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From the Abyss


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From the Abyss - Review vom 26.08.2010

Auf dem Super Nintendo Entertainment System feierte man mit „Secret of Mana“, dem im Asia-Style angehauchten Hack 'n' Slash-Abenteuer, erstmals einen namenlosen Helden. Mittlerweile sind jedoch knappe 20 Jahre vergangen und man kann sich vor lauter Japano-Games, die ähnlich aufgebaut sind, kaum noch für eines entscheiden. „From The Abyss“ von Nobilis passt genau in dieses Muster: bunte Comic-Welten, Character-Arts in Animeausführung und jede Menge überzogener Action-Attacken.

Doch was hat sich seit den guten alten SNES-Zeiten verändert? Überragt „From the Abyss“ mit einer grandiosen Story? Oder führt es einfach nur das simple Spielprinzip auf dem Doppelbildschirmer aus? Lest unsere Review, um euch bewusst zu machen, ob für diesen Titel wirklich Geld ausgegeben werden muss.

Ruft den Gamer an! Die Welt droht unterzugehen.
Ein übermächtiger Dämon wird von den größten Magiern in einen Dimensionsirrgarten eingesperrt, um ihn vor der Welt zu verschließen. Eines Tages öffnet ein Unbekannter das Abysstor und das Königreich Rubenhaut weiß sich ohne jegliche Kriegserfahrungen nicht zu verteidigen. Also bittet die Königin sämtliche Abenteurer des Landes, sich auf den Weg zum Schloss zu machen und als Erlöser der großen weiten Welt, das Böse zu vernichten. Ist gebongt!

Entschlossen wie wir Gamer nun mal sind, erstellen wir unseren Charakter, entscheiden uns für Schwert, Speer, Axt, Stab oder den Bogen und statten der Königin einen Besuch ab. Diese erzählt uns nochmal, was geschehen ist und bittet uns, sich dem Problem anzunehmen. Mag uns Recht sein, denn wer bei dem Titel zugreift weiß, dass er sich auf kein Strategie-, Renn-, oder Jump 'n' Run-Projekt eingelassen hat. Wir erfuhren also, dass die Welt kurz vor ihrem Untergang steht, wir ein Abenteurer in den Kinderschuhen sind, gewillt sind alles zu lernen und alles was unseren Weg versperrt, zu beseitigen.

Lebendiger kann das Abenteuer nicht beginnen..
...eigentlich schon. Wir starten in dem oben genannten Königreich, doch sehen unsere Spielfigur nicht durch die Oberwelt rennen. Stattdessen können wir in einem Navigations-Menü aussuchen, ob wir uns Tutorials anschauen, uns in einen der relativ vielen Dungeons des Abyss stürzen, Passanten befragen oder zum Händler, zur Abenteurer-Bar oder doch wieder zurück zur Königin gehen. Die virtuelle Welt wirkt nur leider sehr leblos, auch wenn die Charakter-Zeichnungen schön anzusehen sind. Die Figuren jedoch ändern seltenst ihre Mimik und am gesamten Hof gibt es ein knappes Dutzend an Einwohnern - man bleibt bis zum Ende des Spiels in diesem Königreich -sozusagen- gefangen.

Doch kaum sind wir im Abyss angelangt, stürzen wir uns in sehr schön anzusehende Regionen. Mit unserem Charakter begeben wir uns in Echtzeit durch die verschiedensten Abyss-Instanzen und bekämpfen ein Monster nach dem anderen. Sehen wir ein Monster das erste Mal, ist es unsere Aufgabe, mit einer Fähigkeit die Seele des Monsters zu rauben und so den entsprechenden Zauber zu unserem Repertoire hinzufügen.

Als wäre das nicht schon genug, um seinen Helden so mächtig wie nur erdenklich zu machen, kann man auch noch im Level aufsteigen und bei jedem Aufstieg bis zu vier Skillpunkte verteilen. Wenn man sämtliche Punkte auf den Angriff setzt, bekommt die Bezeichnung Hack 'n' Slash eine ganz neue Bedeutung: Ohne Rücksicht auf Gesundheits- und Manaverbrauch schnetzelt man sich nicht nur durch einfachste Gegner-Horden, sondern auch durch die Bosskämpfe. Schade, aber leider leidet „From the Abyss“ an starken Balancingproblemen.

Steuerung:
Die Steuerung funktioniert überwiegend mit den klassisch analogen Mitteln. Ein Spiel dieses Genres erfordert viel Einhämmern auf die Knöpfe und das würde wiederum den ein oder anderen Touchscreen verwüsten... Neben der übersichtlichen und zugleich leblosen Navigation innerhalb der Monarchie, dient der untere Bildschirm im Kampf als übersichtliche und innovative Möglichkeit, den Touchscreen als interaktives Menü und Inventar zu nutzen. Die Steuerung funktioniert also einwandfrei und die Mischung aus Touchscreen und „good old buttonmashing“ funktioniert einwandfrei.

Grafik:
Eine halbe Augenweide unter den DS-Japano-Games. Das Spiel bleibt zum einen seinem Style treu und holt im gleichen Zuge das bestmögliche aus der individuellen Grafik heraus: schöne Anime-Zeichnungen, eine farbenfrohe Welt und schmuck anzusehende Spezialeffekte. Die einzelnen Dimensionen des Abyss treten in verschiedenen Variationen auf: als Kunterbunter Wald, als Eislandschaft, oder auch als Lava-Ebene. Jedoch sehen sich die Kartenabschnitte innerhalb einer der Abyss-Dimensionen ziemlich ähnlich. So wirkt zwar alles ziemlich schön, aber zugleich auch genau so leblos. Dadurch, dass das leblose Königreich in einer Übersicht dargestellt wird, hat man das Gefühl lieblos abgespeist zu werden. Schade.

Sound:
Die Soundkulisse kommt gut auf dem Doppelbildschirm zur Geltung. Die Effekte sind angenehm vertont und kommen nirgends verpixelt oder unsauber herüber. Im Gegenteil. In den passenden Momenten, an denen die Königin zum Beispiel von einem traurigem Schicksal erzählt, warnt die Musik einen quasi vor - „Hey, das ist keine lustige Geschichte!“. Das ganze System funktioniert und zu bemängeln gibt es hier höchstens, dass es sich um keinerlei Ohrwürmer handelt. Wenn man vor allem an ältere Titel denkt, kann man mindestens einen Boss-Kampf-Theme rausposaunen und Lust auf einen epischen Kampf schüren, was bei „From the Abyss“ nicht der Fall ist.

Multiplayer:
Das hat dieses Spiel nötig. Wo die gesamte Story-Präsentation nicht auf langer Zeit zu fesseln vermag, birgt der Multiplayer die Option das ganze Abenteuer zu zweit zu durchstreifen. Das macht auf jeden Fall Spaß, ist aber auch einfacher. Und Spätestens nach der ersten Instanz in der finsteren Welt ist das Durchkämpfen schon im Singleplayer mehr als einfach - das wird im Multiplayer sicher nicht gehemmt.

Fazit:
Als ich den Trailer von „From The Abyss“ gesehen habe, war ich gefesselt. Gut animierte Zauber, interaktives Hack 'n' Slash. Aber das war es dann auch schon, was diesen Titel ausmacht. Von Charaktertiefe, ergreifender Atmosphäre, geschweige denn einer wirklichen Storyline kann hier bei bestem Willen nicht die Rede sein. Dieses Spiel definiert für mich auf ganz neue Art und Weise den Begriff „Dungeon-Crawler“, denn nur in den Höhlen -die auf den ersten Blick sehr hübsch anzusehen sind- ist es möglich sich frei zu bewegen. Die Stadt wirkt genau so leblos wie ihre dort hausenden Charaktere. Egal wovon sie gerade reden, sie haben immer die gleiche Mimik - schade! Alles in allem erinnert das Spiel an „Children of Mana“, wobei dieses um einiges lebendiger ist und auch mehr Spielumfang als nur vier Stunden aufweisen kann. Trotz relativ guter Wertung nur für größte Hack 'n' Slash- beziehungsweise Dungeon-Crawler-Fans ans Herz zu legen.

Schwelgt gerne in SNES-Erinnerungen: Robert Grötenherdt [Zyrando] für PlanetDS.de

Vielen Dank an NBG EDV Handels & Verlags GmbH für die freundliche Bereitstrellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
54%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Sehr gute Mischung aus Touchscreen & Steuerkreuz-Tasten-Action. Innovationsfaktor:
+----  (1 von 5 Sternen)
Absolut nichts neues. Null.
Grafik

Schön, wirkt in den einzelnen Welten jedoch recht monoton.
Sound

Einfach eine angenehme Soundausgabe. Passt!
Spielspaß

Bekanntes Genre der Monotonie. Dort ist dieser Titel Trumpf!








Details
Spielname:
From the Abyss

Publisher:
Nobilis

Developer:
Sonic Powered

Genre:
Rollenspiel

Release:
08.07.2010 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (23)

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