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Um die Welt in 80 Tagen


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Um die Welt in 80 Tagen - Review vom 01.12.2009

Weniger ist mehr. Manchmal allerdings kann man sich nicht auf dieses alte Sprichwort verlassen. Joindots hatte bereits vor einiger Zeit „Jewel Match“ auf dem DS ins Rennen geschickt – ein reinrassiges Match-3-Spiel ohne großes Brimborium. Puristische, farbenfrohe Steinchenschieberei. Doch das war anscheinend nicht genug. Denn so haben wir jetzt „Um die Welt in 80 Tagen“ auf unserem Redaktionsschreibtisch. Hier wird das gute alte Match-3-Prinzip mit der berühmten Geschichte um Phileas Fogg verbunden. Doch mundet der Cocktail auch? Genau das wollen wir herausfinden.

Wahnwitzige Wette trifft wahnwitzige Idee
Sollte jemand noch nicht mit der Handlung der Buchvorlage von Jules Verne (oder einer der Verfilmungen) vertraut sein, hier ein kurzer Abriss: Der britische Gentleman Phileas Fogg behauptet kühn, dass es möglich sei, die Welt in 80 Tagen zu umrunden. Der Vorsitzende des Reform Clubs geht mit dem reisewütigen Briten eine Wette ein, in der Herr Fogg seine Behauptung zu beweisen hat. Und so macht er sich zusammen mit seinem Kollegen Passepartout auf, um den Erdball einmal komplett hinter sich zu lassen. Der Forstschritt der Reise wird stets zwischen den einzelnen Match-3-Brettern erzählt, die stellvertretend für die insgesamt 81 Tage stehen. Innerhalb eines Landes geschieht dies in Form von Textabsätzen aus einem Tagebuch, beim Wechsel von einem Land zum nächsten werdet ihr Zeuge von lieblosen Standbild-Dialogen, wo Porträtdarstellungen der Romanfiguren die Geschichte vorantreiben. Klar haben Konkurrenten wie „Puzzle Quest“ (Wir werden diese ewige Referenz im „Match-3: The RPG with Story and Stuff“ nie los, wie?) auch nicht viel mehr in Sachen Story-Präsentation gebracht, dennoch wirkt die „Um die Welt in 80 Tagen“-Variante einfach nur öde.

Das Herz des Spiels bleibt damit das gute alte Match-3-Steinchenschieben. Auf eurer kleinen Weltreise müsst ihr verschiedene Objekte zusammenpuzzlen. Damit dies gelingt, gilt es, die auf dem Brett befindlichen Einzelteile durch geschicktes Auflösen der Spielsteine zum unteren Rand des Feldes zu befördern. Habt ihr alle Puzzlestücke so aus dem Brett gerettet, gilt die Stufe als geschafft und nach einer kurzen Lesepause geht es weiter mit der nächsten Ebene. Aufgelockert wird dies hin und wieder durch eine kurze Runde, bei der ihr sämtliche Felder des Brettes mindestens einmal für eine Steinkette verwenden müsst.

Doch wie auch schon bei „Jewel Match“ vom selben Hersteller seid ihr nicht nur auf eure Schiebe-Fähigkeiten angewiesen. Ketten von vier Steinen oder mehr laden einen Energiekreis auf dem Topscreen auf. Ist dieser gefüllt, schaltet ihr ein Power-Up frei, welches entweder sofort genutzt oder aufgehoben werden kann. Entscheidet ihr euch für letzteres und löst weiterhin fleißig große Ketten auf, erfährt euer Bonus-Utensil ein kleines Upgrade. Es beginnt ganz simpel mit dem Hammer, der einen Stein aus dem Weg räumt, geht über den Tesla-Hammer, mit dem ihr alle Objekte der selben Farbe vernichten könnt, bis hin zu Bomben und anderen epischen Sprengkörpern, mit denen ihr das Brett gehörig aufräumen könnt. Das verleiht dem Titel zumindest eine taktische Note. Auch wenn ihr bei alldem trotzdem schnell sein müsst, da euch ständig ein Zeitlimit im Nacken sitzt.

Steuerung:
Waghalsige Touchscreen-Gesten, komplexe Tastenkommandos, wahnwitzige Mikro-Kommandos... Ach nein, den Witz hatten wir ja schon mal. Natürlich ist die Kontrolle von „Um die Welt in 80 Tagen“ simpel und funktioniert nahezu anstandslos. Wobei wir uns aber fragen, warum wir für den Einsatz von Power-Ups nicht nur eine Taste drücken und anschließend den zu zerstörenden Stein auszuwählen haben, sondern auch noch nach einer Pause von wenigen Sekunden ins Mikrofon pusten müssen. Das wirkt so, als hätte man die Programmierer zum Einsatz des Mikros gezwungen und sie haben keine logische Möglichkeit gefunden, das Ding ordentlich zu implementieren.

Grafik:
Wenn ihr euch nicht gerade durch die wenigen Standbild-Dialoge klickt oder im virtuellen Buch die Geschichte nachlest, starrt ihr auf ein farbenfrohes, wenn auch eher zweckmäßig gehaltenes Match-3-Brett. Großartige Effekte sucht ihr vergebens, lediglich die Hintergründe überzeugen zumindest von etwas grafischer Größe. Doch dann wiederum ist die optische Präsentation auch eher zweitrangig bei Spielen dieser Art.

Sound:
Selbiges gilt für die akustische Untermalung. Wobei wir hier sagen können, dass ihr die Lautstärke ohne Gewissensbisse runterdrehen könnt. Es gibt nichts zu hören und das, was an Musik da ist, stört zwar nicht wirklich, fördert die Atmosphäre (sollte es sowas bei Match-3 überhaupt geben) allerdings auch nicht.

Features:
Eine Reise um die Welt dauert 81 Bretter lang. Danach könnt ihr noch weitere Weltreisen angehen oder euch in Duellen mit einem zweiten Spieler messen. Wo „Jewel Match“ noch einen Time Attack-Modus bot, der mit einem DS spielbar war, benötigt ihr für „Um die Welt in 80 Tagen“ allen ernstes zwei DS-Systeme, wobei jeder auch noch eine eigene DS-Karte mitbringen muss. Warum auf einen Single Card Multiplayer verzichtet wurde, ist uns schleierhaft. Dafür könnt ihr allerdings nicht nur gegeneinander zocken, sondern auch die einzelnen Stufen des Story-Modus kooperativ abschließen.

Fazit:
Es spricht überhaupt nichts dagegen, mit einer netten Geschichte das gute alte Prinzip des Match-3 aufzulockern. Gerade, wo es auf diesem Gebiet reichhaltige Konkurrenz gibt. Und man hätte eine wesentlich schlimmere Wahl treffen können als „Um die Welt in 80 Tagen“. Doch einfach ein Buch zwischen die Level zu stopfen ist alles andere als geschickt. So bleibt auch dieser Titel unterm Strich nichts weiter als ein neuer Vertreter im riesigen Match-3-Pool, der zwar unterhaltsam sein kann, sofern man sich dafür begeistern kann, allerdings wenige bis gar keine Neuerungen an den Tisch bringen, die einen Pflichtkauf rechtfertigen.

Verschiebt seine Weltreise: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Purple Hills für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
61%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Eingängige Touchscreen-Kontrolle. Innovationsfaktor:
+----  (1 von 5 Sternen)
Standard-Touchscreen-Steuerung, kombiniert mit Power-Up-Aktivierung per Mikro. Nichts großartig innovatives.
Grafik

Simpel, zweckmäßig und ohne große Spielereien.
Sound

Genießt die ruhigen Klänge – oder die Ruhe, wenn ihr den Ton ausschaltet.
Spielspaß

81 Stufen Match-3-Spaß mit einem Buch, das zwischen die Bretter gefallen ist.








Details
Spielname:
Um die Welt in 80 Tagen

Publisher:
Purple Hills

Developer:
Joindots

Genre:
Denkspiel

Release:
21.08.2009 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (4)

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