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Okamiden


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Okamiden - Review vom 21.03.2011

Man erzählt sich in einer Sage, dass einst eine tapfere Heldengestalt das große, weite Land vom Bösen befreit hat. Zahlreiche Feinde stellten sich ihm in den Weg, alle unter dem Kommando eines finsteren, geheimnisvollen Kommandanten. Die Heldenfigur sammelte Schlüssel, löste Rätsel mit allerlei Fertigkeiten und eroberte finstere Kerker sowie imposante Tempel. Das ein oder andere magische Artefakt wanderte auch in die Tasche des Helden – natürlich nur, um dem großen Hauptbösewicht auf die Schliche zu kommen.

Wer hier ein wenig an „The Legend of Zelda“ denkt, liegt nicht ganz verkehrt. „Ōkami“ von Capcoms Clover Studio hatte sich stark an der generellen Struktur von Nintendos Vorzeige-Fantasymarke orientiert und daraus ein wundervolles Action-Adventure gestrickt, welches den Spieler in eine Welt voller japanischer Mythen und Sagen entführte. Clover mag es zwar mittlerweile in dieser Form nicht mehr geben und „Ōkami“ war nicht der Erfolg zuteil geworden, den das Spiel verdient hatte, doch Capcom hat sich nichtsdestotrotz an eine schwere Aufgabe herangewagt: Einen würdigen Nachfolger zu erstellen! Mit „Ōkamiden“ liegt uns nun das Ergebnis dieser Arbeit vor. Ob es dem göttlichen Erbe gerecht wird? Begleitet uns in unserem Testbericht nach Nippon!

Der kleine Wolfswelpe im Kampf gegen die Finsternis
Neun Monate sind seit den Ereignissen von „Ōkami“ vergangen. Nippon befindet sich in einer Zeit des Friedens und Issun, göttlicher Gesandter der Göttin Amaterasu, versucht, mit seinen Kunstwerken den Glauben an die Götter aufrecht zu erhalten. Doch mit der friedlichen Ruhe hat es sich schon bald: Erneut verdunkelt sich der Himmel und Dämonen treiben ihr Unwesen. Von der himmlischen Ebene herab steigt Chibiterasu, Sohn von Amaterasu, um dem garstigen Pack Einhalt zu gebieten. Alleine ist das junge Wölflein jedoch noch zu schwach, als dass es gegen die Horden der Finsternis bestehen könnte. Und da Issun noch mit seinen Aufgaben als göttlicher Gesandter beschäftigt ist, muss ein neuer Partner her. Zum Glück findet sich im Dorf Kamiki der etwas mutlose, aber gutherzige Kuni, der in Sachen Persönlichkeit seinem Vater Susano – der einst mit Amaterasu gegen den mächtigen Dämonen Orochi kämpfte – mehr als ähnlich ist. Gemeinsam macht sich das Duo auf die Reise, um den Frieden in Nippon wiederherzustellen.

Und das geschieht in Begleitung einer Vielzahl von Zwischensequenzen. Auf die Handlung legt „Ōkamiden“ nämlich äußerst viel Wert. Bloß gut, dass die dafür auch gelungen ist und euch das gesamte, knapp 20 Stunden lange Abenteuer über motiviert. Schade ist allerdings, dass Capcom auf eine deutsche Lokalisierung verzichtet hat. Sämtliche Texte sind in englischer Sprache. Auf euren Reisen durch das Land ist euch im Regelfall stets ein klares Ziel vorgegeben. So etwa müssen Kuni und Chibi für ein Mädchen im Dorf Kamiki nach einem von Dämonen gestohlenen Spiegel suchen oder sich Zugang zum überfluteten Schrein im Agata-Wald verschaffen. Und wie beim Vorbild „The Legend of Zelda“ stehen immer wieder große Dungeon-Erkundungstouren auf dem Plan.

Zu zweit auf Erkundungstour
Die recht kompakten Verließe und Bauten sind es auch, in denen das Duo einen Großteil der Rätsel zu knacken hat. Dabei muss Chibiterasu auch immer wieder auf seinen Katalog von magischen Pinselfähigkeiten zurückgreifen. An bestimmten Stellen des Spiels bekommt der kleine Welpe nämlich von einem der Götterkollegen neue Zauber überreicht, die ihr mit einem geschwinden Pinselstreich nutzen könnt. Der Kraftstreich zum Beispiel ermöglicht es euch, Felsen aus dem Weg zu räumen, während die Bombe rissigen Wänden den Rest gibt.

Doch auch euer Partner bleibt dabei nicht untätig. Kuni und die anderen Begleiter, die Chibiterasu unterwegs aufgabelt, können per Knopfdruck abgesetzt und mit Hilfe einer speziellen Pinselfertigkeit geführt werden. Ideal, wenn mal zwei Schalter zugleich gedrückt werden müssen. Euer Kollege dient aber auch im weiteren Verlauf als Ankerpunkt für die Ranken-Fähigkeit. Sollte euch also aufgrund Chibis mangelhafter Schwimmfertigkeiten ein großes Gewässer im Wege stehen, könnt ihr die Nixe Nanami zum anderen Ufer vorausschwimmen lassen und euch dann zu ihr herüberziehen.

Ein Pinselstreich schmerzt mehr als 1000 Worte
Aber auch als friedliebender Klein-Sonnengott kommt unser Protagonist nicht um die ein oder andere direkte Konfrontation mit garstigen Dämonen herum. Diese Kämpfe laufen, wie auch auf der Heimkonsole, in einer separaten Kampfarena ab, in die ihr eingeschlossen werdet, sobald ihr entweder ein verfluchtes Gebiet betretet oder einen herumschwirrenden Fluch in Form eines Pergaments berührt. Während es anfangs in der Regel reicht, Gegner durch blindes Button Mashing zu erledigen, könnt ihr euch die Gefechte durch den Einsatz der richtigen Pinseltechniken gehörig erleichtern und dadurch sogar ein wenig zusätzliche Beute herausschlagen. Bei den mächtigen Bossen gibt es sogar praktisch keinen anderen Weg: Hier verhilft euch nur die richtige Strategie zum Sieg.

Steuerung:
Der Stylus als göttlicher Pinsel. Auf den ersten Blick eine geradezu himmlische Fügung. Da „Ōkamiden“ aber auch ein klassisches Action-Adventure ist, steuert ihr Chibiterasu hauptsächlich mit dem Steuerkreuz und den Tasten. Per Schultertaste zieht ihr das Spielgeschehen auf den Touchscreen, was euch dann wiederum erlaubt, mit dem Stylus die Göttermagie wirken zu lassen. Da der normale Durchschnittsmensch leider nur über zwei Arme verfügt, muss man also ständig umgreifen. Das ist leider etwas unkomfortabel und gewöhnungsbedürftig. Immerhin wird das Spiel pausiert, sobald ihr den magischen Pinsel zückt.

Grafik:
Keine Frage, Nippon sieht schlicht und ergreifend atemberaubend aus. Es grenzt schon an ein kleines Wunder, dass Capcom den Grafikstil von „Ōkami“ so bravourös auf den technisch wesentlich schwächeren DS übertragen konnte. Ganz fehlerfrei ist die Optik zwar nicht – so sind etwa die Texturen teils stark verpixelt und auch Ruckler können an belebteren Orten schon mal auftreten – doch das ändert nichts daran, dass einem zum Beispiel bei der Erneuerung eines Wächtersprosses ein wohliger Schauer über den Rücken läuft, wenn das Land daraufhin wieder in voller Blüte erstrahlt.

Sound:
Ähnlich wie die Grafik hat sich auch die musikalische Untermalung recht gut auf den DS gerettet. Dass dabei zu einem nennenswerten Teil Stücke gespielt werden, die Kenner des Vorgängers bereits bekannt vorkommen dürften, ist verschmerzbar. Auch im Handheld-Format weiß dieser Soundtrack zu überzeugen. Und auch die „Sprachausgabe“ der Heimkonsolen-Vorlage, wenn man das Gemurmel so nennen darf, hat es mit auf die DS-Karte geschafft.

Fazit:
Capcom hat es beileibe nicht einfach, den hohen Erwartungen gerecht zu werden. Und auch wenn „Ōkamiden“ nicht ganz die Brillanz des Vorgängers erreichen kann – dafür recyclet es dann doch ein bisschen zu viel – ist den Entwicklern mit Chibiterasus Abenteuer noch ein ganz großer Wurf für den DS gelungen. Es sieht atemberaubend schön aus, die Handlung unterhält und an kleine Mankos wie die leicht unkomfortable Steuerung gewöhnt man sich schnell. Auch wenn wir befürchten, dass die kleine Sonne im 3DS-Hype unterzugehen droht, wünschen wir, dass ihr Licht umso heller strahlt und mehr Leute in das Land der japanischen Mythen und Legenden zieht. Ein großartiger Titel, den man gespielt haben sollte!

Würde Chibiterasu vom Fleck weg adoptieren: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Capcom für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
85%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Das Umgreifen zwischen Touchpen und Tasten ist etwas gewöhnungsbedürftig. Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
Der Stylus und der magische Pinsel: Das perfekte Paar!
Grafik

Eine umwerfende Optik, die lediglich von ein paar kleinen Schönheitsfehlern ausgebremst wird.
Sound

Dank passender Musik fühlt man sich gleich ins alte Japan zurückversetzt.
Spielspaß

Farbenfroh, spannend und unterhaltsam: Chibiterasus Abenteuer verzaubert einfach.








Details
Spielname:
Okamiden

Publisher:
Capcom

Developer:
Capcom

Genre:
Action Adventure

Release:
18.03.2011 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (104)

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