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Star Wars: The Clone Wars - Republic Heroes


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Star Wars: The Clone Wars - Republic Heroes - Review vom 04.11.2009

Es scheint so, als habe George Lucas ein Problem mit seinem Kassenstand, denn so manch alteingesessener Star Wars-Fan fragt sich, wohin die aktuelle Reise geht. Star Wars: The Clone Wars ist die Antwort auf Nintendos Verkaufsschlager Pokémon, gepaart mit den infantilen Elementen eines SpongeBob Schwammkopfs, und man versucht die nicht so bunte Welt der Lichtschwerter und Mediclorianer nun an ein jüngeres Publikum zu verkaufen. Na klar, Laserschwerter sind cool und der kurz geratene Grünling Yoda kann Moralpredigen so rüber bringen, dass der kleine Max Mustermann auch am nächsten Tag schön seine Hausaufgaben macht, da er gelernt hat, dass selbst Padawane stets fleißig sein müssen, um erfolgreich zu sein. Aber weg von der eigentlichen Diskussionsthematik um das comiclastige Clone Wars-Universum, hin zu den aktuellen Lizenzversoftungen aus dem Hause Lucas Arts. Mit Star Wars – The Clone Wars: Republic Heroes werden alle aktuellen Konsolen mit Jedi-Futter bedient. Wir haben uns diese Chance nicht nehmen lassen und haben für euch einen Blick auf die mobile Fassung geworden. Ob die Macht mit uns gewesen ist, erfahrt ihr wie immer in den nachfolgenden Zeilen.

Ran an die Lichtschwerter und losgekloppt! Lucas Arts versucht beim neusten Ableger von Star Wars: The Clone WarsRepublic Heroes, das bekannte Hüpf- und Droiden-Metzel-Spiel mit Elementen aus Prince of Persia zu vermischen. Denn Anakin Skywalker, der liebevoll von seinem Padawan als Mr. „Skyguy“ betitelt wird, schert sich einen Dreck um die übliche Jedi-Disziplin und stampft kurzerhand alles nieder, was nicht niet- und nagelfest ist. Morgen zum Mittagessen? Droidensuppe! Um das Konzept noch ein wenig mannigfaltiger zu gestalten, reichte aber eine Prise Prince of Persia mit Wandsprüngen, Mauergekraxel und Supersprüngen nicht aus, etwas „neues“ musste her! Und warum greift man nicht auch hier in die alte Mottenkiste? Genau, da ist es wieder, das Standard-Videospiele-Bauelement A83: Auch bekannt als das Lost Vikings-Syndrom. Einer für alle, alle für Einen! Wenn ein Protagonist nicht ausreicht, müssen die Freunde ran, die alle mit unterschiedlichen Fähigkeiten ausgestattet sind und im Terrain ihre Eigenschaften zu Nutze machen müssen.

So wird ein Sturmtruppenführer von seinem Blaster Gebrauch machen und auf dem Boden der Tatsachen bleiben, während ein Jedi mit dem Lichtsäbel umherfuchtelt und akrobatisch von Plattform zu Plattform hüpft. Nichts Neues in den Tiefen des Alls. Zumindest gibt es in den zahlreichen Levels jede Menge zu entdecken und Aufgaben zu erfüllen. Hier können Medaillen gewonnen, dort versteckte Gimmicks freigespielt werden. Das Portfolio eines Lizenzspiels wurde damit abgehakt und kann nach der flüchtigen Qualitätssicherung von Jar Jar „Michse finden das Spiel pädagogisch wertvoll“ Binks in die Produktion gehen. Das Fatale an der Sache ist, dass das Konzept funktioniert, auch wenn das Endprodukt, wie in diesem Beispiel, eher minderer Qualität ist. Das Spielprinzip ist langweilig und altbacken, die Optik hat auch schon mal bessere Tage gesehen und man versucht das Ganze noch ein wenig glatt zu bügeln, indem qualitativ gute Videosequenzen eingebunden werden und die original Sprecher und Stimmen zum Einsatz kommen. Lizenzschreck in Reinkultur.

Steuerung:
Das zweischneidige Lichtschwert schlägt mit voller Wucht zu. Während man in den Kämpfen weniger Probleme mit dem Steuerkonzept hat, sorgen die Sprung- und Hüpfpassagen für zwischendurch allerdings für fiesen Frust der finsteren Seite der Macht. Das Prince of Persia-Gehabe funktioniert leider nicht so gut wie beim Vorbild und so springt man regelmäßig in Abgründe oder landet einfach nicht da, wo man landen will. Dazu kommt noch, dass das Schlachtenkonzept an sich hinkt, denn stupides auf-den-Touchscreen-Gehämmer und Linien-Nachrubbeln reicht oft aus, um auch an schwierigen Passagen voranzukommen. Eine Horde Droiden ist schneller erlegt als C3PO „Ach du meine Güte“ sagen kann. Wenn noch übermäßiger Raum für Verbesserung ist, eindeutig im Raum des Gameplays. Also Commander Cody und Captain Rex zurück in die Klonfabrik!

Grafik:
Begonnen der Angriff der Pixel hat! Bei dürftigem Gameplay hört die Geschichte aber noch lange nicht auf, denn auch die grafische Komponente lässt zu Wünschen übrig. Star Wars: Lethal Alliance und andere Konsorten haben es eigentlich vorgemacht, dass man auch eine passable Optik für ein Star Wars-Spiel auf die Beine stellen kann. Bei Clone Wars ist dem nicht so. Schwammige Texturen, mickrige Protagonisten, die man vergeblich mit der Lupe sucht und Clippingfehler noch und nöcher sind nur einige Beispiele dafür, warum diese Produktion wohl zu hastig von der Fertigung auf das Modul gespeichert wurde. Zumindest sorgen die Videosequenzen für den Pseudo-„Oho-Effekt“.

Sound:
Man kann zumindest in diesem Sektor aufatmen und sagen, großartig etwas falsch machen konnten die Entwickler hier nicht. Die bekannten Filmstimmen, typischen Soundeffekte und vor allem ohrwurmgefährdende Musik der Star Wars-Serie sorgen hier für das, was man von einem Lizenzspiel erwartet. Ab und an hätte die Qualität der Samples etwas besser sein können.

Features:
Jede Menge freischaltbares und eine breite Palette an bekannten und neuen Gesichtern warten darauf entdeckt zu werden. Helden wie Anakin Skywalker, Obi-Wan Kenobi, Ahsoka Tano, Mace Windu, Kit Fisto, Aayla Secura, Luminara Unduli und Plo Koon sind mit von der Partie sowie die Klon-Truppen-Ikonen Captain Rex, Commander Cody und Commander Gree. Auch mit von der Partie sind Ponds, Commander Bly sowie Private Switch, Sergeant Boomer und Sergeant Kano. Also Fans der Serie werden zumindest nicht auf ihre Helden verzichten müssen.

Fazit:
Während die Lichtschwert-Spiele in ihrer goldenen Ära noch ein Garant für Qualität und Spielwitz waren, heißt es zumindest beim Clone Wars-Universum: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Wo hat sich die Genialität der Lucas Arts-Spiele bei diesem Lizenzbrei versteckt? In der Schleimspur der Hutts? Oder bei Großmutter Yoda in der Waschküche? Wir haben die Elemente zu entdecken, die einst so typisch waren für Star Wars Spiele: Spielwitz und Ideenreichtum. Doch leider war die Suche zumindest bei Clone Wars: Republic Heroes nicht der Fall. Zwar kann sich die DS-Fassung noch ein wenig von der PSP-Version abheben, aber dennoch bekommt man müde Kost nur für echte Hardcore-Fans. Schade eigentlich, aber zuletzt die Hoffnung stirbt. Mit einem neuem Star Wars Battlefront am Firmament, können eventuell die Lichtschwerter in der Zukunft wieder hell erleuchten.

Hört nun auf mit dem Lichtschwert zu fuchteln: Kevin Jensen für PlanetDS.de

Vielen Dank an Lucas Arts für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
60%
Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Selbst Jar Jar Binks ist gehorsamer. Innovationsfaktor:
+----  (1 von 5 Sternen)
Nichts Neues in den Tiefen des Alls.
Grafik

Mini-Jedi-Helden und Clippingfehler.
Sound

Star Wars. Muss man mehr sagen?
Spielspaß

Touchscreen-Gekloppe der müden Sorte.








Details
Spielname:
Star Wars: The Clone Wars - Republic Heroes

Publisher:
LucasArts

Developer:
Krome Studios

Genre:
Action Adventure

Release:
08.10.2009 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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