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Zarah: Das Schloss des Gwoor


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Zarah: Das Schloss des Gwoor - Review vom 30.06.2010

Computer- und Videospiele waren lange Zeit eine reine Männerdomain. Irgendwann erkannten jedoch die pfiffigen Entwickler und Publisher, dass auch weibliche Spieler eine nicht zu verachtende Zielgruppe darstellen. Gerade auf dem Nintendo DS werden viele Titel veröffentlicht, die eher für Spielerinnen gemacht werden. So zum Beispiel „Style Botique! oder „Germany's Next Topmodel“. „Zarah - Das Schloss des Gwoor“ gehört ebenfalls in diese Rubrik. Ob es sich hierbei jedoch um ein reines Mädchenspiel handelt, oder ob auch Jungs Spaß haben können, wurde von uns ausführlich getestet.

Rette die Einhörner!
Der böse Gwoor versucht zusammen mit seinem Gehilfen Finsky, einen bösen Plan in die Tat umzusetzen: Er möchte ein dunkles Portal, das einst von Zarah mit allerletzter Kraft gerade noch verschlossen werden konnte, wieder öffnen und das Böse auf dieser Welt unaufhaltbar machen. Um dies zu verwirklichen, zieht er zunächst durch Bumbelhausen, brennt dort Häuser nieder und entführt Einhornfohlen, um sich dann in seinem Schloss zu verschanzen. Und genau hier beginnt der Spieler mit seinem Abenteuer.

In der Rolle des Mädchens Zarah nimmt man sich dieser Sache an und hat damit zwei Aufgaben zu erledigen. Als erstes hilft man dem Bürgermeister des zerstörten Dorfes mit dem Wiederaufbau. Dafür sammelt man in der gesamten Spielwelt Holz ein und tauscht außerdem Kristalle gegen Werkzeug beim örtlichen Händler ein. Dabei gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, an die begehrten Kristalle zu kommen: Man kann im Harvest Moon-Stil auf seinem Feld Gemüse sähen, bewässern und ernten, um dieses dann beim Gemüsehändler zu verkaufen. Oder man sammelt kleine Strauchgeister ein, um diese beim Zauberer einzutauschen. Oder man absolviert Kämpfe gegen böse Monster, die immer ein paar Kristalle fallen lassen, nachdem sie besiegt worden sind. Doch der Anfang gestaltet sich hier schon etwas schwer, denn um bei den diversen Händlern und Zauberern einkaufen zu können, müssen erst die Häuser wieder aufgebaut worden sein.

Die zweite Aufgabe des Spiels ist die Rettung der entführten Fohlen. Dazu muss man durch den Zauberwald, der voller Monster ist. Doch zum Glück lebt auf dem eigenen Hof ein Einhorn. Wenn man dieses jeden Tag pflegt, darf man mit ihm ausreiten und sich in rundenbasierten Kämpfen zusammentun. Außerdem trifft man später auf den Drachen Schuppi, der sich ebenfalls der Gruppe anschließt und gegen Gwoor ziehen möchte. In den Kämpfen selbst kann man zwischen den normalen Attacken und Zauberangriffen auswählen, die jedoch erst beim Zauberer gekauft und erlernt werden müssen. Zum Ausführen dieser magischen Sprüche muss man mit dem Stylus ein bestimmtes Symbol auf den Touchscreen zeichnen. Auch außerhalb der Kämpfe muss viel gezaubert werden, um zum Beispiel das Einhorn zu waschen oder schwere Steinklötze zu bewegen.

Rollenspiel oder Bauernhofsimulation?
Durch erfolgreiches Aufeinandertreffen in rundenbasierten Kämpfen mit Monstern können die Gruppenmitglieder Erfahrungspunkte bekommen und somit bis auf Level acht aufsteigen. Mit höherem Level gibt es mehr Lebenspunkte und erhöhten Schaden. Außerdem können sehr viele Gegenstände gefunden und Blumen in Zaubertränke umgewandelt werden. Das alles erinnert stark an die altbekannten Rollenspiele. Doch man kann und sollte auch den Bauernhof bewirtschaften. Neben den bereits erwähnten Feldern gibt es hier nämlich auch noch Tiere, die Produkte abwerfen, wenn sie denn richtig behandelt werden. So füllt man zum Beispiel den Futtertrog der Hühner, weckt diese durch Pusten in das Mikro auf und treibt sie zur Futterstelle. Und nach kurzer Zeit kann man ein paar Eier einsammeln. Diese Produkte können dann beim Händler gegen Kristalle eingetauscht werden.

Steuerung:
Egal ob man läuft, reitet, Menus benutzt, kämpft oder Zauber einsetzt - der Stylus wird immer seinen Einsatz finden. Die Steuerung geht dabei sehr intuitiv von der Hand: Auf eine freie Stelle klicken und Zarah läuft dort hin. Erscheint ein Ausrufezeichen neben einer Person oder einem Gegenstand, kann man durch Anwählen des Zeichens mit ihr interagieren. So gut das auch größtenteils funktioniert, gibt es doch einige Schwächen, die nervig sind. Wenn man zum Beispiel das Inventar aufruft, entfaltet sich dieses in einer Leiste am unteren Bildschirmrand. Doch sobald man mehr Items hat, als angezeigt werden können, muss man die Leiste zur Seite scrollen, was nur durch das Ziehen eben jener Leiste gemacht werden kann. Doch wenn man aus Versehen auf ein Item klickt, dann wird dieses aus der Menuleiste gezogen. Wenn man neben das Inventar klickt, schließt sich dieses wieder. Man muss also eine freie Stelle erwischen, was sich als wesentlich schwieriger erweist, als es sich anhört.

Grafik:
Auf der grafischen Ebene kann „Zarah: Das Schloss des Gwoor“ durchaus punkten. Eine detailgetreue Ansicht auf die unterschiedlichsten Sachen und eine bunte Farbgebung sorgen für eine schöne 3D-Umgebung. Egal ob es sich um Büsche, Bäume, Häuser, Menschen, Tiere oder Kohlköpfe handelt, man kann immer genau erkennen, mit was gerade interagiert wird. Doch sind auch einige grafische Schwächen vorhanden: Alles wirkt etwas aufgequollen und „überrund“, als ob man zu viel Luft in einen Luftballon mit Motiv geblasen hätte. Auch wiederholt sich alles zu oft und wirkt dadurch etwas zu eintönig. Steine sind graue Quader und die dazugehörigen Löcher sind braune Rechtecke, was zwar zum vereinfachten Stil des Spieles passt, jedoch das Potential des Nintendo DS bei weitem nicht ausreizt.

Sound
Die Hintergrundmusik und Nebengeräusche wirken etwas klischeehaft, jedoch keinesfalls nervend oder unnötig - ganz im Gegenteil. Liebliche Flötenmelodien und sanfte Klänge untermalen einen Ausritt mit dem Einhorn und elektrisierende Melodien sorgen für Spannung bei Kämpfen oder beim Durchstreifen von Gwoors Schloss. Das pferdetypische Hufengetrappel, erfolgsverkündende Geräusche beim Lösen von Aufgaben und das Gackern von Hühnern runden den Soundgenuss gut ab.

Features:
Der Touchscreen leistet die größte Arbeit und kommt immer zum Einsatz: Kämpfe bestreiten, das Einhorn pflegen und reiten, sich um den Bauernhof kümmern und nebenbei das zerstörte Dorf wieder aufbauen - all das geschieht nahezu problemlos auf dem unteren der beiden Bildschirme. Der obere hingegen kann zwischen zwei Modi umschalten: eine Karte des Gebietes, in dem man sich aktuell befindet, oder eine Anzeige der Lebens- und Manavorräte der derzeitigen Gruppenmitglieder, so wie der aktuelle Level. Jedoch lässt man sich meistens die Karte anzeigen, da diese sehr wichtig ist und dafür sorgt, dass man sich nicht verirrt.

Die rundenbasierten Kämpfe sind eine Sache für sich. Zunächst ist zu erwähnen, dass man ihnen größtenteils aus dem Weg gehen kann, wenn man das denn möchte, denn die Gegner laufen klar sichtbar herum und verwickeln den Spieler nur bei Kollision in einen Kampf, sodass man theoretisch um die meisten Monster herumlaufen kann. Die Aufeinandertreffen sind jedoch nicht besonders schwierig, denn der Spieler beginnt immer zuerst. Dieses Erstschlagsrecht sorgt normalerweise dafür, dass man entweder direkt gewinnt, ohne den Feind überhaupt zum Angriff kommen zu lassen, oder sich zumindest einen sehr großen Vorteil verschaffen kann. Die Zauber sind dabei etwas zu stark geraten, doch soll „Zarah“ sich auch nicht an Rollenspielveteranen, sondern an Anfänger richten, sodass der Schwierigkeitsgrad dafür in Ordnung geht.

Fazit:
Heutzutage findet eine Vermischung der Genres statt: Shooter sind nicht mehr reine Männersache und Rollenspiele schon lange nicht mehr. Mit Zarah: Das Schloss des Gwoor bekommt man einen Titel, der gerade für Mädchen von sechs bis zwölf Jahren (da es keine Sprachausgabe gibt, sollten Lesekenntnisse vorhanden sein) einen schönen Einstieg in die Videospielbranche gibt: Reitausflüge mit Einhörnern, erste Rollenspielerfahrung mit passendem Schwierigkeitsgrad und einen niederträchtigen Bösewicht, den man einfach erledigen möchte. Jungs und erfahrene Spieler jeglichen Geschlechts werden jedoch kaum Interesse daran finden, doch dafür wurde dieses Spiel auch nicht entwickelt. Somit bleibt nur zu sagen: als Geschenk für die entsprechende Zielgruppe durchaus geeignet.

Reitet mit seinem Einhorn stolz durch die Redaktion und bekommt dafür neidische Blicke der Kollegen: Felix Rau [Fefe] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Tivola Publishing für die freundliche Bereitstellung des Rezensionexemplares

WERTUNG:
68%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Intuitive Steuerung mit kleinen Macken. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Gute Nutzung des Touchpads und des Mikrophons.
Grafik

Bunte Farbgebung und etwas grobe Figuren.
Sound

Passende Melodien untermalen die Atmosphäre.
Spielspaß

Vor allem für junge Mädchen geeignet.








Details
Spielname:
Zarah: Das Schloss des Gwoor

Publisher:
Tivola Publishing GmbH

Developer:
Kritzelkratz 3000

Genre:
Adventure

Release:
15.06.2009 (erschienen)

Multiplayer:
nicht bekannt

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (4)

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