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Easy Piano


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Easy Piano - Review vom 11.11.2010

„Lernen, spielen, komponieren“ wird groß auf der Verpackung des „Guitar Hero“-Klons im Klaviergewand versrpochen - ja, wer würde das nicht gerne können?! „Easy Piano“ hat sogar eine echte Miniklaviatur beiliegen, die eine ganze Oktave, also sage und schreibe 13 Töne umfasst. Das klingt ja schon fast nach einem richtigen Instrument, was da dabei liegt. Spielend zum Klaviervirtuosen werden und ganze Konzerthallen füllen, wäre das nicht was?

Easy Piano? Von wegen!
Doch bevor wir in irgendwelche musikalischen Traumspähren abdriften, stecken wir doch erst einmal lieber das Modul in den Schacht und die Klaviatur in den GameBoy-Advance-Schlitz. Aber was ist das? Der zum Testen verwendete Uralt-DS der ersten Generation erkennt diese gar nicht. Leider lies sich nicht herausfinden, ob es sich hierbei um die Regel handelt. Des Weitern kann die Klaviatur nicht mit dem Nintendo DSi-System verwendet werden. Gut, Konsole gewechselt und nun endlich auf zum Klavierthron! Wir befinden uns in einer modern eingerichteten Musiksaal und haben die Möglichkeit, zwischen einem Lern-, einem Starpianistmodus und einem Kreativ-Workshop zu wählen. Natürlich wollen wir Starpianist werden, schmeißen das Klavier an und fallen erst einmal gewaltig auf unsere musikalische Nase. Genau wie andere Musikspiele sollte man „Easy Piano“ nämlich nicht unterschätzen.

Zwar ist der Schwierigkeitsgrad zu Beginn auf zwei oder drei abwechselnde Noten beschränkt, dennoch werden vor allem Spieler, die bis dato noch nie an einem Klavier saßen, schnell ins Schwitzen kommen. Also gilt auch hier: Übung macht den Meister.

"Komponiere deine eigenen Meisterwerke." Passt auf, schon morgen werdet ihr mein neues Lied im Radio hören!
Das wäre umso einfacher, wenn man irgendwelche coolen Extras freischalten könnte, ein Klavier mit Flammentattoo oder so. Doch leider ist Klavierspielen wohl nicht cool und so könnt ihr bis auf die jeweils folgenden Stücke nichts erringen. Ein Karrieremodus mit Alibi-Story? Fehlanzeige. Euch erwarten völlig unverblümt die einzelnen Lieder und abgesehen davon, dass ihr sie für euch persönlich meistern könnt, gibt es keinen spielerischen Ansporn eben dies zu tun. Was an und für sich nichts ausmachen würde, wenn die Lieder überzeugen würden. Doch dies tun sie irgendwie nicht so ganz. Am seltsamsten ist dabei, dass das Klavier meist mehr spielt, als ihr auf euren Tasten eigentlich drückt. Das Gefühl, dass ihr selbst das Instrument spielt, mag sich dabei nicht so recht einstellen.

Steuerung:
Theoretisch habt ihr bei „Easy Piano“ zwei Steuerungsmöglichkeiten. Zum einen könnt ihr die laufenden Noten mit der beiliegenden Klaviatur zum Klingen bringen. Zum anderen lassen sich auch auf dem Touchscreen die Oktave einschalten, um die Tasten dann mit dem Stylus zu drücken. In der Praxis stellt sich das eher als ein Ding der Unmöglichkeit heraus. Viel zu schnell tippt man mal in der Hektik einen Millimeter daneben und schon ertönt das strafende „Verspielt!“-Geräusch. Des Weiteren hat man den Nachteil, dass das, wozu man eigentlich fünf bis zehn Finger zur Verfügung hat, auf ein Steuerungselement reduziert ist – sollten euch also alle bisherigen Musikspiele zu leicht gewesen sein, findet ihr hier gewiss euren ultimativen Endboss.

Grafik:
Wenn ihr ein grafisches Feuerwerk zur Untermalung der Musik wie bei „Guitar Hero“ oder ähnlichem erwartet, werdet ihr wohl bitter enttäuscht. Scheinbar konzentriert man sich ganz und gar auf das klassische Images des Instruments und so passiert während ihr euch von einer Tastenkombo zur nächsten hangelt...nichts. Gut, ein paar Sternchen schießen freudig über den Bildschirm, aber das war's auch schon. Ansonsten konzentrieren sich die grafischen Darstellung auf eure Klavierlehrerin, die auch irgendwie gleichzeitig euer Alter Ego ist. Persönliche Charaktererstellung und/oder -ausrüstung sucht man aber vergeblich. Dennoch ist die gute eigentlich ganz nett animiert, auch wenn ihr der ein oder andere Pixel mehr bestimmt ganz gut zu Gesicht gestanden hätte. Letztendlich schaut ihr beim Spielen aber eh auf die vorbeifliegenden Noten. Die aber eigentlich keine Noten sind, sondern farbliche Bobbel. Der Gedanke dahinter war wohl, dass auch Menschen mit keinen musikalischen Vorkenntnissen sich somit leichter auf der Klaviatur zurecht finden. Dennoch wäre es wünschenswert gewesen, als erfahrener Musiker auf „echte Noten“ umschalten zu können.

Sound:
Das Problem an einem Musikspiel ist leider, dass es eigentlich gut klingen sollte. Nun ist es aber zum Beispiel so, dass einem spätestens nach dem dritten Mal Einschalten von „Easy Piano“ das Titellied – eine totale Verhunzung von John Lennons „Imagine“ - sowas von dermaßen auf die Tasten geht, dass man den zuständigen Arrangeur am liebsten sämtliche Noten um seine unmusikalischen Ohren hauen möchte. Zum Glück sind nicht alle Lieder so ein Totalreinfall, doch auch die Soundqualität überzeugt leider eher weniger. Zusammengefasst klingen die Klavierstücke nämlich sehr nach Midi und es bleibt die Frage, ob da auf dem Nintendo DS nicht mehr gegangen wäre. Zusätzlich ist Spielen mit Kopfhörern Pflicht, da der sonst sehr verpixelte Sound eher weniger mit Klaviergenuss zu tun hat.

Features:
An und für sich ist „Easy Piano“ sowohl Hard- als auch Softwaretechnisch gar nicht so schlecht ausgestattet. Die beiliegende Klaviatur ist ziemlich stabil und lässt sich auch angenehm drücken. Wer will, kann die Tasten mit beiliegenden Stickern farblich kennzeichnen, um sich so das Spielen zu erleichtern. Menschen, die aber nicht mit zarten Frauenhänden ausgestattet sind, oder sich als voll ausgewachsen bezeichnen dürfen, könnten aber hier und da Platzprobleme bekommen. Die Tasten sind schon wirklich sehr minimalistisch gehalten.

Inhaltlich sollte man mit dem Lern-Modus, in welchem ihr in kleinen Minispielen musikalische Grundlagen auffrischen oder erlernen könnt, das Spiel beginnen. Das macht Spaß und ist auch tatsächlich lehrreich. Der Spieler wird so außerdem an die Benutzung der Klaviatur herangeführt. Wenn ihr des Lernens überdrüssig seid, könnt ihr euch selbst ans Komponieren wagen, oder dem eigentlichen Musikspiel widmen. Die verfügbaren Klavierstücke sind dabei in vier Sparten eingeteilt: Klassische Musik, Kinderreime, Jazz und Pop. Insgesamt stehen euch knapp über 30 Lieder zur Verfügung, die nach und nach freigespielt werden können. Jedes Lied ist dabei zusätzlich in zwei Schwierigkeitsgraden spielbar. Zur Auswahl stehen unter anderem „The Entertainer“, „Mondscheinsonate“, „O Tannenbaum“, „Jingle Bells“, „Die Simpsons“, „New York, New York“, „Every Breath You Take“, „Fallin'“ und natürlich „Für Elise“. Der Kompositionsmodus beschränkt sich eher auf eine nette Spielerei. Jedes neuere Handy ist mit ähnlichen Funktionen ausgestattet. Außerdem sind nur maximal drei Partituren speicherbar.

Fazit:
Eins ist gewiss: Klavierspielen wird man mit „Easy Piano“ nicht lernen, auch wenn man dank der Klaviatur vielleicht etwas näher am realen Vorbild ist als andere Musikspiele. Wer allerdings mal in das Instrument „Klavier“ hinein schnuppern möchte oder wer nach einem etwas ruhigeren und weniger freakigen (aber nicht minder schwierigem) Musikspiel sucht, der kann mal einen Blick auf „Easy Piano“ werfen, vielleicht wird er damit glücklich. Wir fragen uns aber, ob die mit dem Spiel verbrachte Zeit an einem echten Musikinstrument nicht sinnvoller umgesetzt hätte werden können – denn sicher ist: Dass man, wie in der Anleitung versprochen, damit seine Freunde beeindrucken wird, ist eher unwahrscheinlich.

Kriegt jetzt jedesmal bei "Imagine" einen Schreikrampf: Sandra Kickstein [Schneestern] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Namco Bandai Partners für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
68%
Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Muss erst gemeistert werden. Innovationsfaktor:
++++-  (4 von 5 Sternen)
Eigens beigelegte Klaviatur? Cool!
Grafik

Eine Zweckehe.
Sound

Es handelt sich um ein Musikspiel. Da hätte wirklich mehr drin sein müssen.
Spielspaß

Wem andere Musikspiele zu rockig sind, wird hiermit vielleicht eher glücklich.








Details
Spielname:
Easy Piano

Publisher:
Namco Bandai Partners

Developer:
Game Life

Genre:
Simulation

Release:
04.12.2009 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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