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Trackmania Turbo


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Trackmania Turbo - Review vom 01.02.2011

Was ist für viele Gamer das wichtigste an einem Spiel? Eine zeitgemäße Grafik, bombastischer Sound oder eine epische Geschichte? Schaut man sich das überaus erfolgreiche Indie-Projekt Minecraft an, liegt die Antwort weit abseits von solchen Kriterien. Die Grafik erinnert an PS1-Zeiten, der Sound ist eher zweckmäßig und auf eine Geschichte wurde bisher komplett verzichtet. Dennoch konnte sich Minecraft innerhalb kürzester Zeit über eine Millionen Mal verkaufen, und das obwohl es sich aktuell noch in der Beta-Phase befindet.

Somit lautet die Antwort schlicht: Kreativität. Man möchte das Spiel auf seine Weise erleben und sich mit Hilfe des großen spielerischen Freiraums richtig austoben. Doch schon lange vor Minecraft gab es im Rennspiel-Bereich einen Vertreter, der dem Spieler ebenfalls viele Möglichkeiten zur freien Gestaltung gelassen hat. Trackmania bot einen umfangreichen Editor zur Gestaltung wahnwitziger Kurse samt Außenkulisse. Natürlich gab es bereits zuvor Editoren zum Basteln eigener Strecken, doch war dies eher ein kleiner Zusatz im Spiel mit sehr eingeschränkten Möglichkeiten. Was leistet nun Trackmania Turbo?

Dich kenn ich doch...
Bei Trackmania legte man den Fokus auf den Streckeneditor und bot viele Möglichkeiten für eine individuelle Streckengestaltung. Der erste Teil erschien damals noch für die gute alte Rechenmaschine, auch PC genannt. Nach einigen Nachfolgern und Portierungen bekommt man auf dem DS nun schon zum zweiten Mal die Möglichkeit, auf selbstkreierten Kursen seine Runden zu drehen. Trackmania Turbo liefert einige Neuerungen, aber auch altbekanntes aus dem Vorgänger. Bevor wir uns mit dem eigentlichen Herzstück, dem umfangreichen Editor beschäftigen, schauen wir uns erst mal an, was Trackmania alles zu bieten hat. Insgesamt gibt es nämlich zum Beispiel bereits ganze 130 vorgefertigte Strecken, welche in vier verschiedene Szenarien unterteilt sind.

Schwerkraft? Wer braucht die schon.
Jedes Szenario beinhaltet ein eigenes Vehikel mit sehr unterschiedlichem Fahrverhalten. Dabei wurden die physikalischen Gesetze komplett ignoriert, sodass man beispielsweise mit dem Formel-1 Wagen bei Tempo 240 locker eine 90° Kurve hinlegen kann, ohne auch nur einen Zentimeter zu driften. Mit den Sportautos geht es per Rampen in luftige Höhen, teilweise gefühlte 100 Meter hoch. Das mag zwar nicht besonders realistisch sein, bringt dafür aber eine Menge Spaß. Die Spielmechanik ist wie geschaffen für den DS. Jede Strecke hat ein Zeitlimit, in welcher man das Ziel erreichen muss.

Je nachdem wie schnell man durch die Kurven kommt, winkt eine Bronze- Silber- oder Goldmedaille. Diese werden benötigt, um neue Kurse frei zuspielen. Dabei dreht ihr eure Runden immer alleine auf einer Strecke. Es gibt zwar die Möglichkeit, Gegner anzeigen zu lassen, diese dienen aber eher der Orientierung für eure Bestzeiten, denn sie fahren stets die gleiche Route und können wie Geister durchfahren werden.

Auch sonst hat Trackmania weniger mit einem traditionellen Rennspiel zu tun, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Es gibt keinerlei Tuniere; nach einem missglückten Versuch kann man sich sofort wieder zum vorherigen Checkpoint transportieren. Außerdem sind die Einstellmöglichkeiten mehr als marginal. So wirkt Trackmania eher wie ein Geschicklichkeitsspiel mit Autos, bei dem nur schnelle Reflexe und das Auswendiglernen der Strecke entscheidend sind. Neben den normalen Rennen warten noch die Modi „Plattform“ und „Puzzle“ auf euch. Bei „Plattform“ habt ihr keine Zeitvorgabe, sondern müsst die Strecke möglichst ohne Fehlversuche absolvieren. Je öfter ihr euer Auto neu aufsetzt, desto schlechter wird eure Bewertung.
„Puzzle“ mischt den Editor mit einem normalen Rennen. Ihr habt vorgegebene Bauteile und müsst diese so verbinden, dass ihr eine Rekordzeit hinlegen könnt.

Der Streckeneditor. Oder: Das recyclete Herzstück.
Der Streckeneditor ist eins zu eins aus dem Vorgänger kopiert worden und kämpft mit den gleichen Problemen wie der Erstling für den DS. Es ist anfangs sehr mühselig, einen ansprechenden Kurs zu bauen, da man sich durch unübersichtliche Menüs wühlen und an eine nicht optimale Steuerung gewöhnen muss. Gerade das Platzieren einer Erhöhung artet zum Geduldsakt aus, da man die Kamera nicht schwenken kann und so manchmal einfach Glück haben muss, das Streckenteil richtig positionieren zu können. Mit ein wenig Übung gewöhnt man sich zwar an einige Macken, dennoch hat man immer das Gefühl: „Da wäre mehr drin gewesen“. Toll ist hingegen die Möglichkeit, direkt per Knopfdruck zu jedem beliebigen Teil der Strecke zu springen, um auszutesten ob ein waghalsiger Sprung überhaupt möglich ist. Seid ihr fertig, geht es zur Testfahrt, bei der ihr so schnell wie möglich euren Kurs abschließen müsst. Das Spiel empfiehlt dann automatisch, wie viele Sekunden man für die einzelnen Medaillen einstellen sollte. Natürlich kann man diese Zeiten manuell verändern, allerdings maximal bis zu eurer Bestzeit. Somit ist immer gewährleistet, dass man einen Kurs auch wirklich beenden kann.

Steuerung:
Während ihr mit dem Auto unterwegs seid, könnt ihr den Stylus getrost zur Seite legen, denn auf eine aufgezwungene Touchscreensteuerung während des Rennens wurde verzichtet. Wie gut sich euer Auto steuert, hängt vom jeweiligen Vehikel ab. Insgesamt gibt es hier aber wenig zu beanstanden. Im Editor dient der Stylus als Handwerkstool. Mit ihm zeichnet ihr die Kurse, baut Rampen, Loopings und andere Schikanen. Das ganze stellt sich leider als ziemlich hakelige Angelegenheit heraus. Nicht selten baut ihr eine Kurve in euren Kurs, obwohl ihr eine gerade Strecke ziehen wolltet. Das Navigieren durch die einzelnen Bauteile funktioniert dagegen recht gut, auch wenn diese etwas unkomfortabel verschachtelt sind.

Grafik:
Für DS-Verhältnisse bekommt man ein grafisch recht ansprechendes Spiel geboten. Man hat eine relativ gute Weitsicht und ganz nette, wenn auch ein wenig pixelige Texturen. Wären da nur nicht die teilweise heftigen Framerate-Einbrüche, sowie aufpoppende Streckendetails. Gerade mit dem schnellsten Auto läuft das Spiel an manchen Stellen wie in Zeitlupe ab. Zum Glück tritt das Problem bei den anderen Vehikeln weniger oft auf, sodass man größtenteils eine flüssige Darstellung geboten bekommt. Da Trackmania auch auf den „großen“ Systemen noch nie auf viele Effekte oder aufwendige Bauten außerhalb der Strecke gesetzt hat, ist der Wiedererkennungswert sehr hoch und bis auf die erwähnten gelegentlichen Hänger durchaus ansprechend. Von der grafischen Offenbarung ist man aber weit entfernt.

Sound:
Die einzelnen Tracks während eines Rennens passen sehr gut zum flotten Gameplay. Schade nur, dass es für jedes Szenario nur ein Musikstück gibt. Während ihr eigene Strecken bastelt, weht nur eine leise Windböe durch die Boxen. Die Musik im Menü ist etwas einschläfernd. Ansonsten gibt es nicht viel zum Sound zu sagen, da generell wenig Soundeffekte im Spiel vorhanden sind. Die Motorengeräusche sind angenehm anzuhören und das Quietschen der Reifen wirkt realistisch. Dennoch hätten gerade ein paar unterschiedliche Musiktitel dem Spiel gut getan. Interessant ist übrigens noch die Option, die Geräusche an das Ausgabegerät anzupassen. Fahrt ihr mit Kopfhörern, könnt ihr die Sounds auch genau darauf auslegen.

Multiplayer:
Das wichtige Feature des Onlinespielens über Wi-Fi lies der erste Teil für den DS vermissen. Erfreulicherweise darf man nun auch weltweit um seine Bestzeiten kämpfen. Selbst wenn die Online Community lange nicht so präsent ist wie auf dem PC, bekommt ihr dennoch auf dem Handheld flüssige Online-Matches geboten. Dabei könnt ihr entweder versuchen, mit einer vorgegebenen Anzahl von Versuchen eine Bestzeit auf einer Strecke aufzustellen, welche euer Rivale unterbieten muss, oder auf mehreren Strecken insgesamt als schnellster Fahrer das Ziel erreichen. Durch die sogenannte Rivalenliste vergleicht das Spiel automatisch eure Bestzeiten und sucht einen passenden Gegner für euch heraus. Eine elegante Lösung, die nervigen Friendcodes zu umgehen. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit offline zu spielen. Lokal reicht bereits ein Modul aus, um mit bis zu drei weiteren Freunden um die Poleposition zu kämpfen.

Fazit:
Trackmania Turbo ist der perfekte Zeitvertreib für Zwischendurch. Die Kurse sind extrem knackig und fördern das „Nur noch ein Versuch“-Gefühl. Ehe man sich versieht, hat man sich eine halbe Stunde die Zähne an einer Strecke ausgebissen, um die begehrte Goldmedaille zu erhalten, nur um darauf an den restlichen 129 Strecken wieder zu scheitern. Ist einem das an Umfang noch nicht genug, könnt ihr im Editor selbst Strecken entwerfen. Dieser hat sich im Vergleich zum Vorgänger leider kaum verändert und kommt mit den gleichen Problemen wie unübersichtlichen Menüs und einer fummeligen Steuerung daher. Auch die minimalistische Präsentation ist etwas ernüchternd; jede Strecke muss einzeln im Menü ausgewählt werden. Auf Features wie z.B. fünf Lieblingsstrecken hintereinander auszuwählen wurde außerdem verzichtet.

Dafür hat man im Multiplayermodus diesmal auch die Möglichkeit sich online zu duellieren; lokal geht es bereits mit einem Modul mit bis zu vier Spielern an den Start. Insgesamt ist Trackmania Turbo ein spaßiges Spielchen geworden. Die etwas ernüchternde Präsentation, der gewöhnungsbedürftige Editor und gelegentliche Ruckler verwehren zwar eine höhere Wertung, wer aber schon mit den Vorgängern Spaß hatte, darf beruhigt zugreifen.

Fährt auf seiner selbst kreierten Looping-Mania Strecke bis ihm schlecht wird: Marcel Gelhar [Nibbler] für PlanetDS.de

Vielen Dank an dtp entertainment für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
72%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Gelungen im Rennen, weniger gelungen im Editor. Innovationsfaktor:
+----  (1 von 5 Sternen)
Wenig Neuerungen im Vergleich zum Vorgänger.
Grafik

Gewinnt keinen Schönheitswettbewerb, aber muss sich auch nicht verstecken.
Sound

Das was man hört, ist gelungen, aber ein paar mehr Tracks hätten nicht geschadet.
Spielspaß

Für eine schnelle Runde immer wieder toll, aber es fehlt an Features.








Details
Spielname:
Trackmania Turbo

Publisher:
dtp entertainment

Developer:
Firebrand Games

Genre:
Racing

Release:
28.10.2010 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler, auch online

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (4)

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