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Professor Layton und der Ruf des Phantoms


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Professor Layton und der Ruf des Phantoms - Review vom 27.11.2011

Es steht sein bisher kniffligster Fall bevor... Ein großes, unheimliches Mysterium... Eine Verschwörung, die ihresgleichen sucht... Es ist Professor Layton und das verschwundene Londoner Leben! Quatsch, darum geht es hier natürlich nicht, wobei das durchaus ein Teilaspekt ist, der unter europäischen Spielern für Unmut gesorgt hat. Kommen die japanische und amerikanische Fassung des neuen DS-Adventures Professor Layton und der Ruf des Phantoms mit einem kleinen Bonus-RPG daher, fehlt dieses Extra in unserer Fassung. Aber das soll uns nicht davon abhalten, dem eigentlichen Kern des Spiels gehörig auf den Zahn zu fühlen. Immerhin wartet ein groteskes Ungeheuer darauf, vertrieben zu werden. Lohnt sich das Miträtseln noch oder geht dem Professor zu Beginn seiner zweiten Trilogie die Puste aus?

Dreht euch nicht um...
Unsere Geschichte beginnt mit einem Brief. Große Überraschung, beginnen sie so nicht alle? Egal, in diesem Brief bittet uns Clark Triton, ein langjähriger Freund unserer Hauptfigur Professor Layton, ihn im Dorf Misthallery zu besuchen. Dort geht nämlich, im Schutz der nebeligen Nacht, ein Ungeheuer umher, das allen nur als „Phantom“ bekannt ist und bei seinen Streifzügen eine Spur der Verwüstung nach sich zieht. Zusammen mit seiner aufgezwungenen Assistentin Emmy Altava macht sich der Puzzle-Professor auf, dem Mysterium auf den Grund zu gehen - und dabei treffen sie auch auf den kleinen Luke Triton, der das Duo im Dorf unterstützt und hier noch nicht die Rolle von Laytons Assistenten innehat. Schließlich ist Der Ruf des Phantoms ein Prequel zu der bisher etablierten Professor Layton-Trilogie.

Das heißt aber nicht, dass das Gameplay einen mächtigen Rückschritt erlebt hat. Es ist eigentlich alles so geblieben, wie man's kennt. Ihr bewegt euch bildschirmweise durch Misthallery, plaudert mit ansässigen Einwohnern und verfolgt eure aktuelle Spur, die euch stets auf dem oberen Bildschirm angezeigt wird. Die zahlreichen Hintergründe sind aber natürlich nicht nur Deko: Neben interessanten sowie lustigen Kommentaren von eurer Truppe lassen sich versteckte Dinge wie Sammelobjekte oder die altbekannten Hinweismünzen aufspüren, indem ihr auffällige Objekte antippt. Darunter mag sich auch das ein oder andere Rätsel verbergen, mit denen ihr im Laufe der Handlung aber schon reichlich zu tun bekommt.

Ich hätte da mal ein Rätsel für dich...
Jepp, auch Misthallery befindet sich im Knobel-Fieber, weswegen der Professor manchmal keine zehn Minuten vorankommt, ohne vorher ein Puzzle gestellt zu bekommen. Dabei handelt es sich in der Regel um von dem aktuellen Geschehen losgelöste, umfangreiche Textaufgaben, die dann von euch ein gutes Auge und analytisches Geschick erfordern. Ein Beispiel: In einem Rätsel sollen wir einen bestimmten Vorhang ausfindig machen. Als Anweisung haben wir nur eine in Eile hingekritzelte Notiz mit dem Text „Bitte kümmere dich um 13“. Unsere Vorhänge sind aber nicht nummeriert, sondern in A, B, C und D aufgeteilt. Die Frage ist nun: Welcher ist der ominöse Vorhang 13?

Bei derartigen Multiple-Choice-Fragen kann man gerne in Versuchung kommen, einfach alle Möglichkeiten auszuprobieren. In dem Fall sinkt jedoch eure Pikarat-Ausbeute, wodurch ihr euch am Ende ein paar freischaltbare Boni verbauen könnt. Neben derartigen Trickfragen gibt es auch noch Rechenaufgaben, klassische Puzzles, Schieberätsel und noch einiges mehr. Für Abwechslung ist also auch hier wieder gesorgt.

Eile? Ach was, das Phantom rennt uns schon nicht weg.
Und wo wir gerade bei Abwechslung sind: Natürlich sind auch wieder drei Rätsel-Minispiele mit an Bord. So dürft ihr, in Anlehnung an das Fernlenkauto des Vorgängers, dieses Mal eine Strecke für einen Modell-Zug legen, einen Fisch in eurem Aquarium durch geschickte Luftblasenplatzierung so abprallen lassen, dass er alle Münzen dort einsammelt, und mit den richtigen Begriffen die Geschichte in einem Puppentheater komplettieren. Wer sich diesen Dingen widmen möchte, muss jedoch erst entsprechende Level bzw. Wörter über das Lösen der regulären Aufgaben freischalten.

Neben diesen Minigames wirkt die neue Objektsammelei, bei der ihr in der Spielwelt versteckte Items finden könnt die allerdings keinen praktischen Nutzen haben, vergleichsweise lieblos, die lediglich für 100%-Spieler ein kleiner Anreiz sein dürften. Viel interessanter sind freischaltbare Einblicke in das Leben anderer Leute. Über den Punkt „Episoden“ könnt ihr zum Beispiel herausfinden, aus welchem Grund Brocco, dessen Haus bei einem Angriff des Phantoms ziemlich einstecken musste, nicht mehr aus dem Lachen herauskommt oder wie sich Emmy und Layton eigentlich das erste Mal getroffen haben. Diese kleinen Bonussequenzen hauchen den vielen Nebencharakteren noch einmal zusätzliches Leben ein und sind immer einen Blick wert.

Steuerung:
Point. Click. Happiness! Klassische Adventure-Menüführung. Mit dem Stylus grast ihr die Gegenden nach ansprechbaren Personen, Hinweismünzen oder verborgenen Puzzles ab, im eigentlichen Rätsel-Screen werden dann Schaltflächen betätigt, Objekte rotiert, Dinge notiert... Alles mit dem Touchscreen, kein Button nötig. Und wie schon in den drei vorangegangenen Spielen funktioniert das anstandslos gut.

Grafik:
Eines muss man den Art-Designern bei Level-5 lassen: Sie können bildhübsche Gegenden und liebenswürdige Figuren zu Papier bringen! Das zeigt sich auch in diesem Layton-Teil, der detailverliebte Hintergründe, lebendige Charaktere und hochwertige Anime-Zwischensequenzen bietet. Da vergisst man auch glatt, dass man die meiste Zeit eher damit beschäftigt ist, sich durch Dialogboxen und Rätselerläuterungen zu klicken.

Sound:
Was haben wir die wohlbekannten Akkordeon-Klänge vermisst... Auch bei Der Ruf des Phantoms erwarten euch einige atmosphärische Melodien, die den Spurensucher-Alltag versüßen. Bei den Rätseln wiederum kommt wie üblich ruhigere Spieluhr-Melodie zum Tragen. Was die deutsche Sprachausgabe anbelangt: Hoffentlich habt ihr euch nicht an die Sprecher des letztjährigen Anime-Films gewöhnt. Einige davon wurden in dieser Runde nämlich wieder ausgetauscht - teils zum Besseren, teils aber auch zum Schlechteren. Generell schwankt die Qualität der Synchro, kann aber noch als weitestgehend gut bezeichnet werden.

Features:
Mehr Rätsel, mehr zu entdecken, mehr auszuknobeln! Das ist das Motto der Reihe, weswegen sich in dieser Episode satte 170 Hirnbrecher verstecken, die ihr größtenteils im Laufe der Handlung, teils aber wie gewohnt durch Sonderbedingungen freischaltet. Sollte euch das nicht genug sein, könnt ihr auch dieses Mal wieder neue Puzzles per Nintendo Wi-Fi Connection auf eure DS-Karte schaufeln. So ist auch nach Abschluss der Haupthandlung, die je nach eigenem Können zwischen zehn und fünfzehn Stunden in Anspruch nehmen kann, für reichlich Content gesorgt - auch wenn die Europa-Fassung, wie eingangs erwähnt, leider ohne das Bonus-RPG London Life daherkommt. Wer dies haben möchte, muss zum US-Import greifen.

Fazit:
Eigentlich bedarf es fast schon keines Tests mehr. Seit Beginn der Layton-Reihe hat sich in Sachen Gameplay nämlich eigentlich recht wenig getan. Aber können wir das Level-5 übel nehmen, wenn die Formel nach wie vor funktioniert und eine neue Geschichte um den gewitzten Professor auf uns wartet? Natürlich nicht. Nach dem gelungenen Abschluss der ersten Trilogie mag Professor Layton und der Ruf des Phantoms eher schwach wirken, gewinnt aber im letzten Teil noch mal gehörig an Schwung und bietet wieder einen großen Pool an Knobelaufgaben, die es zu bewältigen gilt. Ob ihr nun extra ein US-Exemplar importieren müsst oder ihr ohne London Life auskommen könnt: Der Ausflug in die beschauliche Stadt Misthallery lohnt sich!

Flüchtet lieber vor dem Phantom: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
88%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Makellose Touchscreen-Steuerung, wie sie sich für das Genre gehört. Innovationsfaktor:
++++-  (4 von 5 Sternen)
Saubere Touchscreen-Integrierung und ein gelungener Mix aus Casual-Knobelei und spannendem Adventure.
Grafik

Malerische Areale und klasse Character Designs. Hier verliert man sich gerne!
Sound

Atmosphärische Melodien und deutsche Sprecher, die zwar nicht ganz, aber weitestgehend überzeugen können.
Spielspaß

Gewohnt gute Knobelkost, die von der Handlung her aber etwas Zeit braucht, um in Schwung zu kommen.








Details
Spielname:
Professor Layton und der Ruf des Phantoms

Publisher:
Nintendo

Developer:
Level 5

Genre:
Adventure

Release:
25.11.2011 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

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