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Kirby Power Paintbrush


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Kirby Power Paintbrush - Review vom 25.09.2005

„Hey Süße, da, schau’ mal, das hab’ ich heute Morgen bekommen, ganz tolles Spiel!“
- „So toll wie deine anderen?“
„Was meinst du?“
- „Na, deine anderen Spiele da“ (Sie deutet auf meine GameCube Sammlung)
„Nee Schatz, die sind doch für’n GameCube!“
- „Ach, ist doch alles das Selbe!“

Kommentarlos drücke ich meiner Freundin den Nintendo DS mit Kirby: Power Paintbrusch mit dem Tutorial Level in die Hand – an dieser Stelle sei gesagt, dass sie nicht wirklich viel spielt. Es vergehen einige Sekunden, sie gibt unverständliche Gluckslaute und Kommentare wie „Ahh, so geht das“ von sich, fuchtelt wie wild mit dem Stylus herum und schlägt mir vor lauter Euphorie fast den Touchscreen in Stücke. Tatsächlich musste ich sie daran erinnern, dass sie ihre Lieblingsfernsehserie schauen wollte, sonst hätte sie sich dem Spiel wohl nicht mehr entziehen können.

Was im Jahre 1993 auf dem GB seinen Anfang nahm, ist heute eine der renommiertesten Nintendo-Spieleserien überhaupt. Richtig, die Rede ist von „Kirby“, dem rosaroten Etwas. Auch Shigeru Miyamoto wusste, was er an dem kleinen Racker hatte und so trat er höchstpersönlich bei Kirbys zweitem Dreamland Auftritt als Produzent in Erscheinung. Nicht zu Unrecht, wie sich nun zeigt: In „Canvas Curse“ (so der amerikanische Beiname), nutzt Kirby die DS Spezifizierungen und liefert einen gewohnt souveränen Auftritt. Was Canvas Curse so besonders macht und warum man dem neusten Ableger auch das Prädikat „besonders wertvoll“ geben kann, dies und mehr in unserer Review.


Um das Beste gleich vorweg zu nehmen: Kirby Canvas Curse wird ausschließlich mit dem Stylus gesteuert. Im übersichtlichen Hauptmenü habt ihr die Möglichkeit, einen von drei Spielmodi zu wählen. Ich stürze mich natürlich gleich auf das Hauptspiel – vielleicht auch aus dem Grund, da die beiden anderen Modi noch gar nicht anwählbar sind. Aber egal. Schließlich darf ich meinen eigenen Speicherslot öffnen, einen von drei Stück. Luxus pur also – logischerweise nehme ich den dritten. Zack, einmal kurz mit dem Stylus drauf und ich bin mitten im Tutorial.
Sprechblasen auf dem oberen Screen vermitteln in lustiger Cartoon-Atmosphäre, was zu machen ist. Frei nach dem Motto: „Ahoi, Gegner voraus“ (engl. Original: „Enemy ahead“) wird euch knapp beigebracht, was die Stunde geschlagen hat. Anschließend zeigt euch eine kurze Demo, wie ihr die Situation handhaben müsst. Natürlich klappt der erste Versuch, ich lähme den Gegner durch einen kurzen Pieks mit dem Stylus und ramme ihn dann durch kontinuierliches „Kirby-Berühren“ in Grund und Boden. Das macht Spaß. MEHR! Mein Wunsch wird erhört. Eine Armada aus drei gar schrecklichen Gestalten bewegt sich auf mich zu. Diesmal mache ich’s auf die harte Tour. Lähmen ist was für Anfänger, ich lasse Kirby einfach drauf los rollen! Zack, der erste Gegner macht den Abgang, Patsch, der zweite auch und nun auch noch der dritte. Abgründe werden umgangen, in dem man mit dem Stylus regenbogenfarbige Linien zeichnet. Außerdem gilt es in den Levels Münzmedaillen und kleine Sternchen einzusammeln. Nach einigen weiteren Übungen habe ich das Tutorial erfolgreich abgeschlossen und fange mit dem Hauptspiel an.


Dieses ist – wie ich bald lerne – unterteilt in sieben Welten, die jeweils aus drei Leveln bestehen, welche sich wiederum in drei Abschnitte untergliedern lassen. Summa summarum gibt es also 21 Level in sieben Welten. Für eine Welt braucht man – Voraussetzung: Man rennt nur stupide von A nach B - zwischen zehn Minuten und einer guten halben Stunde. Wer einmal grob überschlägt, kommt zur Erkenntnis, dass man das Spiel schon in maximal 3,5 Stunden durchgespielt hat. Aber keine Angst: Da gibt es ja zum einen noch die anderen Modi und zum anderen noch die vielen versteckten Goodies. Nachdem ihr nämlich eine Welt absolviert habt, gibt euch ein Infoscreen Auskunft darüber, zu wie viel Prozent ihr die Items (Münzmedaillen) gefunden habt. Nach dem ersten und dem zweiten Level einer Welt kommt ein kleines Minispielchen, in dem ihr Kirby durch ständiges Drücken beschleunigen müsst und ihn schließlich an einer Rampe durch eine kurze, mit dem Stylus gezeichnete Regenbogenlinie so weit fliegen lassen müsst, wie möglich. Je nach Weite gibt es Zusatzsterne, welche dann in Leben umgewandelt werden. Nach dem dritten Level einer Welt wartet einer von drei verschiedenen Bossgegnern. Ihr könnt euch aussuchen, gegen welchen ihr gerne antreten möchtet. Habt ihr einen Bossgegner besiegt und möchtet – nachdem ihr die nächsten drei Level einer neuen Welt absolviert habt – nochmals gegen ihn antreten, so wird es schwieriger: Mit jedem Besiegen eines Bossgegners wird dieser in der nächsten Runde stärker. Anfangs sind alle Gegner noch auf Level 1 – das ändert sich jedoch spätestens dann, wenn ihr einen der Gegner besiegt habt.
Während der erste Gegner ein rotierendes Auge ist, welches mehrfach getroffen werden muss, müsst ihr beim zweiten Bossgegner ein Rennen absolvieren und beim dritten möglichst schnell zweidimensionale Gebilde und Figuren auf dem Touchscreen nachzeichnen – NDS Innovation in Topform also.


In den Welten selbst habt ihr nur begrenzt Regenbogenfarbe zur Verfügung – könnt also nicht endlos lange Linien zeichnen, auf denen Kirby sich dann bewegt. Glücklicherweise lädt sich die Farbleiste mit der Zeit wieder langsam auf. Das ist auch bitter nötig, denn wie sonst sollte man Kirby vor Lasern und feuernden Kanonen bewahren, ihn über große Lavaseen gleiten lassen oder ihm Wege zu geheimen Medaillen bahnen? Dem Power Malpinsel (welcher euer Stylus ist) kommt also eine essentielle Bedeutung zu. Natürlich kann Kirby aber auch die Fähigkeiten der Gegner annehmen. Ob als rasender Reifen oder Stein unter Wasser – jede von besiegten Gegnern adaptierte Eigenschaft hat ihre Vor- aber auch Nachteile. Dermaßen obligatorisch wie in den Vorgängern sind diese Eigenschaften jedoch dank Touchscreen Einsatz nicht mehr. So ist maßgeblich der geschickte Einsatz des Malpinsels für das erfolgreiche absolvieren eines Levels verantwortlich.
Die Level wurden dabei dermaßen abwechslungsreich gestaltet, dass es eine wahre Wonne ist. Jeder Level hat sein eigenes Thema – Standardthemen wie „Eislevels“, „Höhlenlevels“ etc. sind ebenso dabei, wie skurrile Buntstiftmalereien, die der Feder eines expressionistischen Künstlers entsprungen sein könnten. Zwar wird das komplette Spielgeschehen zweidimensional dargestellt – das jedoch mit einer Kompromisslosigkeit, die jeden Ansatz von Kritik verschlingt. Die Grafik ist zweckmäßig, schrill, passend. Dieses Spielprinzip kann einfach nur auf diese Weise dargestellt werden. Auf den ersten Blick erinnern Gegner und Levelarchitektur des Öfteren an ein „Wario Land 4“ (GBA) – alles in allem ist das Geschehen aber mit Lichteffekten, feineren Animationen und ähnlichen Details gespickt, welche erst auf den zweiten Blick auffallen. Die Optik entspricht zwar wie so oft nicht dem Hardware-Rahmen des NDS, diesen Anspruch erhebt Kirby: Canvas Curse aber auch zu keinem Zeitpunkt und das ist auch gut so! Letztenendes sei noch erwähnt, dass der obere Bildschirm auch zum Einsatz kommt – als simple Darstellungsform einer vereinfachten Levelkarte. Diese ist jedoch nicht umsonst – zeigt sie euch doch manchmal verborgene Medaillen und Zugänge an und hilft euch in ihrer vereinfachten Form bei der Orientierung.


Wer die Ohren aufsperrt, wird einiges zu hören bekommen. Japanophile Schranzmusik, klassische Kirbyeffekte – die Liste ist lang. Wer mir nicht glaubt, dem empfehle ich einen Blick ins Optionsmenü zu werfen und sich dort bei der Jukebox eines Besseren belehren zu lassen. Qualitativ habe ich zwar schon bessere Stücke auf dem Nintendo DS vernommen, quantitativ ist das Dargebotene jedoch in höchstem Maße erfreulich. Die Musik ist – in diesem Falle vergleichbar mit der Untermalung zu Metroid Prime auf dem GCN – sicherlich nicht jedermanns Sache, das optische Geschehen wird jedoch zu jedem Zeitpunkt perfekt untermalt. Wer Anlass zur Kritik sucht, wird in den fernöstlich anmutenden Stücken und der teilweise eher mittelmäßigen Midi-Qualität genügend Argumentationspunkte finden. Entweder man mag diese Art von akustischer Kunst, oder man mag sie nicht. Ich für meinen Teil habe mich jedoch während des gesamten Spiels sehr gut aufgehoben gefühlt – und das obgleich ich mich als anspruchsvoll bezeichnen würde.


Wie ich bereits weiter oben schon angesprochen hatte, verfügt Kirby: Canvas Curse neben dem Hauptspielmodus auch über weitere Modi, die jedoch erst Stück für Stück freigeschaltet werden. In diesen Zusatzmodi heißt es dann beispielsweise, bestimmte Aufgaben mit begrenzter Pinselfarbe durchzuführen, um weiteren Münz-Medaillen einzusammeln, welche schließlich wieder im Hauptmenü in Musikstücke und ähnliche Gimmicks investiert werden können. Außerdem können Endgegner bei den Subgames nochmals auf Zeit und Punkte besiegt werden. Die Highscores werden dabei in einer Liste gespeichert. Die entsprechenden Modi heißen:Rainbow Run und Subgames.

Ein weiteres - in meinen Augen geniales - Feature ist ein Modus, der sich im Optionsmenü anschalten lässt. Dieses gewährt es euch, während dem Spielen nach PictoChat Partnern in der Umgebung zu suchen (der DS übernimmt das dann automatisch!). Befindet sich jemand in der näheren Umgebung in einem Chatroom, so erscheint ein Signal auf dem Screen und ein Geräusch ertönt. Somit könnt ihr das Spiel unterbrechen und im NDS Hauptmenü in den Chatroom wechseln, um euch zu unterhalten. Wirklich eine sehr gelungene Idee!


Fazit:
Kirby: Canvas Curse ist eines jener Spiele, bei denen ich mir denke: Genau aus diesem Grund spiele ich Nintendo DS. Das Spielprinzip ist dermaßen gelungen auf den Touchscreen-Vorteil des NDS zugeschnitten, dass es auf keinem anderen Handheld denkbar wäre. Zudem verlangt das Spiel einen wirklich geschickten und vorausschauenden Einsatz des Touchscreens. Technisch versprüht das Spiel seinen ganz eigenen Charme, auch wenn der NDS nicht zu Höchstleistungen getrimmt wird. Kirby fasziniert jung und alt. Lediglich der lineare Levelaufbau und der wenig moderate Schwierigkeitsgrad verhindern eine höhere Wertung.
Kirby: Canvas Curse ist eines jener Spiele, die mich als Videospieler begeistern: Gameplayhammer statt Technikblender. Kirby Canvas Curse (Power Paintbrush) ist simpler Spielspaß in Reinkultur. Und dafür werden es die Spieler lieben!

Christian Thol für PlanetDS.de

Herzlichen Dank an Nintendo für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
85%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks (1)
Lesertests:
Lesen ( 1 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Die Steuerung ist es, die dieses Spiel auszeichnet - ganz große Klasse! Innovationsfaktor:
++++-  (4 von 5 Sternen)
Besser kann der Touchscreen kaum integriert werden!
Grafik

Skurill, knallbunt aber sehr passend
Sound

Immens viele Stücke und Effekte, aber nicht jedermanns Sache
Spielspaß

Hauptspielmodus: Naja - Highscoremodi, Features und Goodies: Top








Details
Spielname:
Kirby Power Paintbrush

Publisher:
Nintendo

Developer:
Nintendo

Genre:
Action Jump 'n Run

Release:
05.20.2511

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (8)

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