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Dragon Quest VI: Wandler zwischen den Welten


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Dragon Quest VI: Wandler zwischen den Welten - Review vom 31.05.2011

„Dragon Quest“ ist mehr als eine Legende, es ist ein Mythos. Mit dem 25. Jubiläum der Serie dürfen sich auch europäische und amerikanische Fans erstmals über das Release des sechsten Teils freuen. Ursprünglich erschien „Dragon Quest VI“ nur in Japan; damals auf dem SNES und gehörte 1995 zu einem der letzten 16-Bit-Highlights kurz vor der Veröffentlichung des Nintendo 64. Das kreative Dreigespann von damals, bestehend aus Yuji Hori, dem Spieledesigner und Autoren der Dragon Quest-Saga, Akira Toriyama, dem weltberühmten Comiczeichner und Schöpfer der Dragon Ball-Reihe sowie Koichi Sugiyama, der Komponist der orchestralen Klänge zum Spiel, hat eine SNES-Trilogie geschaffen, die sich auch heute noch sehen lassen kann. Doch die Frage bleibt: Wie gut ist „Dragon Quest VI: Wandler zwischen den Welten“ wirklich? Hat man die Serie erfolgreich weiterführen können oder sind die Ähnlichkeiten zu den direkten Serien-Vorgängern zu stark?

Klassische Kost durch und durch
Der Remake-Wahn hat etwas an und für sich. Für die einen bringt es die Möglichkeit Spiele zu entdecken, die einen gewissen Kultstatus erreicht haben und als würdig empfunden wurden, auf den aktuellen Konsolen veröffentlicht zu werden. Andere haben das Problem, dass sie genau diese Originale kennen und demnach das Interesse verlieren, wenn es keine signifikanten Neuerungen gibt. Im aktuellen Beispiel spielen wir aber mit einem zweischneidigen Schwert. Denn einerseits erschien „Dragon Quest VI“ zuvor nie außerhalb Japans, aber andererseits sind die Ähnlichkeiten zum vierten und fünften Teil so groß, dass man schon langsam vom Konzept gelangweilt sein könnte.

Doch worum geht es eigentlich? Näheres dazu in der Storyzusammenfassung:
In einem kleinen Dörfchen wird das alljährliche Glücksfest gefeiert - zur Ehrung der Göttin, damit auch das nächste Jahr mit Frieden und Wohlstand gepriesen wird. Doch als die mysteriöse Herrin des Berges erzählt, dass das Land bald von Dunkelheit umfangen wird und nur du wieder das Licht einfangen kannst, bricht Chaos vom Zaun und ein neues Abenteuer beginnt.

Kein Weltenbummler, aber Wandler zwischen den Welten.
Auch „Dragon Quest VI“ ist ein typisches Rollenspiel mit den üblich-klassischen Elementen. Es gibt mehrere Helden mit einem Klassensystem, die man frei nach Wunsch aufstellen und aufrüsten kann, dazu zahlreiche, immer stärker werdende Waffen, die nur darauf warten gefunden zu werden; mächtige Zauber, jede Menge magische Gegenstände und natürlich unzählbar viele Zufallskämpfe mit finsteren Monstern. Gerade zu Beginn der Episoden ist der Schwierigkeitsgrad sehr hoch und Spieler sollten drauf achten, kräftige Waffen und vor allem genügend Heilkräuter im Gepäck zu haben. Erst nach und nach bekommt man die Stärke, sich weiter auf der Weltkarte auszubreiten und selbige zu erkunden. Schön sind Elemente wie der Wechsel zwischen den unterschiedlichen Oberwelten und die bekannte 3D-Engine, wobei die Charaktere weiterhin Sprites sind und den typischen 16-Bit-Charme der SNES-Ära versprühen. Dafür kann man seinen Blickwinkel auf das Gesehen fast beliebig verändern und erhält so eine „räumliche“ Komponente.

Wie bei den Vorgängern gibt es jede Menge zu tun. Mit über 30 einzigartigen Städten und Orten gibt es selbst schon bei den Basaren zahlreiche Waffen, Gegenstände und ähnliches zu finden und stets warten Rätsel und Mysterien auf den Spieler. Beispielsweise müsst ihr in einem Dorf das Geheimnis des fliegenden Betts lüften oder euch von Meerjungfrauen über die Meere geleiten lassen. Das spannende an diesem Titel ist, dass es zwei parallel existierende Oberwelten gibt -die normale Welt und die Phantomwelt-, die sich gegenseitig beeinflussen. Sprich, absolviert man ein Abenteuer in der einen Welt, kann es Auswirkungen auf die andere Welt haben. Ein wenig erinnert dieses Konzept an die SNES-Abenteuer von Nintendos grünem Zipfelmützenträger. So reist man stets von einer Welt in die andere, um neue Möglichkeiten oder Gegenstände zu entdecken. Jäger und Sammler werden ihre wahre Freude damit haben. Im späteren Verlauf des Spiels kehrt auch der Wagen zurück. Hier kann man seine Truppenmitglieder auffrischen, sie gegen andere Charaktere austauschen oder Erfahrungspunkte teilen.

Neben dem Hauptabenteuer gibt es auch diverse Side Quests und die übliche Jagd nach den Mini-Medaillen. Gut und gerne über 50 Stunden könnt ihr mit dem Spiel verbringen - es gibt also sehr, sehr viel zu entdecken. Selbst den Meeresboden kann man nach Schätzen abgrasen. Und wem das Hauptspiel nicht genug ist, kann sich in diversen Minispielen austoben, wie eine Modenschau oder ein Glücksspiel in den Casinos.

Doch leider hat man das schon alles gesehen - man kennt es von den Vorgängern und so ist die Motivation nicht so groß, wenn man beide Titel zuvor gespielt hat. Man hofft stets auf wirkliche Innovationen, sucht sie jedoch vergebens.


Steuerung:
Wer „Dragon Quest“ auf dem DS kennt, weiß was er bekommt. Klassische Steuerungsoptionen mit ein paar netten Hilfen hier und da. Die Menüführung bedarf etwas Eingewöhnungszeit, doch schon bald erkennt man, wie man seine Helden mit den optimalen Waffen und Gegenständen ausrüsten kann, wie man sich auf den beiden Welten bewegt, teleportiert und reist. Klassische Kost in bekannter Atmosphäre.

Grafik:
Das 360°-Rotierprinzip der Engine überzeugt und sorgt auch für das ein oder andere Versteck von Items. Es ist eine gelungene Mischung aus 3D gepaart mit 16-Bit-Sprites, die man jedoch schon von den Vorgängern kennt. Nichts Neues, dennoch sehenswert.

Sound:
Allein die Eröffnungsmelodie, eingespielt vom Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra, sorgt bei Fans für Gänsehaut. Epische Klänge sorgen dafür, dass man auch bei einer Spielzeit von 50 und mehr Stunden noch vor dem Nintendo DS sitzt und nicht zum Lautstärkeregler greift.

Features:
Unterschiedlichste Charaktere, wie beispielsweise mysteriöse Milena oder der rabiate Schnitz sorgen für die gewisse Abwechslung während des zeitfressenden Abenteuers. Auch wenn die Rätsel an sich nicht wirklich anspruchsvoll sind und meistens nur beinhalten, dass man von Punkt A nach B reist, um Objekt C zu finden und es zurück nach A zu bringen, hat das Spiel seinen gewissen Charme. Leider haben die Entwickler dieses Mal weniger Kreativität gezeigt und die Story hat zwar den Effekt eines roten Fadens, der den Spieler von Anfang bis Ende begleitet, kann jedoch nicht durch Brillanz oder nennenswerte Wendungen überzeugen. Es fühlt sich ein wenig an, wie ein weiteres Spiel mit dem klassischen Griff in die Schema-F-Trickkiste. Zur Abwechslung gibt es noch ein paar neue Minispiele, wie das frostig-fröhliche Schleimschlittern, welches eine glibbrige Abwandlung des Curlings ist.

Fazit:
Dejà vú oder doch Fehler in der Matrix? „Dragon Quest VI: Wandler zwischen den Welten“ ist einfach zu spät erschienen, um noch wirkliche Beachtung zu erhalten. Man hat alles schon gesehen und so kommt der 6er etwas lieblos daher. Serienneulinge werden ein Problem haben, denn „Dragon Quest VI“ steht vor einem brisanten Dilemma: Wer gerne ein frisches RPG-Konzept spielt und das Neueste vom Neuesten haben will, greift besser zu „Dragon Quest IX“. Retro-Freunde, die spannende Geschichten mögen, mit Wendungen und epischen Handlungen, greifen zu „Dragon Quest V“. Dennoch, wer das System schon aus IV und V kennt und Gefallen daran hat, kann auch hier bedenkenlos zuschlagen. Zu viel Neues darf man aber nicht erwarten und auch die Story ist nicht so fesselnd wie es beim Highlight der Trilogie, dem 5. Teil, noch der Fall war. Das Spiel fügt sich daher nahtlos in die Serie ein, ohne wirkliche Innovationen mit sich zu bringen.

Entscheidet sich für die Phantomwelt: Kevin Jensen [Iceman] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
79%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Komplexe Möglichkeiten mit vielen Hilfen. Innovationsfaktor:
+----  (1 von 5 Sternen)
Im Westen nichts Neues.
Grafik

Guter Mix aus 16-Bit-Retro-Optik mit 3D-Elementen.
Sound

Vorsicht Ohrwurmgefahr!
Spielspaß

Für Kenner nichts Neues, dennoch ein zeitfressendes Abenteuer.








Details
Spielname:
Dragon Quest VI: Wandler zwischen den Welten

Publisher:
Square Enix

Developer:
ArtePiazza

Genre:
Rollenspiel

Release:
20.05.2011 (erschienen)

Multiplayer:
nicht bekannt

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

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