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Anno - Erschaffe eine Neue Welt


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Anno - Erschaffe eine Neue Welt - Review vom 24.07.2009

Knapp zwei Jahre nach Release des ersten Ablegers der Anno-Serie auf dem Nintendo DS erscheint diesen Sommer der Nachfolger von „Anno 1701“. Weil man das Zahlenkuddelmuddel in der mittlerweile vierten Generation nicht mehr haben konnte, hat man sich bei Ubisoft kurzerhand entschlossen, den neuesten Streich einfach „Anno - Erschaffe eine Neue Welt” zu nennen. Klingt stimmig, scheint interessant, verspricht viel - was der potentielle Top-Kandidat unter Echtzeitsimulanten auf dem Kasten hat, verraten wir euch heute. Wir erzählen euch, warum wir viel lieber 600 Jahre früher gelebt hätten und man niemals glauben sollte, Seefahren sei langweilig!

Ready to create?
Auf der Cartridge klebt ein Aufkleber mit dem Schriftzug „ANNO“ darunter prangt das Ubisoft-Logo. Ubisoft? Nein, kein Seemannsgarn, denn Ubisoft hat bereits 2007 den kleinen, deutschen Publisher Sunflowers geschluckt. Somit erleben wir also den ersten Anno-Teil, der nicht direkt aus dem Hause Sunflowers stammt. Tatsächlich muss man dazu sagen, dass das Entwicklerteam das gleiche geblieben ist; jenes nämlich, das auch schon beim letzten DS-Teil zum Einsatz kam. Da diese Formalitäten nun geklärt sind, stechen wir endlich in See! Oder so... Das Hauptmenü zeigt bisher die beiden Punkte Storymodus und Endlosspiel. Nach unserem Ermessen sind beide Bereiche vollständig fertig und fehlerfrei, demnach befinden wir uns in einem weit fortgeschrittenen Entwicklungsstand.

Der Storymodus setzt sich aus sieben Kapiteln mit jeweils mehreren Missionen zusammen, sodass man allein im Hauptspiel auf eine Spielzeit von knapp 6 Stunden kommen muss, vorausgesetzt, man genießt die künstlerisch-akustische Untermalung der Storyline: Bei diesem Anno-Teil hat man sich mächtig ins Zeug gelegt, denn die kompletten Gespräche der einzelnen Figuren zwischen den Missionen sind vertont worden, sodass die Faulen unter den Zockern nicht mal mehr lesen müssen. Das Ganze klingt zudem gar nicht mal so hölzern, sondern verleiht dem Spiel eine gewisse Note von Persönlichkeit.

Story, Story, Story, vielleicht sollte man auch mal über den Inhalt reden? Wir möchten nicht zu viel verraten, schließlich dürft ihr alles selbst erkunden. Einiges möchten wir euch jedoch nicht vorenthalten:

„Wir schreiben das Jahr 1404, die Dürre hat einen großen Teil des Landes von König George verwüstet. Das Überleben seines Volkes hängt an einem seidenen Faden, die Menschen sind hungrig und verzweifelt! Zusätzliche Nahrungsquellen und Lebensräume scheinen unumgänglich, doch König George kann diese Aufgabe nicht alleine lösen… Mit der Hilfe seiner beiden Söhne William und Edward muss König George versuchen, den Unmut seines Volkes über die derzeitige Situation im Königreich zu stürzen.“

Im Spiel selbst übernehmt ihr die Rolle des gut gesonnenen Sohnes William, der seinen Vater davon abhält, den Vorschlag seines Bruders anzunehmen. Edward empfiehlt nämlich, neues, fruchtbares Land durch Krieg zu erobern, während William weiß, dass es im Süden noch unbesiedeltes Land gibt. An eure Seite gestellt sind verschiedene Helfer. Der erste und wichtigste ist wohl der seekranke Cornelius Devenport - ein Tollpatsch, wie er im Buche steht; er hasst das Seefahren, da er die meiste Zeit der Überfahrt an der Reling verbringt - und das nicht, weil er den Fischen beim Planschen zuschaut. Während des Spielfortlaufs geraten immer mehr Verbündete an eure Seite, die euch mit hilfreichen Tipps zur Seite stehen.

Die ersten paar Kapitel des Hauptspiels nehmen die Funktion eines Tutorials ein, ohne dabei für einen Anno-Veteranen langweilig zu wirken - im Dialog mit einem der Inselbewohner erklärt Devenport euch, „Master William“, wie ihr eure Siedlung aufbaut. Hierzu benötigt es einige Grundvoraussetzungen, bevor ihr überhaupt an das Errichten von Wohnhäusern denken solltet. Ihr braucht eine Nahrungsversorgung, einen Holzfäller und ein (mehr oder weniger) ausgetüfteltes Logistik-System, welches über Feldwege das Kontor, sozusagen euer Lagerhaus, mit den einzelnen Produktionshäusern verbindet.

Neuerungen vom Spielprinzip gibt es relative wenige, hauptsächlicher Unterschied zu früheren Versionen ist das Baumenü. Das Spiel, welches zu 95% mit dem Touchscreen gesteuert werden muss, zeigt sich im Baumenü äußerst vielseitig: In verschiedenen Rubriken gilt es, die benötigten Häuser zu errichten, sei es eine Kapelle oder ein Wirtshaus zum Wohle der Anwohner oder aber auch eine Kräuterplantage, um die Bedürfnisse eurer Bürger zufrieden zu stellen. Jede Insel eignet sich unterschiedlich gut für den Anbau der verschiedenen Güter, Hauptaufgabe ist es bei den Missionen also meistens, eine Insel zu finden, auf der sich eine Produktionsstätte errichten lässt, eine Siedlung aufzubauen und anschließend eine bestimmte Anzahl von Tonnen einer Ware an euren Vater, den König zu schicken. Je intensiver und schneller ihr die Bedürfnisse der Bewohner eurer Insel(n) erfüllt, desto schneller steigen sie in die nächste Klasse auf, zahlen mehr Steuern, bauen ihre Häuser aus, und so weiter…

Einzige Kritik am Baumenü ist, dass es sich manchmal in seiner Komplexität selbst betrügt: Es ist schier unmöglich, als Neuling ohne Einstiegsphase die verschiedenen Icons alle richtig zu interpretieren, da eine Beschriftung der Buttons von den Entwicklern als unnötig empfunden wurde. Wer nicht weiter weiß, kann eine bestimmte Stelle auf dem unteren Bildschirm mit dem Touchpen berühren und schon erscheint nach ca. 3 Sekunden ein so genannter „ToolTip“ und der werte Herr Devenport erklärt euch, was es mit diesem Gebäude, dieser Funktion oder diesem Menü auf sich hat.

Im Endlosspielmodus gibt es zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten, die den Spielfluss massiv beeinträchtigen können. So könnt ihr zum Beispiel vor dem Spiel Größe der Inseln und der Seekarte, sowie Anzahl und Schwierigkeitsgrad eurer Gegner festlegen. Sind die einfachsten Einstellungen erst einmal vorgenommen, geht es auch schon ans erfolgreiche Wirtschaften. Die Grundprinzipien sind klar: Ausgehend von einem Holzfäller, einer Fischerhütte und einigen Wohnhäusern mit einer Kirche gilt es, die größte Metropole mit den zufriedensten Bewohnern „großzuziehen“. Bis dahin ist es ein ganzes Stück Arbeit - ein Ende ist logischerweise nicht vorgeschrieben. Selbst, wenn ihr alle eurer Gegner im Kampf besiegt habt, geht das Spiel unendlich weiter - für die ganz Unermüdlichen, sozusagen.

Steuerung:
Wie bereits erwähnt darf Anno nicht nur, sondern muss sogar einzig und allein mit dem Touchscreen gesteuert werden. Dies hat zur Folge, dass spätestens nach ein bis anderthalb Stunden des Bauens und Entwickelns die Hand krampft – geübte Zocker dürften dieses unangenehme Gefühl und Wege, es zu vertreiben, kennen, für den Neueinsteiger oder Hobby-Baumeister kommen lange Sessions (zumindest zu Beginn) nicht in Frage. Nichtsdestotrotz muss man sagen: kein Spiel benötigt den Touchscreen so sehr wie Anno!

Grafik:
Mein lieber Schieber, da haben sie aber ordentlich geschraubt. „Anno – Erschaffe eine Neue Welt“ erscheint in einem ganz neuen Look, auf den man bei Ubisoft ganz stolz ist. Die Figuren und Häuser wirken verspielter, ein bisschen wie Objekte aus Play-Doh, die mit Klarlack angesprüht worden sind. Wirklich viel hat der DS-Gamer davon nicht, auf der Wii sehen die Objekte dafür um einiges toller aus. Der neue Look schadet dem Spiel nicht, es wirkt bunter, fröhlicher und schafft Atmosphäre.

Sound:
Möwengeschrei, Meeresrauschen, Palmen, die sich im Wind biegen – im neusten Anno-Titel gibt es genügend musikalische Aus- und Untermalung, sodass sich der geneigte Handwerker in den tropischen bis indischen Gewässern gleich heimisch fühlt. Zusätzlich kommt dazu, dass das Spiel fünf Sprachausgaben enthält, was heutzutage leider immer noch keine Selbstverständlichkeit ist. Sehr schön!

Features - Darf's ein bisschen Meer sein?
Strategiespiele sind grundsätzlich prädestiniert für Multiplayer-Partien - das merkt nicht nur jeder, der alle sieben Kapitel des Spiels erfolgreich abgeschlossen hat. Wenige Wochen vor Release hatten wir die Möglichkeit, eine Preview-Version von Anno anzuspielen, damals noch im Glauben, bis zum Release wird der Online-Modus noch eingebaut. Pustekuchen – leider hat sich seitdem gar nichts geändert, wer das Spiel nicht auf Deutsch spielt, wird feststellen, dass im Hauptmenü kein Anno-Logo, sondern ein einfacher Schriftzug den Topscreen füllt. Hier und an einigen kleinen Stellen wirkt es, als hätte man nicht genügend Zeit gehabt, das Spiel fertig zu stellen, was bei einem Spiel wie Anno besonders schade ist. Ein Multiplayer-Modus wurde gar nicht eingebaut, und somit muss sich Anno leider unter den ewigen Singleplayer-Titeln tummeln, wo es doch so viel schöner gewesen wäre, Wohnhäuser um die Wette zu bauen!

Fazit:
„Anno - Erschaffe eine Neue Welt“ zeigt recht prächtig und verspricht ein tolles Spielerlebnis. Es stellte sich heraus, dass der angekündigte Online-Modus nie angekündigt worden ist, sondern dass es sich hierbei lediglich um einen Fehler des Grafikers handelte, der dem Coverart von Anno ein WiFi-Logo verpasste. Man hat trotz einer Menge Spielspaß das Gefühl, dass das Spiel noch ausbaufähig ist. Der Schritt weg vom „Urgroßvater“ Sunflowers hat der Serie wie es scheint keinen Abbruch getan, denn wie gewohnt dürfen wir altbekannte Anno-Qualität erwarten. Weiter so, werte Herren! Warum man sich jetzt allerdings für einen ganz anderen Titel auf Wii und DS entschieden hat, als bei der PC-Version -hier heißt der kommende Ableger traditionell einfach „Anno 1404“-, das wissen wir auch nicht. Ein Multiplayer-Modus hätte die Wertung weiter nach oben gezogen, dennoch ist „Anno - Erschaffe eine Neue Welt“ für den Nintendo DS ein Spiel, das sich nicht nur jeder Anno-Fan unbedingt merken sollte. Schiff Ahoi!

Träumt von Möwenkacke und Meeresgeruch: Captain Nicolas Reinhart [HickLick] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Testmusters.

WERTUNG:
84%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Steuerkreuz, adieu – Touchscreen, ahoi! Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
Double- und Touchscreen-Nutzung. WO ist WiFi hin?
Grafik

Knuddellook mit vielen lustigen Animationen.
Sound

Wo bleibt meine Kokosnussmilch?
Spielspaß

Nur für Single(player)s, dafür sehr langer Spielspaß!








Details
Spielname:
Anno - Erschaffe eine Neue Welt

Publisher:
Ubisoft

Developer:
Ubisoft

Genre:
Simulation

Release:
20.05.2009 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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