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Galileo Mystery - Die Krone des Midas


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Galileo Mystery - Die Krone des Midas - Review vom 08.06.2010

Galileo Mystery lief von 2007 bis 2009 auf dem TV Sender Pro7 und hat es auf insgesamt 67 Sendungen gebracht. Doch nicht nur im Fernsehen ist die Marke zu finden, sondern unter anderem auch auf Videospielverpackungen. So wird mit „Galileo Mystery: Die Krone des Midas“ ein klassisches Adventure auf den Nintendo DS gebracht, welches sich im Style der Serie mit ungewöhnlichen und geheimnisvollen Ereignissen auseinandersetzt. Wir haben das Spiel für euch getestet und herausgefunden, ob es sich um ein langweiliges Lizenzprodukt handelt, oder ob wirklich Spannung rund um die mysteriösen Ereignisse aufkommt.

Nachts im Museum...
Der Protagonist des Spiels ist Stefan, der dank seiner alten Freundin Jessica den Posten des Nachtwächters im Museum bekommen hat. Eigentlich wollte er dort eine ruhige Kugel schieben, doch bereits in seiner ersten Nacht geschehen rätselhafte Dinge: Lichter übermitteln via Morsecode Nachrichten nach draußen, Türen fallen zu und schließen die Mitarbeiter ein - und was genau hat es mit der mysteriösen Krone des Midas auf sich? Stefan versucht diese Rätsel mit Hilfe von Jessica zu lösen und lüftet dabei nicht nur eins der Geheimnisse eines Museums mit mysteriöser Vergangenheit.

Mit „Die Krone des Midas“ bekommt man ein typisches Adventure geliefert: Man läuft durch diverse Räume, sammelt unterschiedliche Gegenstände ein und versucht durch geschickte Kombination von diversen Dingen Rätsel zu lösen. Zur Informationsbeschaffung sind außerdem Gespräche mit dem Museumsdirektor, dem alten Nachtwächter und anderen Personen zu führen, die immer neue Ideen und Hinweise liefern. An einigen Stellen des Spiels kann man sogar zwischen Stefan und Jessica wechseln und sich so die unterschiedlichen Eigenschaften der Charaktere zu Nutze machen.

Rätsel über Rätsel über Rätsel über Rätsel...
Der Hauptaspekt eines jeden Adventures liegt selbstverständlich im Lösen immer neuer Probleme und Rätsel. Der Schwierigkeitsgrad ergibt sich dabei aus der benötigten Logik und dem Um-die-Ecke-Denken. Und auch in diesem Spiel gibt es unterschiedlich schwere und unterschiedlich logische Rätsel zu entwirren. So versucht man einen ungebetenen Gast zu stellen, indem man die Schnipsel eines Geldscheins sammelt, der im Museum verteilt herumliegt, diese gegen Kleingeld bei der Klofrau tauscht, sich damit am Automaten Chips kauft. Mit diesen lockt man wiederum eine Maus aus ihrem Loch und scheucht diese in den nächsten Raum, damit sie die gesuchte Person anquiekt. Dann öffnet man mit einem Stalaktiten eine Farbdose, verschüttet den Inhalt und folgt kurz darauf den Fußspuren des Eindringlings hin zu einem Geheimgang... Und das ist noch ein einfaches Rätsel.

Doch nicht immer sind die zu lösenden Probleme so 'logisch' aufgebaut. Wer denkt schon daran, sich eine Angel aus einem Knochen, einem Schildkrötenpanzer und einem Absperrseil zu bauen? Doch wann immer der Spieler nicht mehr weiter kommt, kann er auf ein unverzichtbares Feature zurückgreifen: die Rätselhilfe. Dort wird einem genau erklärt, was als nächstes zu tun ist. Inwiefern das jedoch praktikabel ist, sollte wohl jeder für sich entscheiden. Denn wenn man zum Beispiel den Code für den Tresor sucht, wird nicht nur erklärt, wo man den Code findet, sondern auch, wie er lautet... Damit ist die Suche nicht mehr von Bedeutung. Es handelt sich also nicht um einen Hinweis, sondern um die eigentliche Lösung.

Neben der Rätselhilfe gibt es auch einen Notizblock, auf dem die derzeit aktuellen Aufgaben angezeigt werden. Das ist vor allem dann vonnöten, wenn man längere Zeit nicht gespielt hat und versucht, wieder in die Story hineinzukommen. Ein Pluspunkt ist definitiv die Tatsache, dass man das Spiel zu jeder Zeit frei speichern kann - so bleibt es jedem selbst überlassen, wie viel Zeit er investieren möchte, ohne an Speicherpunkte gebunden zu sein.

Steuerung:
Das Spiel kann komplett mit dem Stylus gesteuert werden. Herumlaufen, Gegenstände kombinieren oder mit anderen Personen reden geht schnell und einfach von der Hand. Wer möchte, kann eine Lupe anklicken, die dann alle möglichen Aktionspunkte im Raum anzeigt. Jedoch ist beim Verlassen des Raumes die Touchpadsteuerung etwas ungenau, da man sehr nahe an den Rand des Raumes laufen muss, um in den nächsten zu gelangen - so weit, dass man mit dem Stylus manchmal Probleme hat, dort hin zu gelangen. Dann sollte man lieber auf das Steuerkreuz zurückgreifen, mit dem es sich schnell und zielsicher bewegen lässt.

Grafik:
Die Optik ist für den Nintendo DS wirklich gut gelungen. Die Räume sind bunt gestaltet und überraschend scharf und detailliert. Man bewegt sich durch realistisch gestaltete Themengebiete wie griechische Antike, Mittelalter oder Altägypten und erkennt sofort, in welchem Bereich man sich gerade aufhält. Einzig die Personen fallen aus dem guten Raster, denn sie sind nicht nur unscharf, sondern schlecht gezeichnet. Dafür sind die Bewegungen sehr flüssig und wirken durchaus echt. Ein kleines Manko ist jedoch, dass die einzelnen Räume teilweise zu überladen wirken, was zwar typisch für ein Museum ist, jedoch die Spielübersicht stark beeinflusst.

Sound:
Die Hintergrundmusik passt zu einem Mystery-Adventure: leise, disharmonische Melodien, die für Spannung sorgen, das Getrappel der eigenen Schuhe und ab und zu ein undefinierbares Geräusch aus anderen Räumen. Dazu eine Stille, die immer im richtigen Moment für die gewünschte, unheimliche Atmosphäre sorgt. Wünschenswert wäre außerdem eine Sprachausgabe für die Dialoge gewesen - so muss man sich jedoch mit reinen Textunterhaltungen zufrieden geben. Alles in allem ist die Geräuschkulisse jedoch gelungen.

Feature:
Das Abenteuer findet komplett auf dem Touchscreen statt. Der obere Bildschirm hat das gesamte Spiel über keinerlei Funktion, was wirklich schade ist, denn hier hätte man zum Beispiel die Notizen zeigen können. So muss man jedes Mal das Menü aufrufen, um sich über den aktuellen Auftrag zu informieren. Ein anderes Problem ist der bereits angesprochene Schwierigkeitsgrad, denn hier klafft eine breite Spalte zwischen logischen und verständlichen Aufgaben und nahezu unlösbaren Rätseln. Oft ertappt man sich dabei, wie man zum fünften Mal durch den selben Raum läuft, ohne genau zu wissen, was man sucht. Und die Rätselhilfe ist eben keine Hilfe, sondern eine Lösung. Somit sieht sich der ambitionierte und ehrgeizige Adventurefan mit der Frage konfrontiert, ob man jetzt „schummeln“ möchte oder weiter verzweifelt nach dem richtigen Ansatz sucht. Eine Hinweisfunktion wäre wohl besser gewesen.

Fazit:
Nicht nur einmal bekommt man das Gefühl, dass „Galileo Mystery: Die Krone des Midas“ ein sehr zweischneidiges Schwert ist: auf der einen Seite die gute Grafik, die gelungene Atmosphäre und die interessanten Rätseleinlagen, welche wirklich Spaß vermitteln und Lust auf mehr machen. Auf der anderen Seite jedoch zu viel sinnloses Herumirren auf der Suche nach Hinweisen, die etwas zu überfüllten Räumlichkeiten und eine Rätselhilfe, die dem Spielspaß jeglichen Wind aus den Segeln nimmt. Für Anfänger recht ungeeignet, dürfte der Titel jedoch Fortgeschrittenen und Alteingesessenen durchaus das Vergnügen bereiten, das sie auch mit anderen Titeln des Genres hatten.

Versucht nun auch am nahen See mit einem Schildkrötenpanzer nach Fischen zu angeln: Felix Rau [Fefe] für PlanetDS.de

Vielen Dank an SevenOne Intermedia für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionexemplares

WERTUNG:
68%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Gut, nur mit dem Touchpad manchmal zu ungenau und grob. Innovationsfaktor:
+----  (1 von 5 Sternen)
Komplette Touchpadsteuerung möglich, aber nicht immer von Vorteil.
Grafik

Gelungene Einrichtungen und verwaschene Figuren.
Sound

Spannende Atmosphäre durch passende Geräuschkulisse.
Spielspaß

Man muss zu oft um die Ecke denken.








Details
Spielname:
Galileo Mystery - Die Krone des Midas

Publisher:
SevenOne Intermedia

Developer:


Genre:
Adventure

Release:
08.10.2009 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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