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200 Klassische Bücher


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200 Klassische Bücher - Review vom 19.11.2009

In Zeiten von Android, iPhone und Netbooks ist es mittlerweile nur eine Frage des Geschmacks und des Geldes, wie viele und welche literarischen Werke man stets bei sich hat. Dass der Markt durchaus Potenzial hat, erkannte auch rondomedia und entschloss sich einen Haufen klassischer Bücher in das kleine DS-Modul zu stecken - laut Spielname wären das genau „200 klassische Bücher“. Wie vielfältig die Auswahl und wie gut die Umsetzung der digitalen Bibliothek ist, beleuchten wir in folgendem Artikel.

Buchstabensalat à la Carte
Während Deutschlehrern bei Buchtiteln wie Faust I und II, Nathan der Weise oder Die Leiden des jungen Werther warm ums Herz wird, krampfen sich Schülerherzen nicht selten zusammen. Der Titel gibt den Ton an: Euch erwartet eine Sammlung 200 klassischer Bücher, von denen einige aus dem 16. Jahrhundert stammen, samt dem damals gebräuchlichen Deutsch. Im Allgemeinen wird ja behauptet, Lesen verbessere die eigene Rechtschreibung - nachdem ihr euch allerdings Werke wie Datterich von Ernst Elias Niebergall zu Gemüt geführt habt, dürfte eher das Gegenteil der Fall sein. Kostprobe gefällig? „[...]Des leer Stroh dräsche duschur bin ich zu dick.[...] Von ihne krie ich jetz zwelf Kreizer, soviel mache grood mei zwah halwe Schoppe.“ Selbst wenn man den Kontext der Geschichte kennt, fragt man sich immer noch, wovo zu Hälle de Typs da rädte... Das ist aber wohl eher dem etwas verwirrten Geiste des Autors geschuldet.
Ältere Semester dürften sich über populäre Werke wie Der Sandmann, (ETA Hoffmann), Deutschland - Ein Wintermärchen (Heine), Lebendig Begraben (Poe), Wilhelm Tell (Schiller) oder Das Bildnis des Dorian Grey (Wilde) freuen. Auch einige weniger bekannte Werke sind durchaus lesenswert, wenn man sich an die teils ungewöhnliche Rechtschreibung gewöhnt hat.

Mit dem DS in den Deutschunterricht?
Verschiedenen Suchoptionen erleichtern euch das Finden von passenden Schmökern: Wahlweise kann nach Buchtitel, Gattung (Komödie, Schauspiel, Märchen usw.) oder Autoren gesucht werden. Auch die Freitextsuche ist einigermaßen brauchbar, sucht aber lediglich in Buchtiteln und Autoren. Um bisher gelesene Bücher wiederzufinden, gibt es einen entsprechenden Menüpunkt, der alle bisher gelesenen Titel anzeigt. Pro Buch lassen sich bis zu drei Lesezeichen setzen. Die Kapitelwahl lässt euch zwischen Kapiteln hin- und herspringen. Bestimmte Seitenzahlen lassen sich jedoch nicht ansteuern.

Komfortabel: Auf Wunsch wird beim Programmstart das zuletzt gelesene Buch direkt geöffnet. Echten Fans der klassischen Literatur wird -von den Büchern mal abgesehen- wenig zusätzliches geboten. Ein paar Biographien zu berühmten Autoren oder Anekdoten aus deren Leben, bzw. Zusatzinformationen zu einigen Buchtiteln (geschichtliche Rahmeninformationen) hätten das Paket zusätzlich aufgewertet. Da so ziemlich alle Werke abgedeckt werden, die jemals in der Unter - und Oberstufe durchgenommen werden, lohnt eine Anschaffung durchaus. Sogar der Einsatz im Unterricht wäre denkbar - ob die Lehrer da mitspielen, ist allerdings fraglich...

Steuerung:
Dem Thema entsprechend wird der DS wie ein Buch gehalten. Durch die Menüs hangelt man sich ausschließlich mit dem Stylus. Warum bei Menüs, die man wunderbar mit dem Steuerkreuz navigieren könnte, Stylus-Zwang herrscht, ist merkwürdig und nachteilig für das Handling: Statt nur eine Hand zu benutzen (DS halten und Steuerkreuz bedienen), braucht man zwei Hände - die eine hält den DS und die andere fuhrwerkelt mit dem Stylus in den Menüs herum. Wenigstens lassen sich die Seiten wahlweise mit dem Stylus oder dem Steuerkreuz umblättern.

Grafik:
Sachliche Brauntöne und farbenfrohe Icons - mag seltsam klingen, passt aber erstaunlich gut zueinander. Jedes Buch ist in einen für die Zeit angemessen Umschlag gehüllt, den ihr beim Öffnen der ersten paar Seiten zu Gesicht bekommt. Problematisch wird es bei der sehr klein geratenen Schrift: Die Auflösung des DS ist nicht die Beste und eine Option, die Schrift zu vergrößern fehlt gänzlich. Die Zeiten, als man noch mit der Taschenlampe unter der Bettdecke las, sind vorbei: Dank der Displaybeleuchtung des DS lässt's sich auch im Dunkeln recht komfortabel lesen.

Sound:
Der Sound - bei Spielen ein wichtiges Element, fällt hier fast gänzlich weg. Bis auf ein paar Soundeffekte beim Navigieren der Menüs oder beim Umblättern von Seiten, gibt es nichts Erfreuliches von der Akustik-Front zu berichten. Blättert man übrigens rückwärts, klingt der entsprechende Soundeffekt äußerst blechern. Einer Büchersammlung kann man mangelnden Ohrenschmaus wohl kaum vorwerfen, trotzdem schlummert hier ungenutztes Potenzial.

Fazit:
Auch wenn die Auswahl nicht jedermanns Geschmack trifft: 200 Bücher jederzeit griffbereit auf einem handlichen DS Modul zu haben, hat schon etwas für sich. Durch das Thema Klassik ist das mit der Zielgruppe natürlich so eine Sache: Tendenziell interessieren sich ältere Semester noch für klassische Titel - die größere DS-Nutzergruppe dürften allerdings die Jüngeren sein. Wenn unsere Teens mal ein Buch in die Hand nehmen, dann geht das eher in Richtung Harry Potter, Twilight oder Dan Brown. Sollte man derartige Bücher mal auf einem DS Modul vereinen können, stünden die Absatzchancen deutlich besser, als das bei „200 klassische Bücher“ der Fall ist. Wünschenswert wäre es gewesen, wenn man bereits gelesene Bücher markieren könnte, da man bei 200 Titeln schnell den Überblick verliert. Für knapp 30 Euro gibt es die Bücherkiste - ein fairer Preis. Obwohl einige Werke bereits für unter 5 Euro zu haben sind, lohnt sich der Kauf: Das Modul ist nicht nur um einiges kompakter, sondern auch leichter als 200 Bücher.

Mutiert zum Bücherwurm: Franzisca Mannan [AbdSabour] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Rondomedia für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
keine
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Stylus-Zwang in Menüs - ansonsten gelungen. Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
Innovativ ist die Idee, Bücher auf einem Modul zu veröffentlichen - die Umsetzung ist hingegen relativ nüchtern.
Grafik

Zweckmäßig - die Schrift könnte etwas größer sein.
Sound

Schwache Soundkulisse.
Spielspaß

Wem die Auswahl gefällt, der darf sich auf stundenlangen Lesespaß freuen.








Details
Spielname:
200 Klassische Bücher

Publisher:
rondomedia

Developer:
cerasus media

Genre:
Sonstiges

Release:
24.09.2009 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (3)

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