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MX vs. ATV Reflex


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MX vs. ATV Reflex - Review vom 23.02.2010

Auf einem Motorrad durch die Luft segeln, waghalsige Stunts hinlegen und durch den Schlamm rasen: Jeder, der Benzin im Blut hat, möchte einmal auf einer Motocross-Strecke unterwegs sein. THQ hat für all jene „MX vs. ATV Reflex“ auf den Markt gebracht. Neben Motorrädern (MX) kann man auch auf den vierrädrigen Quads (ATV) unterwegs sein. Eine Besonderheit der Nintendo DS-Version sind die Monster-Trucks, welche in den anderen Konsolenversionen nicht vorkommen. Ist das Spiel nun wirklich etwas Besonderes, oder gliedert es sich in die lange Reihe der durchschnittlichen Motocross-Spiele ein?

Auf die Plätze - fertig - los!
Bevor man sich einfach in ein Rennen stürzt, ist es ratsam, das wirklich brauchbare Moto Tutorial zu benutzen, da die Steuerung am Anfang etwas kompliziert wirkt - gerade die Trick-Steuerung. Hat man sich mit Begriffen wie Unfallvermeidungsanzeige, Kupplungssicht oder Strecke-Verlassen-Strafe auseinandergesetzt, hat man die Auswahl zwischen drei verschiedenen Modi: Schelles Rennen, Karriere und Mehrspieler. Der Modus „Schnelles Rennen“ dürfte selbsterklärend sein: Hier fährt man einfach ein schnelles Rennen ohne großartig Einstellungen zu ändern.

Der Hauptaspekt des Spiels liegt selbstverständlich im Karriere-Modus. Hier beginnt man als Fahrer mit einem 125cc-Motorrad und begibt sich auf die Start-/Ziellinie seines ersten Motocross-Rennens. Man muss nun versuchen, sich gegen drei weitere Fahrer durchzusetzen und möglichst als Erster das Ziel zu erreichen. Wenn dies geschafft wurde, schaltet man neben neuen Events (und somit neuen Strecken) auch neue Farben für die Fahrzeuge sowie für das eigene Outfit frei. Schon bald darf man auf einem 250cc-Bike auf die Strecke - weiter folgen ein motorisiertes 450cc-Rad, so wie das ATV-Quad 450cc. Dabei ist festzuhalten, dass jede Strecke mit jedem dieser genannten Fahrzeuge bestritten werden kann. Die Gegner passen sich einfach dem eigenen Fortbewegungsmittel an. Eine Ausnahme bieten hier die zwei verschiedenen Monster-Trucks, die eigene Strecken haben.

Leider ist der Schwierigkeitsgrad bei den Motocross-Rennen so gering, dass man jedes Rennen selbst als unerfahrener Spieler gewinnt. Die Computergegner fahren grundsätzlich einige km/h langsamer als der eigene Avatar und von Ideallinie scheinen sie auch noch nichts gehört zu haben. Ebenfalls sehr schade ist die Tatsache, dass die Sprünge in den Rennen ziemlich nutzlos sind. Denn wer länger am Boden ist, kann länger beschleunigen und ist somit letztendlich früher im Ziel. Man vermeidet also unnötige Sprünge, was den Spielspaß merklich mindert. Punkten kann der Racing-Titel dann in den sogenannten Freestyle-Events, in denen es darauf ankommt, möglichst viele Punkte durch möglichst schwierige Tricks zu ergattern. Doch auch hier hängt der Schwierigkeitsgrad viel mehr vom eigenen (Un-)Vermögen ab als von den Computergegnern.

Von gewollten und ungewollten Fehlern
Das Spiel leistet sich ziemlich viele Fehler, die teilweise irritieren, teilweise sehr frustrieren. So lautet zum Beispiel eine Anweisung im Tutorial: „Halten sie gleichzeitig den Y-, den L- und den R-Knopf, sowie die 'nach oben'-Pfeiltaste gedrückt.“ Als ob das an sich nicht schon chaotisch genug wäre, ist jedoch tatsächlich die Pfeiltaste gemeint, die nach unten zeigt. Und so probiert man erst mal ein paar Minuten (durchaus auch ein paar Minuten mehr) herum, bis man das dann herausfindet. Oder eben nicht. Ebenfalls fehlerhaft sind die Strafzeiten, die dann verteilt werden, wenn man in einem Rennen die Außenmarkierungen überfährt und somit eine (vermeintliche) Abkürzung nimmt. Wenn ich in einer Linkskurve jedoch nach rechts außen drifte - kann man da noch von einer Abkürzung sprechen? Oder wenn ich nach einem Sprung etwas abseits einer Geraden lande - kürze ich dann wirklich den Weg ab? Laut Spiel schon, und so kommt es öfters zu spielentscheidenden Strafzeiten von bis zu zehn Sekunden. Als wäre das nicht frustrierend genug, sind die Zeitstrafen auch nicht einheitlich: Wenn man in einer Linkskurve links über die Begrenzung fährt, kommt es nicht zwangsläufig zu einer Zeitstrafe. Ein Muster, wann und wie viel der Fahrer an Bestrafung zugesprochen bekommt, ist nicht erkennbar.

Ebenfalls aggressionsfördernd sind innerhalb der Freestyle-Rennen die Platzierungen der Sprungschanzen, welche oft in die Außenzäune führen und somit unnötig viel Zeit auf Grund von Stürzen fordern. Oder Eisenstangen von herumstehenden Bannern und Toren, durch die man springen kann. Sehr oft bleibt man an diesen hängen und verursacht einen Sturz. Schlussendlich bleiben noch die Computergegner zu erwähnen, die gerne einmal die eigene Bahn kreuzen und so zu -wer hätte es erwartet- weiteren Stürzen führen.

Steuerung:
Steuerkreuz und die altbekannten Knöpfe - mehr bietet „MX vs. ATV Reflex“ nicht. Mehr braucht es aber auch nicht. Zwar ist vor allem die Tricksteuerung zu Beginn etwas kompliziert und braucht eine Eingewöhnungsphase. Wenn man jedoch erst einmal herausgefunden hat, wie man möglichst weit und hoch springt, möglichst effektiv um die Kurven schlittert oder wie man nach einem beinahe unmöglichen Trick auch noch perfekt landet, geht alles sehr flüssig von der Hand. Bis auf ein paar Anfangsschwierigkeiten wirklich gut gemacht.

Grafik:
So gut die Steuerung ist, so mies ist die Grafik: Die Rennstrecke ein einheitliches braun, die Landschaft am Horizont sind undefinierbare Farbkleckse und die Motorräder, Fahrer, Bäume und Steine wirken alle sehr kantig und verpixelt. Jedoch sind die Werbebanner oftmals gut zu entziffern. Natürlich kann und soll der Nintendo DS grafisch nicht mit der PSP mithalten, aber hier wird sehr viel Potential verschenkt.

Sound:
Hand aufs Herz: Was für Geräusche erwartet man, wenn man an Motocross denkt? Motorengeräusche, die passend zu den Vehikeln sind? So was gibt es. Publikumsbeifall und -schreie bei waghalsigen Stunts, so wie „Buuh“-Rufe bei Stürzen? Ebenfalls vorhanden. Aluminiumgeräusche bei Kollisionen mit Stangen, Motorrädern oder Begrenzungen? Auch das findet man im Repertoire. Und das alles wird abgerundet von schlagzeuglastiger Rockmusik. Jedoch nerven die Motorengeräusche und die Musik mit der Zeit und somit bleibt diesbezüglich nur zu sagen: Wer es mag, lässt die Musik an. Wer genervt ist, wird den Ton leise stellen.

Features:
Außerhalb der Rennen wird der untere Bildschirm zur Menüwahl benutzt, innerhalb der Rennen hat man hier eine kleine Karte im Blick, sowie eine Anzeige der Platzierung und der bisher gesammelten Punkte. Der obere Bildschirm beherbergt alles andere: die Strecke mit Fahrer, Rundenzeiten, Geschwindigkeitsanzeige und eine Anzeige zur Gewichtsverlagerung. Wenn man innerhalb des Rennens auf den unteren Bildschirm drückt, kann man nach hinten gucken. Da die linke Hand jedoch das Steuerkreuz bedient und die rechte beschleunigt, bremst und Tricks vorbereitet, kann man diese Funktion eigentlich nie benutzen. Braucht man jedoch auch nicht. Viel Punktabzug bekommt das Spiel für die wirklich kurze Spieldauer: Innerhalb von vier, maximal fünf Stunden hat man den Hauptmodus komplett durch. Das reicht noch nicht einmal für das Wochenende.

Multiplayer:
Der Mehrspielermodus ist wohl das einzige am Spiel, das überhaupt Langzeitmotivation mitbringt. Denn hier können bis zu drei Gegenspieler mit auf den Kurs um herauszufinden, wer der beste Motocross-Spieler im Internet ist. Und da die Mitspieler mit den gleichen Problemen zu kämpfen haben, wie man selbst, ist die Frustration auch nicht mehr ganz so groß.

Fazit:
Irgendwie schafft es „MX vs. ATV Reflex“ trotz der vielen Fehler und der schlechten Grafik, dass man zumindest kurzfristig Spaß an dem Spiel hat. Zwar kommt manchmal etwas Frustration hoch, wenn man wieder einmal unnötig gestürzt ist, jedoch steigt man dann sofort wieder auf das Zweirad und gibt Gas. Fünf Stunden Spielzeit sind aber viel zu wenig und auch die Auswahl von drei Motorrädern, einem Quad und zwei Monster-Trucks ist nicht berauschend. Zwar kann man noch einige Stunden online im Multiplayermodus verbringen, doch auch hier ist bald die Luft raus. Somit bleibt nur zu sagen: Wer ein durchschnittliches Racing-Spiel für einige wenige Stunden Vergnügen sucht und sich für diese Sportsparte begeistern kann, der darf durchaus über einen Kauf nachdenken. Alle anderen sollten jedoch lieber zu etwas anderem greifen.

Sprang meterhoch durch die Lüfte und vollführte halsbrecherische Tricks: Felix Rau [Fefe] für PlanetDS.de

Vielen Dank an THQ für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
58%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Am Anfang gewöhnungsbedürftig, dann jedoch gut. Innovationsfaktor:
-----  (0 von 5 Sternen)
Zwar wird der Touchscreen nicht genutzt, jedoch ist das aufgrund der Fahrzeugsteuerung weder bequem möglich noch nötig.
Grafik

Viele Farbflecken und vermischter Einheitsbrei.
Sound

Rockmusik und Motorengeräusche - wer’s mag.
Spielspaß

Frust und Stürze vs. coole Tricks und hohe Sprünge.








Details
Spielname:
MX vs. ATV Reflex

Publisher:
THQ

Developer:
Rainbow Studios

Genre:
Racing

Release:
05.02.2010 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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