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Iron Man 2


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Iron Man 2 - Review vom 03.07.2010

Es ist Krieg und für Amerika kann nur ein Mann in die Schlacht ziehen. Oder doch zwei? Der groß gefeierte Tony Stark verdient sein Geld nicht mit Albernheiten, sondern mit Erfindungen - und wofür werden Tag für Tag neuste Ideen entwickelt, wenn nicht für den Krieg? Der vorliegende Lizenztitel heißt nicht ohne Grund „Iron Man 2“, denn neben unserem Sprücheklopfer steht uns die sogenannte War Machine zur Verfügung. Also lässt Tony nach der Erfindung und Ausarbeitung des Iron Man Mark VI nicht locker und arbeitet fleißig bis hin zur War Machine.

Neben der Kreativität zeichnet sich unser Protagonist durch grenzenlose Coolness aus. Diese gibt er in unzähligen Sprüchen zum Besten und andere Helden der Comic-Galaxy beneiden ihn sogar um seine Art und Weise, die Superhelden-Kiste in solch Ruhm und Publicity zu absolvieren. Doch bevor das in einem Comicexkurs endet, widmen wir uns lieber dem eigentlichen Spiel und seiner Handlung.

„Ich bin Iron Man“
So hat Tony Stark noch den ersten Film beendet, ach war das schön. Ein nicht gerade charmanter Macho, der alles hat: Frauen, Geld, Ideen, Freunde und einen Superhelden-Anzug. Jetzt fragt man sich, warum man auf einmal das Spiel damit beginnt, dass wir gegen verschiedenste Roboter kämpfen müssen, wo doch die Welt gerade jetzt so friedlich sein müsste?

Egal, stürzen wir uns ins Abenteuer und verarbeiten die gegnerischen Metallbüchsen schnellstmöglich zu Schrotthaufen. Diverse coole Sprüche später erfährt man, dass sich uns der multinationale Industriegigant Roxxon in den Weg gestellt hat. Es gibt scheinbar keinen konkreten Grund, weswegen uns die russischen Separatisten an die Wäsche wollen - letztendlich kann uns das ja auch egal sein. Hauptsache wir haben unseren Anzug und genügend Munition zur Verteidigung.

Damit „Iron Man 2“ nicht umsonst die 2 im Titel trägt, kommt auch schon bald der zweite Anzug ins Spiel: die bereits erwähnte War Machine. Diese wird von keinem geringeren als James „Rhodey“ Rhodes, einem Colonel bei der US Air Force und gutem Freund von Tony Stark. Im Gegensatz zu Tony ist dieser um einiges professioneller bzw. wie man auf gut Deutsch sagen würde: „Er haut weniger auf die Kacke.“ Das aber nur verbal, denn die War Machine ist mit allem möglichen Schnick-Schnack ausgestattet. Eine auf der Schulter befestigte Kettenkanone, eine Armkanone die Granaten abfeuert und zudem noch Raketenangriffe (wo auch immer die in dem Anzug verbogen sein sollten): Hauptsache, es hat ausreichend Feuerkraft.

Iron Man oder War Machine?
So hat man immer die Wahl zwischen der War Machine und Iron Man. Am Story-Ablauf ändert das wenig, doch am Gameplay ändert es nahezu alles. Da das Original des Iron Man-Suites agil und für den Nahkampf ausgelegt ist, lässt sich dieser ohne Touchscreen steuern. Somit wird hier quasi auf eine Art Beat 'm' up-Variante zurückgegriffen. Die War Machine versucht wiederum auf die altmodischen Knöpfe zu verzichten, sodass der Stylus unsere Waffe im Kampf gegen das Böse ist. Diese Variante sorgt für Shooter-ähnliche Verhältnisse. Jedoch sollte man nie Sympathie zu einem der Anzüge aufbauen, denn es müssen, solange es kein Anzug-spezifisches Level ist, beide Anzüge gesteuert werden.

Das Herz eines jeden Superhelden: Das Hauptquartier
Im Hauptquartier haben wir die beste Möglichkeit, uns eine strukturierte Übersicht über das Spiel zu verschaffen. Wer nochmal trainieren möchte und glaubt, mit einem der Anzüge nicht besonders gut klar zu kommen, der kann sich in ein simuliertes Kampfgebiet begeben und bestimmte Szenarien, oder sogar Tutorien durchgehen.

Damit auch für eine langfristige Motivation im Spiel gesorgt ist, kann man sich nach Erfüllung bestimmter Voraussetzungen weitere Variationen der Kampfanzüge aussuchen und aufrüsten. Die Aufrüstung lässt die eigene Spielmethodik dadurch individualisieren und verbessern. Ihr geht gerne in den Nahkampf und haut gern und oft zu? Kein Problem, einfach die Panzerung und die Combo-Angriffe verbessern. Genau so kann man auch die Stärke der Raketen verbessern und vieles mehr.

Für die Comic-Fans ist noch ein nettes Feature gegeben, wie man es bereits aus anderen Titeln kennt: Sammelgegenstände. So könnt ihr in den eigentlichen Missionen Comic-Covers oder Artworks finden und diese dann im Hauptquartier begutachten. Wenn man sich also nicht gerade in einer der Missionen befindet, verbringt man die meiste Zeit im Hauptquartier und überlegt, wie man mit Iron Man oder War Machine seine Klopperei verbessern könnte.

Iron Man 2.5?
Nachdem man sich endlich in der Welt des Multimillionärs zurecht gefunden und den Kinofilm gesehen hat, fällt einem auf, dass hier und da Kleinigkeiten nicht stimmen. So ergibt sich der permanente Einsatz der War Machine erst zum Ende des Films, ist aber beim Spiel von vorn herein gegeben. Wir haben für diesen Test erst das Spiel gespielt, dann den Film geguckt und dann noch mal gespielt. Abgesehen von den gleichen Charakteren gibt es wenig bis keine Gemeinsamkeiten. Beim ersten Mal ist man noch verwirrt „Wer ist dieser Colonel und warum ist er in der War Machine?“, das ergibt sich jedoch nachdem man den Film gesehen hat. Das Spiel dient also nicht als Ersatz des Films, sondern eher als Fortsetzung.

Steuerung:
Wie oben schon genannt, ist die Steuerung abhängig vom Anzug. Die War Machine lässt sich überwiegend mit dem Stylus steuern. Durch verschiedene Methoden wie „L gedrückt halten“, lassen sich die Gegner markieren und durch Doppel-Tipp werden die Granaten abgefeuert. Das geht an und für sich gut von der Hand, jedoch entscheidet man sich bei einer Überzahl an Gegnern eigentlich nur für eine der Waffen, um die große Steuerungsauswahl möglichst zu kompensieren.

Anders ist beim Iron Man Anzug Button-Mashing vom feinsten angesagt. Letztendlich kann man bei den Gegnern keine besondere Strategien anwenden, sondern haut einfach nur drauf. Das wirkt ziemlich stumpf und lässt einen öfter sterben als es einem Superhelden lieb ist. Doch auch in der Not nicht verzagen, denn bei totalem Energieverlust erscheint ein Minispiel, in dem ihr den Elektromagneten, der Tony Stark am Leben hält, neu kalibrieren müsst. Das könnt ihr pro Mission bis zu dreimal; falls man öfter scheitert, muss man die Mission von vorne beginnen.

Grafik:
Grafisch überrascht der Action-Titel nicht sonderlich, er zeigt übliche DS-Bilder im Durchschnittsbereich und setzt keine neuen Maßstäbe, wie man es ja schon von Filmlizenz-Titeln gewohnt ist. Im Gegenteil: „Iron Man 2“ geht sogar, im Vergleich zur ersten DS-Umsetzung von „Iron Man“ eine Dimension zurück und findet in nur zwei Dimensionen statt. Das trübt jedoch nicht den Spielspaß, immerhin hat diese Art ein Spiel auf die Konsole zu bringen, schon zu SNES-Zeiten funktioniert und das tut es auch heute noch. Da der DS-Titel eigentlich eher als Iron Man 2.5 betrachtet werden kann, hätte man zu Beginn eine Zusammenfassung des Filmes zur Einleitung in die jetzige Welt der Geschehnisse bieten können. Andere DS-Titel (zum Beispiel das Final Fantasy-Intro) beweisen, dass Videosequenzen auch auf dem kleinen Doppelbildschirm glänzen können.

Sound:
Die Soundkulisse zu „Iron Man 2“ ist ziemlich rockig gehalten und unterlegt die Action des Titels sehr gut. Die Spezialeffekte passen ebenfalls sehr gut, fallen aber auch nicht sonderlich auf. Im Allgemeinbild könnte man eigentlich nur eine fehlende Synchronisation vermissen, doch das haben bisher ja eh nur wenige DS-Titel umgesetzt.

Features:
Sonderlich viele gibt es davon nicht, eher die üblichen wie man sie aus Comic-Film-Titeln gewohnt ist: das Sammeln der Artworks und/oder der Titelbilder vergangener Comicausgaben. Ein gewünschtes Features wären Videosequenzen aus Film und/oder Comic, doch anscheinend traut SEGA dem kleinen Doppelbildschirm so viel Leistung nicht zu.

Fazit:
Es fällt schwer, „Iron Man 2“ zu bewerten. Der Action-Titel macht nicht vieles verkehrt, fällt aber auch nicht sonderlich auf. Auch wenn es zu 50% ein Beat 'm' up ist, wirkt gerade hier die Steuerung recht stupide und nicht fordernd. Zudem ist der Titel als Spiel solide, doch obwohl es die Variante zum Film sein soll, handelt es sich handlungstechnisch eher um ein Iron Man 2.5. Es ist jedoch schwer ein Beispiel zu nennen, ohne dem Film vorweg Informationen zu entnehmen. Wenn man sich also tatsächlich auf diesen recht typischen Comicfilm-Lizenz-Titel stürzen will, dann nur wenn man Lust auf Action hat. Comicfans sollten dann doch eher zum Comic-Heft greifen. Und wie schon gesagt: Wer die eigentlich nicht wichtige Handlung genießen will, muss eh den Film gesehen haben. Die unterschiedliche Steuerung der beiden Kampfanzüge sorgt in diesem Action-Titel für Abwechslung, sodass sich „Iron Man 2“ letztendlich als solider Durchschnittstitel beweist.

Arbeitet an seinem eigenen Kampfangzug: Robert Grötenherdt [Zyrando] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Sega für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
60%
Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Gute Abwechslung zwischen Beat 'm' up- und Shooter-Steuerung. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Nett umgesetzte Beat 'm' up- und Shooter-Elemente.
Grafik

Solide Nintendo DS-Grafik, teils aber auch recht schwammig.
Sound

Rockiger Sound der einfach passt, aber nichts besonderes.
Spielspaß

Das Konzept geht gut auf, fesselt aber nicht und wirkt bisweilen monoton.








Details
Spielname:
Iron Man 2

Publisher:
Sega

Developer:
Secret Level

Genre:
Action Adventure

Release:
30.04.2010 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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