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Nanostray


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Nanostray - Review vom 20.02.2006

Shoot'em'ups (oder SHMUPS) haben ihren Ursprung in den Spielhallen der 80er Jahre.
Aufgrund der viel zu restriktiven Jugendschutzgesetze, die nur Leuten ab 18 den Aufenthalt in Spielhallen erlauben, ist die Spielhallenkultur in Deutschland leider nie groß geworden. Aber in Japan, den USA, England und dem Rest der Welt haben Kinder und Jugendliche in den 80ern und Anfang der 90er ihr Taschengeld mit Begeisterung in den Arcades ausgegeben. Einige von euch werden sich sicherlich noch an Urlaube in südlichen Ländern erinnern, in denen der Spielautomat auf dem Campingplatz faszinierender war als das Mittelmeer, der schiefe Turm von Pisa oder die Sagrada Familia in Barcelona.
Damals waren die Arcades den Heimkonsolen weit überlegen. Während der Atari 2600 mit seinen kleinen Pixelmännchen Marktführer war, begeisterten die Spiele in den Spielhallen mit noch nie gesehener Grafik.
In den Spielhallen ist auch das Shoot'em'up Genre groß geworden. Das erklärt auch, warum die Spiele so schwer sind. Je schneller ein Spieler stirbt, desto häufiger schmeißt er weitere Credits in den Automaten - Automaten wie Pacman, an denen geübte Spieler mit einem Credit stundenlang spielen können, sind halt unprofitabel.
Einige Shooter sind so schwer, dass viele Spieler schon im ersten Level verzweifeln und aufgeben. Aber genau da liegt auch der Reiz dieses Genres - sie müssen einfach so hart sein. Ein Shooter ist eine Herausforderung und kein Spaziergang. Und wenn man dann ohne Quicksave mit dem letzten Leben gegen den Endgegner kämpft, dann ist das ein ungeheurer Adrenalinstoß.

Erst Anfang bis Mitte der 90er konnten die Heimkonsolen die Spielhallen technisch einholen. Und seitdem kämpfen die Spielhallen ums Überleben. Mittlerweile hat fast jeder eine Konsole mit ähnlicher Grafik zuhause stehen und die Spielhallen können nur noch mit aufwändigen und teuren Eingabegeräten wie Lightguns, ganzen Cockpits oder DDR-Tanzmaschinen punkten.
Zusammen mit den Arcades ist auch das Shoot'em'up Genre in eine Krise geraten. Mittlerweile gibt es für die aktuellen Konsolen kaum noch SHMUPS und diese erscheinen meistens auch nur in Japan. Ikaruga ist da eine der wenigen löblichen Ausnahmen. Ansonsten gibt es mittlerweile auch jede Menge interessanter, kostenloser Shooter für den PC, aber die goldenen Zeiten der Shoot'em'ups sind vorbei.
Vielleicht ist das Spielprinzip der Shooter überholt. Oder aber die heutigen Spieler haben einfach nicht mehr die Ausdauer und den Ehrgeiz sich stundenlang an einem Level festzubeißen. Egal woran das liegt - ein gutes Shoot'em'up macht immer noch jede Menge Spaß.

Mit Nanostray ist der erste Shooter für Nintendos DS erschienen. Das Spiel wurde von Shin'en programmiert, die uns schon auf dem Gameboy Advance neben einem Spiel um die Biene Maja mit den Shootern Iridion 3D und Iridion II beglückten. Während der erste Teil eher mau war, gilt Iridion II als eines der besten Shoot'em'ups auf dem GBA. Außerdem ist es eines der grafisch eindrucksvollsten Spiele für den Gameboy Advance.
Auch die ersten Videos von Nanostray haben die Nintendo-Jünger in Aufregung versetzt. Nanostray ist eines der ersten Spiele, das wirklich gute 3D-Grafik aus dem Nintendo DS herausholt.
Aber kann das Spiel mit der Grafik mithalten oder ist Nanostray nur ein weiterer Grafikblender?

Nanostray lässt sich ganz kurz zusammenfassen: Es ist Iridion III. Shin'en hat das alte Spielprinzip nur in wenigen Details verändert und das Spielgefühl ist genau das gleiche. Leute, denen Iridion II gefallen hat, können sofort aufhören diesen Test zu lesen und in den Laden rennen. Iridion-Hasser werden auch mit Nanostray nicht glücklich.
Man ballert sich genretypisch von unten nach oben durch riesige Gegnerhorden, die nur das Ziel haben, einem das Raumschiff unter dem Hintern wegzuschießen. Dafür stehen einem insgesamt vier Waffen zur Verfügung, die jeweils auch einen stärkeren Sekundärmodus haben. Natürlich dürfen auch die Smartbombs nicht fehlen - diese zerstören alle Gegner auf dem Bildschirm, sind aber nur sehr begrenzt verfügbar.
Unüblich ist, dass es keine Powerups gibt. Man hat alle Waffen von Anfang an zur Verfügung und kann auch nicht seine Energie auffrischen oder Bonusleben sammeln. Das ist sehr schade und hätte dem Spiel eine etwas taktischere Komponente verliehen.

Nanostray bietet vier verschiedene Spielmodi: Adventure, Arcade, Challenge und Multiplayer.
Der Adventure-Modus ist der traditionelle Modus eigentlich aller SHMUPS: Es geht darum sich nacheinander durch die insgesamt acht Level zu ballern und am Ende den Endgegner wegzupusten. Bemerkenswert daran ist eigentlich nur, dass Shin'en komplett auf eine Hintergrundgeschichte verzichtet hat. Weder im Spiel noch im Handbuch ist etwas über eine Story zu erfahren. Diesmal greifen keine bösen Zigs, Vogonen, Space Invaders oder Weltraumbayern die Erde an. Hier ist Ballern einfach reiner Selbstzweck. Sehr schade, denn obwohl die Storys in diesem Genre selten einen Literaturnobelpreis gewinnen, ist es doch motivierender gegen einen bekannten Bösewicht zu kämpfen und nicht gegen ein namenloses, gesichtsloses Etwas. Hier hätte Shin'en mit kleinem Aufwand durchaus noch etwas rausholen können, denn ein paar kleine Bilder mit etwas Text sind normalerweise schnell erstellt.
Wie der eher mittelmäßige Adventure-Modus zeigt, liegt das Herz von Nanostray woanders – im Arcade-Modus. Hier geht es darum, einen möglichst hohen Highscore zu erreichen. Das wäre eigentlich recht langweilig, wenn es nicht die "Nanocodes" gäbe. In diesen Codes ist der eigene Highscore verschlüsselt. Diesen kann man dann auf www.nanostray.com eingeben und sehen wie man sich im Vergleich mit anderen Spielern schlägt.
Das ist eine sehr coole Idee und macht die Highscorejagd gleich doppelt so motivierend. Ständig nur gegen seinen eigenen Highscore anzutreten wird irgendwann langweilig, aber wenn es darum geht, die anderen Spieler zu überholen und in die Top100 zu kommen, dann strengt man sich gleich doppelt an.
Der Challenge-Modus stellt euch vor diverse mehr oder weniger schwere Herausforderungen. Mal soll man 350000 Punkte erreichen, ein anderes Mal mit nur einem einzelnen Leben oder ohne Sekundärwaffen oder Smartbomb auskommen. Das ist meistens schwieriger als es sich anhört.
Der vierte Modus ist der Multiplayermodus. In ihm können 2 Spieler gegeneinander zur Punktejagd antreten.

Grafik
Grafisch holt Shin'en einiges aus dem Nintendo DS heraus. Nanostray ist meiner Meinung nach das bis jetzt bestaussehendste Spiel mit 3D-Engine auf dem DS. Auf dem oberen Bildschirm ist einiges los - da explodieren Gegner eindrucksvoll, der ganze Bildschirm ist voller Projektile und auch in den Leveln gibt es einiges zu sehen. Riesige Raumschiffe tauchen auf und beschießen euch, Lavafontänen blockieren den Weg und es gilt Asteroiden auszuweichen. Top!
Das grafische Niveau der PSP wird allerdings nicht erreicht. Ein Shooter von Shin'en auf Sonys Handheld wäre auf jeden Fall sehr interessant.
Diese Grafikpracht wird allerdings durch leichte Slowdowns erkauft. Im normalen Spiel fallen diese nicht auf, wenn man aber eine Smartbomb oder das Sekundärfeuer benutzt, während viele Gegner auf dem Bildschirm sind, geht die Framerate doch merklich in den Keller.

Steuerung
Die Steuerung geht gut von der Hand und wohl keiner wird Probleme mit seinem Raumschiff haben. Allerdings gibt es einen ganz deutlichen Kritikpunkt: Das Spiel benutzt den Touchscreen zum Waffenwechsel. Wenn man also vom Electric Beam zum Sideshot wechseln will, muss man die Finger vom Trigger nehmen, aufhören zu schießen und hoffen dass man ohne die Augen vom oberen Bildschirm zu nehmen den richtigen Bereich auf dem Touchscreen erwischt. Das ist nicht nur arg umständlich und führt vor allem anfangs zu einigen Toden, sondern man hat dann auch noch nervige Fingerabdrücke auf dem Display.
Das ist vor allem unverständlich, weil zwei Tasten des DS überhaupt nicht benutzt werden.

Multiplayer:
In Sachen Multiplayer kann das Spiel für eine spaße Runde für zwischendurch bieten. Via Downloadplay können 2 Spieler, auch wenn nur ein Modul in der Nähe ist gegeneinander antreten und versuchen den besseren Highscore zu knacken. Zwar kein Killerfeature, aber dennoch sehr unterhaltsam.

Fazit:
Iridion-Fans können blind zugreifen. Das Spielprinzip des Quasi-Vorgängers wurde nicht angetastet und auch die neuen Features des Nintendo DS werden eher schlecht als recht benutzt. Dafür ist Nanostray ein sehr solider Shooter, der ein Grafikfeuerwerk auf den oberen Bildschirm zaubert. Der Umfang ist leider nicht sonderlich groß, aber dank der Internetrangliste gibt es auch einige Langzeitmotivation.

Michael Schmalenstroer für PlanetDS.de



Alternatives Fazit zum EU-Fassung:
Nach langem Warten ist nun auch Nanostray in Deutschland erhältlich und ich kann mich den Meinungen meines Vorredners nur anschließen. Nanostray ist ein gutes Beispiel dafür, dass auch deutsche Titel internationalen Erfolg haben können. Genrefans werden um diesen Arcade-Titel nicht herumkommen. Das Flair des Spiels ist gelungen und man bemerkt öfter als einem lieb ist, dass man immer wieder versucht den Highscore zu knacken.

Kevin Jensen für PlanetDS.de

Vielen Dank an THQ für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
82%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks (2)
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Bis auf den Touchscreen Mangel sehr gut gelöst! Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Mangelhafter Einsatz von Touchscreen, Micro und Dual Screen - ABER Online Highscores!
Grafik

NDS Referenz im 3-D Bereich!
Sound

Geht soweit in Ordnung!
Spielspaß

Wer das Genre liebt, wird Nanostray lieben








Details
Spielname:
Nanostray

Publisher:
THQ

Developer:
Shin'en

Genre:
Shoot em Up

Release:
06.20.1002

Multiplayer:
2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (36)

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