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XG Blast!


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XG Blast! - Review vom 18.06.2009

Die echten Videogame-Klassiker lassen sich leicht in einem Satz zusammenfassen. Was ist beispielsweise: „Du hast zwei Balken und musst ein Quadrat davon abhalten, an dir vorbeizukommen“? Pong, ganz klar. Und das? „Du krauchst in einem Labyrinth herum, wo du Pillen und bunte Geister fressen musst.“ Pacman, was sonst. Aber was ist: „Du hast ein Raumschiff und musst möglichst viele Gegner abknallen“? Space Invaders, vielleicht. Oder Galaxians. Oder aber Asteroids. Ihr seht schon, diese Version des Gameplays hat Generationen von Videospielen beeinflusst. Auch das Exemplar, welches wir heute zu testen uns vorgenommen haben, fällt in diese Kategorie. Von den genannten Klassikern ähnelt es am meisten Asteroids. Daher fordern wir euch hiermit auf, bevor ihr weiterlest, zur Erinnerungsauffrischung erst einmal eine Runde Asteroids zu zocken.

So, wieder da? Gut. Wie es der Zufall will, ist vor einer Weile auf unserem Doppelbildschirmer ein Game herausgekommen, das ebenfalls von Asteroids beeinflusst war, nämlich das ursprünglich für die X-Box konzipierte Geometry Wars. Interessanterweise scheint unser aktuelles Testexemplar mit dem Namen XG Blast! auch einen Großteil von diesem Jetzt-Schon-Klassiker gekla…, ich meine, adaptiert zu haben. Aber der Reihe nach.

Völlig losgelöst
Die Story von XG Blast! ist schnell erzählt: Ein Raumschiff fliegt durchs All und denkt sich nichts Böses, als es auf einmal das Signal eines Schwarzen Loches aufnimmt. Die Crew hat natürlich nichts Eiligeres zu tun, als ihr Gefährt genau in dieses Loch zu steuern. Daraufhin sieht man sich mit Heeren von übelmeinenden Weltall-Raumschiff-Kreaturen-wasauchimmer konfrontiert, die förmlich darum betteln, niedergeballert zu werden. Glücklicherweise hat unser Raumschiff nicht nur gewöhnliche Laser an Bord, sondern auch den titelgebenden XG-Blast, eine irre mächtige Kanone, die den fremden Maschinenwesen ordentlich das Blech verbiegen kann.

Soviel zur Story, die zwischen den Levels des „Entdeckungsmodus“ wenig Aufsehen erregend mittels Bildchen und Text erzählt wird. In diesem Modus durchquert das Schiffchen also ein All-Areal nach dem anderen, ballert sämtliche Gegner kurz und klein und beamt sich dann zum nächsten. Am Ende jeder Zone wartet ein Endboss. Diese Riesengegner sind üblicherweise in psychedelischen Regenbogenfarben gehalten, was so gar nicht zu ihrer Aggressivität passt. Im späteren Verlauf des Games werden die Bosse nämlich ziemlich bissig. Unglücklicherweise muss, nachdem jedes Leben verbraucht wurde, die aktuelle Zone wieder komplett von neuem durchquert werden, was weniger fähige Raumpiloten durchaus zum frustrierten Aufgeben veranlassen könnte.

Sämtliche Zonen, die im Entdeckungsmodus erfolgreich beendet wurden, können im Überlebensmodus einzeln angewählt werden. Dort ist es die Aufgabe des Spielers, in den einzelnen Levels so lange wie möglich zu -Trommenwirbel!- überleben. Da man sich die Routen durch den Entdeckungsmodus von Level zu Level aussuchen kann, muss man also, um sämtliche Gegenden für den Überlebensmodus freizuspielen, mindestens zweimal auf eine komplette Entdeckungsfahrt gehen.

Steuerung:
Bewegt wird das Schiff je nach Händigkeit mit Steuerkreuz oder den vier Knöpfen, die Schussrichtung wird per Stylus bestimmt. Wer jetzt ein Déjà-vu bekommt, liegt nicht ganz falsch. Anders jedoch als beim offensichtlichen Vorbild spielt sich bei XG Blast! das gesamte Geschehen auf dem Touchscreen ab. Zwar macht das die Drehung des Schiffes etwas intuitiver, leider muss der Spieler sich bei dieser Variante aber vorsehen, dass er nicht Teile der Arena mit seiner Hand und dem Stylus verdeckt. Zumindest, wenn er solche Pranken hat wie unser Rezensent. Ansonsten ist gegen die Steuerung nichts einzuwenden; das Schiff bewegt sich flüssig und die Laser reagieren prompt. Durch Druck auf die Schultertaste lässt sich, sofern er aufgeladen ist, der XG Blast aktivieren. Dieser macht seinem Namen wirklich alle Ehre, denn er ist ein äußerst mächtiger Schuss. Leider verbraucht er viel Energie, die danach erst mühsam wieder eingesammelt werden muss, bringt also ein wenig Strategie ins Spiel.

Grafik:
Optisch schindet XG Blast! ordentlich Eindruck. Die glänzenden Arenen und der Weltraum, der sich beim Auftauchen und Ableben der Feinde im Fadenkreuzdesign krümmt, macht schon was her. Dass die Entwickler sich nicht dazu haben hinreißen lassen, durch irgendwelche albernen 3D-Effekte das Gameplay zu stören, ist lobenswert. So geht das Geballere, auch wenn zwanzig Gegner auf dem Bildschirm sind, ohne merkliche Slowdowns vonstatten.

Sound:
Musikalisch wird ordentlicher Synthie-Pop mit Retro-Charme geboten, der zeitweise manche Zocker an den guten alten Captain Future, andere wiederum an gewisse DS-Spiele erinnern dürfte. Auch die saftigen Baller-Sounds gehen in Ordnung. Besonders hat uns gefallen, dass einige der feindlichen Schiffe beim Auftauchen charakteristische Geräusche von sich geben, die phantasievoll aus dem richtigen Leben gesampelt wurden.

Multiplayer:
Jawohl, mit einem Kumpel kann man XG Blast! ebenfalls zocken. Hierzu steht ein Kooperativ- und ein Konkurrenzmodus zur Verfügung. Trotzdem gebührt in dieser Kategorie dem Origi-äh, der Inspirationsquelle von XG Blast! der Pokal: Geometry Wars: Galaxies verfügt nämlich zum einen zusätzlich über einen kleinen, aber feinen Modus, in dem ein Spieler dem anderen die Feinde auf den Hals hetzen darf, zum zweiten benötigt XG Blast! zwei Karten, während man in Geometry Wars bereits mit einer gegeneinander spielen kann.

Fazit:
„XG Blast!“ ist ein ordentliches, wenn auch nicht außerordentliches Arcade-Ballerspiel. Seine Anleihen an „Geometry Wars“ sind offensichtlich, sollen aber nicht gegen es sprechen, denn ein gutes Spielprinzip bleibt, richtig umgesetzt, auch geklaut ein gutes Spielprinzip. Die großen Mankos sind der fehlende Einzelkarten-Multiplayermodus und der im Verlauf des Spiels steil ansteigende Schwierigkeitsgrad, der manche Spieler frustrieren könnte. Für eine gepflegte Ballerstunde zwischendurch ist „XG Blast!“ aber allemal gut.

Sein ganzes Leben ist eine einzige Raum- und Zeitkrümmung: Christian Luscher [Sagat] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Eidos für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
78%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Die Touchscreen-Knopf-Kombo funktioniert meistens. Innovationsfaktor:
+----  (1 von 5 Sternen)
Woher kennen wir das Spiel nur?
Grafik

Buntes 2D-Geballere mit netten Effekten.
Sound

Ordentliche Retromucke, saftige Ballersounds.
Spielspaß

Flotte Schießereien mit etwas zu steilem Schwierigkeitsgrad.








Details
Spielname:
XG Blast!

Publisher:
Rising Star Games

Developer:
Next Wave Team

Genre:
Shoot em Up

Release:
27.02.2009 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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