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Rabbids Go Home


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Rabbids Go Home - Review vom 02.02.2010

Die Karnickel haben Rayman umgebracht. Na ja, vielleicht nicht wortwörtlich umgebracht, zumindest haben es die Rabbids aber geschafft, den gliederlosen Nasenmann mit der Nick-Carter-Frisur (die Älteren unter Ihnen werden sich erinnern) schnurstracks aus dem Rampenlicht zu befördern, altgedienter Videospielheld hin oder her. Wie es dazu kommen konnte, dass diese psychotisch schreienden, total kaputten Nager so populär wurden, dass sie eigene Games bekamen, ist eine Frage die wir ein andermal beantworten müssen. Heute gilt es, die DS-Version eines dieser Games zu testen, nämlich „Rabbids Go Home“.

Psychotische Nager auf Irrfahrt
Die Geschichte ist zwar schnell erzählt, aber dennoch recht skurril. Eines Tages finden die Rabbids Gefallen daran, sich von Straßenlaternen elektrisieren zu lassen. Fortan verbringen sie ihre Zeit damit, sich von den Leuchtkörpern Schocks abzuholen. Aber wie es so mit dem Suchtverhalten ist – irgendwann bleibt der Kick aus, und die Rabbids überlegen, wie sie an eine größere Laterne kommen können, um sich von ihr den ultimativen Elektroschock verabreichen zu lassen. Da bemerken sie die riesige runde Leuchtkugel am Nachthimmel, den Mond. Sie beschließen, ihn aufzusuchen, um sich den ultimativen Stromstoß abzuholen. Doch wie sollen sie hinkommen? Die Lösung liegt auf der Hand: Sie müssen mit Einkaufswagen durch die Gegend fahren, dabei Müll einsammeln und aus diesem einen riesigen Turm bis zum Mond bauen. Und genau dabei muss der Spieler sie unterstützen.

Ein Müllhaufen zum Mond...
Das Spiel erinnert die Älteren unter Ihnen vielleicht an Sierras „Incredible Machine“-Reihe. Jeder der über 100 Puzzle-Level beinhaltet das Karnickel im Einkaufswagen, Müll und eine Toilette. Die Aufgabe des Spielers ist es nun, verschiedene Gegenstände so zu platzieren, dass das Wagenrabbid freie Bahn hat, um den Müll einzusammeln und daraufhin zur Toilette kommt, um durch einen beherzten Sprung in dieselbe den Level abzuschließen. Zu den verwendbaren Gegenständen gehören automatische Boxhandschuhe, Bowlingkugeln, Scheren, Stiere (!), Fernseher, Gasflaschen, Chihuahuas (!!!) und einiges mehr.

Blas dir ein Kaninchen auf!
Ein typischer Level würde zum Beispiel so aussehen: Das Rabbid fährt eine Rampe hinunter, während ein anderes vom strategisch platzierten Hund zur strategisch platzierten Gasflasche gejagt wird, wo sich der Nager aufbläst, nach oben steigt und eine strategisch platzierte Schere betätigt, die daraufhin ein Seil durchtrennt, mit dem eine Bowlingkugel in der Luft hing, die nun ihrerseits herunterplumpst und eine Kiste zerstört, die ein Müllstück freilegt, welches das Einkaufswagenrabbid einsammelt, daraufhin durch den Tritt eines strategisch platzierten Stiers in die Lüfte befördert wird und sich anschließend noch einen Schlag des strategisch platzierten Boxhandschuhs abholt, der das Rabbid samt Einkaufswagen in die Toilette schießen lässt. Level abgeschlossen! Gerade im späteren Spiel benötigen die Level eine so ausgefeilte Strategie, dass man durchaus ein paar Minuten grübelnd davorsitzen kann.

Hat man genug Müll gesammelt, gilt es einen Bonuslevel zu bestreiten. In diesem schießt ein Rabbid mit einer Müllkanone in die grobe Richtung eines Behälters. Die Rolle des Spielers ist es, rechtzeitig Striche auf den Touchscreen zu zeichnen, an denen der Müll abprallen kann, um den Behälter zu erreichen – oder um Bomben und ähnliche schädliche Einflüsse vom wertvollen Müll fernzuhalten.

Steuerung:
Gerade während dieser hektischen Levels kann die Steuerung leicht einmal Amok laufen. Die Striche müssen wirklich ganz genau sitzen, damit sie sich materialisieren und ihre Aufgabe erfüllen. Während der Puzzle-Levels hingegen geht die Steuerung ziemlich problemlos von der Hand, muss man doch lediglich Gegenstände aus der Menüleiste aufs Spielfeld ziehen. Problematisch wird es nur, wenn die Gegenstände allzu exakt platziert werden müssen. Steht der Stier drei Pixel zu weit links, katapultiert sein Tritt das Rabbid direkt in die nächstgelegene Schlucht und nicht auf den bereitstehenden Boxhandschuh. So muss man öfter, als einem lieb sein kann, nachjustieren. Glücklicherweise hat man unendlich Versuche.

Grafik:
Visuell macht das Spiel einen soliden Eindruck. Der Stil ist, vor allem in den Zwischenszenen, in einem ansprechenden Klappbuch-Look gehalten; die Levels wirken zwar optisch recht zweckmäßig, doch das ist vielleicht eher ein Vorteil, da man so nie grübeln muss, was Hintergrund und was Spielgeschehen ist.

Sound:
Auch bei der Mucke beweisen die Macher Geschmack. Die Instrumentaltracks sind durchgängig von hoher Qualität. Diese kommt besonders dann voll zur Geltung, wenn das Rabbid im Einkaufswagen losscheppert und ekstatische Bläser ertönen, die direkt von Pavel Popolski stammen könnten.

Features:
Hundertfuffzich Puzzle-Levels sind ganz und gar nicht zu verachten. Auch die deutsche Übersetzung geht in Ordnung.

Fazit:
Wer hätte das gedacht: Auch ohne den ollen Rayman können die neurotischen Nager für ein paar launige Stunden auf dem Doppelbildschirmer sorgen. Trotz einiger Fiesheiten im Levelaufbau macht „Rabbids Go Home“ durchaus Spaß, hat Charme und Charakter. Die Lernkurve ist angemessen. Auch wenn des Spiel gerade in den höheren Levels ein wenig an Tempo verliert und sich wiederholt, können DS-spielende Kaninchenzüchter durchaus ihre Freude an diesem sonderbaren Spielchen haben.

Christian Luscher [Sagat] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
74%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Geht meistens sauber von der Hand. Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
Nie sah man Einkaufswagen, Chihuahuas und Toiletten in einer stimmigeren Mischung.
Grafik

Hat Stil, aber bietet keine Durchbrüche.
Sound

Charmant-skurrile Musikauswahl.
Spielspaß

Durchaus für ein paar unterhaltsame Stunden gut.








Details
Spielname:
Rabbids Go Home

Publisher:
Ubisoft

Developer:
Ubisoft

Genre:
Denkspiel

Release:
05.11.2009 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (10)

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