PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de
Nicht angemeldet!     Neu Registrieren   Loginname  Passwort:     Passwort?

Harvest Moon: Die Sonnenschein-Inseln


  • Testbericht
  • Bilder (8)
  • News & Videos (3)
  • User (3)
  • Spiel Kaufen
Harvest Moon: Die Sonnenschein-Inseln - Review vom 19.12.2010

Draußen ist es bitterkalt, sämtliche Flughäfen sind mal wieder lahmgelegt und die Welt versinkt im Weiß. Was gäbe es da besseres, als kurzfristig einen Urlaub auf die Sonnenschein-Inseln zu buchen? Nein, hierbei handelt es sich nicht um eine neu entdeckte Antillen-Gruppe, sondern um Natsumes neueste Bauernsimulation „Harvest Moon: Die Sonnenschein-Inseln“ für den Nintendo DS. Wir sind zu den fremden Ufern aufgebrochen.

Déjà-vu Effekt. Oh. Ein Fehler in der Matrix!?
Ihr liegt richtig! Es liegt an euch, einmal mehr Harke und Gießkanne auszupacken, um so die Welt zu einem besseren Ort zu.. äh... gärtnern. In der profanen Hintergrundgeschichte verschlägt es euch als Jungbauern/Jungbäuerin auf besagte Sonnenschein-Inseln, um dort einen alten Bauernhof wieder auf Vordermann zu bringen. Aber natürlich ist das alles nur Tarnung – bald stellt sich nämlich heraus, dass dies alles viel komplexer ist: In Wirklichkeit werdet ihr von mysteriösen Erntewichteln, die nur ihr sehen könnt, dazu beauftragt, sogenannte „Sonnensteine“ zu sammeln, um so versunkene Inseln wieder auftauchen zu lassen.

Vom Aaaufgang der Sohonne...
Diese Sonnensteine erhaltet ihr durch das Bewerkstelligen der Feldarbeit und Viehaufzucht, oder von den hiesigen Dorfbewohnern – aber natürlich nicht umsonst. Damit einer der Einwohner so einen Klunker herausrückt, müsst ihr diesen zuvor tagelang mit seinen Lieblingsessen/-steinen/-blumen/-produkten beschenken. Und schon befinden wir uns mitten im Tagesablauf von „Harvest Moon: Die Sonnenschein-Inseln“. Wie üblich gehört es zunächst zu euren Aufgaben, das Feld zu bestellen (pflügen, säen, gießen, ernten) und später auch das Vieh (Hühner, Kühe, Schafe, Haustiere) zu versorgen. Ist dies getan, verbringt ihr den restlichen virtuellen Tag eigentlich nur damit, von einer Insel zur nächsten zu hopsen um die Inselbewohner zu beschenken, damit ihr früher oder später jene wertvollen Sonnensteine bekommt.

...bis zu ihirem Niedergang.
Auf den wieder aufgetauchten Inseln könnt ihr euer Tagesrepertoire dann auch um das übliche Minen-Abenteuer erweitern und euch auf die Suche nach wertvollen Edelsteinen und Erzen machen, die zur Herstellung von Accessoires und als alternatives Baumaterial dienen. Falls in euch ein großer Tierfreund stecken sollte, könnt ihr euch auf der äußerst passend benannten Tierinsel wilde und gefährliche Tiere wie Spatzen, Hasen oder Affen durch tägliche Futterrationen zähmen. Immer noch zu wenig? Wer gerne sammelt, kann versuchen alle Kochrezepte zu finden, alle Fische zu fangen, eure Farm in ein Luxusanwesen umzubauen, eure Haustiere für diverse Wettbewerbe zu trainieren und einen potentiellen Ehepartner zu umgarnen. Aber vergesst nicht, der Tag hat nur 24 Stunden. Speichern könnt ihr dabei übrigens jederzeit; äußerst praktisch bei Handheld-Spielen.

I bin Bauersbauern Dirndl du bist Bauersbauern Bua
Soweit so gut, ein kleines Problem stellt hier nur die Einstiegsphase dar, die ungefähr bis zum Ende des ersten Sommers dauert. Bis ihr nämlich ein paar weitere Inselchen auf eurer Landkarte verzeichnen könnt, wird der Alltagstrott schnell langweilig; euer Bauernrecke verfügt zudem über wirklich sehr begrenzte Energie. Das kann auch sehr schnell frustrierend werden, wenn die halbe Ernte selbst gegessen werden muss, um das restliche Feld fertig zu gießen. Ist dieser Punkt jedoch überwunden, beginnt„Harvest Moon: Die Sonnenschein-Inseln“ wirklich Spaß zu machen und wer alles daran setzt, seine Listen komplett auszufüllen, der wird damit einige Stunden verbringen. Achja, man mag es kaum glauben: Dieses Mal anscheinend sogar ohne fiese Rechtschreib- und Programmierfehler! Lediglich beim Kauf eines Huhnes verweigerte das Spiel und stürzte ab. Böses Hühn!

Steuerung:
Wie bei so vielen Nintendo DS-Spielen werden auch bei „Harvest Moon: Die Sonnenschein-Inseln“ zwei Steuerungsmöglichkeiten angeboten; ihr könnt euer virtuelles Bauern-Alter-Ego sowohl mit dem Stylus, als auch per Knöpfchen-Drücken über die Felder hüpfen lassen. Dabei stellt sich die Touchscreensteuerung aber irgendwie als zu friemelig heraus und die klassische Steuerung ist stellenweise langsam und umständlich. Komplett verkorkst also? Nein, denn eine gute Mischung aus beidem (die man sich mit der Zeit irgendwie automatisch angewöhnt) funktioniert dann doch ganz passabel. Ob das allerdings von den Entwicklern so beabsichtigt war, wird man wohl nie erfahren.

Grafik:
Harvest Moon konnte sich ja nie so wirklich damit brüsten, grafisch immer total up-to-date zu sein. Dennoch präsentieren sich die Sonnenschein-Inseln in einer gelungenen Optik. Die Charakterportraits in den Gesprächen wirken gewohnt liebevoll gezeichnet und auch ansonsten erwartet den Spieler eine hübsche bunte Bauernhofwelt, die weder matschig wirkt, noch anderweitig Augenkrebs erzeugt. Vergleichsweise könnte man sagen, dass die Grafik eine Stufe unter den beiden Zelda-Titeln für Nintendos Doppelbildschirmer anzusiedeln ist. Streckenweise ähneln sich Häuser, Landschaft, etc.; die grafische Pracht von „Zelda: Spirit Tracks“ wird aber nie so ganz erreicht.

Sound:
Der Soundtrack in der Geschichte der Bauernsimulation war schon öfters das Leid des Spielers - grauenvolles Gedudel, das spätestens nach drei verstrichenen Spielwelttagen jede Kuh hat tollwütig werden lassen. Vorsichtshalber schon einmal Oropax vor dem Spielen bereitgelegt, stellte sich aber heraus, dass dies völlig überflüssig ist. Die Musik auf den Sonnenschein-Inseln, auf dem Bauernhof (welche wie gewohnt zu jeder Jahreszeit wechselt), oder im Dorf ist größtenteils durchaus gelungen. Es finden sich zwar keine Ohrwürmer und ein bisschen mehr Abwechslung hätte schon sein können, aber alles in allem ist der Soundtrack durchaus hörbar.

Features:
Hm. Features... Einen Multiplayer gibt es schon einmal nicht. Minispiele sind zwar in Form von Übungen mit Hund, Katze und Pferd, oder beim Melken von Kühen und dem Scheren von Schafen vorhanden, gestalten sich aber sehr kurz und alles andere als fordernd. Ansonsten könnte man vielleicht die Anzahl der verschiedenen Feldfrüchte oder potentiellen Ehepartner aufführen? Aber ganz ehrlich, auch das entspricht dem Sinn von Spielfeatures nicht. Da lässt sich nur resümieren, dass diese schlicht nicht vorhanden sind. Man kann es auch folgendermaßen sehen: So wird man wenigstens nicht vom Hauptspiel abgelenkt.

Fazit:
Ganz klar: Wer mit Harvest Moon noch nie etwas anfangen konnte, wird auch auf den Sonnenschein-Inseln nicht seine Bestimmung finden. Dennoch hatte Harvest Moon schon immer eine große Fanbase und an diese richtet sich nun der neueste Bauernsim-Beitrag. „Harvest Moon: Die Sonnenschein-Inseln“ ist vielleicht nicht der beste Titel der beliebten Serie, aber auch gewiss nicht der schlechteste. Nach einer etwas langatmigen Einstiegsphase und dem Auftauchen weiterer Inseln und Charaktere bereitet das Gießen, Ernten, Melken, Bürsten und das Werben um die Dorfbewohner für eine Weile Vergnügen. Die immer und immer wieder erhoffte Neuerfindung der Serie sucht man jedoch auch hier mal wieder vergeblich. Dem einen wird dies früher, dem anderen später auf die Nerven gehen – wer Durchhaltevermögen an den Tag legt, wird jedoch viele Spielstunden auf den sonnigen Inseln verbringen können. Alle, denen das zu wenig ist, sollten „Harvest Moon: Grand Bazaar“ oder „Harvest Moon: Twin Villages“ abwarten, welche noch auf dem Nintendo DS erscheinen werden, bevor dieser die Serie an den 3DS abgibt. Und wer weiß, vielleicht ist ja auch der berühmte Ausweg in die dritte Dimension der lang erwartete frische Wind für Harvest Moon?

Ist immer noch der Ansicht, dass der SNES-Titel der beste war: Sandra Kickstein [Schneestern] für PlanetDS.de

Vielen Dank an NAMCO BANDAI Partners an die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
75%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Stylus oder Knöpfchen-Drücken? Die Mischung macht's. Innovationsfaktor:
+----  (1 von 5 Sternen)
Innovation? Nicht wirklich vorhanden.
Grafik

Erfüllt den Zweck und sieht dabei sogar noch ganz gut aus.
Sound

Nervig? Keineswegs! Gelungen.
Spielspaß

Fans wird es eine Weil Spaß machen, alle anderen verlassen den Bauernhof sofort.








Details
Spielname:
Harvest Moon: Die Sonnenschein-Inseln

Publisher:
NAMCO BANDAI Partners

Developer:
Natsume

Genre:
Simulation

Release:
19.11.2010 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (8)

Jetzt Bestellen:
Zum Shop