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Crash - Herrscher der Mutanten


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Crash - Herrscher der Mutanten - Review vom 07.06.2009

Es war einmal eine Beutelratte, die es zu großem Ruhm geschafft hatte. Unter der Flagge des Entwicklers Naughty Dog, der uns später unter anderem durch die „Jak & Daxter“-Spiele im Gedächtnis bleiben sollte, schaffte dieses Tier es, zahlreiche Besitzer der ersten PlayStation zu begeistern. Doch mit der nächsten Konsolengeneration war es vorbei mit dem Ruhm.

Crash Bandicoot driftete ab ins spielerische Mittelmaß, verbündete sich in einem Cross-Over-Versuch mit Insomniacs Drachen Spyro und musste letzten Endes durch einen kompletten Neuanfang namens „Crash of the Titans“. Dieser bot solide Jump’n Run-Kost und ließ auf weitere Verbesserungen des Franchises hoffen. Hier kommt der Nachfolger „Crash: Herrscher der Mutanten“ ins Spiel. Anstatt es auf dem DS wieder mit einem 3D-Plattformer zu versuchen, belässt es die Truppe von Sierra bei einem 2D-Hüpfabenteuer - allerdings inklusive des aus „Crash of the Titans“ bekannten Übernahme-Systems, bei dem feindliche Riesenmonster von Crash übernommen werden können. Ob das Mutanten-Abenteuer einen gelungenen Spaß für Jump’n Run-Freunde darstellt oder ob selbst Freunde der altbekannten Beutelratte die DS-Karte im großen Bogen meiden sollten, erfahrt ihr in unserem Testbericht!

Wenn Virtual Reality zur globalen Gefahr wird
Wo Crash Bandicoot ist, da ist sein Erzfeind Dr. Neo Cortex natürlich nicht weit. In dieser Runde plant er, mithilfe von Virtual Reality-Helmen die Welt zu erobern. Über diese nämlich kann er die Gedanken der Nutzer kontrollieren und sie so zu seinen willenlosen Sklaven machen. Unter der Leitung der riesigen schwebenden Maske Aku Aku verzichtet Crash selbst jedoch darauf, sich den Helm aufzusetzen. Stattdessen steckt er ihn als am Kopf platziertes Kontroll-Accessoire für Feindvolk ein - und somit beginnt dann auch das neueste Abenteuer der Beutelratte. Abermals tritt die Story deutlich in den Hintergrund, aber es ist schließlich auch nicht die Geschichte, die uns an ein Jump’n Run fesselt. Wichtig ist von alldem eigentlich nur: Crash zieht aus, um Cortex erneut in den Hintern zu treten und kann sich auf dem Weg dahin verschiedene Wesen Untertan machen.

Anders als „Crash of the Titans“ hat man bei „Herrscher der Mutanten“ allerdings keine 3D-Experimente gewagt. Ähnlich wie die GBA-Ableger präsentiert sich das gesamte Spiel im feinsten 2D. Crash wird vom linken Bildschirmrand zum rechten geleitet, pustet dem Fußvolk Cortex' mit gekonnten Tritten und Schlägen die Lichter aus und überwindet haarsträubende Sprungpassagen - zumindest gegen Ende, denn zu Anfang ist natürlich alles noch ein ganzes Stück einfacher. Was „Herrscher der Mutanten“ jetzt allerdings vom Hüpfspiel-Einheitsbrei abhebt, sind die titelgebenden Mutanten. Läuft die aufgeweckte Beutelratte nämlich mal in einen etwas größeren Gegner, kann sie diesen entweder normal plätten oder alternativ erst ausknocken und dann „patschen“ - soll heißen, man stülpt der wehrlosen Kreatur den Gedankenkontrollapparat über den Schädel, steigt auf dessen Rücken und lenkt sie nun durch die Gegend.

Jeder Mutant -einen gibt es pro Welt- steuert seinen eigenen einzigartigen Fähigkeitensatz bei. Das eine Wesen mag durch rohe Kraft zu überzeugen wissen, ein anderes kann wiederum Stromschläge von sich geben und damit Mechanismen in Gang setzen. In der Regel werden die speziellen Fähigkeiten der Mutanten allerdings nur in deren Heimatwelt ausgiebig angewandt. Erreicht ihr das nächste Gebiet, wird der reitbare Untersatz schlichtweg bei nächster Gelegenheit aufgrund der neuen, spezifischen Hindernisse ausgetauscht. Das ist aus zwei Gründen schade: Erstens verschenkt man so quasi die Möglichkeit, etwas komplexere Herausforderungen zu liefern, die den gezielten Einsatz verschiedener Mutantentechniken fordern. Oder zumindest, wenn man im Hinterkopf behält, dass man nur einen Gedankenkontrollsklaven gleichzeitig mit sich rumschleifen kann, die Wahl zwischen verschiedenen Lösungswegen durch einen Level - die es allerdings durchaus gibt, auch wenn sie nicht an die Mutanten gebunden sind.

Zweitens lassen sich die Wesen aufleveln, indem man ausreichend silber-blaue Kugeln aufsammelt. Ist der Mojo-Balken des Bestie gefüllt, entwickelt es sich weiter, wodurch sie einen neuen Look und ein paar neue Moves spendiert bekommt. Das ist so weit schön und gut, die dritte Evolutionsstufe jedoch steht euch erst zur Verfügung, wenn ihr den Boss der Welt besiegt habt. Und da ihr quasi nach jedem Weltenabschluss einen neuen Mutanten kontrollieren müsst um in der Folgewelt voranzukommen, habt ihr nicht sonderlich viel von dieser neuen Entwicklungsform. Es sei denn natürlich, ihr sucht aus Spaß alte Areale erneut auf.

Steuerung:
Wichtig für jedes Jump’n Run ist natürlich die Kontrolle der eigenen Figur, mit der jeder Vertreter des Genres steht und fällt. Crash fällt dabei mehr oder minder gekonnt auf die Nase, denn auch wenn sich das Kerlchen die meiste Zeit recht sauber und ordentlich über den Bildschirm scheuchen lässt, so will doch hin und wieder der Doppelsprung nicht ganz gelingen. Und das sorgt gerade in den letzten Levels, die schnelle und präzise Doppelsprünge voraussetzen, gerne auch mal für Frustmomente. Darüber hinaus hätte die Kampfmechanik auch fließender ausfallen können. Es gibt zwar ein halbwegs ausgeklügeltes Kombo-System, die Fights leiden aber dennoch unter der etwas behäbigen Schlag-Steuerung.

Grafik:
Und nun ein weiterer Versuch der „3D-Figuren vor 2D-Hintergrund“-Abteilung - leider kein allzu glücklicher. Die Titelfiguren, also Crash und die Mutanten, genießen durch die 3D-Darstellung saubere Animationen und wirken zumindest größtenteils äußerst überzeugend bzw. mächtig. Das lässt sich jedoch nicht vom 08/15-Feindvolk behaupten, welches nicht einmal richtige 3D-Modelle spendiert bekommen hat. Die Level von „Herrscher der Mutanten“ sehen durchschnittlich gut aus - nichts besonders gutes, dafür aber auch nichts außerordentlich schlechtes. Nur die Bossarenen stechen durch ihren 3D-Aufbau positiv heraus.

Sound:
Es hat schon einen Grund, warum die Musik nur sehr leise im Hintergrund dudelt. Sie ist weder wirklich einprägsam noch sonderlich gelungen. Damit bleiben eigentlich nur die Soundeffekte übrig und in dieser Kategorie können vor allem Crashs leicht abgedreht klingende „Sprachsamples“ (wobei er sich da eigentlich auf exzessives Kampfgeschrei beschränkt) etwas nervig wirken. Wundert euch also nicht, wenn ihr den Lautstärkeregler eures DS ganz schnell automatisch auf den niedrigsten Tonausgabe-Wert schiebt.

Multiplayer:
Fünf Welten, unterteilt in je acht oder mehr Level, warten darauf, von Crash und seinem mutierten Gefolge auseinander genommen zu werden. In diesen warten an einigen Stellen auch noch freispielbare Bonusgegenstände wie etwa ein Boxer-Outfit für die Beutelratte, mit welchem er stärker zuschlagen kann. Aber auch abseits des großen Abenteuers gibt es noch etwas, nämlich den obligatorischen Minispiel-Multiplayer-Modus. Drei kleine Spielchen haben die Entwickler auf der DS-Karte unterbringen können, die alle komplett über den Touchscreen gesteuert werden. Zusätzlich gibt es auch noch den Mutantenkampf-Modus, in dem sich zwei Spieler mit dem Mutanten ihrer Wahl nach drei verschiedenen Regelsätzen einen Satz heiße Ohren verpassen dürfen. Leider sind für sämtliche Mehrspieleraktivitäten so viele DS-Karten notwendig wie Spieler anwesend sind.

Fazit:
Nachdem der Vorgänger „Crash of the Titans“ für einen recht guten Einstand sorgte, enttäuscht die Fortsetzung fast auf ganzer Linie. Diejenigen, die mit den GBA-Episoden ihren Spaß hatten, werden zwar sicherlich die Rückkehr zum 2D-Stil begrüßen, dafür allerdings wirkt das gesamte Spiel irgendwie uninspiriert und öde. Die Level laden nicht wirklich zum Erkunden ein, das Mutantensystem bietet mehr Potential, als letztlich genutzt wird und auf die Steuerung kann man sich auch nicht immer so sehr verlassen, wie es in Jump’n Runs eben nötig ist. Das Ende vom Lied ist ein netter Versuch, der jedoch im Vergleich zum Vorgänger einen ziemlichen Rückschritt darstellt. Hoffentlich setzt sich der Trend mit einer nächsten Episode nicht weiter so fort, denn die altgediente Beutelratte hat defnitiv besseres verdient.

Missbraucht den Gedankenkontrollhelm, um seinen Bruder zum persönlichen Diener zu machen: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Activision Blizzard für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
57%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Wenn der Doppelsprung nur sauber funktionieren würde und der Kampf nicht so träge wäre... Innovationsfaktor:
+----  (1 von 5 Sternen)
Nichts Neues im DS-Wunderland, nur ein wenig Touchscreen-Action im Minispiel-Modus.
Grafik

3D-Figuren vor netten 2D-Hintergründen - mit mal mehr, mal weniger ansehnlichen Momenten.
Sound

Ein unauffälliger, leiser Soundtrack und nerviges Kampfgebrüll von Crash. Wir schalten ab.
Spielspaß

Man schleift sich größtenteils eher gelangweilt durch die Level. Bis der Frust die Oberhand gewinnt.








Details
Spielname:
Crash - Herrscher der Mutanten

Publisher:
Activision Blizzard

Developer:
Radical Entertainment

Genre:
Jump 'n Run

Release:
31.10.2008 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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