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Need for Speed Undercover


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Need for Speed Undercover - Review vom 24.01.2009

„Need for Speed“ ist mittlerweile zu einer traditionsreichen Serie herangewachsen und ermöglichte sowohl Konsoleros als auch Fans mobiler Hardware, sich auf den virtuellen Straßen mal so richtig auszutoben. Der neueste Spross der Rennreihe ist ebenfalls sowohl für den DS, als auch für die großen Konsolen erhältlich. Doch ob die Werbeversprechen auf der Spielepackung von „Need for Speed Undercover“, welche von einer actiongeladenen Story und spannenden Verfolgungsjagden tönen, wirklich halten was sie versprechen zeigt sich im folgenden Test...

Hirn abschalten und Gas geben
Der erste Schock ereilt uns bereits kurz nach Beginn des Karriere-Modus: Die „actionreiche Story“ rund um Verrat und Verfolgungsjagden entpuppt sich als peinliche Foto-Strecke mit gruseligen Monologen, welche selbst das Gehirn einer Raupe unterfordern würden. Eine Kostprobe gefällig? Hier die ersten paar Zeilen der ersten „Zwischensequenz“: „Okay. Du bist dabei. Mach was draus.“ Wer sich nun fragt wo man jetzt eigentlich dabei ist, wird im Regen stehen gelassen. Später drängt sich euch zudem noch ein Mädel mit dem Angebot auf, eure Freundin zu werden. Begründung? Weil eure Bewegungen so heiß sind! Scheinbar ging es auch in den Köpfen der Script-Schreiberlinge heiß her – um genau zu sein klingen die hirnrissigen Dialogsequenzen nach eindeutiger Gehirn-Überhitzung... Da die Gesetzeshüter nicht ahnen, dass ihr undercover unterwegs seid, kleben sie natürlich regelmäßig an euren Fersen – hier hilft nur ein beherzter Tritt aufs Gaspedal. Nach ein paar Einsteigerrennen arbeitet man sich langsam in die heiligen Hallen der Gangsterwelt vor – der Spieler bekommt davon allerdings dank bescheidenem Erzählstil und statischen Bilderstrecken nicht allzu viel mit... Wem die Story ohnehin egal ist, der darf sich an über 50 Missionen versuchen, bei denen ihr gelegentlich auch mal in die Rolle des guten Cops schlüpft.

Um in der Story-Verwurstung voranzuschreiten ist es nicht unbedingt notwendig alle Rennen auf einer Karte zu absolvieren – lediglich ehrgeizige Fahrer und solche, die dringend Bares brauchen, führen sich auch die anderen Kurse zu Gemüte.

Dem geneigten Spieler erwarten insgesamt drei Spielmodi: Schnelles Rennen, Karriere und Multiplayer. Bei ersterem lässt sich zusätzlich noch der Renntyp auswählen: Beim Sprint düst man von A nach B auf einer mehr oder minder geraden Strecke und beim Rundkurs wird eine Runde im Kreis gedreht. Während die schnelle Rennen, gemäß dem Namen, eher als Fast Food für zwischendurch dienen, liegt der eigentliche Schwerpunkt auf dem Karrieremodus. Hier wählt ihr auf einer Stadtkarte das nächste Rennen aus oder begebt euch in die Garage zum Auto-Tuning. Hieran dürften besonders Tüftler und Bastler ihre Freude haben: Vom Lack, über die Karossiere bis hin zum Spoiler, den Felgen und der Karosserie-Grafik lässt sich euer Gefährt ordentlich aufmotzen. Den notwendigen Zaster für kostspielige Umbauten verdient ihr euch in den zuvor erwähnten Karriererennen. Zu Beginn sind die Gewinnprämien noch recht mager, doch mit Voranschreiten der „Story“ steigen auch die Gagen.

Einmal gewonnene Rennen dürfen immer wieder in Angriff genommen werden, die finanzielle Belohnung sinkt hierbei allerdings beträchtlich. Den Anfang macht eine Verfolgungsjagd mit der Polizei, dank solidem Startwagen hält sich die Herausforderung hier jedoch in Grenzen. Selbiges gilt auch für die folgenden Rennen, bei denen es sich abwechselnd um Sprints und Rundkurse handelt. Lediglich der Knockout ist etwas kniffliger, da man hier solange seine Runden dreht, bis man alle anderen Fahrzeuge aus dem Rennen gekickt hat. Wer sich nun darauf freut seine Gegner von Feld zu rammen wird leider enttäuscht: Ausscheiden tut stets derjenige, welcher den letzten Platz belegt – egal wie oft ihr ihm eine Breitseite verpasst habt. Auch die Checkpoint-Rennen werden von Mal zu Mal schwieriger, wer jedoch clever ist und von den verfügbaren Abkürzungen Gebrauch macht, dürfte auch diese Herausforderungen meistern. Neben den Highway-Battles, bei denen es jemanden einzuholen gilt, gibt es gelegentlich auch mal einen Bosskampf zu bestreiten, bei dem ihr besagten Obermotz verfolgen und stoppen müsst, bevor dieser sein Ziel erreicht.

Etwas merkwürdig kommt die Fahrphysik daher: Wer mit Vollgas die Bande rammt verliert beim Weiterfahren kaum an Geschwindigkeit, wodurch derartige Fahrfehler weit weniger hart bestraft werden, als es eigentlich der Fall sein sollte. Eleganter ist da schon das Benutzen der Handbremse um Kurven zu meistern – zumindest in der Theorie, denn aufgrund der laschen Wirkung endet man nicht selten trotz guter Absichten in der Bande. Solltet ihr doch einmal etwas an Schub verlieren reicht es die Nitro-Taste permanent gedrückt zu halten und im Handumdrehen dürft ihr es euch wieder auf dem ersten Platz gemütlich machen.

Mein Spoiler, meine Felgen, mein Auspuff...
Das Fahrgefühl ist relativ gut umgesetzt – insbesondere mit dem Kauf flotterer Wagen steigt die Geschwindigkeit enorm. Leider führt das nicht selten dazu, dass ihr ständig auf die Karte schauen müsst um nicht in der unverhofft aufpoppenden Kurve zu straucheln. Die Sekunde, welche man beim Blick zur Karte jedoch verliert, erweist sich nicht selten als fatal und dank relativ kurzer Sichtweite landet man schlussendlich doch in der Bande.

Wer nicht ewig auf dem altbackene VW sitzen bleiben möchte, mit dem man in seine Rennkarriere startet, sollte etwas Geld scheffeln und anschließend in der Werkstatt vorbei schauen. Insgesamt lassen sich 19 Autos freischalten, darunter Prachtexemplare wie der Porsche Carrera GT, Ford Mustang oder ein schmucker Lamborghini. Puristen motzen Spoiler und Felgen auf, erstehen ein neues Karosserie-Kit und bekleben ihren vierreifigen Liebling mit flotten Decals. Wer kreativ ist entwirft im Decal-Editor sogar seine eigenen Grafiken. Hier ist jedoch Geduld und pixelgenaues Arbeiten gefragt um ansehnliche Ergebnisse zu erzielen. Erstandene Upgrades sieht man dem Auto natürlich an – auch das Lackieren in einer Farbe eurer Wahl, sorgt für einen frischen Look.

Steuerung:
Rennspieltypisch wird euer Vehikel mittels Digipad und Buttons manövriert – der Stylus bleibt, zumindest während der Rennen, außen vor. Gut so, denn eine künstlich aufgedrückte Stylus-Steuerung wäre hier völlig fehl am Platz. Leider gibt es für den Karriere-Modus nur einen Speicherslot. Freuen darf man sich hingegen über die Möglichkeit ein Rumble-Pack anzuschließen.

Grafik:
Einen Quantensprung hat die Optik im Vergleich zum Vorgänger definitiv nicht gemacht: Mäßiges Verkehrsaufkommen, generische Kurse vorbei an grau-braunen Hochhäusern und Betonwüsten. Die bescheidene Sichtweite führt des öfteren zu unverhofften Crashs, welche zudem noch herrlich unspektakulär aussehen – klar handelt es sich hier um eine DS Version, aber ein paar umher fliegende Pixel wären doch drin gewesen, oder? Die eingangs erwähnten Zwischenszenen sind so peinlich schlecht, dass man am besten den Mantel des Schweigens darüber ausbreitet. Trotz der etwas leblosen und eintönigen Optik bekommt man beim Heizen durch die Stadt ein gutes Geschwindigkeitsgefühl vermittelt. Die Gefährte eurer Kollegen dürft ihr erst in voller Pracht bestaunen wenn ihr quasi an deren Heck klebt – aus größerer Entfernung sieht man lediglich texturlose Plastikkarren.

Sound:
Die Titelauswahl ist durchaus hörenswert – zumindest in der Theorie, denn das was am Ende aus dem DS-Lautsprecher ertönt, hört sich durch den blechernen Klang nur noch halb so gut an. An mechanisch klingenden Soundeffekten mangelt es natürlich nicht – ein Großteil davon, insbesondere in den Menüs, geht einem jedoch recht schnell auf den Wecker.

Mehrspieler:
Wer seinen Freunden mal Zeigen will, wer hier das Lenkrad in der Hand hat, darf sich in den Mehrspieler-Bereich begeben. Vorbildlich: Sowohl ein Einzelkarten, als auch ein Multi-Karten-Spiel wird angeboten. Ersteres ermöglicht es euch auf lediglich einer Strecke gegen bis zu drei Freund anzutreten, während beim Mehrkartenspiel die Strecke sowie der Renntyp frei gewählt werden darf. Highscores, die man gegen die Bekanntschaft eingefahren hat, werden ebenfalls abgespeichert.

Fazit:
Knapp vorbei ist auch daneben – bzw. voll daneben. Statt sich weiter zu entwickeln, tritt die „Need for Speed“-Serie mit ihrem neuesten Abkömmling auf der Stelle. Positiv hervorzuheben sind die flüssige Darstellung der Umgebung, die lizenzierten Autos, ein Online-Modus sowie unterschiedliche Events und ordentliche Tuning-Möglichkeiten samt Decal-Editor. Doch wo es Licht gibt, ist auch Schatten: Langweilige, leblose Umgebungen, kein Witterungswechsel, kaum Verkehr, mäßige KI und eine hirnlose Pseudo-Story bremsen den Fahrspaß aus. Besonders ärgerlich: Eure virtuellen Gegenspieler lassen sich nie komplett abhängen – wird der Abstand zu groß, greift der Gummiband-Effekt und die anderen Fahrer holen auf wundersame Weise auf... Spannung, beziehungsweise Freude am Geschwindigkeitsrausch will nicht so recht aufkommen. Wer also nach einem anständigen Rennspiel sucht, sollte lieber zu Konkurrenten wie „Speed Racer“, „DTM Race Driver“ oder „GRID“ greifen.

Düst geradewegs gegen die Betonwand: Franzisca Mannan [AbdSabour] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung des Testmusters.

WERTUNG:
58%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Eingängiges Handling via Steuerkreuz und Buttons. Innovationsfaktor:
+----  (1 von 5 Sternen)
Rennspiel mit Steuerkreuz und Buttons – von DS-Funktionen wie dem Touchpen wird nur rudimentär innerhalb der Menüs Gebrauch gemacht.
Grafik

Solide, gelegentlich unübersichtliche 3D-Optik mit stark schwankender Texturqualität bei den Autos.
Sound

Nette, wenn auch kleine und etwas blechern klingende Musikauswahl.
Spielspaß

Ein Rennen jagt das nächste, eine geistreiche Verknüpfung in Form einer Story sucht man vergebens.








Details
Spielname:
Need for Speed Undercover

Publisher:
Electronic Arts

Developer:
Firebrand Games

Genre:
Racing

Release:
20.11.2008 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (2)

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