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Rummikub


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Rummikub - Review vom 17.05.2010

Schreibt man einen Testbericht, kann man Spiele grob in zwei Kategorien einordnen. Zum einen gibt es jene, bei denen es aufgrund ihres Umfanges schwer fällt, den Bericht kompakt zu halten. Das Gegenteil bieten Spiele, die dermaßen minimalistisch sind, dass man sie in drei Sätzen zusammenfassen könnte. Zu letzterem zählt definitiv Rummikub von DTP Entertainment. Während das Spiel an sich sehr komplex ist und man eine Menge über einzelne Spielzüge schreiben könnte, gibt es darüber hinaus nicht viel zu berichten. Das muss erstmal nichts Schlechtes bedeuten, prinzipiell ist es nicht verkehrt sich aufs Wesentliche zu konzentrieren. Doch bevor aus der Einleitung gleich das Fazit wird, schauen wir uns erstmal an, um was für ein Spiel es sich bei Rummikub überhaupt handelt.

Stein an Stein, das Kartenhaus wird bald fertig sein
Das Spielprinzip erinnert an eine Mischung aus Domino und Rommé. Zur Erinnerung: Bevor die Holländer seit 1998 jedes Jahr eine Massenkettenreaktion auslösen, um ihren eigenen Weltrekord zu brechen, war Domino vorrangig als Legespiel bekannt. Bei Rommé handelt es sich um eines der beliebtesten Kartenspiele in Deutschland. Rummikub vereint diese beiden Elemente, orientiert sich aber sehr stark an Rommé. Doch auch wenn ihr das Kartenspiel noch nie gespielt habt, ist es vom Aufbau schnell zu verstehen. Zu Beginn bekommt ihr 14 Spielsteine, die, für den Gegner nicht sichtbar, vor euch platziert werden. Auf ihnen ist jeweils eine Zahl von 1-13 zu erkennen. Das Ziel des Spiels ist es, Straßen und Pärchen zu bilden um alle Spielsteine von seiner Hand zu bekommen. Am Anfang jeder Runde zieht man einen neuen Stein um seine Reihen (hoffentlich) zu komplettieren. Soweit der grobe Aufbau. An dieser Stelle die genauen Regeln zu erläutern, würde den Rahmen des Testberichts sprengen. Diese können in kompakter Weise jederzeit im Menü aufgerufen werden, eine detaillierte Anleitung findet man im Handbuch.

Steuerung:
Für das Bewegen der Steinchen ist der Stylus natürlich die erste Wahl. So hat man die Möglichkeit, einen Stein bequem von einem Punkt zum anderen zu ziehen. Zumindest in der Theorie, denn während des Spielverlaufs kann das richtige Platzieren eines Steines zum wahren Geduldsakt werden. Dass sich bereits auf dem Tisch liegende fertige Reihen verschieben, sobald ihr sie aus Versehen berührt, macht die Sache nicht gerade leichter. Ebenso wenig wie die Tatsache, dass das Spielfeld sehr klein ausgefallen ist. Mit etwas Übung hat man die Eigenarten der Steuerung zwar verinnerlicht und die Fehlplatzierungen nehmen ab, so richtig damit anfreunden kann man sich jedoch zu keiner Zeit.

Grafik:
Die Grafik zeigt sich extrem konservativ in wenigen, tristen Farben. Selbst der 1998 erschienene Gameboy Color hätte das gepackt. Viel schlimmer ist jedoch, dass trotz der schlichten Darstellung das Spielgeschehen unglaublich unübersichtlich ist. Schuld daran sind die mikroskopisch kleinen Steinchen. Bereits nach kurzer Zeit fangen die Augen an zu tränen, weil man mit der Nase vor dem Screen klebt, um etwas zu erkennen. Wer einen DSi XL sein Eigen nennt, kann selbige erheblich weiter weg bewegen, da durch die größeren Bildschirme die Übersicht deutlich zunimmt und man in einem normalen Abstand zum DS spielen kann. Der Nachteil ist, dass die Steine dadurch etwas grobpixelig werden. Die bessere Spielerfahrung hat man so aber definitiv.

Sound:
Auch beim Sound hat man ordentlich gespart. Zugegeben, eine Gesellschaftsspiel-Versoftung bietet nicht wirklich viel Potential zum Ausschöpfen. Mehr als das Klimpern der Steine ist in Sachen Soundeffekte nicht drin. Bei der Musik hat man sich für dezente Klaviertöne entschieden, es dabei dann aber auch belassen, denn dies ist das einzige Musikstück, welches ihr während des Spiels zu hören bekommt. Auch für ein Spiel dieser Machart ein bisschen wenig. Eine Auswahl an verschiedenen Liedern, optional zuschaltbare Kommentare der Computergegner, oder auch nur unterschiedliche „Klimper“-Töne hätten deutlich mehr zur Atmosphäre beigetragen. So nutzt sich der Sound schon nach kurzem ab und ehe man sich versieht, hat man den Regler auf die niedrigste Stufe gestellt.

Multiplayer:
Das Wort Gesellschaftsspiel deutet schon an, dass man den meisten Spaß am Spiel zusammen mit Freunden hat. Auch Rummikub ist da keine Ausnahme. Zusammen mit einem menschlichen Gegenspieler zeigt es sich von seiner besten Seite: Komplexe Spielzüge, taktisches Vorgehen und ein Quäntchen Glück entscheiden über Sieg und Niederlage. Löblich ist dabei die Tatsache, dass ihr lediglich ein Modul benötigt, um lokal gegen eure Freunde anzutreten. Ein Online Modus wird hingegen nicht geboten, was schade ist, denn gerade bei taktisch angehauchten Spielen ist es spannend, ständig gegen neue Gegner anzutreten und sich auf deren Spielweise einzustellen.

Fazit:
Was waren das noch für Zeiten, wo es keine virtuellen Welten gab und man sich gemütlich mit der Familie versammelt hat, um gemeinsam eine Runde zu spielen. Dieses Gefühl der Nostalgie vermittelt Rummikub nur allzu gut. Ohne großes Drumherum bietet es eben genau das, was auf der Verpackung steht: Die elektronische Version eines Gesellschaftsspiel-Klassikers. Doch präsentiert sich der Titel etwas sehr altbacken und man fragt sich, für welche Zielgruppe hier eigentlich entwickelt wurde. Während jüngere Spieler aufgrund der trockenen Präsentation und des minimalistischen Umfangs kein Stück angesprochen werden, kämpfen ältere Semester aufgrund der Winzdarstellung mit der Übersicht. Dabei ist das Spielprinzip des Klassikers ansprechend und zeitlos. Vor allem zusammen mit einem menschlichen Gegenspieler zeigt sich Rummikub von seiner besten Seite. Gegen die Computerspieler kommt nicht wirklich viel Freude auf, teilweise sind die Spielzüge nicht wirklich nachvollziehbar. Was bleibt, ist ein tolles Spielprinzip, dem es an Umfang, Präsentation und auch sonst fast allem mangelt. Zu Zeiten von DSiWare fragt man sich, warum so ein Titel überhaupt eine Daseinsberechtigung in Kartenform hat.

Baut lieber Kartenhäuschen und Dominoketten: Marcel Gelhar für PlanetDS.de

Vielen Dank an dtp Entertainment AG für die freundliche Bereitstellung des Testexemplars

WERTUNG:
36%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Frustration mit dem Stylus, aufgrund fehlender Übersicht. Innovationsfaktor:
-----  (0 von 5 Sternen)
Nicht vorhanden
Grafik

Altbacken und trist, noch dazu winzige Darstellung.
Sound

Fast nicht vorhanden, gerade mal ein Musikstück.
Spielspaß

Wenn überhaupt, dann nur gegen Freunde.








Details
Spielname:
Rummikub

Publisher:
dtp Entertainment AG

Developer:
dtp Entertainment AG

Genre:
Denkspiel

Release:
30.10.2009 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (4)

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