einsamen Spieletester bedeutet das allerdings auch, dass die Regeln für einen Test eines Schachspiels anders sind, als bei normalen RPGs, Puzzle-Sammlungen oder Shootern. Kritisiert man die schlechte Grafik, fehlende Action oder die maue Soundkulisse, wird man nur schallendes Gelächter ernten - zurecht. Die Faszination Schach mit seiner riesigen Fangemeinde ist unanfechtbar. Daher kann es nur darum gehen, zu untersuchen, ob die entsprechende Portierung gut gelungen ist oder nicht. In unserem Fall: „Fritz by Chessbase“ von Koch Media.

Schwarz auf Weiß
Diesmal landete also die Nintendo DS-Umsetzung des bekannten Schachprogrammes Fritz in unserer Redaktion. Daher ist klar, dass die Spielstärke des Computers für wohl so ziemlich jedes Niveau ausreicht - immerhin hat Fritz auch schon so manchen Großmeistern einiges an Kopfzerbrechen bereitet. Die einfachsten Schwierigkeitsgrade bieten allerdings auch blutigen Anfängern eine faire Chance.

Trotzdem sollten Anfänger die Regeln beherrschen, denn trotz einer praktischen Hilfefunktion bei der Durchführung der Züge werden diese weder im Spiel noch im Regelwerk erklärt. Dies gilt übrigens auch für andere Feinheiten der Schachumsetzung - die Grundlagen müssen Neulinge woanders lernen, denn Fritz ist ein Spiel für Leute, welche die Technik bereits beherrschen.

„Fritz by Chessbase“ bietet uns mehrere Optionen. Neben dem normalen Schach (jeweils als Trainings- und Wertungsspiel mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und einstellbarer Zeit) gibt es noch zwei besondere Varianten: Schach 960 mischt die höheren Figuren zu Beginn jeder Partie und vermeidet so die klassischen Eröffnungszüge. Im Räuberschach geht es darum, sämtliche Spielfiguren und nicht nur den König zu schlagen - eine Variante, die ein völlig anderes taktisches Vorgehen verlangt. Neben diesen Modi gibt es auch noch ein paar kleine Leckerbissen: Zum einen sind das die Schachpuzzles, bei denen verschiedene vorgegebene Aufgaben erfüllt werden müssen. Diese können auch selbst über „Stellung festlegen“ erstellt oder aus der Zeitung übernommen werden. Weiterhin existieren noch zweitausend historische Partien, die man nacherleben kann. Praktischerweise lässt sich die Partie auch speichern und zu einem späteren Zeitpunkt laden. Die grundlegenden Features, die ein Schachspiel benötigt, sind also vorhanden.

Steuerung:
Die Steuerung erfolgt natürlich über den Touchscreen. Hier kann man nicht meckern - es gibt keine Hackler, die Figuren landen immer genau dort, wo man sie auch hinschieben wollte. Neben diesen Standardfeatures gibt es auch eine praktische, bei Bedarf einschaltbare Hilfe, die Neulingen genau anzeigt, wohin sie ziehen können und ob der Gegner auf bestimmten Feldern schlagen kann.

Grafik:
Die Grafik besticht durch nüchterne Sachlichkeit: Das Spielbrett wird in 2D dargestellt, es gibt einige auswählbare Spielfeld- und Figurensätze, ansonsten lässt sich hier relativ wenig erwähnen. Schach ist nun mal kein Spiel, das hochauflösende 3D-Grafik mit neuestem Pixelshader benötigt.

Sound:
Abstriche muss man naturgemäß beim Sound machen - es gibt drei verschiedene Musikstile, die in schlechter Midi-Qualität das Spiel untermalen. Egal ob „Elektronisch“, „Jazz“ oder „Konzentration“, die Musik stört beim Spielen und wohl jeder wird sie nach ein paar Minuten deaktivieren. Die sonstigen Soundeffekte beschränken sich auf das absolute Minimum - ein kleines Klacken beim Zug und ein Piepen beim Schlagen. Damit kann man leben, Begeisterung löst die Sounduntermalung aber auch nicht aus.

Multiplayer:
Der Multiplayermodus bietet zwei Spielern die Möglichkeit, lokal mit einem Modul gegeneinander anzutreten. Das ist ganz nett, aber wenn wir ganz ehrlich sind, macht es deutlich mehr Sinn, auf einem richtigen Schachbrett gegeneinander zu spielen. Schachbegeisterte, an die sich so ein Programm natürlich vor allem richtet, besitzen in der Regel ein eigenes Brett und auch für unterwegs gibt es sehr günstige Reiseschachspiele. Eine Play-by-Mail oder eine Wi-Fi Connection-Funktion gibt es leider nicht. Damit besitzt der Multiplayer von „Fritz by Chessbase“ eigentlich keine Daseinsberechtigung. Schade.

Fazit:
Fritz ist eine gelungene Umsetzung des bekannten Brettspiels auf den Nintendo DS. Es besitzt alle Features, die ein ordentliches Schachprogramm benötigt - zudem werden die Modi durch Sonderaufgaben wie Schach 960 aufgelockert. Der Mehrspielermodus ist unscheinbar und leider nicht über Wi-Fi einzustellen, was ein weiteres Mal den Nachteil offensichtlich macht, dass man nicht immer einen menschlichen Gegenspieler zur Seite hat. Wer aber sonst eine ordentliche Möglichkeit sucht, unterwegs virtuell ein paar Partien zu spielen, darf gerne zugreifen.

Setzt die Langeweile Schachmatt: Michael Schmalenstroer [Satan Claus] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Koch Media für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
80%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Dank Touchscreen sehr komfortabel. Innovationsfaktor:
+----  (1 von 5 Sternen)
Schach. Auf dem DS.
Grafik

Funktional und schnörkellos.
Sound

Nervige Melodien, durchschnittliche Soundeffekte - lieber abschalten.
Spielspaß

Schach - für Liebhaber die Erfüllung, für alle anderen langweilig. Mehr muss man nicht sagen!








Details
Spielname:
Fritz by Chessbase

Publisher:
Koch Media

Developer:


Genre:
Denkspiel

Release:
09.04.2009 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (2)

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