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Asphalt: Urban GT


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Asphalt: Urban GT - Review vom 02.03.2005

Was passiert, wenn N-Gage Spiele auf einmal für den Nintendo DS erscheinen? Mit Asphalt Urban GT werden das erste Mal seit langer Zeit zwei Handhelds zeitnah mit ein und dem selben Spiel beglückt. Wir haben uns das Rennspiel aus dem Hause Gameloft genauer angeschaut. Haben wir es hier mit einem akzeptablen Launch-Titel zu tun oder sollte der Rennspielfan auf andere Titel warten?

In der N-Gage Szene steht die Entwicklerschmiede Gameloft hoch im Kurs. Nach Top Titeln wie Ghost Recon und dem bald erscheinendem Splinter Cell: Chaos Theroy auch kein Wunder, dass so viele N-Gage Fans schwach werden bei diesem Namen. Nun erschien die erste Umsetzung, direkt zum US-Launch. Genug Zeit, um ein brisantes Rennspiel gut umzusetzen?

In einer Ära, wo große Automobilbosse sich nur noch Sorgen um ihr eigenes, fehl gemanagtes Geld machen (Musikindustrie lässt Grüßen) und Ihre Angestellten auf die Straßen gehen, möchte man doch eigentlich, dass alles wieder beim Alten ist. Doch zum Glück ist der gute Ruf der Automobilgesellschaft, zumindest in der Videospielewelt, nicht gänzlich geschädigt. Hier sind glänzende Spoiler, tiefer gelegte Karosserien und röhrende Motoren noch ein Hochgefühl und kein Streikgrund.

Beginnt man das Spiel, so findet man sich im Hauptmenü zwischen zahlreichen anwählbaren Einstellungen wieder. In den Optionen kann der Schwierigkeitsgrad für den Arcade Modus, oder diverse Soundeinstellungen vorgenommen werden. Doch das Augenmerk sollte weniger auf den Optionen liegen, sondern vielmehr auf den Spielmodi. So gibt es für unterschiedliche Geschmäcker zwei verschiedene Hauptmodi. Zum Einen den klassischen Arcade Modus und zum Anderen einen einzigartigen Evolutionsmodus. Im Ersteren gibt es fünf verschiedene Wahlmöglichkeiten: Direktes Spiel, welches wie der Name schon sagt den Spieler zufällig mit einem Auto bestückt und auf irgendeine Strecke setzt. Ideal für Zwischendurch. Das Straßen Rennen: Hier wird in den unterschiedlichen Autoklassen gegeneinander angetreten; weitere Klassen müssen zunächst freigespielt werden, indem man eine gewisse Anzahl von Rennen als Erstplazierter absolviert. Das Freie Rennen ist ähnlich, nur dass hier auch die Strecke frei gewählt werden darf. Der wohl einzigartigste Spielmodus ist die Verfolgungsjagd. Hier wird der Spieler in einen Lamborghini Polizeiwagen gesteckt und muss hinter seinen Kontrahenten herfahren und diese mittels "Fadenkreuz" anvisieren. Schafft der Spieler dies für eine gewisse Zeit, ist der Kontrahent gesperrt und der nächste Flüchtige muss gejagt werden. Zu guter Letzt darf natürlich auch der Zeitangriffsmodus nicht fehlen, denn die Jagd nach dem besten Tabellenplatz ist beliebt wie eh und je.

Doch neben dem Arcade-Modus, der eher für Zwischendurch ist, gibt es den zeitaufwändigen Evolution Modus, welcher eigentlich das Kernstück von Asphalt darstellt. Hier gilt es, 35 verschiedene Herausforderungen zu bestehen. Diese sind jeweils in Autoklassen und verschiedene Rennarten unterteilt. So beginnt der Spieler zum Beispiel mit einem Hummer (ein Geländewagen) und muss sich zunächst durch das normale Rennen kämpfen und dabei 7 Kontrahenten hinter sich lassen, um auf dem Podest stehen zu dürfen. Dabei muss man sagen, dass das Spiel erst nach und nach in Fahrt kommt. Der Grund dafür ist, dass zunächst die langsamen, klobigen Boliden anstehen, bevor man sich in eine Rennmaschine setzen kann. Erst dann kann man massig Kohle oder gar ein neues Auto mit in sein virtuelles Zuhause nehmen. Was zunächst als sehr einfach gestaltet erscheint, wird im späteren Verlauf des Spiels noch richtig herausfordernd. Ohne sein gekauftes Auto aufzumotzen wird man später nicht weiter kommen und gerade das ist der spaßig Teil an Asphalt. Von Rennen zu Rennen hat der Spieler nur einen Gedanken: das nächste teuere Luxusauto sein Eigen nennen zu dürfen. Dabei steht eine große Auswahl von lizenzierten Nobelschlitten zur Verfügung. Von VW New Beetle über Jaguar, bis hin zu zahlreichen Lamborghinis, dürfte für jeden Autoliebhaber was dabei sein. Vorteil der DS Version gegenüber der N-Gage Version ist, dass weitere Fahrzeuge hinzugekommen sind. So ist der brandneue VW Golf V GTI natürlich für Fans ein Fahrerlebnis. Das Schöne daran ist, dass die diversen Autos sich auch alle unterschiedlich verhalten. Der riesige Hummer lenkt sich zum Beispiel sehr träge und schwerfällig, der New Beetle hingegen ist ein kleiner, wendiger Flitzer und der Lamborghini eine Rennmaschine. Alle Attribute der Wagen lassen sich nochmal verbessern, indem man sein schwer verdientes Geld in der Werkstatt verprasst. So kann das Gewicht reduziert, ein effizienter Auspuff eingebaut oder Turbo-Kits für die höchste Endgeschwindigkeit montiert werden. Ein zusätzliches Schmankerl ist bei manchen Modellen das Verändern der Karroserie um aus einem „normalen“ Wagen einen Augenschmaus zu kreieren.
Dabei ist der Umfang des Spiels sehr angemessen. Durch die vielen Spielmodi und einstellbaren Schwierigkeitsgrade kann Asphalt auch über einen längeren Zeitraum fesseln. Dem besonders eifrigen Spieler winken zusätzlich versteckte Vehikel.

Doch eine komplette Lobeshymne kann ich nicht aussprechen, denn es sind auch einige Mängel im Spiel aufgetaucht. Ein Beispiel dafür ist die nicht ganz ausgereifte Kollisionsabfrage, die auch zu Zeiten der N-Gage Version bekannt war - zwar leicht verbessert, jedoch nicht ausgereift. So kann es passieren, dass wenn man in den Gegenverkehr rast, einfach an dem Auto kleben bleibt. Hier wird auf einmal der Impulserhaltungssatz außer Acht gelassen. Die fahrende Rampe hingegen funktioniert nun viel besser und es können schicke Sprünge vollzogen werden. Und obwohl es unterschiedliche Rennmodi gibt, kann das Spiel auf die Dauer eintönig werden. Dazu kommt noch, dass 9 Rennstrecken, die zwar gespiegelt gefahren werden können, dennoch nicht gerade viel sind. Asphalt kurz zusammengefasst: Gewinnen, aufmotzen, neues Auto kaufen, aufmotzen, gewinnen.
Wer sich nun auf Innovation gefreut hatte, muss leider enttäuscht werden.

Aber hier stellt sich auch eine berechtigte Frage: Nintendo DS: Innovationsmöglichkeiten oder Innovationszwang? Ganz klar, Asphalt nutzt nur vage den Touch-Screen, der zweite Bildschirm stellt nur eine Levelkarte dar und auch die sonstigen DS Funktionen wurden außer Acht gelassen. Dennoch ist das Spiel besser als manch anderer Titel, den man zum Launch des DS in Europa bekommen kann. Ich denke nicht, dass ein Spiel durch die neuen, nicht genutzten Features abgewertet werden kann. Es soll eher eine Möglichkeit sein, noch mehr aus einem Spiel rausholen zu können. Asphalt ist einfach ein klassisches Spiel für einen modernen Handheld.

Steuerung:
Warum sollte man eine Touchscreensteuerung nutzen wollen, wenn selbst der Entwickler gemerkt hat, dass es nicht ausgereift ist? Darum muss man sich auch auf dem Nintendo DS mit dem altbackenen Steuerkreuz bedienen. Doch auch hier gab es ein Problem bei der Umsetzung, denn die Steuerung wird schwerfälliger als auf dem N-Gage. Auch gibt es manchmal Probleme bei Drifts um sehr steile Kurven, dass der Wagen nicht komplett umschwenkt.

Grafik:
Hier macht sich der größere Bildschirm des Nintendo DS bemerkbar. Detaillierte Umgebungen, originalgetreue Fahrzeugmodelle und ein wahres Geschwindigkeitsgefühl, was in 3 Kameraperspektiven erlebt werden kann und das um einiges hübscher, als noch auf dem kleinem N-Gage-Schirm. Durch die Vergrößerung wirkt die Grafik an einigen Stellen gröber, doch zum Launch des DS bekommt man eine sehr ordentliche Optik geboten. Nur selten kommt es zu Clippingfehlern. Ein großes Manko oder ein offensichtlicher Bug ist, dass während der Wiederholungen keine Gegner angezeigt werden und das Auto bei den Replays quasi gegen unsichtbare Wände fährt. Spannende Wiederholungen sind somit stark eingeschränkt.

Sound:
Dass nicht alles an Asphalt rosig ist, merkt man spätestens hier. Zwar sind die Motorengeräusche annehmbar, doch die Musik lässt manchmal zu wünschen übrig. Hier müssen einige Abzüge gemacht werden. Zum Glück gibt es Soundoptionen, denn je nach Lust und Laune kann man sich seine Musikstücke aussuchen oder das Gedudel ganz ausschalten.

Features:
Hier müsste eigentlich aufgezählt werden, welche innovativen Spielideen Asphalt mit sich bringt. Um dies etwas zusammenzufassen: die großen Rennspiele auf den Konsolen haben als Vorbild gedient. Ein bisschen Need For Speed Underground gepaart mit Burnout und Gotham Project kann der Gerne-Fan entdecken. So lädt sich z.B. die Nitroleiste schneller auf, wenn man riskant am Gegenverkehr vorbei fährt oder Gegenstände am Straßenrand demoliert. An sich ein sehr spaßiges, wenn nicht gänzlich neues Konzept.

Das Problem in Sachen Multiplayer und dem Nintendo DS ist ganz klar. Die Konkurrenz ermöglicht es, mit nur einem Modul mit bis zu vier Spielern gegeneinander antreten zu können. Dies ist bei Asphalt Urban GT leider nicht der Fall. Jeder DS’ler braucht auch sein eigenes Modul, um gegen seine Freunde antreten zu können.

Fazit:
Asphalt Urban GT gehört eindeutig zu meinen persönlichen Favoriten zum Nintendo DS Launch. Es ist ein packendes Rennspiel mit einigen netten Features. Der einzige Haken ist, dass man mit Hilfe der Nintendo DS Features mehr hätte rausholen können. Es handelt sich so um eine 1 zu 1 Umsetzung der N-Gage Version mit nur kleineren Änderungen, wie ein paar neue Autos. Ansonsten hat man ein klassisches Spiel, was so auch komplett ohne die Features des DS ausgekommen wäre. Hätten die Entwickler ein wenig mehr Zeit gehabt, so hätte man hier einen Top-Titel erhalten, doch wenn der Launch bevorsteht ist Entwicklungszeit nun mal knapp. Hoffen wir das Beste für einen möglichen Nachfolger.

Kevin Jensen für PlanetDS.de

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars

WERTUNG:
80%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks (2)
Lesertests:
Lesen ( 3 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Altbekannte Steuerung über das Steuerkreuz Innovationsfaktor:
-----  (0 von 5 Sternen)
Das Spiel nutzt keine Nintendo DS spezifischen Funktionen und könnte somit auf konventionellen Systemen erscheinen.
Grafik

Detailreich und flüssig
Sound

Dudelmusik, dennoch gute SFX
Spielspaß

Klassisches Rennspiel ohne große DS Neuerungen








Details
Spielname:
Asphalt: Urban GT

Publisher:
Ubi Soft

Developer:
Gameloft

Genre:
Racing

Release:
05.20.1103

Multiplayer:
bis 4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (10)

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