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Teenage Mutant Ninja Turtles: Arcade Attack


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Teenage Mutant Ninja Turtles: Arcade Attack - Review vom 05.01.2010

Pizza-Time! Das Green-Team kehrt zurück und die vier pizzaschlingenden Teenager mit farbigen Augenmasken sowie Rückenpanzer werden erneut von Ubisoft ins Rennen geschickt. Doch nach der eher mäßigen Umsetzung von TMNT auf dem DS, sieht man der Entwicklung eher gelassen ins Auge. Immerhin, die Entwickler versuchen, mit „Teenage Mutant Ninja Turtles - Arcade Attack“ eine Artverwandtschaft zum legendären SNES-Prügel-Titel „Turtles in Time“ herzustellen. Gelingt dieser Ansatz oder sollte man zur neuen HD-Fassung auf den Next Gen-Konsolen greifen? Oder gar beim SNES-Klassiker bleiben? Wir verraten euch, ob Splinter in den letzten Jahren ein guter Lehrmeister war.

Bezahle nie den vollen Preis für eine verspätete Pizza.
Einige vom älteren Schlag werden sie noch kennen, die 'guten' Spiele die den Namen Turtles tragen. Bekanntestes und beliebtestes Beispiel für die Fans ist „Turtles in Time“ auf dem SNES. Ein unterhaltsames Sidescrolling Beat ’em Up, welches besonders durch den gelungenen Multiplayermodus zu überzeugen wusste. Stundenlang saß man mit Freunden vor der Konsole, zockte sich Welt für Welt durch die Straßen New Yorks, erledigte Endgegner und freute sich nur, dass man nicht in der Spielhalle saß und Münze um Münze in den Automaten schmeißen musste.

Diese neue Turtles-Umsetzung, mit verheißungsvollem Namen „Arcade Attack“, lässt sich auch dem Beat ’em Up Genre zuordnen und basiert sogar auf den Arcadehallen-Klassikern, doch die Zeit ändert so manches. Also wirklich, was kann man an den Turtles falsch machen? Pizza mag doch jeder, so muss auch dieses Spiel wirklich jeder mögen, oder? Weit gefehlt, denn „Teenage Mutant Ninja Turtles - Arcade Attack“ macht nahezu alles falsch, was man falsch machen kann. Es fängt schon an, dass das Ninja-Quartett nun auch Nudeln verschlingt. Keine Pizza? Mamma Mia! Die Fans gehen auf die Barrikaden und sind entsetzt! Wenn die Turtles aufhören Pizza zu essen, dann ist eventuell doch etwas dran an den Weltuntergangstheorien der Maja?!?

Was macht ein Beat ’em Up-Spiel aus? Abwechslung, Endgegner, ein gelungener Koop-Modus und jede Menge Action. TMNT - Arcade Attack bietet alles... nur das nicht, denn zusammengefasst sieht das Spiel wie folgt aus: Man wählt seine Schildkröte samt Partner und streift durch zahlreiche Gegnerhorden, prügelt sich durch 8 monotone Level und merkt, dass das Ganze dann abrupt aufhört. Das war‘s? Ja! Wo sind die Endgegner? Gibt es keine! Rätseleinlagen oder Sprungelemente? Nein, denn Elemente die einen unterhaltsamen Mehrwert bieten würden, wurden wegrationalisiert und übrig bleibt ein leerer Schildkrötenpanzer mit vergammelten Pizzaresten, liebevoll um den Rand drapiert.

Cowabunga!
Aber aber, meine Freunde. Hier muss man mit einem anderen Gedankenschema rangehen. „Arcade Attack“ scheint ein Entwickler-Experiment zu sein: Wie viel „Spiel“ kann ich einem Lizenz-Spiel entnehmen und es dennoch an eine hungrige Meute ahnungsloser Fans verkaufen? Was hat man bei diesem Projekt eigentlich gemacht? Die Qualitätskontrolle muss wohl den ganzen Tag geschlafen haben, das Management hat scheinbar nur gesabbert, als die nächste kostenlose Pizza vom Lizenzpartner bestellt wurde und die Programmierer waren wohl Alt-68er, die nie ein Videospiel-Spiel nach 1980 gespielt haben. ET auf dem Atari 2600 lässt grüßen!

Selbst die erste Generation der Java-Handyspiele hatte mehr auf dem Kasten als dieses DS-Produkt und man mag meinen, dass die Entwickler nach all den Jahren nun etwas Erfahrung mit dem DS-System haben sollten. Selbst als DSiWare-Titel für 500 Punkte wäre „Teenage Mutant Ninja Turtles - Arcade Attack“ noch immer eine Frechheit sondergleichen und jede Investition in eine echte Pizza bietet mehr Unterhaltung. Das Leveldesign? Magelhaft! Es unterscheidet sich kaum, außer in Sachen Hintergrundbildern. Features? Fehlanzeige! Es können keine neuen Fähigkeiten erlernt werden, es gibt keine Level-Up-Funktion, es gibt eigentlich nichts außer Schlagen, Treten und Springen. Schön und gut, es muss doch etwas positives geben, oder? Nada. Es bleibt ja nicht mal dabei, denn ein minderbemitteltes Spiel alleine macht ja keinen unglücklich, also müssen wir noch die Spieldauer auf ein Minimum reduzieren, um zumindest ein paar Anreize zu schaffen....

Steuerung:
Schlagen, treten, springen. Aber hey, passt auf! Ich verrate euch ein Geheimnis: Man kann auch noch werfen und Team-Attacken ausführen. Ist das nicht toll? Wir sagten ja schon: Handy-Spiele der ersten Generation hatten mehr in der Pizzaschachtel... Touchscreen-Nutzung? Fehlanzeige. Warum es zwei Bildschirme gibt? Diese Frage haben sich wohl auch die Entwickler gestellt, ohne sie jedoch zu beantworten...

Grafik:
Als Vorlage für das Spiel wurden die späteren, eher düsteren Comics verwendet, doch die Zeichnungen die Platz im Spiel gefunden haben, sehen auch nicht wirklich aus wie Originale - sondern eher wie Handzeichnungen von Kindern der Pizzalieferanten... So wird die Story zwar in Comic-Standbildern erzählt, das Ganze wirkt aber eher lieblos und unbeholfen. Auch die Spielgrafik erntet keine Lorbeeren, denn es bleibt DS-Standard. Mehr nicht. Dazu kommen gelegentliche Clippingfehler und die eintönige Umgebung. Aber ganz ehrlich, hat man nun erwartet, dass nach all den Fehlern in diesem Sektor ein paar Pluspunkte eingehamstert werden können?

Sound:
Nein, die Soundsamples von „Turtles in Time“ wurden nicht übernommen. Ein fröhliches „Pizza-Time!“ auf Pausendruck. Übrig bleibt Musik, die so eintönig ist wie das Gameplay. Soundeffekte, die sich anhören als hätte jemand auf eine Pizzaschachtel getreten -natürlich als die Reste der matschigen Teigspeise vom Vortag noch in dem Karton lagen...

Features:
Ja, es gibt einen Kooperativ-Modus. Ja, jeder braucht sein eigenes Modul. Ja, man kann noch ein paar kleine Extras kaufen, aber wozu? Auch dieser an sich sinnvolle Modus reißt es hier nicht raus.


Fazit:
Die Turtles haben wohl ihren Zauber verloren. Zumindest auf dem Nintendo DS, denn was hier geboten wird ist unter aller Kanone. Aber was will man auch schon von einem Turtles-Spiel erwarten, wenn Sushi und Nudeln gemampft werden. Und wenn selbst April O‘Neil fehlt, dann ist wohl alle Hoffnung verloren... Ergo: Bitte nicht zugreifen, liebe Fans und solche, die es werden wollten!

Bestellt sich nun lieber eine Pizza: Kevin Jensen [Iceman] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
27%
Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Funktioniert, wenn auch schwerfällig. Innovationsfaktor:
-----  (0 von 5 Sternen)
Hier gibt es nichts zu sehen! Bitte weiterlaufen!
Grafik

Monoton und uninspiriert.
Sound

Lahm wie eine Schildkröte auf Baldrian.
Spielspaß

Das Verspeisen einer Pizza hat einen höheren Unterhaltungsfaktor.








Details
Spielname:
Teenage Mutant Ninja Turtles: Arcade Attack

Publisher:
Ubisoft

Developer:
Ubisoft

Genre:
Beat 'em Up - Sidescroller

Release:
26.11.2009 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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