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Maestro! Jump in Music


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Maestro! Jump in Music - Review vom 26.06.2010

Vögel sind musikalische Kreaturen. Wann immer wir uns in die Wildnis begeben, werden unsere Schritte nicht selten von den Klängen diverser gefiederter Geschöpfe begleitet. Manch einer kann gar nicht genug von diesen Melodien haben, sodass einige Exemplare aus dem weitreichenden Kosmos der Vogelgattungen als Haustiere gehalten werden. Was für einen stimmigeren Protagonisten könnte es also für das Musik-Jump 'n' Run „Maestro! Jump in Music“ geben, als genau so ein Tier? Das empfanden wohl die Leute von Pastagames, als sie das uns nun vorliegende Spiel programmiert hatten. Doch ob die Kompositionen dieses Vögleins auch eine Freude für das Gehör sind und ob das musikalische Abenteuer überhaupt Spaß macht, verraten wir euch in unserem Test.

Der ewige Neid der Musiker
Unsere Geschichte beginnt mit der Vorstellung der drei Hauptakteure: Presto, ein Vogel mit großem Gesangstalent, ist der Protagonist dieses Abenteuers. Die Gitarristen-Spinne Stakkato hingegen sein Gegenspieler. Der Grund für ihren Disput? Eine Vogeldame namens Bella Bellissima, in die sich beide verliebt haben. Diese selbst gibt Presto jedoch den Vorzug - sehr zum Missfallen von Stakkato. Da gibt es nur noch eines für den Griesgram... Das Objekt seiner Begierde entführen! Nein, das wohl eher nicht. Stattdessen bannt er per Zauber sämtliche Musik der Welt, um sie so komplett unter seiner Kontrolle zu haben. Die Noten schließt er in diverse Gegenstände und Lebewesen ein. Doch Presto wäre nicht der Held dieser Geschichte, wenn er sich nicht sofort auf den Weg machen würde, um der Welt ihre Melodien zurückzugeben!

Und so beginnt das große Abenteuer, das sich über 25 Level erstreckt, die wiederum in sieben Welten aufgeteilt sind. Mit einer Ausnahme gibt es pro Welt drei Songs und damit Level, die es zu meistern gilt, sowie ein abschließendes Gefecht mit Stakkato. Die eigentlichen Spielabschnitte sind dabei linear aufgebaut: Presto prescht automatisch los und ihr müsst ihn durch Zupfen der Seile, auf denen er sich bewegt, sicher durch den Level lenken. Allerdings besteht eure Aufgabe nicht nur darin, den Vogel schnöde zum Ende des Levels zu befördern, sondern natürlich auch darin, dabei Musik zu spielen. In dem ausführlichen Tutorial werdet ihr langsam mit den verschiedenen Musik-Methoden von „Maestro!“ vertraut gemacht. Bewegt sich Presto über eine Saite oder an ihr entlang, müsst ihr sie im richtigen Moment zupfen, um Bewertungspunkte zu kassieren. Auftauchende Gegner werden ebenfalls im Rhythmus der Melodie vom Bildschirm getippt. Je weiter ihr voranschreitet, desto mehr Dinge gibt es zu beachten - das, in Kombination mit dem stetig steigenden Tempo, sorgt für ziemlich herausfordernde Momente. Selbst auf dem niedrigsten der drei Schwierigkeitsgrade, durch den ihr euch zu kämpfen habt, bevor die normale und schwere Stufe freigeschaltet werden, geht gegen Ende einiges ab.

Drahtseilakt durch die Musikgeschichte
Um einen Level zu bestehen, müsst ihr darüber hinaus auch noch einen gewissen Mindestrang erreichen. Verpasst ihr also zu viele Noten, könnt ihr den Story-Fortschritt gleich abhaken. Ferner solltet ihr aufpassen, nicht zu viele rote Noten durch falsches Spielen anzusammeln - verfolgen euch fünf von diesen Gesellen, kassiert ihr ein unschönes Game Over. Doch mit reichlich Übung und viel Geschick gelingt euch irgendwann auch mal der schwierigste Teil von „Maestro!“. Erledigte Lieder könnt ihr dann entweder nach Belieben im Tracklist-Modus - der als Levelauswahl fungiert - erneut angehen, um euren Rang zu verbessern, oder im freien Spiel ganz ohne Leistungsdruck das Lied eurer Wahl in Ruhe angehen.

Bei den Boss-Levels werden jedoch andere Saiten aufgezogen: Hier müsst ihr keinen linearen Plattform-Abschnitt bewältigen, sondern euch in einem musikalischen Wettbewerb gegen Stakkato beweisen. Dieser gibt euch mit seinen Helfern eine gewisse Melodie vor, die ihr daraufhin nachzuspielen habt. Gelingt euch dies, fügt ihr dem Finsterling Schaden zu. Vermasselt ihr zu viel bei eurem Part, kassiert Presto selbst einen mächtigen Schlag - und davon dürft ihr euch nicht zu viele erlauben. Anders als der Widersacher nämlich verträgt er nur wenige Treffer. Vor allem auf höherem Level können sich diese Boss-Gefechte schon mal zu richtigen Marathon-Abschnitten entwickeln.

Steuerung:
So furios und knifflig euer Ausflug durch die farbenfrohe Welt wird - das gesamte Aktionsrepertoire Prestos setzt lediglich einfache Touchscreen-Arbeit voraus. Durch das Zupfen der Seile und Saiten lasst ihr den Vogel springen oder fallen, je nach Zupfrichtung, auftauchende Kreaturen werden per Tippkommando beseitigt und ein Sternenstrudel mit Kreisbewegungen zum Anheben von Presto animiert. Gegen Ende mag das, was von euch verlangt wird, ein wenig viel erscheinen, doch mit viel Übung - und einer kleinen Portion Auswendiglernerei - habt ihr irgendwann alles im Griff.

Grafik:
So simpel auch alles erscheint, bietet „Maestro! Jump in Music“ doch einige kleine liebevolle Details. Die Handlung wird in kurzen Comic-Szenen erzählt, wenn auch diese nur zu Beginn und zum Abschluss des Story-Modus vorkommen. In den Levels selbst erwarten euch abwechslungsreiche Gegenden, die von einem Dschungel über eine Unterwasserwelt bis hin zu einem Wild-West-Setting reichen. Dabei ist der Hintergrund auch nicht immer starr, sondern wartet mit diversen 3D-Modellen auf, die auf eurer Reise an euch vorbeiziehen - nicht, dass ihr aufgrund des hektischen Spielablaufes viel davon bemerken würdet. Zwar wäre sicherlich noch einiges mehr rausholbar, vor allem in der Aufmachung der eigentlichen Spielfläche, doch was bereits da ist, lädt hin und wieder zum Schmunzeln ein. Vor allem die vielen Kostüme von Spinnenboss Stakkato.

Sound:
Ah, der tragende Stützpfeiler des Musik-Genres. Und wer modernere Lieder erwartet, dürfte wahrscheinlich ein wenig enttäuscht mit der Musikauswahl sein. Ein Großteil der Tracklist machen klassische Melodien wie Erik Saties Gymnopédie No. 1 und Mozarts kleine Nachtmusik aus. Es finden sich aber auch Midi-Remixes von ABC oder Our House auf der DS-Karte. Die Musikstücke selbst sind äußerst stimmig in das Spiel integriert worden und das Zupfen im Takt kann richtig Freude bereiten. Nur die Boss-Geplänkel mit ihren etwas ruhigeren Klopf-Takten fallen vielleicht ein wenig negativ auf - auch, weil man sie relativ lange durchhalten muss.

Features:
Euch ist die Herausforderung durch die Touchscreen-Aktionen noch nicht genug? Ihr seid die geborenen Multitasker? Dann ist der vollkommen optionale Gesangsmodus genau euer Gebiet! Zusätzlich zum normalen Spielfluss dürft ihr dann nämlich noch zu Melodie passend ins Mikrofon trällern - für Leute mit keiner besonderen Begabung für Gesang wird es hier besonders knifflig. Wie auch für den Rest des Spiels gilt jedoch: Mit Geduld und Übung klappt alles.

Fazit:
Musik und Jump 'n' Run... Auf was für abstruse Ideen kommen Videospielentwickler als nächstes? Doch halt, „Maestro! Jump in Music“ funktioniert tatsächlich. Fast schon, wie „Elite Beat Agents“ und dessen japanische Kollegen von der Cheerleader-Einheit abgefahrene Storylines in den Tipp-Alttag mischten, gelingt „Maestro!“ die Synthese aus simplem Plattformer und klassischem Rhythmusspiel. Und dieser Cocktail weiß zu unterhalten. Es ist schade, dass die Obermotz-Duelle das Spiel alle drei Level ein wenig ausbremsen und dass es weder einen Mehrspielermodus noch richtige Highscores anstatt lediglich verschiedener Ränge gibt. Doch das alles täuscht nicht darüber hinweg, dass es sich hierbei um einen kurzweiligen Musikspaß für jung und alt handelt, der niedlich und einsteigerfreundlich beginnt, später jedoch selbst für erfahrene Zocker reichlich Herausforderung bietet. Ein charmantes Kleinod in Videospielform, dem man definitiv eine Chance geben sollte.

Muss eindeutig noch an seinem Gesang arbeiten: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für PlanetDS.de

Vielen Dank an BigBen Interactive für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
79%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Simpel, aber fordernd - hier wird höchste Konzentration von euch verlangt. Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
Ein etwas anderes Musikspiel - Die Zupferei und das Jump 'n' Run vertragen sich recht gut. Und Sänger kommen ebenfalls auf ihre Kosten.
Grafik

Hält sich mit besonderen Effekten zurück, liefert jedoch schöne Hintergründe und liebevoll gestaltete Figuren.
Sound

Die Songliste verlässt sich auf hauptsächlich Klassik, die Midi-Stücke laden jedoch zum Mitschunkeln ein.
Spielspaß

Ein überraschend spaßiges Abenteuer, das ohne richtige Punktzahlen und mit den Bossen leider ein wenig an Widerspielwert einbüßt.








Details
Spielname:
Maestro! Jump in Music

Publisher:
Pastagames

Developer:
Pastagames

Genre:
Jump 'n Run

Release:
3.Quartal 2009

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (8)

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