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Der Herr der Ringe: Die Abenteuer von Aragorn


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Der Herr der Ringe: Die Abenteuer von Aragorn - Review vom 03.12.2010

Spätestens seit der Verfilmung von Peter Jackson ist die Geschichte vom Herrn der Ringe wohl weltbekannt und sehr beliebt. Dies möchten natürlich auch findige Videospielentwickler nutzen und deswegen werden immer wieder und wieder neue Abenteuer rund um Frodo, Gandalf und Aragorn produziert. Nun erscheint mit „Herr der Ringe: Die Abenteuer von Aragorn“ erneut ein Spiel mit vor dem epischen Hintergrund. Diesmal wagen sich die Entwickler von TT Fusion, eine Tochterfirma von Traveler’s Tales, an die Thematik und möchten erneut das typische Gefühl der sieben Gefährten wachrufen. Bereits mit den LEGO-Spielen zu Star Wars und Harry Potter haben sie gezeigt, dass sie ernstzunehmende Developer sind. Ob der eher auf jüngere Ringträger gemünzte Titel hier auch Erwachsenen Spaß bringt, haben wir für euch getestet.

Nach dem Abenteuer ist vor dem Abenteuer
Die Geschichte beginnt viele Jahre nach den eigentlichen Ereignissen rund um den Ring der Macht. Frodo hat zusammen mit Gandalf schon längst Mittelerde verlassen und Sam hat nicht nur geheiratet, sondern auch schon Kinder bekommen. Zu Ehren seines besten Freundes nannte er seinen Sohn Frodo und eben dieser Frodo bittet seinen Vater, die Geschichte des Königs von Gondor zu erzählen. Natürlich lässt sich Sam nicht zweimal bitten und beginnt lange und ausführlich von Aragorn zu berichten - genau hier setzt dann auch das eigentliche Spiel ein, denn während Sam von den großen Schlachten Aragorns berichtet, verwandelt sich die Szenerie in genau diesen Kampf und ihr übernehmt die Rolle des Waldläufers. Zwar wird die Geschichte nicht eins-zu-eins nacherzählt, doch verfolgt man im Grunde sehr gradlinig die bereits wohlbekannte Story.

Die Frage „Braucht es wirklich noch ein Herr der Ringe-Spiel, das die Ereignisse nacherzählt?“ muss sich jeder selbst stellen. Indizien, dass die Zielgruppe hier eher jung ist, sind genug vorhanden: Zunächst wäre da die Einleitung der Geschichte, die mit dem kleinen Frodo beginnt. Neben der Handlung ist der wichtigste Part ganz klar der Kampf mit den vielen Gegnern, die wohl einem jeden Fan bekannt sein dürften: Orcs, Uruk-Hais und Riesentrolle kreuzen den Weg des Protagonisten. Die Kämpfe sind jedoch sehr banal, Gegner sterben nicht, sondern werden besiegt und an Blut oder Leichen ist gar nicht erst zu denken. Dazu kommen Quests, die sehr unterfordernd sind und einen erfahrenen Spieler eher stören, als dass sie wirklich Abwechslung in das Spielkonzept bringen, denn meistens beschränken sie sich darauf, eine bestimmte Anzahl an Gegenstände einzusammeln, die von Gegnerhorden bewacht werden.

Ein Ring, sie zu knechten...
Aber zurück zu den Kämpfen: Eigentlich gibt es zumindest theoretisch Abwechslung, wodurch die Schlachten spannend sein könnten. So hat man neben dem leichten und dem schweren Schlag auch noch Zugriff auf einige Spezialfähigkeiten, um den unterschiedlichen Angreifern das Fürchten zu lehren - theoretisch. Denn um an das Ziel zu gelangen, ist es sinnvoll mit Button-Mashing in feinster Hack 'n' Slay-Manier durch die Gegner zu laufen, was leider sehr schnell langweilig wird. Die Spezialfähigkeiten und der schwere Schlag sind zwar nicht nutz-, aber belanglos, denn man kann jeden Gegner mit dem leichten Schlag in die Knie zwingen. Dieser Angiff ist schnell, effektiv und die Gegner können nicht viel dagegen machen. Manche tragen zwar ein Schild mit sich herum, das Angriffe abblockt, allerdings muss man lediglich die Angriffsanimation des Feindes abwarten und erneut mit dem leichten Schlag den Gegner niederstrecken. Nicht sehr einfallsreich und wirklich banal.

Neben dem Schwert kann man im späteren Spiel auch auf Pfeil und Bogen zurückgreifen und die fiesen Trolle und Orcs aus einer fernen Distanz erledigen. Doch gibt es eigentlich keine Situation, in der es besser wäre, mit Pfeil und Bogen zu agieren, statt mit dem Schwert. Die Pfeile machen weniger Schaden und gegen Gegner mit Schilden ist es wesentlich schwieriger einen Treffer zu landen. Der Grund, warum man darauf zurückgreift, ist ganz einfach: Man möchte selbst etwas Abwechslung in das Geschehen bringen, denn den Entwicklern ist das nicht gelungen. Es macht auch keinen Unterschied, gegen was für ein Fabelwesen wir eigentlich gerade antreten, denn mit der stupiden Button-Mashing-Strategie kommt man durch jede Spielstufe. Daran leidet auch die Atmosphäre, die in einem Herr der Ringe-Spiel ja eigentlich schon aufgrund des Settings hervorragend sein sollte: ein paar bekannte Gesichter, die mitreißenden Melodien und typische Handlungsstränge sollten ausreichen, um die Herzen der Fans zu gewinnen. Leider funktioniert das bei „Die Abenteuer von Aragorn“ nicht wirklich.

Steuerung:
Was gibt es schon großartig über eine Steuerung zu sagen, die zu 95% aus Button-Mashing besteht!? Mit dem Steuerkreuz bewegt man seinen Helden, die Knöpfe dienen für die Schläge beziehungsweise Spezialfähigkeiten. Das funktioniert, auch wenn man eben nur einen Knopf betätigt und den Rest links bzw. rechts liegen lässt. Der Touchscreen wird selten genutzt, funktioniert dann jedoch problemlos. Allerdings gibt es hier nur altbekannte Einlagen zu bestaunen.

Grafik:
Das Wort „Durchschnitt“ beschreibt exakt die grafische Leistung des Titels. Es gibt einige schöne Aspekte, wie die Animationen der Figuren oder die Darstellung von Schwerthieben beziehungsweise die Flugbahn von Pfeilen. Dafür sind die Hintergründe in einem farblosen Einheitsmatsch gestaltet und die Charaktere wirken etwas grob und eckig. Das Leistungspotential des Nintendo DS wird also bei weitem nicht ausgeschöpft, dafür gibt es aber auch eigentlich keine groben Schnitzer oder störende optische Fehler.

Sound:
Auch der Sound reiht sich in der Mitte des Möglichkeitsspektrum ein und ist einfacher Durchschnitt: Die obligatorischen Geräusche bei Krachen von Schwert auf Schwert oder Pfeil auf Rüstung sind vorhanden, passende Musikstücke säuseln im Hintergrund aus dem Lautsprecher und nerven zwar nicht, tragen allerdings auch nicht wirklich viel zur Atmosphäre bei. Wer also ohne Soundkulisse nicht spielen kann, lässt die Geräusche an, der Rest wird sie wohl ausschalten.

Features:
Beide Bildschirme werden genutzt, wenn auch unterschiedlich gut: Während der obere Bildschirm lediglich eine Karte mit dem bereits erforschten Level anzeigt, wird der Touchscreen für alles andere benutzt. Dort ist die 3D-Welt mit dem Helden zu sehen, dazu kommen ein paar Balken für Gesundheit oder Energie für Spezialfähigkeiten. Auch die Gesamtspielzeit ist nicht wirklich beeindruckend, denn es gibt zwar einige Level zu bestaunen, die jedoch schnell durchlaufen sind. Fünf bis sechs Spielstunden darf man rechnen, mehr jedoch nicht. Der Wiederspielwert ist sehr gering, denn es gibt keine zusätzlichen Charaktere zum Freischalten, sodass man einzig und allein auf Aragorn zurückgreifen kann und muss. Kleinere Rätsel sorgen dann noch für die Nutzung des Touchscreens, hierbei handelt es sich jedoch meistens um das Herumschieben von Gegenständen oder das Nachzeichnen von Linien - weder innovativ, noch sonderlich spannend.

Fazit:
Mit „Der Herr der Ringe: Die Abenteuer von Aragorn“ bekommt man leider nicht das Schmuckstück, was man sich erwünscht hatte - ein gutes Spiel im Universum von Frodo und seinen Freunden. Die Kämpfe sind viel zu banal, der Schwierigkeitsgrad zu niedrig, die Spieldauer ist viel zu kurz und die Geschichte ist viel zu... bekannt. Kinder dürften -sofern 12 oder älter- mit Sicherheit Spaß an dem Titel haben, denn für Unerfahrenere ist Aragorns DS-Geschichte genau richtig. Auch als Casual-Titel ist das Produkt durchaus in der Lage, ein paar wenige Stunden Zeit zu vertreiben. Für alle anderen dürfte es sich jedoch eher um ein langweiliges Spiel handeln, das gerade mal durchschnittlich unterhaltsam ist und sich eher für zwischendurch eignet. Hardcore-Fans können also zuschlagen, dürfen aber ebenfalls nicht zu viel erwarten.

Möchte Mittelerde nun auch für eine Weile verlassen: Felix Rau [Fefe] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Warner Interactive für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
56%
Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Ständiges Button-Mashing wird schnell öde. Innovationsfaktor:
+----  (1 von 5 Sternen)
Alles schon einmal so oder ähnlich -und vor allem besser- da gewesen.
Grafik

Durchschnittliche Leistung ohne grobe Fehler.
Sound

Unterstreicht kaum die Atmosphäre und reißt niemanden wirklich vom Hocker.
Spielspaß

Mittelmaß in Mittelerde: Kurze Spieldauer und nichts Neues am Gameplay-Horizont.








Details
Spielname:
Der Herr der Ringe: Die Abenteuer von Aragorn

Publisher:
Warner Bros.

Developer:
TT Fusion

Genre:
Action Adventure

Release:
29.10.2010 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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