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Ace Attorney Investigations: Miles Edgeworth


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Ace Attorney Investigations: Miles Edgeworth - Review vom 25.02.2010

RUHE IM... Hey, wo ist denn der Gerichtssaal hin? Augenscheinlich befinden wir uns nicht in den sicheren Hallen der Justizia, sondern irgendwo in der Wildnis, direkt am Tatort. Eigentlich nichts ungewöhnliches, wird doch ein guter Teil der „Ace Attorney“-Reihe ebenfalls mit Ermittlungen gefüllt. In „Ace Attorney Investigations: Miles Edgeworth“ wird aus der Vorbereitung für den Justiz-Showdown die große Hauptattraktion. Mittendrin: Miles Edgeworth, der bekannte Staatsanwalt und Rivale von Phoenix Wright. Kann sich Edgey auch alleine ganz gut behaupten? Oder sollten wir sein großes Solo-Debüt lieber unter den Teppich kehren und alle Beweise für dessen Existenz vernichten? Halt! Nein! Weg mit den Fackeln! Hier werden keine Beweismittel entsorgt! Nicht, bevor wir den Titel in einem gerechten Kreuzverhör vernehmen.

Die fünf Fälle des perfekten Staatsanwalts
Geschichtlich reiht sich „Ace Attorney Investigations“ einen knappen Monat nach den entscheidenden Ereignissen aus „Ace Attorney: Trials & Tribulations“ ein. Das bedeutet aber nicht, dass Kenntnisse der Hauptreihe nötig sind, um die Story zu verstehen. Das Spin-Off bietet fünf komplett neue Episoden, die alle für sich eine geschlossene Geschichte durchspielen und durch eine Gemeinsamkeit, die sich erst im späteren Verlauf herausstellt, verbunden werden. Kenner der bisherigen Anwaltsabenteuer bekommen lediglich den ein oder anderen kleinen Bonus-Gag serviert – sofern sie des Englischen mächtig sind, denn anders als die bisherigen Teile wurde Edgeworths Solo-Premiere nicht ins Deutsche übersetzt.

Generell entfaltet sich das Gameplay von „Ace Attorney Investigations“ wie eine Visual Novel: Ihr verbringt einen Großteil der Zeit damit, euch durch Dialoge zu klicken und der komplexen Handlung zu folgen. Das heißt aber natürlich nicht, dass die Interaktion und der eigentliche Adventure-Teil dabei zu kurz kommt: Schon sehr bald nach Start der ersten Episode dürft ihr euch als Ermittler betätigen und den Tatort nach Spuren untersuchen. Das geschieht hier nicht aus der Ego-Perspektive, wie man sie aus der „Ace Attorney“-Hauptreihe kennt, sondern aus einer Seitenperspektive, über die ihr dann Edgeworth und seinen zugewiesenen Partner hin- und herscheucht. Solltet ihr über ein interessantes Objekt stolpern, könnt ihr es euch auf Knopfdruck näher anschauen; ebenso bestimmte Bereiche, wie etwa den Fundort der Leiche, wo ihr nach kleinen Details fahndet. Diese finden dann entweder in Edgeworths Organizer Platz oder landen als Gedankengang in seinem Gedächtnis. Beide Sammelstellen für Krimskrams aller Art sind für die Lösung des Falles von entscheidender Bedeutung.

Die Waffe des Staatsanwalts ist sein logischer Verstand
Als Anwalt von Welt und Ruhm ist Miles Edgeworth natürlich mit einem messerscharfen Verstand gesegnet. Diesen nutzt er, um Relationen zwischen Ereignissen und Gegenständen zu erstellen – und dabei dürft ihr selber eingreifen. Im „Logic“-Menü habt ihr Zugriff auf sämtliche Ideen, die dem Staatsanwalt gerade durch den Kopf schwirren. Nun liegt es an euch, anhand der Hinweise die zwei richtigen Gedanken zu einem neuen zu verknüpfen, der euch der Lösung des Falles einen Schritt weiterbringt. Liegt ihr richtig, gelangt ihr an neue Hinweise, mit denen ihr entweder Zeugen genauer auf den Zahn fühlen könnt oder die sich Edgeworth in seinem Organizer notiert. Versucht ihr jedoch, Gedanken zusammenzufügen, die keinerlei Gemeinsamkeiten aufweisen, leert sich seine Wahrheitsanzeige - diese ersetzt im Prinzip lediglich die bekannte Vertrauens- bzw. Lebensleiste der Hauptreihe. Und ist sie leer, heißt es natürlich Game Over.

Bleibt nur noch eine Frage: Was machen wir mit all den Beweisen und Gedankengängen? Klarer Fall, wir gehen vor Gericht! Ach, nein, geht ja gar nicht. In „Ace Attorney Investigations“ geht Edgeworth den Dingen an Ort und Stelle auf den Grund. Sobald man genug Hinweise beisammen hat, kommt es in der Regel zur Konfrontation mit einem Zeugen, konkurrierenden Ermittler oder gar beidem hintereinander. Wer mit dem Kreuzverhör der vergangenen „Ace Attorney“-Teile vertraut ist, weiß genau, was er hier zu erwarten hat: Euer Gegenüber liefert euch eine Aussage und ihr habt den Widerspruch in dieser wiederzufinden. Dabei könnt ihr durch ein beherztes „Moment mal!“ (oder „Hold it!“, angesichts der fehlenden Übersetzung) zu jedem Teil der Aussage nach Details fragen und so vielleicht noch interessante oder gar widersprüchliche Informationen an den Tag bringen. Und wenn das der Fall ist, habt ihr nur noch mit dem entsprechenden Beweis (und einem lautstarken „Einspruch!“/“Objection!“) diese Unstimmigkeit zu belegen. So kommt ihr Schritt für Schritt – sowie auch Aussage für Aussage – dem wahren Täter näher, bis ihr in im Episoden-Showdown überführen dürft.

Steuerung:
Je nach eigener Präferenz habt ihr die Möglichkeit, Edgeworth komplett per Touchscreen oder mit dem Steuerkreuz und Tasten zu steuern. Wo die bisherigen „Ace Attorney“-Teile jedoch noch in Standard-Point-and-Click-Territorium fielen und es damit keinen wirklichen Unterschied machte, wie ihr euch durch das Abenteuer klickt, steuern sich der Ermittlungen mit einem tatsächlichen Steuerkreuz einen Tick besser als mit dem Touchscreen-Richtungsbuttons. Generell gibt es jedoch an der immer noch bewusst simpel gehaltenen Steuerung nichts auszusetzen.

Grafik:
Der Perspektivenwechsel kam vor allem der Optik zu Gute: Nahezu jede Figur musste dadurch nämlich noch einmal erneut gezeichnet werden. Dementsprechend fallen die detaillierter und hübscher gestalteten Sprites wesentlich positiver auf als es etwa bei den GBA-zum-DS-Ports der ersten drei „Ace Attorney“-Episoden der Fall war. Dank aussagekräftiger Figuren wirken die zahlreichen Dialoge auch sehr lebendig, wobei auf der Präsentationsebene immer noch Raum für Verbesserungen offen ist.

Sound:
Auf musikalischer Ebene erwarten euch zahlreiche neue Melodien, aber auch Neueinspielungen bekannter Stücke. Doch egal, was aus eurem Lautsprecher dröhnt: Es passt hervorragend zum Spielgeschehen. Für weitere Dynamik in den Dialogen sorgen natürlich noch die wohlplatzierten und -bekannten Soundeffekte. Und auch die Sprachclips beim „Objection!“-Gebrüll dürfen nicht fehlen. Die Soundkulisse darf durchaus als gelungen bezeichnet werden.

Features:
Wie auch so ziemlich jeder der Vorgänger sollte euch „Ace Attorney Investigations“ etwa 15 bis 20 Stunden vor den DS fesseln können, bevor ihr den letzten Fall zu den Akten legen könnt. Und dank des schnellen Wechsels zwischen Ermittlungen und Konfrontationen mit Zeugen vergeht diese Zeit fast schon wie im Flug – das Pacing hat definitiv von der neuen Gameplay-Struktur profitiert. Umso bedauerlicher ist es, dass Capcom ausgerechnet diesem kleinen Experiment keine deutsche Übersetzung spendiert hat...

Fazit:
Heureka! Der Edgey-Fanclub darf aufatmen: Staatsanwalt Miles Edgeworth hat seine Feuerprobe mit Bravour bestanden. „Ace Attorney Investigations: Miles Edgeworth“ verschiebt zwar den Fokus weg vom Gerichtswesen hin zu den Ermittlungen, dank der häufig eingestreuten Konfrontations-Sequenzen gewinnt das Spiel jedoch bedeutend an Tempo – ein Segen für diejenigen, die sich bisher durch die Beweissuche gequält haben! Die Fälle selbst büßen dabei nichts von ihrer Spannung ein und werfen euch, sobald ihr glaubt, endlich der Wahrheit auf der Spur zu sein, immer wieder neue große Rätsel in den Weg. Fans der „Ace Attorney“-Reihe schlagen sowieso zu, Neueinsteiger dürfen sich aber auch ruhigen Gewissens an die Abenteuer des Anwalts Edgeworth wagen.

Kommt zum entscheidenden logischen Schluss: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Capcom für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
80%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Anstandslose Charakter-Kontrolle, nur die Bewegung per Touchscreen fällt leicht negativ auf. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Optionale Steuerung per Touchscreen und das bewährte „Objection!“-Gerufe. Immer wieder eine Freude in der hitzigen Konfrontation.
Grafik

Detaillierte Umgebungen, ansehnliche Charakter-Modelle – ein bisschen aufwändiger hätten die Zwischensequenzen aber schon sein dürfen.
Sound

Passende Melodien zur richtigen Zeit: So wird Atmosphäre und Spannung aufgebaut!
Spielspaß

Spannende Ermittler-Odyssee, die lange Zeit zu fesseln weiß.








Details
Spielname:
Ace Attorney Investigations: Miles Edgeworth

Publisher:
Capcom

Developer:
Capcom

Genre:
Adventure

Release:
19.02.2010 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

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