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Pokémon Goldene Edition - HeartGold


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Pokémon Goldene Edition - HeartGold - Review vom 07.04.2010

Es breitet sich aus wie eine Seuche, es ist überall und wenn einem selbst beim Spaziergang durch die grünen Wiesen des Stadtparks ein „Pika, Pika!“ entgegenschallt, ist es klar: Das Pokémon-Fieber ist erneut ausgebrochen! Seit dem 10. Mai 1999 sind die bunten Fabelwesen nicht mehr aus der Nintendo-Welt wegzudenken und wenn man die jüngeren Nintendo-Anhänger fragen würde, was sie mit dem Unternehmen verbinden, kommen sogar Zweifel auf, ob Super Mario an erster Stelle genannt werden würde. Pikachu und Co. haben die Welt in Windeseile überrannt und die Gier nach mehr wurde so groß, dass nahezu jährlich eine neue Edition der Pokémon erschien.

Und täglich grüßt das Relaxo!
Im Jahre 2010 haben sich die Pokémon Company sowie Game Freak etwas Besonderes einfallen lassen und wollten die alteingesessenen Fans aus der Versenkung hervorrufen. Knapp 9 Jahre nach der Veröffentlichung von Pokémon Gold und Silber, der 2. Generation der Kult-Spiele, werden die wohl beliebtesten 251 Pokéball-Bewohner ausgegraben und müssen erneut an die Front. Das System heißt nicht mehr Game Boy sondern Nintendo DS. Und was hat sich in den 9 Jahren getan? Wir haben uns für euch auf die Jagd gemacht!

Johto und Kanto sind wohl die bekanntesten Fleckchen Erde im Pokémon-Universum und auch die Lieblings-Fabelwesen so mancher Trainer findet man hauptsächlich hier. Wenn man die Jahre zurückblickt, als die ersten Editionen erschienen sind, hat sich am Spielprinzip nicht viel verändert. Und das ist auch heute noch so. Es kommt hier und da zu einigen kleineren Detailveränderungen, stets ein paar neue Pokémon, aber das Geheimrezept dahinter wirkt noch immer wahre Wunder: Sammeln, tauschen, trainieren. So schlüpft man in die Rolle des jungen Protagonisten, der mit seinem ersten geschenkten Pokémon die Welt unsicher machen will. Doch der Weg ist lang und steinig. Es wollen 8+8 Orden gewonnen, viele Abenteuer auf zwei Weltkarten bewältigt und natürlich zahlreiche Pokémon gefangen werden. Was in einem 08/15-Rollenspiel die Waffen, Ausrüstungsgegenstände und Rüstungen sind, ist für einen Pokémon-Trainer seine Poké-Schar. Das altbekannte „Schere-Stein-Papier“-Prinzip lebt noch immer weiter und jeder Schüler wird wissen, dass ein Pikachu als Elektro-Pokémon gegenüber Wasser-Wesen im Vorteil ist und bei Boden-Kriechtieren ins Schlottern gerät. Für Kenner der Serie nichts Neues.

Na, dann wollen wir mal sehen was du für einer bist, mein kleiner Freund?
Neu hingegen sind bekannte Elemente, die aus Pokémon Kristall übernommen worden, wie beispielsweise das Auftauchen des Charakters Eusin auf der Jagd nach dem legendären Suicune oder das Rätsel der Icognitos. Drei Jahre nach dem Fall des Team Rockets in Kanto hat sich auch in Johto einiges getan. Es gibt neue Areale, wie beispielsweise, die frei zusammenstellbare Safarizone. Aus vorhandenen Bauteilen kann sich jeder Trainer seinen eigenen Poké-Zoo basteln und diese Vorlage sogar mit Freunden tauschen. Auch die Kampfzone aus Pokémon Platin feiert ihre Rückkehr und ersetzt den alten Duellturm aus der Kristall-Edition. Mit den Olympischen Spielen im Nacken sowie Nintendos Erfahrungen mit Mario & Sonic kommt zudem ein neues Element ins Spiel: Der Pokéathlon. Bei diesem Pokémon-Schaukampf geht es nicht um Stärke der Attacken oder strategische Auswechselungen, hier wird das Geschick gefragt und in Minispielen, wie Hürdenlauf, Hochspringen, Staffellauf oder Schneeballwerfen, gilt es als Gewinner von Dannen zu gehen und reichlich Pokéathlon-Punkte zu sammeln. Diese können verwendet werden, um seltene Items oder Attacken zu erhalten.

Aus Pokémon Gold und Silber bekannt, kehren auch die Aprikokos zurück. Diese beerenähnlichen Früchte können entweder zu speziellen Pokébällen verarbeitetet, oder als Aufputschdrinks für Poké-Athleten genutzt werden. Die Beeren aus den früheren Editionen sind auch mit dabei, werden aber im mobilen Pflanzset gehegt und gepflegt. Kein unnötiges Garten-Rumgerenne mehr!

Das wohl niedlichste Feature ist, dass wie in Pokémon Gelb ein Pokémon hinter dem Trainer her läuft. Anstelle des obligatorischen Pikachus handelt es sich hierbei stets um das erste Pokémon im Team. Aber Laufen an sich, spielt bei Pokémon Goldene Edition – HeartGold und Pokémon Silberne Edition – SoulSilver sowieso eine besondere Rolle...

Pikachu, dich nehme ich mit! Rein in den Pokéwalker.
Nintendos Image hat sich mit dem Nintendo DS stark gewandelt. Geistige und körperliche Fitness stehen im Vordergrund. Dieser Aspekt soll nun auch bei Pokémon zum Tragen kommen und somit gibt es auf aktuellen Editionen einen eigenen Schrittzähler aka Pokéwalker kostenlos obendrauf. Dieses nette Gimmick erinnert stark an Nintendos Pedometer aus Laufrhythmus DS, hat aber zahlreiche Zusatzfeatures. Der Pokéwalker kann als Speicher für ein Pokémon dienen, dass den Trainer sprichwörtlich auf Schritt und Tritt begleitet. Jeder Gang von 20 Schritten bringt nützliche Watt, die im Pokéwalker genutzt werden können, um Minispiele zu spielen. So kann der findige Trainer spezielle Pokémon, die exklusiv auf dem Pokéwalker existieren, fangen oder seltene Items finden. Auch die Geheimgabe der Ur-Gold- und Silber-Fassungen ist wieder mit von der Partie. Dazu nutzt man einfach zwei Pokéwalker und verbindet diese. Es winken täglich diverse Items, manchmal auch wirkliche Raritäten. Wer glaubt, dass man seine Pokémon richtig großziehen kann, indem man einfach in der echten Welt über Stock und Stein läuft, der irrt sich aber. Denn das übertragene Pokémon kann stets nur einen Level steigen, muss dann zurück in das DS-Modul und kann erst beim erneuten Wechsel in den Pokéwalker und einigen Schritten erneut ein Level steigen. Sprich man bekommt kein Level 100 Garados, wenn man zuvor ein Level 1 Karpador in den Pokéwalker steckt und von Berlin nach München läuft. Somit ist der Pokéwalker ein nettes Gimmick mit kleinen Features sowie einem Schrittzähler, mehr aber auch nicht. Wenn es aber die jüngere Generation dazu bewegt, einen Spaziergang mit den Eltern zu machen, anstelle vor dem Nintendo DS zu verenden, hat es sein Ziel erreicht. Selbst Dauerschüttler verbrennen mehr Kalorien als Sofagammler.



Insgesamt bekommt man ein typisches Pokémon-Spiel, dass durch die bekannten Wesen einen Wiedererkennungs-Bonus erfährt. Das Abenteuer rund um Johto und Kanto wird lange Zeit vor den Bildschirmen fesseln und wer wirklich alle Fangen möchte, kann gut und gerne mehr als100 Stunden und mehr in Kauf nehmen. Bis zum vollständigen Pokédex kann es dauern!

Steuerung:
Eine Auto-Sprintoption! Endlich. Endlich muss man nicht mehr mit gedrücktem B-Knopf durch die Landen ziehen, um sich mit einem normalen Tempo zu bewegen. Nintendo hat lange genug gebraucht, um dies zu erkennen. Ansonsten bleibt alles beim alten, die Menüs sind übersichtlich, die Touchscreen-Nutzung wurde verbessert und man fühlt sich egal ob alter Hase oder Neuling gleich mit dem Bewegungskonzept vertraut.

Grafik:
Optisch betrachtet hat man die Polygon-Elemente noch ein wenig verstärkt, dennoch wird man in den Kämpfen das Gefühl nicht los, vom Game Boy Advance verfolgt zu werden. Immerhin gibt es in diesen Editionen echte Höhenunterschiede und diverse Mini-Rätsel.

Sound:
Wer jemals die Musik von Pokémon gehört hat, wird von ihr verfolgt. Auch wenn sie manchmal im Trommelfell festsitzt und eher an einen hinterhältigen Tinitus erinnert, hat sie Ohrwurmpotential. Als besonderes Feature für alle Vollblut-Trainer gibt es sogar die Möglichkeit, die klassische Musik der Game Boy-Fassungen freizuspielen. Wenn da nicht das Retroherz höher schlägt.

Features:
Zwei Weltkarten, 16 Orden, zahlreiche legendäre Pokémon, alte sowie neue Elemente und so einige Sidequests halten den Spieler bei Laune. Und wer mal keine Zeit hat seine Pokémon auf dem DS zu trainieren, kann diese auf einem Spaziergang in den Park mitnehmen und ihr Vertrauen gewinnen. Der Pokéwalker ist zwar kein Must-Have, aber sorgt für zusätzliche Features, die man in früheren Editionen vermisste. Einzig und allein die Rätsel hätten hier und da noch etwas kniffliger sein dürfen. Selbst die Pokémon wurden von der Casual-Welle überrollt und diverse Schalter- und Objektelemente wurden vereinfacht. Besitzer der vorherigen Versionen können mit den üblichen Interaktionsmöglichkeiten rechnen. Tauschen, Sammeln und Trainieren.

Multiplayer:
Wer ein richtiger Sammler ist, der wird sich auch im Internet auf die Suche nach neuen Pokémon begeben. Leider hat man das Online-Prinzip nicht wirklich verbessert und wer tauschen will muss das Pokémon zuvor gesehen und Glück haben, dass sich Angebot und Nachfrage treffen. Cheater und Tauschangebote wie: „Gebe ein Rattfratz, möchte ein Lugia!“ sorgen dafür, dass der Onlinemodus eindeutig besser mit Freunden nutzbar ist.

Fazit:
Kevin Jensen: Pokémon Goldene Edition – HeartGold und Silberne Edition - SoulSilver sind genau das, was man von einem Remake erwartet und noch mehr. Alteingesessene Hasen, die mit dem Aufkommen der 493 Pokémon schon langsam den Überblick verloren glaubten, fühlen sich sofort heimisch und zumindest dazu berufen, den verhältnismäßig übersichtlichen Johto-Pokédex zu vervollständigen. Zwei Weltkarten, 16 Orden und jede Menge alte sowie neue Inhalte machen aus diesen Duo-Titeln die wohl besten Pokémon-Editionen auf dem Nintendo DS. Der Pokéwalker ist ein nettes Gimmick, das die verlorenen Features der Game Boy Color Infrarot-Schnittstelle ersetzt und zusätzliche Motivation bietet, auch wenngleich dieser Schrittzähler nicht so genau ist, wie sein Gegenstück à la Laufrhythmus DS. Besitzer von Pokémon Perl-, Diamant- sowie Platin-Editon bekommen auch bekannte Features aus diesen Fassungen und können diese Editionen nutzen, um den Pokédex weiter zu vervollständigen. Sammeln, Tauschen und Entwickeln in Reinkultur!

Elisabeth Grunert: Schon lange ist es her, dass mich ein Spiel der Pokemon-Serie wieder so sehr in den Bann gezogen hat. Umso älter man wurde, umso mehr ist man aus der Materie des Pokemon-Universiums hinausgewachsen. Wie viele unterschiedliche Taschenmonster gibt es mittlerweile? Knapp 500. Das war vor ein paar Jahren und viele Editionen früher noch anders, als man sich noch damit rühmen konnte, alle Taschenmonster beim Namen aufzählen zu können. Die Idee hinter jedem Pokemon-Titel ist zwar immer wieder die Gleiche, aber mit keinen Nachfolgereditionen von Gold/Silber konnte ich mich jemals wieder so identifizieren wie mit diesen - der Grund: Man kannte die Pokemon noch WIRKLICH und starrte nicht auf den Bildschirm a la: „Noch nie gesehen, keine Ahnung wer du bist, aber ich fang dich mal.“ Genau dasselbe gilt auch für die Remakes. Alle diejenigen, die mit Ash und seinen 150 bzw. später 250 Pokemon aufgewachsen sind, kann ich dieses Spiel nur empfehlen. Der Klassiker ist in Sachen Optik und Umfang sehr gut aufgearbeitet, beinhaltet viele Nebenquests, die es in den Ursprungsversionen noch nicht gab und vermittelt dennoch denselben Charme der damaligen Zeit. Hinzu kommt die Möglichkeit, den Pokéwalker zu nutzen, welcher dem Spiel nochmals eine kleinere Auffrischung verpasst. Für alle anderen: Gold und Silber war schon damals ein Highlight seiner Zeit und hat in neuem Gewand nichts von seiner damaligen Glanz verloren - mit dem nationalen Pokédex steht euch auch der Vervollständigung aller bereits erhältlichen Pokémon nichts im Wege.

Kevin Jensen schnappt sich eine Elisabeth Grunert. Du bist dran! Liese-Liese-Liese. Als Duo für PlanetDS.de.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung der Rezensionsexemplare.

WERTUNG:
90%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Turbotreter mit Autofunktion und andere tolle Features. Innovationsfaktor:
+++++  (5 von 5 Sternen)
Pokéwalker? Läuft.
Grafik

Alter Truck in neuem Gewand. Gelungen? Gelungen!
Sound

Hier wacht selbst Relaxo auf.
Spielspaß

Das beste DS-Pokémon aller Zeiten.








Details
Spielname:
Pokémon Goldene Edition - HeartGold

Publisher:
Nintendo

Developer:
Game Freak

Genre:
Rollenspiel

Release:
26.03.2010 (erschienen)

Multiplayer:
1-5 Spieler, auch online

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (35)

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