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Spyro: Shadow Legacy


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Spyro: Shadow Legacy - Review vom 30.11.2005

Spyro, der kleine lila Drache, hat sich schon in die Herzen so mancher Spieler gebrannt. Seit seinem ersten Auftritt im Jahre 1998 auf der Playstation hat er mittlerweile zahlreiche Abenteuer auf sämtlichen Plattformen hinter sich. Speziell der Game Boy Advance ist und bleibt eine beliebte Behausung des violettfarbenen Freunds. Nun hat sich Amaze Entertainment durchgerungen, die erste Nintendo DS Fassung des Spiels zu entwickeln. Spyro und sein ständige Begleiter, die kleine Libelle Sparx, bereiten sich auf ein neues Abenteuer mit Touch vor, doch haben wir es mit gewohnt guter Qualität zu tun?

Erst kürzlich haben wir uns direkt mit den Entwicklern bei Amaze Entertainment im Interview über den DS-Titel Spyro: Shadow Legacy unterhalten. So sollten zahlreiche spannende Konzepte ein komplett neues Spielgefühl erzeugen. Sogar Rollenspielelemente sollen dafür sorgen, dass Spyro den feurigen Hauch der Innovation zu spüren bekommt. Wir haben das Spiel nun ausführlich gespielt und können euch über die Details berichten.

Zunächst die Story des Titels:
Spyros Urlaub neigt sich dem Ende zu und seine Freunde machen sich bereit für den Abschied. Nun muss der kleine Drache ein ganzes Jahr darauf warten, jene wieder zu treffen. Doch Langeweile kommt nicht auf, denn wie aus dem Nichts zieht ein magischer Sturm auf und entführt alle Drachen in das düstere Schattenreich. Sogar die Drachenältesten können sich dieser Macht nicht entziehen und so muss Spyro eine große Rettungsaktion zu starten. Nach und nach rettet er seine Mitbewohner und kommt dem Übeltäter auf die Spur…

Beginnt man das Spiel, so kann man sich für einen von drei Speicherständen entscheiden und stürzt direkt ins Geschehen. Der kleine Drache bekommt seine ersten Anweisungen und ihr lernt nach und nach die verschiedenen Moves zu beherrschen. Ein großes Manko des Spiels ist, dass es sehr langsam in Fahrt kommt und an einigen Stellen die Programmierung doch etwas ausgereifter hätte sein können. Der Ersteindruck mag jeden Normalsterblichen erst einmal abschrecken. Ein stellenweise wie eine Schnecke kriechender Drache und Slowdowns muss man sich antun. Besonders der Anfang des Spiels zieht sich wie Gummi und erst nach ein oder zwei Stunden beginnt die Sache Form anzunehmen. Ab dann präsentiert sich Spyro: Shadow Legacy als ein typisches Jump’n Run Spiel aus der isometrischen Sicht, teilweise vergleichbar mit den zahlreichen Game Boy Advance Versionen. Die wirkliche Neuerung, die man nun mit der DS-Version ins Leben rufen wollte ist, dass man erstmals Spyro auch mit Rollenspielelementen paart. So verfügt der Feuerspucker über ein umfangreiches Inventar, indem man Items sammeln kann, die sowohl für den Spielverlauf nützlich sind. Später kann man auch spezielle Kristalle finden, die zur Verbesserung des aktuellen Status von Spyro dienen. Schafft man es, die Rätsel zu lösen, Freunden zu helfen oder viele Gegner zu besiegen, so steigt man im Level. Pro Level können zwei neue Fähigkeiten erworben werden. Doppelsprung, Gleiten, Zaubersprüche und vieles mehr eröffnen immer neue Pfade im Abenteuer. So werden unüberwindbare Schluchten bald ein Katzensprung, Teleportieren ermöglicht es in Windeseile über die große Insel zu reisen und sogar Offensivzaubersprüche heizen den Gegnern ein. In Shops kann man für Geld-Kristalle noch nützliche Gegenstände einkaufen. Dazu muss man aber erstmal „Geldsack den Bären“ im Abenteuer finden.

Ein weiteres neues Element ist, dass der Spieler immer zwischen der normalen Welt und der Schattenwelt reisen muss, um gewisse Ereignisse auszulösen oder Rettungsaktionen durchzuführen. Der Spagat zwischen den Welten ist auch nötig, um sich mit frischer Energie oder Magie zu betanken. Für besiegte Gegner in der normalen Welt erhält man oftmals Items, die Lebensenergie spenden, in der Schattenwelt findet man Items, die für die Auffüllung der Magiebalkens von Nutzen sind.

Der Schwierigkeitsgrad des Spiels ist recht moderat und bei einer Spieldauer von ca. 15 Stunden bekommt man einiges geboten. Leider wünscht man sich an einigen Stellen, dass die Entwickler sich noch ein wenig mehr Zeit genommen hätten. Denn die Geschwindigkeit des Spiels ist an einigen Stellen mehr als nur Träge; die Kollisionsabfrage, gerade bei Sprüngen auf Plattformen, zu schwammig, das Spiel ein wenig zu linear. Diese Faktoren trüben das Gesamtbild ungemein. Erst mit der Zeit und den neuen Fähigkeiten, kommt mehr Pepp ins Spiel. Wer sich schon von den ersten 15 Minuten abschrecken lässt, wird wohl mehr als enttäuscht sein.


Steuerung:
Die Steuerung des Spiels stellt an manchen Stellen ein echtes Problem dar. Denn wenn Spyro noch nicht den Doppelsprung gelernt hat und gleiten kann, wird die eine oder andere Sprungpassage zum echten Alptraum. Der Touchscreeneinsatz ist gut gemeint, kommt aber nur selten zum Zuge. Meist, wenn man ein Item im Inventar auswählen oder einen Zauberspruch sprechen will. Bei Zaubersprüchen muss man eine vorgegebene Form auf dem Touchscreen nachzeichnen und kann dann in den meisten Fällen auswählen, wo dieser Effekt stattfinden soll.

Grafik:
Grafisch gesehen ist Spyro schwer zu bewerten. An einigen Stellen des Spiels bekommt man ein optisches Feuerwerk geboten, an anderen Stellen schaltet man einen Gang zurück und ist fast auf Game Boy Advance Niveau angelangt. Die Zauber mit ihren Lichteffekten zeigen jedoch, dass der Nintendo DS mehr auf dem Kasten hat, als nur zweidimensionale Sprites darzustellen. Zusammengefasst kann man jedoch sagen, dass das Spiel sehr übersichtlich und knallbunt gestaltet wurde. Ab und an kommt es dazu, dass die Kollisionsabfrage spinnt und dass Grafikfehler auftauchen können. Die Zielgruppe wird damit jedoch etwas anzufangen wissen.


Sound:
Die musikalische Begleitung des Spiels ist anfänglich sehr stimmig. Man bekommt fröhliche Klänge in der normalen Welt geboten und in der düsteren Schattenwelt eher finstere Melodien. Auch hier gibt es jedoch ein kleines Problem - und das ist die Monotonie. Hat man einige Stunden gespielt, so fehlt es ein wenig an Abwechslung und man hat sich satt gehört.

Fazit:
Spyro: Dark Legacy ist ein Spiel, das man entweder lieben wird oder verabscheut. Ein Dazwischen wird es wohl nichts geben. Das Spiel hat seine bekannten Mängel in Sachen Kollisionsabfrage, die langsamen Bewegungen des Protagonisten und dass es nur schleppend in Fahrt kommt. Schafft man es, diese träge Phase zu überwinden, bekommt man doch noch ein spannendes Abenteuer geboten, das sogar einige Zeit durchhält. Die Rollenspielelemente des Spiels sorgen dafür, dass man im Vergleich zu den Game Boy Advance Titeln Abwechslung bekommt. Man kann hoffen, dass dieses Spiel nicht die letzte Umsetzung von Spyro auf dem DS gewesen ist. Die neue Richtung ist eine gute, wenn auch noch nicht optimal umgesetzt. Wenn die Entwickler beim nächsten Mal den Einsatz der Nintendo DS spezifischen Fähigkeiten erweitern, ein paar Kinderkrankheiten ausmerzen und die Geschwindigkeit optimieren, hätte man weitaus mehr Potential für einen Hit-Kandidaten. Dieses Mal muss man leider sagen, dass man das Pulverfass verfehlt hat, um die Spielspaß-Explosion zu zünden.

Kevin Jensen für PlanetDS.de

Vielen Dank an Vivendi Universal Games für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
69%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Hier gibt’s Verbesserungsbedarf Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Touchscreen als Inventar und Plattform für Zaubersprüche.
Grafik

Von hübsch bis hässlich alles dabei.
Sound

Ordentliche Musikuntermalung, leider etwas monoton.
Spielspaß

Kann durchaus motivieren, wenn man die ersten 2 Stunden durchhält.








Details
Spielname:
Spyro: Shadow Legacy

Publisher:
Vivendi Universial

Developer:
Vivendi Universial

Genre:
Jump 'n Run

Release:
05.20.1611

Multiplayer:
nein

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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