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Advance Wars: Dual Strike


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Advance Wars: Dual Strike - Review vom 04.09.2005

Stillgestaaaaanden und aufgepaaaaaasst! Die Spieleflaute hat ein Ende. Advance Wars: Dual Strike erscheint Ende September auf dem NintendoDS. Während Kriegsspiele grundsätzlich sehr kritisch beäugt werden, überzeugte Advance Wars seit jeher mit einer comichaften und harmlosen Darstellung die Massen. Der GBA Hit nun endlich auch auf dem DS. Seargent Reinhart und Kommandant Thol waren für euch an der Front und sind nun zurück in der PlanetDS.de Kaserne. Lesen Sie unseren Kriegsbericht. Aaaaantreten!

Spätestens seit dem GBA ist das Spiel „Advance Wars“ ein Begriff für alle Hobbystrategen. Die rundenbasierte Strategieschlacht existiert in Wirklichkeit aber schon seit über zehn Jahren. Erst mit dem GBA konnte Advance Wars erfolgreich in Europa einfallen. Dass nun auch der Nintendo DS in den Krieg zieht, lässt sich wohl am besten mit den hervorragenden Verkaufszahlen der GBA Vorgänger erklären. Warum das Spiel aber mehr als nur eine Daseinsberechtigung hat, vielmehr der erste „Must-Have“ Titel für euren NDS ist, das werden wir euch nun in unserer Review nahe legen.
Beginnen wir am besten einmal mit dem Aufbau des Spiels. Im neu gestalteten Hauptmenü könnt ihr zwischen den Hauptspielmodi wählen. Ob Combat, Kampagne, Kampfgebiet, Survival oder Multiplayer – AW DS klotzt lieber, anstatt zu kleckern. Der ungemeine Umfang an Modi und Möglichkeiten wurde im Vergleich zum Vorgänger nochmals erweitert, insgesamt gibt es sogar sechs neue Einheiten – den „Pipelinerunner“, den „Megatank“, das „Black Boat“, den „Carrier“, den „Stealth“(Flieger) und die „Black Bomb“. Der Pipelinerunner ist eine Art Raketenwerfer zur Pipeline-Montage, dieser kann sich allerdings nur in der gebildeten Fabrik aufhalten, oder anhand einer Pipeline den Standort wechseln. Der Megatank ist der große Bruder des Titanpanzers, quasi die stärkste Bodeneinheit – das große Problem: dieser kann durch die wenige Munition, die er besitzt nur drei Mal angreifen, danach muss er von einem APC mit Munition versorgt werden, oder sich auf einer eingenommenen Stadt / Basis aufhalten. Das Black Boat ist eine Erfindung der Black Hole-KO Lash (bekannt aus den Vorgängern), und kann zwei Infanterie-Einheiten (keine Mech-Einheiten / Fußtruppen mit Bazookas) transportieren, sowie nebenstehende Einheiten pro Zug um 1 KP reparieren. Der Carrier ist der Transporter für Lufteinheiten (ein Boot) – bis zu zwei der fliegenden Maschinen kann dieser aufnehmen, und außerdem gegnerische Flugeinheiten attackieren. Den Stealth kann man etwa mit dem Fighter vergleichen, mit dem einzigen Unterschied, dass dieser auch Bodeneinheiten angreifen kann. Die Black Bomb ist eine weitere Erfindung Lashs. Sie sprengt alles in einem Umkreis von 3 Feldern, alle Einheiten bekommen 5 KP abgezogen – attackiert man also einen Panzer mit 10 KP, so hat er danach noch 5. Will man diesen Panzer mit 5 KP allerdings ein weiteres mal sprengen, hat er danach noch 1 KP.
Nach wie vor folgt das Spiel im Hauptmodus, dem „Kampagnen“ Modus, einer vorgegebenen Storyline, die euch von Schlacht zu Schlacht an Hand eines roten Fadens durch das Spielgeschehen führt. Die „Bösen“ in diesem AW-Titel sind mal wieder die Jungs und Mädels von Black Hole. Um diese zu besiegen haben sich Orange Star, Blue Moon, Yellow Comet und Green Earth zusammengeschlossen – diese 4 Nationen bilden die Vereinten Nationen („Allied Nations“). Black Holes KOs versuchen es ein weiteres Mal mit neuen Mitteln, wie z.B. mit mysteriösen Gebäuden wie die „Black Crystals“.
Den Kriegsgebiet-Mode werden die meisten noch aus den Vorgängern kennen – hier könnt ihr auf den unterschiedlichsten Karten gegen den Computer zocken, um Erfahrungspunkte für die KOs zu sammeln. „Versus“ stellt eine Neuerung dar: ein normaler Kampf unterscheidet sich nur in sofern vom Kriegsgebiet, als dass man zwei KOs hat – wahlweise kann man allerdings anstatt gegen den CPU auch gegen einen Kumpel zocken (an einem Gerät). Die DS Battles bieten Innovation pur: zwei Fronten, zwei Kommandeure, zwei Bildschirme. Hier wird abwechselnd auf beiden Bildschirmen gezockt.
„Survival“ ist – wie der Name schon sagt – ein Kampf um Leben und Tod. Hier könnt ihr zwischen den Modi Geld, Tage oder Zeit wählen – je nach Modus habt ihr dann nur eine begrenzte Anzahl an z.B. Geld oder Zeit.

Erstmals hat man einen „Combat Modus“ integriert. Dieser Spielmodus ist absolut einzigartig. Stand Advance Wars bis dato für rundenbasierte Strategie, so bietet dieser Modus nun erstmals die Möglichkeit, sich in ECHTZEIT zu bekriegen. Das sieht so aus, dass ihr ein (variables) Startbudget von 20000 Geldeinheiten bekommt. Dieses könnt ihr nun beliebig in normale Panzer, Artillerie, Mech-Einheiten und Späher-Einheiten investieren. Dann startet der Combat Modus. Auch die Wahl des KOs ist von Wichtigkeit, weil seine Spezialfertigkeiten auch in diesem Modus zum Einsatz kommen.
Im Combat Modus selbst geht es sehr flott von statten. Wie im normalen Spielmodus hat auch hier jede Einheit seine Stärken und Schwächen. Panzer können weit schießen und verursachen viel Schaden, sind aber sehr teuer (was bei dem mickrigen Budget von 20.000 Geldeinheiten durchaus nicht irrelevant ist), Artillerie richtet noch höheren Schaden an, ist jedoch langsamer und schießt nicht direkt, sondern in die Luft. Der Aufprall der abgeschossenen Granate zieht vier Spielfelder in Mitleidenschaft. Die Spähtrupps sind extrem schnell und haben eine hohe Feuerrate, richten jedoch nur geringen Schaden an. Die Mech-Einheiten sind langsam, können aber über Berge und Wasser wandern und nehmen vor allem die Städte und das gegnerische Hauptquartier in Rekordtempo ein. (Das Einnehmen der Städte wurde übrigens auch dem Echtzeitmodus angepasst, außerdem können auch Fahrzeuge Städte einnehmen. Habt ihr eine Einheit auf der einzunehmenden Stadt platziert, läuft ein Countdown ab, bei dessen Beendigung gehört die Stadt/Hauptquartier euch).
In einer handvoll festgeschriebenen Missionen kämpft ihr also nun in Echtzeit mit einer Einheit gegen bis zu 20 Einheiten des Gegners. Segnet eure Einheit das Zeitliche (wie im rundenbasierten Modus gibt es auch hier Hitpoints von 1-10), kommt die nächste Einheit zum Zug. Das geht solange gut, bis eure Einheiten aufgebraucht sind, oder der Combat Modus beendet wurde. Da sich dieser nur über eine handvoll Schlachten erstreckt, geht dies relativ schnell. Zwischen erfolgreich gemeisterten Einsätzen kann auch hier gespeichert werden Angeschlagene Einheiten bekommen – sofern sie auf einer von euch eingenommenen Stadt platziert sind – sekündlich einen Hitpoint gut geschrieben, nach Sekunden habt ihr auf diese Art und Weise eure angeschlagene Einheit wieder regeneriert.
Nach einigen Runden stehen euch schließlich auch die KO spezifischen Spezialfertigkeiten zur Verfügung. Diese werden dann einfach mit dem L-Trigger aktiviert. Der Combat Mode stellt quasi das Herzstück der Innovationen dar.
Wer gerade Lust hat, kann den Combat Modus übrigens auch wireless gegen einen Freund spielen. Und weil dieser nach einer Partie Advance Wars sicher auch so begeistert ist, wie ihr es seid, könnt ihr eurem Kumpel gleich noch eine Demo Version zum temporären Download auf seinen Nintendo DS anbieten! Diese Demo Version wird schließlich solange gespeichert, wie der DS angeschaltet ist und beinhaltet den gesamten Combat-Mode. Mit einer DS-Karte könnt ihr übrigens mit bis zu 8 (!) Freunden im Combat daddeln.

Steuerung:
Bei der Steuerung hat sich im Vergleich zu den beiden Vorgängern eine ganze Menge geändert. Wer die Steuerkreuz-Steuerung immer noch leiden kann, der kann das Spiel komplett ohne jemals den Stylus aus seinem Schacht ziehen zu müssen, zocken. Wer lieber auf dem Touchscreen rumpatscht, der kann das Spiel auch ohne jede einzige Taste zocken (mit Ausnahme von „A“, um ins Menü zu kommen und seinen Zug zu beenden).

Grafik:
Grafisch bietet das Spiel leider nichts Neues. Einheiten, Spielfeldoberflächen und Detailgrad wurden im Vergleich zum Vorgänger nicht verändert. Doch wie die Vergangenheit ein ums andere Mal zu zeigen vermochte: Spielspaß hängt nicht vom technischen Rahmen des Gezeigten ab. Glücklicherweise ist die Diskrepanz zwischen Hardwarevermögen des NDS und letztendlicher Umsetzung dennoch nicht so enorm, als dass man es nicht verkraften könnte. Weiterhin wird das Geschehen (siehe Screenshots) aus einer sehr zweckmäßigen Vogelperspektive gezeigt.

Sound:
Auch in Sachen Sound wird mein Hörsinn nicht grad von Übersinnlichem berauscht. Jeder KO hat nach wie vor seine eigene Melodie. Hinzu kommen sehr wirklichkeitsnahe Effekte – alles in allem war aber schon alles in dieser Form auf dem GBA möglich. Lediglich mit Kopfhörern klingt das Hosentaschenscharmützel ein wenig eindrucksvoller, als die GBA Vorlagen. Dieser Fakt ist zwar sicherlich schade, jedoch nicht maßgebend für den letztendlichen Spielspaß.

Features:
Nun aber genug der Kritik, kommen wir zu den Features. Es gibt nur wenige Spiele, bei denen das Preis/Leistungsverhältnis so ausgewogen ist, wie bei Advance Wars DS. Man bekommt wirklich Unmengen für sein Geld geboten und ganz nebenbei kann man AW DS auch einen der höchsten Wiederspielwerte überhaupt attestieren. Die Flut an Modi und Optionsvarianten ist auf dem DS bis dato einzigartig. 28 Missionen und insgesamt 140 Karten sprechen eine eindeutige Sprache. Wem das noch nicht genügt, der kann sich auch selbst Kriegsszenarien basteln – dafür steht wie auch schon in den Vorgängern ein Karteneditor zur Verfügung. Dabei sollte man niemals außer Acht lassen, dass eine Schlacht durchaus auch einmal eine Stunde oder gar mehr Zeit in Anspruch nehmen kann. Doch damit nicht genug: Wenn ihr euch als siegreicher Kommandant erweisen solltet, könnt ihr außerdem ein Sound Menü freischalten. Die Features sind – wie bereits er wähnt – so zahlreich wie in nur wenigen anderen Spielen vorhanden und stellen neben dem superben Gameplay DEN Kaufgrund schlechthin dar!

Somit kann Advance Wars noch einmal länger als seine ohnehin sehr umfangreichen Vorgänger begeistern. Selten habe ich ein Spiel gesehen, in dem sich Qualität und Quantität dermaßen die Klinke in die Hand geben. Dass die sehr gelungenen Mehrspieler Neuerungen sowie der Combat.- und der Survival Modus nur die Spitze des Eisberges sind, sprechen für die überragende Qualität des Spieles.

Multiplayer:
Neben dem Download-Play gibt es allerdings noch einen Multiplayer mit bis zu 4 Cartridges. Hier kann man wahlweise den Versus-Mode (auf einem oder zwei Bildschirmen) zocken oder einfach nur eigens kreierte Karten austauschen. Auch hier kann Advance Wars: Dual Strike auftrumpfen – bisher gibt es nur sehr wenige Spiele, die Mutliplayer-Sessions mit 8 Spielern und nur 1 Cartridge erlauben und darüber hinaus eine Demo-Version versenden können.

Fazit:
Christian Thol: Advance Wars DS erfüllt meine Erwartungen in vollem Umfang. Einziger Kritikpunkt ist nach wie vor die nicht der vorliegenden Hardware gerechtwerdende technische Umsetzung und die geringen Innovationen (in altbekannten Spielmodi) und Einheiten. Der immense Umfang, der tolle Karteneditor, der neuartige Combat-Modus und die genialen Multiplayer Varianten überzeugen jedoch auf ganzer Linie. Hinzu kommen der stetig ansteigende Schwierigkeitsgrad und die Möglichkeit, euren Freunden eine Demo-Version zum Download auf ihren DS anzubieten. Advance Wars: Dual Strike ist das bisherige Highlight auf dem Nintendo DS und wird den hohen Erwartungen vollends gerecht. Endlich hat auch der Nintendo DS seinen ersten „Must-Have“ Titel. Kaufen! Aaaaaabtreten!

Nicolas Reinhart: Nachdem ich Super Mario 64 DS drei Mal durchgezockt habe, dachte ich eigentlich nicht mehr, einen Must-Have Titel vor Mario Kart zu ergattern. Doch ich muss mich getäuscht haben, denn Advance Wars DS ist definitiv das bisher beste Spiel, und wahrscheinlich auch das mit dem höchsten Wiederspiel-Wert. Die Jungs von Intelligent Systems haben ein weiteres Mal ihr Können bewiesen, Hut ab! Auch mehrere, neue KOs lassen das Spiel zu einem richten Schmankerl werden, egal, ob Jung oder Alt. Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen: Dieses Spiel MUSS man haben!

Christian Thol [N-Freak] und Nicolas Reinhart [HickLick] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars

WERTUNG:
90%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks (1)
Lesertests:
Lesen ( 3 ) / Schreiben
Zur Komplettlösung
Videos
Steuerung

ob Touchscreen oder D-Pad - für jeden Geschmack was dabei. Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
Bis auf das Mikrofon wurden alle DS-Features sehr gut ausgenutzt.
Grafik

zweckmäßige 2D-Comic Grafik
Sound

altbekannt und trotzdem schön
Spielspaß

viele Stunden Spiel & Spaß!








Details
Spielname:
Advance Wars: Dual Strike

Publisher:
Nintendo

Developer:
Intelligent Systems

Genre:
Strategie

Release:
05.20.3009

Multiplayer:
ja (1-8)

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (11)

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