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Jump Superstars


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Jump Superstars - Review vom 28.12.2005

Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die werden wir „normale“ Menschen wohl nie verstehen. Was ist der Sinn des Lebens? Warum ist die Banane krumm und wieso kommen viele interessante Spiele aus Japan nicht nach Europa? Nun ja, sicherlich kann man über die Wichtigkeit dieser Probleme lange philosophieren, dennoch wird man wohl nie zu einem allgemeinen Konsens kommen. Da es hier aber um Videospiele geht beschäftigt uns in erster Linie die letzte Frage. Man könnte unzählige Beispiele aufzählen und um eines näher zu betrachten haben wir den schon länger in Japan erhältlichen Anime-Prügler „Jump – Superstars“ zum Test geladen. Aufgrund lizenzrechtlicher Probleme steht ein Europa bzw. US- Release weiterhin in den Sternen und wie es schein nagt auch schon ein schwarzes Loch an den Hoffnungen der europäischen Fans. Ob sich das Warten überhaupt lohnt oder ob man getrost auf dieses Spiel verzichten kann lest ihr hier, in unserem Importtest:

Als das Spiel am 8. August im Land der Zockertempel und der aufgehenden Sonne erschien sprang es innerhalb von einer Woche mit 220.912 verkauften Einheiten auf Platz 1 der Verkaufscharts und zog tausende Menschen in seinen Bann, doch worum geht es überhaupt? Der Kampf zwischen „gut“ und „böse“ steht natürlich wieder an der Tagesordnung und so kam es, dass der aus Akira Toriyamas „Dr. Slump“, Serie bekannte Charakter Dr. Mashirito diesen Part bravourös ausfüllte, indem er die Charaktere aus dem japanischen Magazin „Shonen Jump“ in die so genannte „Jump World“ verbannte und das sind bei 150 Charakteren aus 27 Serien nicht wenige. Darunter befinden sich Serien wie Dragon Ball, One Piece , Dr. Slump oder auch Yu-Gi-Oh. Wie unschwer zu erraten war übernimmt der animebegeisterte Spieler die Rolle des Weltenretters. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten aber der normale, nicht der japanischen Sprache mächtige Deutsche sieht sich zu allererst vor eine andere Herausforderung gestellt, das Menü. (Dieses und weitere Teile des Spiels findet ihr übersetzt im Screen Viewer.) Der oberste Punkt führt den Spieler in das Hauptspiel, den Adventuremodus. Dieser findet auf vier großen Karten statt, die nach und nach erkundet werden müssen. Dazu sind einzelne Aufgaben zu lösen. Zu Beginn wird in einem kleinen Einführungsabschnitt die Steuerung erklärt, worauf das eigentliche Spiel beginnt. Es läuft wie folgt ab: Man bewegt sich wahlweise per Tastendruck oder mit Hilfe des Stylus von Mission zu Mission und löst die dort gestellten Aufgaben. Anfangs könnten diese aufgrund der Sprachbarriere ein Problem werden, „glücklicherweise“ stellt sich aber recht bald heraus, dass sich diese später oft wiederholen, so muss man in einer bestimmten Zeit eine gewissen Anzahl von Münzen sammeln, Gegner besiegen oder die Arena zerstören. Hat man das geschafft, erhält man als Belohnung neue Charakterkarten sog. Komas, die für das Vorrankommen im Spiel unerlässlich sind.

Es gibt drei Arten von Komas: Help-Komas werden grün angezeigt und unterstützen den gerade kämpfenden Charakter durch Heiltränke beispielsweise, tauchen aber nie auf dem Bildschirm auf. Support-Komas greifen bei Auswahl direkt in das Spielgeschehen ein, indem sie von sich aus Attacken ausführen. Sie sind blau und es ist nicht möglich sie zu steuern. Zu guter letzt gibt es noch die rot dargestellten Battle Charaktere. Diese Akteure kann man selbst steuern und mit ihnen kämpfen. Mit diesen drei Arten kann man neue Decks bauen, die auf dem unteren Bildschirm abgebildet werden. Das Deck hat eine Größe von 20 Kästchen, in denen der Spieler, je nach Kampfanforderung seine Charaktere platzieren kann. Um ein Deck zu bauen braucht man mindestens eine Karte von jeder Gattung. Man muss sich entscheiden, ob das Deck eher aggressiv oder defensiv ausgelegt sein soll. Die einzelnen Komas haben zudem unterschiedliche Größen, was dazu führen kann, dass schnell der Platz verbraucht ist. Durch räumliche Nähe zweier Charaktere gleicher Serie erhöht sich deren Kraft. Glücklicherweise kann man mehrere Decks bauen oder aus vorgefertigten wählen. Soweit so gut, doch es gibt noch eine weitere Kartenklasse, die violett gefärbten Empty-Cards. Hier wird es ohne Japanisch- und vor allem Manga- und Animekenntnisse problematisch. Diese Karten werden in schwarz/weiß angezeigt und enthalten immer eine Lücke, deren Größe variiert. Zusätzlich befinden sich Sprechblasen auf ihnen und um sie zu aktivieren muss der Spieler die passende Person zu diesen Sprüchen finden und einsetzen. Das ist außer durch stures Probieren kaum möglich. Auf eurem Weg zur Rettung der Welt begegnen euch ab und zu Boss Stages. Hier gibt es die Möglichkeit richtig gute und vor allem auch bekannte Charaktere zu bekommen aber wie sind die Kampfarenen überhaupt aufgebaut und wie läuft ein Fight ab? Grundsätzlich sind die Kämpfe mit denen der Super Smash Bros. Reihe vom Nintendo 64 oder Gamecube vergleichbar. Man bewegt sich durch 2D Level, die mit Plattformen und einigen anderen Spielereien in unterschiedlichen Höhen versehen sind. Man hüpft also von Plattform zu Plattform, bekämpft die Gegner mit Spezialattacken oder Support Charakteren und löst die unterschiedlichen Aufgaben. Ganz nett ist auch die Möglichkeit die Wände der Arenen zu zerstören. Das wird euch teilweise auch unter Zeitdruck zur Aufgabe gemacht. Hat man das Mauerwerk einmal durchbrochen besteht die Möglichkeit Feinde aus der Arena zu werfen und somit einen Sieg zu erreichen. Nach diesem Schema kämpft man sich nun durch die Welten und sammelt immer neue Komas für sein Deck um noch stärker zu werden.

Steuerung: Die Steuerung ist grundsätzlich gut gelungen und bietet Anfängern die nötige Einfachheit aber auch Fortgeschrittenen Zockern den nötigen Tiefgang. Mit A wird gesprungen, es ist auch möglich durch mehrfaches Drücken dieses Knopfes einen doppelten Sprung auszuführen. Die Höhe variiert aber von Charakter zu Charakter. Die restlichen Aktionsknöpfe dienen zum Angriff und unterteilen sich in leichte, normale und schwere Attacken. Mit den Schultertasten kann man sich vor feindlichen Angriffen decken, wobei die Deckung nach einiger Zeit automatisch aufbricht. Über den Touchscreen werden die Battle-, Help- und Supportcharaktere aus- und angewählt. Das geht grundsätzlich gut von der Hand, hängt aber natürlich davon ab, wo der Spieler die Karten auf dem Feld platziert. Durch Tastenkombinationen bestehend beispielsweise aus einer Richtung auf dem Steuerkreuz und einer Aktionstaste ergeben sich viele unterschiedliche Angriffe, deren Anzahl und Stärke durch eine zusätzliche Kombination mit dem Touchscreen noch erhöht werden kann.

Grafik: Auf den ersten Blick erinnert die Optik des Spiels eher an ein GameBoy Advance Spiel. Die 2D Grafik mutet nicht sonderlich gut an und wirkt langweilig. Bei genauerem Hinsehen erkennt man aber die nett gestalteten Charaktere, welche je nach verbleibender Energie immer weiter verblassen. Es gibt viele Effekte und vor allem die Spezialattacken sind sehr abwechslungsreich und auch lustig gestaltet, zudem ist immer viel los auf dem Bildschirm. Negativ ist das Arenendesign, da sich die einzelnen Kampfplätze oft nur in ihrem Hintergrundbild oder der Anordnung der Plattformen unterscheiden. Hier hätte man mehr machen können.

Sound: Der Sound ist nintendo- und animetypisch recht eingängig und unterstreicht das Kampfgeschehen durch das schnelle Tempo. Zwar kann man die Musik des Spiels nicht als abwechslungsreich bezeichnen, nerven tut er aber keinesfalls. Auch die Schlaggeräusche und sonstigen Töne, die beim Ausstoßen von Energiewellen aller Art entstehen sind solide, wenn auch nicht referenzwürdig. Leider gibt es kaum bzw. keine Sprachsamples der Figuren obwohl das bei einigen Attacken wünschenswert gewesen wäre auch wenn man die japanischen Stimmen der Charaktere vielleicht nicht unbedingt kennt und keine Verbindung zu ihnen hat.

Features: Bei den Möglichkeiten trumpft Jump Superstars richtig auf und bietet für das Genre der Beat´em Ups eine fast ungekannte Spieltiefe und generell viele Modi. Neben dem eher kurzen und auf Dauer eintönigen Adventuremodus haben die Entwickler „GANBARION“ auch von den WIFI Fähigkeiten des Nintendo Handhelds Gebrauch gemacht, so gibt es außer dem normalen Multiplayer, der das eigentliche Herz des Spiels darstellt auch die Möglichkeit des Download-Play für 2 bis 4 Spieler und die Option mit Freunden seine Decks zu tauschen. Die Decks an sich verpassen dem Spiel ein nicht zu unterschätzendes, strategisches Element. Neben der Anordnung eurer Charaktere, die wiederum einen Einfluss auf deren Stärke hat kommt es hierbei auch auf die offensiv - defensiv Auslegung an. Starke Charaktere verbrauchen mehr Platz in einem Deck, dafür kann man weniger Heilgegenstände einbauen, man muss also bei jeder Arena einen neuen Kompromiss eingehen, bis sich die kämpferischen Fähigkeiten des Spielers so verbessert haben, dass er auf ein ausgewogenes Deck verzichten kann. Des Weiteren gibt es einen Trainingsmodus zum erlernen der Steuerung und stärken des Egos nach einem verlorenen Kampf. Seine Komas kann man sich im Deck Editor bzw. in der Card-Galerie anschauen und je nach Geschmack in einem Deck zusammenfassen. Wie oft kämpfen Vegeta, Son Goku und Ruffy schon gemeinsam an einer Seite. Zum Schluss gibt es noch die Optionen, bei denen man neben den gewohnten Sound Einstellungen usw. auch den Info Charakter, der euch oft nützliche Tipps gibt verändern kann. Nun zur Bildschirmanzeige: In der linken oberen Ecke wird die verbleibende Zeit einer Stage angezeigt wobei diese nicht in Sekunden abläuft sondern langsamer vergeht. Rechts daneben ist die gelbe Energieanzeige, die je nach Charakter in ihrer Ausgeprägtheit schwankt. Unter ihr befindet sich eine besondere, mit einem blauen Balken ausgefüllte Anzeige. Diese leert sich durch besonders starke Angriffe, dem Gebrauch von Help-Charakteren usw. Durch erfolgreiche Angriffe oder Gegenstände, die überall auf den schwebenden Plattformen verteilt sind füllt sich diese aber wieder auf. Die kleine Zahl auf ihrer linken Seite zeigt an, wie oft diese Anzeige gefüllt ist.

Fazit:
Es scheint ein Fluch auf Nintendos momentan erfolgreichster Hardware zu liegen. Neben meist eher misslungenen Rennspielen (außer der Klempnerraserei) fehlt aktuell auch eine Referenz im Prügelspielgenre. Jump Superstars könnte diese Referenz werden, obwohl es insgesamt nicht ganz die Erwartungen erfüllen konnte. Grafik und Sound bieten zwar nette Momente wobei vor allem ersteres etwas enttäuscht vor allem in der Gestaltung der Kampfarenen. Dafür bietet das Spiel durch sein Kampfsystem in Zusammenhang mit den Kartendecks und vor allem in Verbindung mit dem Multiplayermodus einiges an Möglichkeiten und entfesselt so ein unglaubliches Suchtpotenzial. Nach dem bekannten Motto „Gotta catch´em all!“ will man alles erkunden und all seine Lieblingscharaktere freischalten. Insgesamt ist Jump Superstars Manga und Animefans absolut zu empfehlen, das Spiel lebt von den vielen Figuren. Selbst bei einem eventuellen aber immer unwahrscheinlicher werdenden Deutschlandrelease würde das Spiel bei normalen Fans dieses Genres nicht annähernd so viel Motivation entfachen, weil sich der gesamte Charme des Spiel in den Anime- und Mangafiguren begründet.

Marcus von Lüde (ProContraGamer) für PlanetDS.de

WERTUNG:
80%
Altersfreigabe:
ungeprüft
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 1 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Gut gelungen – einsteigerfreundlich aber auch variationsreich Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
Touchscreen, Dual Screen und W-Lan-Fähigkeiten lassen kaum Wünsche offen
Grafik

Zweckmäßig mit einigen Höhen und Tiefen
Sound

Solide und animetypisch
Spielspaß

Animefans kommen hier voll auf ihre Kosten








Details
Spielname:
Jump Superstars

Publisher:
Nintendo

Developer:
Ganbarion

Genre:
Beat 'em Up - Sidescroller

Release:
06.20.004Q

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 100 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (17)

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