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Final Fantasy III


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Final Fantasy III - Review vom 16.05.2007

Aus dem Nichts entsteht eine Legende.
Monster, Magie und Mysterien. Schon seit Anbeginn der Menschheit gehörten Sagen und Legenden zu den nächtlichen Lagerfeuergeschichten. Fabelwesen beschützen unendliche Reichtümer, verborgen in den Tiefen des Ozeans und unerreichbar für jene, die diesen Schatz bergen wollen. Fantasievolle Erzählungen sorgten auch zu den Anfangzeiten der Videospiele für die Geburtstunde eines neuen Genres: Das allseits beliebte Rollenspiel.
1987 brachte Square den ersten Teil der Final-Fantasy-Serie auf dem Nintendo Entertainment System heraus und angelte sich zahlreiche Fans. Gerade mal ein Jahr später folgte der zweite Teil und 1990 erschien Final Fantasy III. In den USA sorgten die diversen Veröffentlichung der Serie für Verwirrung, denn Final Fantasy I blieb das einzige auf dem NES im Westen veröffentlichte Spiel seinerzeit. Erst mit dem Super Nintendo erschien Teil IV auch in den USA. Doch diesen nannte man im Land der unbegrenzten Möglichkeiten Final Fantasy II und nicht vier. Das Chaos ging weiter. Die US-Fassung mit Namen Final Fantasy III ist eigentlich die sechste Instanz der Serie und wer bis jetzt noch nicht verwirrt ist, wird mitbekommen haben, dass außerhalb Japans einige Teile der Serie nicht veröffentlicht wurden. Genau genommen handelte es sich um die Teile 2, 3 und 5, die damals nie über den großen Teich gekommen sind.

Wer also nun glaubt mit Final Fantasy III auf dem Nintendo DS den alten US-SNES-Klassiker zu bekommen der irrt sich, denn Square-Enix hat sich nach all den Jahren gedacht, dass man nach und nach auf dem Game Boy Advance und Nintendo DS die Originale neu auflegt und nach all den Jahren richtig durchnummeriert. Somit liegt uns diesmal ein Nintendo-Entertainment-Spiel Spiel aus dem Jahre 1990 vor, dass im neuen 3D-Gewand glänzen soll. Wir haben uns natürlich tapfer ins Abenteuer gestürzt, das altbewährte Jobsystem durchforstet und verraten euch, ob man es mit mehr als nur einem grafisch aufpolierten Klassiker zu tun bekommt. Bevor das Abenteuer beginnt, wollen wir ein wenig von der Rahmenhandlung berichten.

Haltet die Uhren an. Vergesst die Zeit. Ich will euch eine Geschichte erzählen.
Vor langer, langer Zeit lebte ein fortschrittliches Volk, dass die Macht der Lichtkristalle nutzte, um ihren hohen Lebensstandard beizubehalten. Doch die Kristalle nährten sich von der Energie der Welt und so war diese Zivilisation zum Tode verurteilt. Die vier dunklen Krieger sorgten mit der Macht der dunklen Kristalle, dass das Gleichgewicht der Welt wieder hergestellt wurde, doch ihr Sieg kam zu spät und die Zivilisation wurde fast komplett zerstört. Nur ihre schwebende Festung blieb.

Einige Zeit später sorgte ein mächtiges Erdbeben für Aufruhr in der sonst so friedlichen Welt. Während der Protagonist eine unbekannte Höhle erkundet und ein mächtiges Wesen vernichten muss, findet er einen der mystischen Kristalle und wird zum Krieger des Lichts auserwählt. Er wird auf eine Reise geschickt, die Welt zu retten und das Böse zu vertreiben. Ganz klassisch halt. Während seines Abenteuers findet er weitere drei Recken, die sich dem Tatendrang anschließen und gemeinsam geht beginnt die Weltenrettung.


Klage nicht, kämpfe!
Gleich von Anfang an präsentiert sich Final Fantasy III sehr klassisch. Nach ein paar Schritten wird man aus dem Nichts angegriffen und muss feststellen, dass in den frühen Neunzigern Zufallsbegegnungen eine weit höhere Frequenz hatten, als man es von modernen Rollenspielen gewohnt ist. Die Anfangshöhle dient dazu, sich mit der Steuerung vertraut zu machen, erste Schätze zu finden und sich mit neuen Waffen, Rüstungen und Tränken auszustatten. Auch der erste Endboss wartet darauf, vernichtet zu werden und die Story nimmt ihren Lauf. Wie immer ist das eigentliche Spielgeschehen unterteilt in zwei Phasen. Dem eigentlichen Wandern und Erkunden der Weltkarte, den Städten und dem Unterhalten mit Nicht-Spielercharakteren sowie den schier unzählbaren Zufallskämpfen. Während der moderne Spieler eventuell daran gewöhnt ist, dass ein Abenteuer komplex und non-linear ist, hangelt sich die Geschichte von Final Fantasy III immer an einem roten Faden entlang. Nur selten passiert es, dass nach einem Ereignis nicht zufällig eine Person auftaucht und erzählt wie es weitergeht.

Zudem muss der Spieler besonders darauf achten, dass seine Charaktere immer hochgelevelt werden, denn die Kämpfe sind zu Beginn oftmals sehr happig und ohne die richtige Ausrüstung und der nötigen Erfahrung beißt man schneller ins Gras als einem Lieb ist. Rundenbasierte Zufallskämpfe en masse. Hier merkt man, dass der Klassiker aus den Neunzigern noch in dem Quellcode des DS-Remakes schlummert. Dies kann bedeuten, dass man allein mehrere Stunden damit verbringt, gegen niedere Monster zu kämpfen, bevor man den nächsten Storystrang beginnen kann. Hat man ein gewisses Level erreicht und ist in dem Abenteuer weit genug fortgeschritten, so kann man auch die zahlreichen neuen Berufskombinationen ausprobieren. Das Job-System von Final Fantasy III war seinerzeit Revolutionär und bot viel taktischen Tiefgang. Einige Jobs ermöglichen im Kampfbildschirm neue Attacken oder den Gebrauch von bestimmten Zaubern.

Jeder Abenteurer beginnt als sprichwörtlicher Freiberufler und kann nach und nach mit neuen Berufen ausgestattet werden. So gibt es im Fortlauf des Spieles zahlreiche unterschiedliche Klassen wie den kampfbegabten Krieger, der im Nahkampf universal Einsetzbar ist, den heilkundigen Weißmagier, den kampfbegabten Schwarzmagier, den mächtigen Beschwörer, Ritter oder Schamanen. Während seiner Suche nach den Kristallen wird man zahlreiche Jobkombinationen ausprobieren müssen und die Charaktere können die jeweiligen Berufe nach und nach besser meistern und werden zu richtigen Allround-Talenten. Während die eigentliche Story eher trivial ist und den Tiefgang und Komplexität einer modernen Story bei weitem nicht erreicht, gehört Final Fantasy III dennoch zu den Grundpfeilern seiner Zeit und hat alleine aus historischen Gründen einen Spielbarkeitswert für alle Genrefans. Die Bedingung ist, dass man bei der Flut an Zufallskämpfen nicht verzweifelt und gefallen daran findet ständig Aufzuleveln, Aufzurüsten und Jobs zu verändern. Wer diese Tatsache akzeptiert, bekommt ein sehr andauerndes und vor allem episches Abenteuer geboten.

Steuerung:
In den 90ern waren Touchscreens noch Zukunftsmusik und so ist es kaum verwunderlich, dass Final Fantasy III hauptsächlich mit dem Steuerkreuz gespielt wird. Zwar hat Square-Enix auch eine Stylusnavigation implementiert, doch ist diese eher als Zusatz anzusehen. Alle Menüs und Aktionen sind sehr klassisch ausgelegt und demnach mühelos via D-Pad und Aktionstasten nutzbar. In manchen Fällen sind aber auch der Ausrüstungsbildschirm und die Überarbeiten der Charaktere sehr retrolastig und demnach umständlicher als bei aktuellen Vertretern aus dem Genre.

Grafik:
Optisch gesehen, hat man es mit einem Titel der Extravaganz zu tun. Square-Enix mag zwar den alten Quellcode ausgegraben haben und Teile davon wieder verwendet, doch alle Grafiken wurden komplett überarbeitet und aus dem damaligen Pixelgrafiken wurden aufwändige Polygonwelten. Schon das anfängliche Intro ist ein wahrer Augenschmaus, doch auch die Weltkarte, die Städte und Kämpfe wurden liebevoll und detailgetreu nachgebaut und in die Moderne rüber gebracht. Nur selten kommt es zu Slowdowns und es ist erstaunlich, was Square-Enix aus dem Doppelbildschirmer alles rausholt. Egal ob zu Fuß, auf dem Wasserweg, oder über den Wolken im Luftschiff, Final Fantasy III ist was fürs Auge.

Sound:
Auch die Sounds und Musikstücke des Spiels wurden überarbeitet und an die Qualitätsmaxime der Neuzeit angepasst. Melodische Kompositionen und knackige Sounds runden das positive Gesamtbild ab. Natürlich wird man bei einem so langen Abenteuer das eine oder andre Stück mehr als nur einmal hören, dennoch werden nur die Wenigsten zum Lautstärkeregler greifen.

Features:
Ein Unfangreiches, wenngleich sehr klassisches Abenteuer erwaret den Spieler. Schier unzählbare Jobkombinationen können ausprobiert werden und selbst Onlinefunktionen wurden dem Spiel spendiert. Wer jedoch geglaubt hätte, dass man gemeinsam in die Schlacht ziehen und online Monster verprügeln könnte, der irrt. Einzig und allein ein Briefsystem nutzt die Drahtloseigenschaften der Nintendo-WiFi-Connection. Kostenlose Pseudo-SMS an Freunde verschicken? Nett, aber kein zusätzlicher Kaufgrund.

Fazit:
Final Fantasy III ist ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite gehört es zu den umfangreichsten Rollenspielen bisher auf dem Nintendo DS und auf der anderen Seite ist es eigentlich „nur“ ein alter, verrosteter Karren aus der Garage, den man optisch ein wenig mit Lack und Chrom aufgemotzt hat. Der Vorteil des Spiels ist, dass Nintendofans bisher nicht in den Genuss dieses klassischen Final Fantasy Abenteuers gekommen sind und somit die Wurzeln der Serie ein wenig genauer betrachten können. Wer auf schier endlose Zufallskämpfe steht, nicht gegen eine recht lineare und altbackene Story hat und gerne seine Charaktere bis auf kleinste Detail ausarbeitet, kann bedenkenlos zu diesem Titel greifen. Geduld ist eine Tugend und gerade bei Retrotiteln gehörte Langmut zu den wesentlichen Eigenschaften eines Spielers.

Kevin Jensen [Iceman] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Square Enix für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
80%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 2 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Nichts Neues im Westen. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Pseudo-SMS via Nintendo Wifi-Connection, aber ansonsten nichts Bedeutsames.
Grafik

Für Nintendo-DS-Verhältnisse wahrlich exquisit.
Sound

Stimmig und atmosphärisch.
Spielspaß

Wer die Geduld hat, wird lange Zeit vor den zwei Bildschirmen gefesselt sein.








Details
Spielname:
Final Fantasy III

Publisher:
Square Enix

Developer:
Square Enix

Genre:
Rollenspiel

Release:
07.20.0405

Multiplayer:
ja

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (8)

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