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Ghostbusters: The Video Game


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Ghostbusters: The Video Game - Review vom 01.03.2010

If there's something strange....and it don't look good...who ya gonna call? Stars Harold Ramis, Dan Aykroyd, Ernie Hudson und Bill Murray setzten erneut die Protonen-Rucksäcke auf, denn es heißt Geisterjagd auf dem Nintendo DS. Im Gegensatz zur Konsolenfassung, kommt die Handheld-Version mit einem ganz eigenen Comic-Style daher und beim Marshmallow Man musste hier und da ein wenig an Inhalt abgespeckt werden. Wir haben uns diese „Diät“-Version der Geisterjäger für den DS näher angeschaut und verraten euch, ob der Zahn der Zeit an dem 80er-Jahre-Quartett genagt hat, oder ob Ray noch immer so wortgewandt ist wie früher und auch mäßiges Gameplay an die Wand labern kann. Mehr dazu hinter der grünen Schleimspur…

Tut mir leid Ray, aber ich bin, weit über die Grenzen rationalen Denkens hinaus, entsetzt.
Wenn jetzt irgendjemand ankommt und meint, es dürfe gar nicht „don’t look good“ heißen, das sei grammatikalisch inkorrekt, dann heißt unsere Antwort: Ab in die Ecke Jüngling und geh erst einmal zu den Ghostbusters in die Nahhilfestunde. Tja, 80er-Jahre-Kultrap muss nicht zwingend den grammatikalischen Geflogenheiten angepasst werden und sowieso, wenn jemand die Regeln brechen darf, dann die Geisterjäger. Nicht umsonst klemmen Sie sich riesige Protonenrucksäcke auf den Rücken, kriechen durch die Kanalisation, durchreisen Dimensionsportale und retten schlussendlich erneut die Welt.

Mitte der 80er-Jahre startete das Kino-Phänomen zu den Jägern der Spukgestalten und obwohl die Fans stets nach einem dritten Leinwandstreifen geschrieen haben, sah man die Ghostbusters seit ihrem Teil II im Jahre 1989 nicht mehr auf der großen Projektionswand. Umso erwartungsvoller fieberten die Fans der Videospielumsetzung hinterher, denn 20 Jahre nach dem die vollgeschleimte Freiheitsstatue das Laufen lernte, wollte man doch wissen, wie es Egon, Ray und Co. so ergeht? Die Entwickler hinter der Videospielversoftung des Geisterthemas versprachen Großes: So hieß es, dass man zwar in nächster Zeit keinen neuen Kinofilm sehen würde, das Videospiel hingegen, das ähnlichste Produkt dieser Art sein werde. So konnte man die vollen Lizenzen für das Spiel gewinnen, was Storyschreiber und Originalstimmen des Geisterquartetts beinhaltete. Schade nur, dass Stimmen auf dem DS nicht zum Einsatz kommen...

Zur Story: Nach den Geschehnissen des zweiten Kinostreifens wird New York von einer neuen Geisterplage heimgesucht. Auf dem Nintendo DS ist die Story noch weit abgespecker als auf allen andern Konsolen und das Spielkonzept auch klassischer. So erinnert das Konzept ein wenig an eine Mischung aus „Baldur‘s Gate“ für den PC mit „Der Anschlag“ oder „RainbowSix: Rogue Spear“ für den Game Boy Advance und man streift mit den vier Geisterjägern von Mission zu Mission und was macht man wohl? Man fängt Geister. Das war jetzt zu offensichtlich... Mit jedem gefangenem Geist kann man seine Charaktere verbessern und auch die Forschung von Waffen und andere nützlichen Gegenständen in der Forschung vorantreiben. Diabolo Light? Nicht ganz.

In der Zentrale der Ghostbusters können Missionen ausgewählt werden, die entweder non-story-relevant sind oder die Geschichte vorantreiben und das Streben zum Creditsbildschirm unterstützen. Mit dem Protonenrucksack auf dem Rücken geht es durch New York und zunächst fängt man nur kleine Fische und erlernt die Kontrolle des Werkzeuge. Hier einen Strahl absetzen, da eine Falle auswerfen und ja nicht die Strahlen kreuzen! Im späteren Verlauf gibt es weitere Waffen, die man durch Sammeln von Schleim in der Forschungszentrale entwerfen kann. Je nach Geistersorte gilt es diese, mit den jeweiligen Waffen mürbe zu machen und schlussendlich in die Kiste zu stecken.

Ich sammele Sporen, Grünspan und Schimmelpilze...
Anders als bei der PSP-Fassung wird man auf dem Nintendo DS das Fahren von Ecto-1 in den Fokus stellen. So fährt man durch New York stets zum Ort des Geschehens selbst hin, anstelle einfach nur „abgesetzt“ zu werden. Doch hier schleichen sich einige Mankos ein. Nicht nur, dass der fahrbare Untersatz der Geisterjäger fährt wie ein Gorilla auf Bananenschlittschuhen, nein in manchen Fällen reicht sogar eine Kollision aus, um das ganze Fahrzeug zu zerstören und man startet erneut von der Feuerwehrzentrale.

Wenn man in der PSP-Variante noch auf humorvolle Stimmeinlagen hoffen konnte, geht dieser Aspekt nun leider gänzlich verloren. Gesprochen wird nicht und es ist Lesen angesagt. Doch leider schafft man es nicht so gut den typisch-schleimigen Serien-Humor einzufangen...

Was die Spielzeit an sich angeht, so bekommt man zwar eine abgespeckte Version des Originals im Comic-Look, dennoch kann man gut und gerne zwei bis drei ausgedehnte Nachmittage mit dem Spiel verbringen, obgleich man mit den nicht-Story-basierten Missionen auch Tage verbringen kann. Aber wer will immer tagein und tagaus das gleiche tun?

Steuerung:
Die Ghostbuster an sich lassen sich gut durch die Gegend manövrieren und die einzelnen Fähigkeiten, Waffen und andere Hilfsmittel lassen sich bequem platzieren. So kann man mit einem PKE-Gerät bewaffnet rumlaufen, diesen auf dem Top-Screen bewundern und gleichzeitig bewaffnet durch die Lande ziehen. Das Konzept an sich ist gut durchdacht, nur beim Levelaufbau hapert es und es gibt nur wenige Rätsel, die es zu bewältigen gilt. Und auch diese sind eher nach dem Schema-F aufgebaut.

Grafik:
Das wohl größte Manko der Handheldversion von Ghostbusters als Videospiel, ist die sehr schwammige und mit Clippingfehler überhäufte Optik. Man merkt, dass die Entwickler ihr Möglichstes versucht haben, aber es fehlten doch noch einige Stunden in der Programmierung, bis zur „wahren“ Vollendung des Gesamtwerks. Wenn selbst in manchen Filmsequenzen die Gesichtszüge der Geisterjäger anfangen durcheinander zu geraten, wundert man sich, ob die Qualitätskontrolle an diesem Prüftag Urlaub gemacht hat. Auch ansonsten sind die Texturen sehr grob und verpixelt. Wer auf ein grafisches Feuerwerk wartet, sollte lieber zur Konsolenversion greifen. In diesem Fall ist Gruselstunde angesagt.

Sound:
Da da, dat dat dat, da da da da. Die Titelmelodie des Geisterjäger hat es geschafft seit über 20 Jahren für Ohrwümer zu sorgen und nahezu keine Halloweenparty kommt aus, ohne dieses Lied zu spielen. Kein Wunder, denn der Song hat Rhythmus und geht ins Blut. Passend ist auch die Stimmung im Spiel und auch die sonstige akustische Untermalung des Games kann sich hören lassen. Gruselklänge, stimmungsvolle Hymnen und die original Synchronstimmen der echten Geisterjäger sorgen dafür, dass der geneigte Fan sich heimisch fühlt.

Features:
Zu den Hauptmerkmalen des Spiels zählen der abgespeckte und mäßig-lange Storymodus, die freischlatbaren Waffen und diversen RPG-Elemente.

Fazit:
Es ist schade, dass das Spielprinzip im Ende so monoton geworden ist und der Spaß nur kurzfristig anhält. Die Entwickler von Red Fly Studio haben wirklich versucht, Ghostbusters DS so zu gestalten, dass Fans ihre Freude daran haben werden. Elemente wie das Fahren von Ecto-1, die RPG-Features oder die unterschiedlichen Fähigkeiten der Geisterjäger an sich, sind vorhanden, aber man hat diese Elemente zu stiefmütterlich behandelt, so dass das Spiel auch gänzlich ohne auskommen würde. Es steckt viel Herzblut im Titel und wirkliche Hardcore-Fans werden das eine oder andere Mal zum Lächeln animiert. Dennoch bekommt der übliche Zocker einen größeren Unterhaltungswert, wenn man sich die klassischen Ghostbusters Filme mit einer ordentlichen Tüte Popcorn reinzieht oder wahlweise die Konsolenfassungen spielt.

Wurde auch von Slimer erwischt und eingeschleimt: Kevin Jensen [Iceman] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Namco Bandai für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
66%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Annehmbar mit Mankos beim Fahren von Ecto-1- Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Die Nutzung der zwei Bildschirme ist gelungen.
Grafik

In mancher Hinsicht gespenstig.
Sound

Das Titelthema der Ghostbusters rockt schon seid den 80ern.
Spielspaß

Monotone Geisterjagd mit RPG-Elementen.








Details
Spielname:
Ghostbusters: The Video Game

Publisher:
Namco Bandai

Developer:
Red Fly Studios

Genre:
Action Adventure

Release:
13.11.2009 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (8)

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