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Dragon Quest IV: Die Chronik der Erkorenen


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Dragon Quest IV: Die Chronik der Erkorenen - Review vom 08.12.2008

„Dragon Quest“ war in den 90ern die Rollenspiel-Saga, die sich zwar in Japan erfolgreicher verkaufte als kalt-frisches Wasser in der trockenen Wüste Gobi, es aber dennoch nie auf einer Nintendo-Konsole in den europäischen Westen geschafft hatte. Square Enix hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Missstand aufzuheben und sorgt mit einer berauschenden Remakewelle dafür, dass nun auch Europäer in den Genuss der Serie kommen können. Den Anfang macht „Dragon Quest IV: Die Chronik der Erkorenen“, dass sich einem ausführlichen Test natürlich nicht entziehen konnte. Wir haben uns natürlich wieder todesmutig in die Rüstung gequetscht, das mächtige Zenithia-Schwert geschwungen, zahlreiche Mitstreiter gefunden und die Welt vor dem Unheil beschützt.

Warum in die Ferne schweifen? Sieh, die Legende liegt so nah!
Doch wollen wir zuerst ein wenig in die Vergangenheit und damit auf die Serien-Ursprünge blicken, denn Koch Media bringt nicht nur den vierten Teil der Serie auf den Markt, sondern präsentiert mit Teil IV bis VI die gesamte Zenithia-Trilogie (Jap. Tenku-Trilogie). Diese genießt in Japan einen besonderen Kultstatus, weshalb diese Entscheidung nicht weiter verwunderlich war. Ein kluger Schritt, um potentielle Fans auf die RPG-Marke aufmerksam zu machen - gerade im Hinblick darauf, dass mit „Dragon Quest IX“ wohl der Blockbuster schlechthin exklusiv auf dem Nintendo DS erscheinen wird… Und was das kreative Dreigespann von damals, bestehend aus Yuji Hori, dem Spieledesigner und Autoren der „Dragon Quest“-Saga, Akira Toriyama, dem weltberühmten Comiczeichner und Schöpfer der „Dragon Ball“-Reihe sowie Koichi Sugiyama, der Komponist der orchestralen Klänge zum Spiel, geschaffen haben, kann sich heute noch sehen lassen.

Jede Legende hat aber ihren Ursprung, und so auch die eingangs erwähnte Zenithia-Trilogie - dabei ist das Interessante an der Geschichte, wie sie erzählt wird. Bedenkt man, dass das Spiel erstmals im Februar 1999 in Japan auf den Markt kam, wird man noch besser erkennen können, warum der Titel ein solcher Meilenstein war und auch heute noch das Zeug zu einem Hit besitzt. Die Rahmenhandlung von „Dragon Quest IV“ ist in insgesamt fünf Kapitel aufgeteilt: Die ersten Vier betrachten die Vorgeschichte der Mitstreiter. So wird ein Zeitfenster von rund 10 Jahren geöffnet, wobei jedes Mitglied der „Erkorenen“ seine eigene Geschichte erlebt, bevor der Hauptteil des Abenteuers schließlich beginnt. Dennoch gibt es einen roten Faden, der aufgespannt wird und die Geschichte zusammenhält. Alles dreht sich um den mysteriösen Antagonisten Psaro, der mit dem Geheimnis der Evolution die Menschheit vernichten möchte. Ein geheimes Himmelschloss, in dem ein mächtiger Drache wohnt, soll der Schlüssel zum Sieg sein. So machen sich die Helden auf, um das Übel zu besiegen und treffen unterwegs immer wieder auf Psaro, der sogar erkennbare Beweggründe für sein Handeln zeigt. Eine traurige Liebesgeschichte sorgte dafür, dass ein normaler Mann zum berüchtigten Menschenmetzler wird. Doch mehr wollen wir an dieser Stelle nicht verraten…

Wir kämpfen, bis die Hölle zufriert. Und dann kämpfen wir auf dem Eis weiter.
An sich ist „Dragon Quest IV“ ein typisches Rollenspiel mit den üblich-klassischen Elementen. Es gibt mehrere Helden, die man frei nach Wunsch aufstellen kann, dazu zahlreiche, immer stärker werdende Waffen, die nur darauf warten gefunden zu werden; mächtige Zauber, jede Menge magischer Gegenstände und natürlich unzählbar viele Zufallskämpfe mit finsteren Monstern. Gerade zu Beginn der Episoden ist der Schwierigkeitsgrad sehr hoch und Spieler sollten drauf achten, kräftige Waffen und vor allem genügend Heilkräuter im Gepäck zu haben. Erst nach und nach bekommt man die Stärke, sich weiter auf der Weltkarte auszubreiten und selbige zu erkunden. Schön sind Elemente wie der Tag- und Nachtwechsel, die neue 3D-Engine, wobei die Charaktere noch weiterhin Sprites sind und den typischen 16-Bit-Charme der SNES-Ära versprühen.

Doch nicht nur optische Eigenschaften sorgen für das positive Gesamtbild - vielmehr sind es die kleinen Features, die das virtuelle Leben erleichtern. So gibt es im späteren Verlauf nicht nur ein Schiff, um die Meere zu bereisen, sondern auch ein Pferdegespann, das es ermöglicht alle Helden auf den Reisen mitzunehmen und ihre Fähigkeiten zu nutzen. Zwar können Zeitgleich stets nur vier Protagonisten für den Kampf gewählt werden, doch wer mit dem Planwagen umherreist, stellt auch sicher, dass alle Partymitglieder Erfahrungspunkte sammeln. Ein weiteres Hilfsmittel sind die Autofunktionen für allgemeines Heilen der Truppe oder die diversen Taktikoptionen für den Kampf. Wenn man bedenkt, dass das Spiel Anfang der 90er entwickelt wurde, muss man sagen, dass bereits zahlreiche moderne Funktionen integriert sind. So gibt es ein Banksystem, um Geld zu sichern und es nicht zu verlieren, sollte man im Kampf scheitern; ein Casino mit speziellen Objekten, die man via Glücksspiel ergattern kann oder auch ein praktisches Teleport-System, damit man nicht zu lange auf der riesigen Oberwelt reisen muss. Um seltene Gegenstände zu bekommen, gibt es im ganzen Spiel versteckte Minimedaillen, die nur so darauf warten gefunden zu werden.

Das Beste, was man von Reisen nach Hause bringt, ist die heile Haut.
Die Welt an sich erinnert vom Aufbau und der Struktur her an unseren Heimatplaneten. Es gibt die üblichen Kontinente, zahlreiche verschiedene Umgebungen und viel zu entdecken. Die Zeit, die man benötigt um „Dragon Quest IV“ durchzuspielen liegt bei ca. 20 bis 30 Stunden und auch nur dann, wenn man nicht alle Sidequests löst. Und selbst wenn das Spiel einmal durchgezockt wurde, wartet ein weiteres 6. Bonuskapitel auf die Spieler. Der echte RPG-Fan wird also gut und gerne mehr als 50 Stunden in diese glanzvolle Software-Perle investieren können, bevor er jeden Winkel in und auswendig kennt. Die interessant erzählte und vor allem spannende Story tut ihr übriges.

Steuerung:
Bei der Steuerung eines epischen, aber konzeptionell unkomplizierten Rollenspiels kann man nicht wirklich viel falsch machen. Denn sollte man sich bequem auf der Oberwelt bewegen können und dazu in den Dungeons einige Rätsel geboten bekommen, haben die meisten Erwartenden ihren Willen - und diese Punkte sind bei „Dragon Quest IV“ der Fall. Das übersichtliche Menü ergänzt schließlich nur noch, um den positiven Gesamteindruck zu wahren.

Grafik:
Wer nicht nur Rollenspielfan ist, sondern auch mit der Anime-Serie „Dragon Ball“ etwas anfangen kann, wird „Dragon Quest IV“ lieben. Denn der weltberühmte Comiczeichner Akira Toriyama hat auch hier die Finger im Spiel und dieser persönliche Charme und Stil sorgt dafür, dass gewisse Spielelemente an besagtes „Dragon Ball“-Seriengefühl erinnern. Gerade manche Effekte, wie mutierende und stets stärker werdende Endgegner erinnern stark an die actionreichen Kampf-Sequenzen. Ansonsten bekommt man eine insgesamt sehr farbenfrohe Grafik geboten mit 3D-Umgebungen in 16-Bit-Sprites als Spielfiguren.

Die Kameraeinstellungen kann frei gedreht werden, um so auch versteckte Türen oder Eingänge aus anderen Blickwinkeln zu entdecken. Zwar wird der Grafikfetischist daran Sorge tragen, warum nicht alle Elemente komplett in die dritte Dimension gehievt wurden, der Serienkenner wird sich jedoch freuen, dass dies nicht der Fall ist - die Mischung von Retro und 3D-Objekten ist ideal gelungen.

Sound:
Schon die Eröffnungsmelodie lässt hoffen, das man einen ordentliches akustisches Potpurri geboten bekommt, denn diesen Sektor hat das Tokyo Metropolian Symphonieorchester zu verantworten. Orchestrale Klänge sind jedoch nicht im gesamten Spiel vorhanden, obgleich das nicht bedeutet, dass die Musik minderwertiger Natur ist. Wurde man einmal in den Sog des Spiels aufgenommen, so findet man sich ab und an wieder dabei erwischt, die rhythmischen Melodien mitzusummen. Die Soundeffekte bewegen sich hingegen auf durchschnittlicher Ebene.

Features:Ein intensives Abenteuer mit Langzeitspaß, zahlreichen Waffen, magischen Gegenständen, Zufallskämpfen und herausfordernden Endgegnern. Serienkenner werden auch einige Neuerungen geboten bekommen, wie beispielsweise die neue Pioniersstadt. Via Drahtlosverbindung mit anderen Dragon Questlern kann man ein persönliches Dorf aufbauen, das immer weiter wächst und später eine reiche Metropole werden kann und sogar seltene Gegenstände beherbergt. Besonders interessant ist das 6. Bonus-Kapitel, welches nach dem kompletten Durchspielen zur Verfügung steht und noch einige Überraschungen parat hält - die wir selbstverständlich nicht verraten!

Fazit:
„Dragon Quest IV: Die Chronik der Erkorenen“ ist ein Square-Enix-Meisterwerk, das seinesgleichen sucht. Natürlich merkt man ein wenig, dass Väterchen Zeit ein Wörtchen mitzureden hatte. Doch selbst der eingefleischte Rollenspiel-Veteran wir verblüfft sein, wenn man bedenkt, dass diese wirklich gute Leistung seinen Ursprung in den 90ern hatte. So bekommt man spannende Geschichten, packende Kämpfe und ein intensives Spielerlebnis geboten. Wer einmal Gefallen an der mitreißenden Serie gefunden hat, kann nur hoffen, dass die nächsten Titel auch weiterhin so fulminant umgesetzt werden - lasst uns die Tage zählen, bis „Dragon Quest“ V, VI und IX erscheinen. Bitte mehr davon!

Kämpft an der Seite des Drachen: Christian Nork [Trunx] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Koch Media für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
84%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Bewährte Standards mit übersichtlichem Menü und Hilfsmitteln. Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
Viel zu entdecken - mehrere DS-Features wurden sinnvoll implementiert.
Grafik

Dragon Ball meets Final Fantasy - eine gelungene Mischung aus 3D- und 16-Bit-Elementen.
Sound

Atmosphärisch, mitreißend, packend. So klingt Festlichkeit!
Spielspaß

Der Drache fesselt den mutigen Abenteurer lange Zeit vor den DS.








Details
Spielname:
Dragon Quest IV: Die Chronik der Erkorenen

Publisher:
Koch Media

Developer:
Square Enix

Genre:
Rollenspiel

Release:
13.09.2008 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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