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Picross 3D


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Picross 3D - Review vom 27.02.2010

Dass Mario schon immer das Zugpferd von Nintendo war, ist hinreichend bekannt. Aber in den Anfängen der Ur-Gameboy-Zeit ging es sogar soweit, dass man Marios Gesicht auf alles klatschte was nicht niet- und nagelfest war - ähnlich wie es heutzutage mit den Pokémon geschehen. Drehen wir die Zeitspirale ein wenig zurück und machen einen Boxenstopp ins Jahr 1995. Der Game Boy würde schon bald vom Game Boy Color ersetzt werden und nachdem „Tetris“ ausgedient hatte, musste eine neues Erfolgskonzept her. Puzzeln mit Mario lautete die Antwort aus Japan und „Mario‘s Picross“ wurde geboren. Es handelte sich dabei um ein Logikrätsel, welches auf Nonogrammen basierte und sich später zu einer echten Serie avancieren sollte.

Knapp 12 Jahre später, als man mit dem Stylus auf dem Nintendo DS das Laufen ähh... Puzzeln erlernte, kramte Nintendo erneut in der Mottenkiste und fand „Mario‘s Picross“ unter einen dicken Staubsicht. Einmal kräftig ins Mikrofon geblasen und Mario kurzerhand wegrationalisiert, wurde aus dem gleichen Konzept „Picross DS“, ein fesselndes Knobelspiel. Später griff Little Worlds Studios das Prinzip auf und brachte mit „Colour Cross“ den Picross die Farben bei. Doch was sind eigentlich Nonogramme und wie spielt sich ein Picross-Puzzle in 3D? Keine Panik, im Testbericht zu „Picross 3D“ klären wir euch auf. Auch ohne Bienchen und Blümchen!

Nichts ist in Stein gemeißelt - Archäologie mal anders.
Um euch gleich mit einigen Fremdbegriffen zu bombardieren: Nonogramme sind knifflige Logikrätsel, die von der japanischen Designerin Non Ishida erfunden wurden. Einen entsprechenden Bekanntheitsgrad erlangte sie durch einen Window Art-Wettbewerb, bei dem es da Ziel war, ein Bild auf einem Hochhaus zu erstellen, in dem nur bestimmte Zimmer mit Licht durchflutet wurden... Aus dieser Idee heraus wurde Ende der 80er in Zusammenarbeit mit James Dalgaty das Nonogramm erfunden. Nintendo entwickelte dieses Konzept ein wenig weiter und inzwischen hämmert man ganze Figuren aus 3D-Blöcken.

Jedes Picross besteht aus einem Ausgangsraster mit zahlreichen Feldern. Am linken und oberen Rand der Matrixbegrenzung findet man verschiedene Zahlen. Diese Zahlen geben an, wie viele versteckte Felder in den Zeilen und Spalten verteilt sind. Der Clou ist es aber, dass es nun in die dritte Dimension geht und man die Picross-Würfel frei drehen kann, um weitere Zahlen zu entziffern. Es wird unterschieden zwischen normalen und umkreisten Zahlen. Bei den normalen Zahlen heißt es, dass sich eine Stein-Reihe mit der entsprechenden Anzahl in diesem Sektor befindet. Eine umkringelte Zahl bedeutet, dass es auch Abstände zwischen den genutzten Blöcken und der eigentlichen Reihe geben kann. Findet man am Rasterrand keine Zahl, so wird man andere Hinweise nutzen müssen, um zum Ziel zu gelangen. Ähnlich wie „Minesweeper“ tastet man sich also nun vor, tupft fleißig auf den Touchscreen und erstellt emsig abstrakte Figuren. Das Endprodukt erinnert ein wenig an 8-Bit-Malen-nach-Zahlen-Figuren. Sind alle Felder ausgefüllt, so ist die Figur fertig und man hat das Puzzle gelöst. Natürlich läuft nicht immer alles nach Plan: Fehler werden mit Strafsekunden „belohnt“ und nach fünf Fehlern ist das Spiel vorbei. Je schneller man ein Puzzle löst, desto größer das Ego.

Anfänglich arbeitet man nur mit zwei Ebenen, die Lösung ist noch recht simpel und ein ausführliches Tutorial hilft den Neulingen im Sektor schnell weiter. Die späteren Aufgaben werden komplizierter und bei mehreren Ebenen gilt es dann in die Tiefe zu graben. Dabei kann man am Bildschirmrand kleine Regler bedienen, um in die Tiefe oder Breite des Picross zu blicken. Nur so kann man das Rätsel nach und nach entschlüsseln. Der Schwierigkeitsgrad der vertrackten Rätsel steigt stets an, sodass aus einfachen Knobeleien irgendwann richtige Kopfnüsse werden können. Und bei mehr als 350 Puzzles bekommt man viel Grübeleinheiten für die nach Logik trachtenden grauen Zellen. Das Konzept baut sich nach dem typischen Belohnungssystem auf. Es gibt ein Sternchen für ein gelöstes Puzzle, ein weiteres wenn man besonders schnell war und ein drittes für eine fehlerfreie Lösung. Schafft man alle Sternchen zu sammeln, warten Bonuspuzzle auf die Spieler.

Steuerung:
Punkt für Punkt arbeitet man sich mit dem Touchpen voran. Dabei ist hervorzuheben, dass die Steuerung überraschend präzise ist, auch wenn man die 3D-Blöcke rotiert und sich nach und nach die Figur ausbuddelt. Erst in späteren Stufen, wenn man ein wenig voreilig wird, kann es passieren, dass nicht genau das gewünschte Feld getroffen wird - und dass man sich dann über die Strafsekunden sowie das verlorene Sternchen ärgert. Eine insgesamt also sehr solide Touchscreen-Einbindung, ein intuitives Menü und eine überschaubare Optik machen aus „Picross 3D“ ein fesselndes Knobelspiel für jedes Alter. So muss Touch-Generations aussehen.

Grafik:
Genial einfach, einfach genial. Der schlichte Look von „Picross 3D“ sorgt dafür, dass das Spiel übersichtlich bleibt und im Charme der 8-Bit-Ära mitschwingt. Einfache Farben und Formen, keine übertriebenen Effekte und eine simple Menüstruktur sind richtungsweisend für diesen Titel und das gesamte Genre.

Sound:
In diesem Sektor darf man nichts Überschwängliches erwarten, denn die gesamte Zeit über erklingt eine recht seichte Melodie aus den Lautsprechern des Nintendo DS. Angenehmes Hintergrund-Berieselungsprogramm, das aber schon nach wenigen Minuten aufgrund der fortwährenden Monotonie so manchem auf den Geist gehen kann. Ein heißer Tipp für alle, die an Gedudelübereizung leiden: Der Lautstärkeregler ist (immer noch) links!

Features:
Über 350 Rätsel für Anfänger bis Experten, die Möglichkeit neue Aufgaben via Nintendo Wi-Fi Connection herunterzuladen und der Clou, auch eigene Rätsel zu erschaffen und mit Freunden zu tauschen. Was will man mehr von einem Puzzelspiel? Hier ist eigentlich alles drin und alles dran - bis auf einen Multiplayer.

Fazit:
Knobeln in einer neuen Dimension, so bewirbt Nintendo sein neuestes Produkt. „Picross 3D“ ist die konsequente Weiterentwicklung des interessanten Nonogramm-Konzepts. Die Umsetzung ist so einfach wie genial und sorgt dafür, dass geneigte Puzzelfreunde stundenlang vor den zwei Bildschirmen gefesselt sind und fleißig knobeln. Sudoku war gestern - alle die ein Fable für knifflige Logikrätsel haben, werden sich ab sofort bei „Picross 3D“ richtig austoben können. Und wenn man alle Aufgaben gelöst hat? Dann baut man sich einfach neue Puzzle selbst oder lässt sich welche von Freunden schicken.

Bastelt sich nun einen 3D-8-Bit-Mario als Picross-Puzzle: Kevin Jensen [Iceman] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
84%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Auch in der dritten Dimension sehr präzise. Innovationsfaktor:
++++-  (4 von 5 Sternen)
Gelungene und ausgiebige Nutzung der Nintendo DS-Features.
Grafik

Schlicht und übersichtlich mit dem Charme der 8-Bit-Ära.
Sound

Die typische Hintergrund-Berieselungstaktik. Wem's gefällt!
Spielspaß

Fesselndes Puzzlekonzept in 3D, für alle Generationen geeignet.








Details
Spielname:
Picross 3D

Publisher:
Nintendo

Developer:
HAL Laboratory

Genre:
Denkspiel

Release:
05.03.2010 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (17)

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