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Bakugan Battle Brawlers


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Bakugan Battle Brawlers - Review vom 26.11.2009

Was kommt dabei raus, wenn man Magic – The Gathering und Pokémon in den Mixer schmeißt, dann das Parallelwelt-Syndrom von Digimon übernimmt und das ganze mit einem Regelwerk mixt, gegen das Yugis Schildkröten-Katapult-Manöver aus dem Yu-Gi-Oh!-Anime noch nachvollziehbar erscheint – alles innerhalb einer Story, die sich noch ernster nimmt als „Hey, wir spielen HARDCODE-Kreisel“-Beyblade? Erst einmal bekommt man ein ziemlich verstörendes Bild, dann vielleicht als Nebenprodukt „Bakugan Battle Brawlers“ beziehungsweise, wie der Anime im Deutschen heißt, „Bakugan: Spieler des Schicksals“. Okay, vielleicht gehen wir mit der TV-Serie ein wenig hart ins Gericht. Außerdem ist diese in unserem Test auch gar nicht das eigentliche Thema. Natürlich geht es hier um die DS-Umsetzung von „Bakugan Battle Brawlers“, die entgegen aller Erwartungen nicht aus japanischen Landen stammt, sondern aus dem Hause Activision kommt. Ob das vielleicht bedeutet, dass wir ein anständiges Spiel rund um die Murmelmonster erwarten dürfen? Ein Ausflug in die Welt der Bakugan liefert die Antwort!

TONIGHT WE DINE IN THE DOOM DIMENSION!
Während die Serie den fünf Schicksalsspielern und ihren Bakugan-Begleitern auf ihrer Tour zur Rettung der Parallelwelt Vestroia folgt, geht die DS-Lizenzversoftung einen etwas eigenen Weg. Hier schlüpft ihr in die Rolle eines Nobodys, eines Bakugan-Anfängers – spielt also mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr oder minder euch selbst. Zumindest ging es uns so, wo wir doch eingangs keine Erfahrung mit dem eigentlichen Spiel hatten. Nachdem ihr euren Ingame-Avatar zusammengeschustert habt, trefft ihr schon sehr bald auf ein Bakugan namens Leonidas. Dieses Drachenwesen stammt nicht aus Sparta, sondern ist eine von zwei Kreaturen, die von Professor Hal-G bei der Erhaltung des Kerns der Ruhe befreit wurden. Ihr versteht nur Bahnhof? Genau an diesem Punkt setzt „Bakugan Battle Brawlers“ minimale Kenntnisse der Anime-Storyline voraus. Aber das ist auch wirklich der einzige Punkt, da ihr ansonsten einer eigenen Geschichte um das mysteriöse und aggressive Bakugan Leonidas folgt, welches ihr flugs zu eurem Partner im Spiel gegen andere Murmelkreaturen erklärt.

Von da an spielt sich der Story-Modus hauptsächlich in der Turnier-Abteilung ab. Nachdem ihr zu Beginn von Serienhauptfigur Dan innerhalb eines kompakten Tutorials die Grundregeln des Spiels erfahren habt, kämpft ihr euch im Stadion von einem Gegner zum nächsten. Sechs Turniere wollen insgesamt gewonnen werden, bevor der Abspann läuft. Alternativ könnt ihr im Park, welcher übrigens lediglich durch ein schnödes Auswahlmenü präsentiert wird, einen Bakugan-Spieler unabhängig vom Turnier-Teil herausfordern, euch im Shop mit neuen Kugeln und Karten ausstatten oder euren Besitz im virtuellen Zimmer verwalten.

Die hohe Kunst des Kugelkampfes
Trotz aller Menünavigation bleibt der Kern von „Bakugan Battle Brawlers“ natürlich der Kampf zwischen zwei bis vier Spielern und ihrer kleinen Murmel-Armada. Bevor ihr jedoch in die Schlacht zieht, möchte erst einmal das Deck verwaltet werden. Insgesamt könnt ihr drei Bakugan, drei Torkarten und drei Fähigkeitskarten mit ins Gefecht nehmen. Bei den drei Bakugan habt ihr die freie Wahl, ihr könnt euch euer Set ganz nach euren Vorlieben zusammenstellen. Bei den Karten gibt es jedoch ziemlich strikte Einschränkungen. So sind die drei Tor- und Fähigkeitskarten jeweils in drei verschiedene Farben unterteilt – und von jeder dürft ihr genau eine gleichzeitig in eurem Deck haben. Die Farbe der Karten entscheidet, in welche grobe Effektkategorie diese Karte fällt. Goldene Torkarten etwa verdoppeln Power-Boni für bestimmte Monster, während bronzene mit sonstigen Sondereffekten ausgestattet sind. Fähigkeitskarten mit rotem Rand wirken auf die Kämpfe direkt ein, blaue Karten hingegen können genau diese Effekte kontern. Da man, wie schon erwähnt, ziemlich limitiert bei der Auswahl der Karten ist, sollte man genau überlegen, mit welchen man sein Deck ergänzt.

Habt ihr das ganze Vorgeplänkel hinter euch, geht es dann auch endlich los mit dem Murmel-Vergnügen! Zu Beginn einer jeden Partie platzieren alle Spieler erst einmal eine Torkarte nach Wahl in der Spielfeldmitte. Nun ziehen die Teilnehmer abwechselnd. Dabei ist ihnen freigestellt, ob sie zu Anfang eine zusätzliche Torkarte platzieren möchten oder sie lieber sofort ihr Bakugan in die Arena schmeißen wollen. Entscheidet ihr euch für die Kugel-Kanone, könnt ihr euch aus eurem Bakugan-Pool ein beliebiges Wesen aussuchen und anschließend per Touchscreen-Wurf ins Gefecht schicken. Ziel ist es nun, die Murmel auf einer der ausgelegten Torkarten zu platzieren. Dabei seid ihr jedoch nicht auf euer Wurfgeschick allein angewiesen, da ihr die kleinen Kugeln auf ihrer Reise noch steuern könnt. Das erweist sich vor allem deshalb als wichtig, da überall in der Arena verteilt Power-Ups darauf warten, eingesammelt zu werden. So könnt ihr vor dem großen Auftritt euer Monster noch ein klein wenig zusätzliche Power verpassen oder Energie für einen Spezialwurf sammeln. Bei all dem Herumgerolle ist jedoch Eile angesagt, da ihr nur für einen bestimmten Zeitraum die Kontrolle über eure Kreatur behaltet. Könnt ihr euch bis dahin auf keine Torkarte retten, habt ihr euren Zug verspielt und das Bakugan kehrt zu eurem Arsenal zurück.

Interessant wird es, wenn Bakugan zweier Spieler auf einer Torkarte stehen. Dann beginnt nämlich ein erbitterter Kampf zwischen den Murmel-Monstern. Zu Beginn des Gefechts werden die Kontrahenten und ihr dazugehöriger G-Power-Wert präsentiert. Gleich darauf kommen Power-Boni auf Basis der Torkarte hinzu. Jede Torkarte gewährt nämlich den Kreaturen zusätzliche G-Power, je nach Elementzugehörigkeit oder Einfluss von Karteneffekten. Dann könnt ihr noch entscheiden, ob ihr eine eurer drei Fähigkeitskarten im Kampf einsetzen möchtet und schon beginnt das Minispiel. Jepp, richtig gelesen: Minispiel. Je nach Torkarte, auf der gestritten wird, startet eines von sechs Kampfspielchen. So gilt es etwa, so viele Symbole wie möglich auf dem Touchscreen abzutippen oder ein bestimmtes Muster nachzufahren. Schneidet ihr dabei besser ab als euer Gegner, gewinnt ihr die Schlacht und damit die Karte, auf der ihr gekämpft habt. Um eine Partie zu gewinnen, gilt es insgesamt drei Torkarten zu erobern. Wozu der G-Power-Wert dient, fragt ihr? Spielentscheidend ist er ja anscheinend nicht. Das stimmt auch. Generell ist die G-Power eures Bakugans eigentlich egal, wenn ihr nur das Minispiel gut genug absolviert. Allerdings bestimmt die Differenz des Power-Levels, wer zu Beginn der Runde einen Vorteil hat. Je größer diese Differenz ausfällt, desto größer ist auch der Vorsprung des kräftigeren Spielers. Und da die K.I. im späteren Verlauf der Kampagne deutlich an Talent für die Minispiele gewinnt, solltet ihr eure Ausgangschancen so gut wie möglich stellen.

Wenn sich auch trotz allem der Schwierigkeitsgrad von „Bakugan Battle Brawlers“ in Grenzen hält. Halbwegs talentierte Spieler werden nahezu keine Probleme beim Durchmarsch durch die Story haben und auch eine 100%-Siegesquote ist kein Ding der Unmöglichkeit.

Steuerung:
Das Spiel ist vollständig auf Touchscreen-Steuerung ausgelegt. Da sich ein Großteil der Aktionen auch nach dem traditionellen Tasten-Schema ausführen lässt, mag man das zwar nicht merken, der Bakugan-Wurf zum Beispiel ist jedoch eine reine Stylus-Angelegenheit. Und insgesamt können wir in dieser Abteilung auch kaum klagen. Zwar steuern sich die Monstermurmeln auch mit hohem Kontroll-Level eher etwas behäbig (was auch daran liegt, dass die Gegner bei der Kugelkontrolle durch Gegenbewegungen euer Vorhaben sabotieren können) und die optionale Sprungfunktion per Mikrofon ist äußerst fragwürdig, doch über größere Probleme sind wir nicht gestolpert. Allerdings solltet ihr eure Touchscreen-Schutzfolien auspacken. Denn bei einem Kampf-Minispiel darf im besten „Track & Field“-Stil der berührungssensitive Bildschirm malträtiert werden.

Grafik:
Wenn man mal von den zweckmäßigen Menüs absieht, kann „Bakugan Battle Brawlers“ auch mit einer anständigen 3D-Engine aufwarten. Die insgesamt 17 Charaktere sind ansehnlich gestaltet und die Serienfiguren getreu ihrer Anime-Vorlage im Cel-Shading-3D nachgebastelt worden. Und auch die acht Arenen geizen nicht mit kleinen Effekten am Schlachtfeld-Rand. Darüber hinaus flimmert die Action auch nahezu jederzeit butterweich über den Bildschirm. Der einzige Wermutstropfen sind die teils doch verpixelten Texturen, die bei Nahaufnahmen immer wieder unschön ins Auge fallen.

Sound:
In der musikalischen Abteilung erwarten euch generell eher generische Rock-Action-Melodien, die das Kampfgeschehen begleiten. Diese ist keinesfalls schlecht, aber auch eben alles andere als überragend. Zu unserer Überraschung finden sich allerdings doch tatsächlich deutsche Sprachsamples mit auf der DS-Karte – sogar von den Sprechern der dazugehörigen TV-Serie. Die Qualität dieser Samples schwankt allerdings stark. Manche stellen klingen gut, andere wiederum glänzen durch eher seltsame Betonungen. Insgesamt nichts wirklich katastrophales, aber auch nichts revolutionäres oder mitreißendes in Sachen Sound.

Multiplayer:
Bis zu vier Spieler können sich in heißen Bakugan-Matches beweisen – vorausgesetzt, jeder bringt auch seine eigene DS-Karte mit. Denn obwohl es insgesamt einen Charakter-Pool von 17 gibt, hat man auf jegliche Download-Play-Funktionen verzichtet. Schade, wo doch der ewige Kampf gegen die künstliche Intelligenz mit der Zeit ein klein wenig an Reiz verliert und man sich früher oder später doch vielleicht mit einem menschlichen Gegner messen möchte.

Fazit:
Mit „Bakugan Battle Brawlers“ hat Activision eine äußerst passable Umsetzung des Murmel-Karten-Kampf-Spielchens zusammengeschustert. Leider fällt das Spiel insgesamt noch einen Tick zu einfach aus und dank des limitierten Deckbaus fühlt man sich doch ziemlich eingeschränkt bei der Zusammenstellung seines Kampfsets. Das führt gerade dazu, dass man – sobald man mal eine gute Strategie gefunden hat – stets nach dem selben Muster kämpft. Außerdem sind die gerade mal sechs Turniere auch ziemlich flott in unter 10 Stunden absolviert. Fans der Vorlage dürfen auf jeden Fall einen Blick riskieren, wer jedoch mit „Bakugan“ nur peripher etwas anzufangen weiß, sollte sich vielleicht erst einmal auf eine Proberunde einlassen, bevor er den Geldbeutel zückt.

Hat mit Leonidas die Spitze der Rangliste erklommen: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Activision Blizzard für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
66%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Etwas behäbige Bakugan-Kontrolle und der ungewöhnliche Mikrofon-Sprung. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Wir kontrollieren unsere Kugel per Touchscreen – und lassen sie per Mikrofon springen?
Grafik

Schicke Cel-Shading-Optik und abwechslungsreiche Arenen.
Sound

Generische Songs treffen auf akzeptable deutsche Sprachsamples.
Spielspaß

Kurz, einfach und noch nicht ganz rund – mit ein wenig mehr Feintuning und Umfang wäre mehr drin gewesen.








Details
Spielname:
Bakugan Battle Brawlers

Publisher:
Activision

Developer:
Activision

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
23.10.2009 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (8)

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