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C.O.P. - The Recruit


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C.O.P. - The Recruit - Review vom 25.11.2009

Es gibt immer wieder Spielideen, die eine so große Anziehungskraft genießen, dass man meinen könnte, die Hände der Spieler gieren danach wie ein Magnet nach einem kühlen Metallstück. Grand Theft Auto zum Beispiel hat binnen kürzester Zeit eine so enorme Fangemeinde angehäuft, dass man nur noch Spiele mit dem Aufdruck zu produzieren braucht, um eine Gelddruckmaschine in den Händen zu halten. Da blickt Rockstar tief in den Geldbeutel und lacht vor Freude. Natürlich wollen auch andere Hersteller von diesem Kuchen etwas abbekommen und so überflutet man die gierig- dürstenden Spieler mit Kopien und Klonen. Gerade Gameloft macht auf dem iPhone vor, wie man dies gut gestalten und umsetzen kann und der GTA-Klon Gangstar sorgt auch beim französischen Publisher für klingelnde Kassen. Nun will der Partner Ubisoft auch ran und schickt C.O.P. - The Recruit ins Rennen, ein 3D-GTA-Verschnitt auf dem Nintendo DS, mit der einzigen Ausnahme, dass man indirekt in die Rolle des Verbrechers schlüpft, der nun aber auf der Seite der Gesetzeshüter kämpft. Waghalsiges Unterfangen mit Erfolgsgarantie oder doch nur ein weiterer Angriff der Klonkrieger? Wir verraten euch was C.O.P. so alles auf dem Kasten hat.

Kriminelle Cops – gibt es überhaupt andere? Wenn ich ein bisschen dümmer wäre, hätte ich selber einer werden können.
Man muss schon zugeben, die Trailer-Tüftler im Hause Ubisoft haben es schon geschafft, dass dieser Titel neugierig macht. Die Story ist banal einfach: „Bösewicht wird von der Polizei geschnappt und darf sich nun entscheiden, ob er die Stadt retten will, indem er selbst zum Cop wird oder in den Knast wandert.“ Klingt nach einem Popcorn-füllenden B-Movie und so in der Art ist das Spiel auch zu verstehen, denn der Ex-Ganove soll nun in typischer GTA-Manier durch die Straßen heizen, seine Ex-Kollegen aufspüren und einbuchten. Alles ganz einfach und sogar noch freundlich, denn man greift keine Unschuldigen an, sondern säubert die Straßen der Metropole von finsteren Handlangern. Die Geschichte an sich kommt leider sehr schleppend in Fahrt und das Tutorial sorgt schon dafür, dass das Gefühl aufkommt, dass man schnell loszocken möchte ohne das ganze Gelaber anzuhören. Ist man erstmal ins Geschehen eingetaucht, macht sich schnell Ernüchterung breit. Hübsche 3D-Optik hin oder her, auf die spielerischen Inhalte kommt es an und genau hier ist der Haken an der Geschichte. C.O.P. ist der typische Grafik- und Genre-Blender, der leider nicht viel mehr ist als ein großes Möchtegern-Spiel, dass lange nicht an die Brillanz seines Vorbildes ranreicht. Warum? Das verraten wir euch nun.

Zunächst einmal wirkt C.O.P. an vielen Stellen unfertig und unausgegoren. So wirken selbst die Tutorialmissionen lieblos dahin geklatscht und man denkt sich: Warum renne ich durch einen Hindernisparcours mit beweglichen Zielscheiben, wenn ich eh nur auf Cops mit Platzpatronen schieße? Diese Frage können wir leider nicht beantworten und auch die nächste Ungewissheit plagt den Spieler: Warum startet eine freie Mission nicht automatisch in Zielrichtung des Gegners? Beispiel: Verfolgungsjagd. Spontan bricht über den Polizeifunk einher, dass ein Raser die Stadt unsicher macht. Also fährt man zum Zieltrigger auf der Straße und aktiviert die Mission. Hat man jedoch das Pech und rast in die falsche Richtung, so ist der Gegenüber schon lange verschwunden, bevor man selbst die Möglichkeit hatte, auf der Straße zu wenden. So spielt das Leben und der nervende „Game Over“-Bildschirm lässt die Adern auf der Stirn nicht nur dieses eine Mal pochen. Auch andere Missionen sind so gestaltet, dass man sich vor die Kopf klatscht und fragt, was das Ganze soll. Wo war die Qualitätskontrolle, Fairness ahoi?

Dabei hat man es sich so einfach gedacht. Schmucke 3D-Engine, gepaart mit GTA-Elementen sowie Straßen und Indoor-Missionen und fertig ist das neue Wunderwerk für den Nintendo DS. Fehlanzeige, denn schon nach 30 Minuten Tutorial, hier möchte man dem Spiel noch eine Chance geben und verzeiht grobe Fehler, hat man eigentlich genug. Spätestens nach den ersten verpatzten Missionen, die aufgrund schlechten Designs scheitern, schwenkt die Lust in Frust um, und man hält sich noch ein wenig zurück, den geliebten Doppelbildschirmer nicht mit voller Wucht vor die nächste Wand zu werfen.

Zumindest kann gesagt sein, dass man, wenn man dem Spiel eine Chance gibt und sich mit dem fehlerhaften Gameplay anfreunden kann, eine gute Spielzeit geboten bekommt. Was natürlich auch damit zusammen hängen kann, dass man für eine Mission, selbst einfachster Sorte oftmals mehr als drei Anläufe starten muss. Hier wird Schwierigkeitsgrad anders definiert…

Steuerung:
Der ständige Wechsel zwischen Touchscreen und Steuerkreuz nervt gewaltig und sorgt für weitere Frustmomente im Spiel. So kann als Beispiel genannt werden, dass man üblich mit dem Steuerkreuz durch die Straßen rennt und auf die Autos lenkt, sobald aber die Waffe ins Spiel kommt, muss der Touchscreen her und der Fingerakrobat hat sich zu beeilen, um nicht spontan erschossen zu werden, während er noch gelassen seinen Touchpen zückt. Dazu kommen noch Probleme während des Fahrens, denn schnelle 180° Schwenkmanöver mit dem Auto sind nahezu ausgeschlossen, obwohl diese für den Spielverlauf sehr nützlich wären.

Grafik:
Hier trumpft C.O.P. auf dem ersten Blick richtig auf. Eine passable 3D-Engine mit vielen Polygon-Elementen und flüssigem Gameplay. Was will man mehr? Zum Einen eventuell noch die klassischen Details wie Einschusslöcher in den Wänden oder ein Schadensmodell bei den Autos und zum Anderen etwas weniger Clippingfehler. Es ist schön, dass sich der Himmel in den Scheiben der Autos spiegelt, es ist schön, dass das Spiel nahezu konstant flüssig ist, dennoch gibt es auch in diesem Sektor noch Nachholbedarf und das Gefühl will einen nicht verlassen, dass die Entwickler mit mehr Zeit, ein besseres Spiel auf die Beine gestellt hätten.

Sound:
Die musikalischen Hintergründe sind zwar nicht die schlechtesten, aber gut sind sie auch nicht. Hinzu kommt der Aspekt, dass der gesamte Sound in Sachen Effekte an Monotonität leidet. Auch hier hätte man etwas mehr Pepp ins Spiel bringen können.

Features:
Ein komplexes Spielprinzip mit vielen Elementen, Waffen, GPS-Navigation und großer Karte könnten eigentlich zu vielen unterhaltsame Stunden einladen. Nachteil ist, dass der Spielspaß hinten anstehen muss und die groben Spielfehler im Vordergrund stehen. Keine Frage, gute Features sind vorhanden, dennoch werden sie von den Bugs und Ungereimtheiten überschattet.

Fazit:
C.O.P. hatte so viel Potential, das unachtsam aus dem Fenster geworfen wurde, als man einmal in der Qualitätskontrolle nicht hingeschaut hat. Mit ein wenig mehr Liebe zum Detail oder etwas mehr geistigem Diebstahl an der richtigen Stelle hätte man zumindest ein ordentliches Spiel auf die Beine stellen können. So ist C.O.P. nicht mehr als eine billige Kopie einer guten Idee, die dann auch noch lieblos umgesetzt wurde. Selbst der gezwungene Humor kann nicht wirklich etwas rausholen und wer wirklich einen GTA-Klon im Hosentaschenformat spielen will, sollte besser zur iPhone- und iPod-Fassung von Gamelofts Gangstar greifen. Dort bekommt man ein besseres Spiel für weniger Mäuse. Punkt.

Hat den Sheriffstern abgelegt: Kevin Jensen [Iceman] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
62%
Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Der ständige Wechsel zwischen Steuerkreuz und Stylus nervt. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Nichts Neues, aber zumindest Standards.
Grafik

Nette 3D-Engine mit Designtücken.
Sound

Der übliche Einheitsbrei.
Spielspaß

Mit etwas mehr Zeit in der Entwicklerschmiede, wäre mehr drin gewesen.








Details
Spielname:
C.O.P. - The Recruit

Publisher:
Ubisoft

Developer:
VD Dev

Genre:
Action Adventure

Release:
05.11.2009 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (9)

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