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Mega Man Star Force 2: Zerker x Saurian


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Mega Man Star Force 2: Zerker x Saurian - Review vom 07.12.2008

Capcoms blauer Bomber ist allseits beliebt. Wenn der strahlende Schriftzug „Mega Man“ eine Packung ziert, dann weiß der Käufer womit er zu rechnen hat - zumindest in den 90ern konnte man dies behaupten... Seid dem Game Boy Advance gibt es nämlich nun nicht nur die übliche Action-Kost, sondern auch Mega „RPG“-Man in Form der Battle Network-Reihe. Nachdem dieser neue Hype zu den GBA-Zeiten fast im Sechsmonatsturnus auf den Markt gejagt wurde, entschied sich Capcom unlängst, für den Nintendo DS nochmals eine eigene Serie ins Leben zu rufen: „Mega Man Star Force“ heißt das neue Objekt der Begierde. Während hierzulande gerade der zweite Teil veröffentlicht wurde, steht in Japan schon die dritte Episode in den Startlöchern. Doch zurück nach Europa, wo wir uns „Mega Man - Star Force 2: Zerker x Saurian“ zur Brust genommen haben und verraten, ob Capcom beim Schießen ins Blaue auch ins Schwarze getroffen hat.

Eine abgeschlossene Geschichte, das vernichtete Böse in Form der EM-Wesen und Frieden in der Spielwelt... Nach der Story des ersten Teils wusste man nicht so recht, wie die Entwickler den Faden weiterspinnen wollten. Doch natürlich ist nichts so unscheinbar, wie man bei der ersten Analyse vermutet, denn einige EM-Wesen wurden von den Menschen als Waffen verwendet und existieren somit noch! Ach du Schreck. Als Fan der Serie merkt man schon, dass die Einfälle der Storyschreiber nicht immer mit einem Pulitzer belohnt werden… Und leider dreht sich diese Spirale der Einfallslosigkeit und Eintönigkeit im gesamten Spielverlauf weiter und schneller. Zu Beginn des Titels bekommt man die Geschichte des Vorgängers noch einmal brühwarm aufgetischt, was den Serien-Neuling erfreut und den Kenner dezent nervt. Dieser Fakt ist aber leider auch das Erschreckende an der Sache, denn eigentlich kann man klipp und klar sagen, dass die „Mega Man Star Force“-Serie genau für eine Zielgruppe entwickelt wurde: Hardcore-Fans, die sobald ein neuer Teil erhältlich ist, in den Laden rennen und ihr erspartes Geld investieren, um ein Stück weit mehr Story zu erfahren.

Ich lebte in einem Zustand permanenter Deja-Vus... Überall, wo ich hinging, kam es mir vor, als sei ich schon dort gewesen.
Geo, der Held des Spiels kann noch immer mit einer kuriosen außerirdischen Lebensform Omega-Xis fusionieren, und -ihr habt’s erneut erraten- das multifunktionale Ergebnis heißt „Mega Man“. In fusionierter Gestalt erlangt er die Fähigkeit, auf elektromagnetischen Wellen herumzulaufen, die sich unsichtbar fast überall in seiner Welt befinden. Hier kämpft er gegen feindliche Wellenwesen und üble Außerirdische, die mit seelisch instabilen Erdenbürgern fusionieren und ebenfalls zu Robotermutanten werden.

Alles beim Alten? Nicht ganz, aber an diesem Beispiel erkennt ihr wie der Hase läuft: In „Mega Man Star Force“ hat Geo ein EM-Wellen-Interface namens Transer genutzt, um mit Omega-Xis in die Wellen-Welt zu reisen und zu fusionieren. In „Mega Man Star Force“ zwar hatte man die Transers wegrationalisiert und durch die „neuen“ Star Carriers ersetzt - die Funktion dahinter ist aber eigentlich identisch. In der durchschnittlichen Videospielterminologie würde man einfach „Menü“ dazu sagen.

Das ist doch ne Wiederholung - die Socken kommen mir so bekannt vor!
Auch sonst erwischt man sich immer wieder die alten Spezialtechniken zu verwenden, um das Spielgeschehen zu absolvieren. Geo und Omega-Xis reisen, fusionieren und kämpfen sich durch die Parallelwelten, treten gegen zahlreiche EM-Viren an, lösen kleinere Rätsel und ergötzen sich an den storytechnischen Meisterleistungen der Schreiber, die nur so vor inkonsistenten Inhalten strotzen. Gekämpft wird noch immer nach dem alten Prinzip: Auf einem 3x5-großen 3D-Feld kann sich Mega Man bewegen und seinen Feinden mit geballter Feuerkraft entgegentreten. Um in der Tiefe des Raumes angreifen zu können, gibt es die Möglichkeit, Ziele anzuvisieren und mit dieser Methodik punktgenau zu treffen. Besonders mit einem Schwert in der Hand ist diese Taktik sinnvoll. Je weiter man im Spiel vordringt, desto mehr Sammelkarten bekommt man von erledigten Gegnern, die in den weiteren Kämpfen dann als Waffen verwendet werden können. So sammelt man nach und nach ein ganzes Arsenal an verschiedenen Waffen-Karten, kombiniert diese und wird stärker und stärker.

Zu den normalen Karten-Waffen kommen noch diese mit einer so genannten Stammesfunktion: Mega Man kann sich nach einem bestimmen Prinzip in kräftige Elementversionen verwandeln, wie beispielsweise den Feuer-Saurian, Donner-Zerker oder Holz-Ninja. Mit ein paar Tricks und dem Bruderbund sind auch Zweifach- und Dreifach-Stamm-Fusionen möglich, die die geballte Elementpower ausnutzen. Im Vergleich zu früheren Instanzen der Serie muss jedoch gesagt werden, das das neue Verwandlungsprinzip etwas nervig wirkt und am besten funktioniert, wenn man Freunde kennt und sich mit diesen online via Bruderbund verbindet.

Steuerung:
Die Steuerung präsentiert sich wie gewohnt schnell und ist einfach erlernt. Das neue übersichtlichere Menü sorgt zusätzlich dafür, dass man bei den vielen Funktionen nicht den Überblick verliert. Auch die Bewegungen verlaufen flüssig und präzise - sowohl beim Herumlaufen als auch in den zahlreichen Kämpfen.

Grafik:
Optisch hat sich nicht viel getan, denn die Oberwelt stammt noch immer aus den guten alten GBA-Zeiten, so könnte man annehmen. Nur die Gefechte finden in einer dreidimensionalen Perspektive statt. Hier und da wurde immerhin ein wenig gefeilt, damit nicht alles genauso aussieht, wie beim Vorgänger, doch wirkliche Neuerungen sind nicht zu erwarten. Man bewegt sich im Mittelmaß und der Wiedererkennungswert ist da - klassische Kost für ein klassisches Konzept.

Sound:
Eigenartige Kompositionsmischung inklusive bekannter Soundeffekte, das sind die üblichen Merkmale eines „Mega Man Star Force“-Vertreters. Auch dieses Mal hat sich daran nichts geändert. Einige Musikstücke wurden aus den Vorgängern unverändert übernommen, die neu hinzugekommenen passen sich in ihrem Stil der Mischung aus Trallala-Musik in der Oberwelt und stimmungsvollen Synthesizer-Klangflächen in der Wellenwelt an.

Features:
Erneut sorgt das Sammel- und Tauschprinzip für verhältnismäßig lange Unterhaltung. Wer alles ergattern will, wird weitaus mehr als 20 Stunden investieren müssen und einen Freund mit der jeweilig anderen Version des Spiels benötigen. Ähnlich wie bei Pokémon gibt es zwei verschiedene Versionen mit leichten Unterschieden in den befreundeten Navis, Gegnern und findbaren Battle-Chips.

Multiplayer:
Besonders erfreulich sind die neuen Onlinefunktionen, wie Kämpfe über das World Wide Web und das Schließen von Brüderbünden, ebenfalls via Nintendo WiFi-Connection. Schade ist aber die Tatsache, dass man bei eben erwähnten Onlineschlachten nicht in Stufen eingeteilt wird - so kann es passieren, dass ein Neuling auf einen Veteranen stößt und somit keine Chance hat.

Fazit:
Als Serien-Kenner kommt es einem einfach so vor als habe man das Spiel schon gespielt und nicht nur einmal sondern ganze acht Mal in knapp sechs Jahren… Es ändert sich einfach zu wenig. Wenn man das klassische Mega Man-Konzept anschaut und beispielsweise mit Mega Man 9 für die WiiWare vergleicht, könnte man behaupten, dass man eindeutig darauf besteht das altbekannte Konzept zu bekommen. Bei einem Rollenspiel ist dies jedoch nicht der Fall und im Prinzip ist es egal ob man sich für Mega Man Star Force 1 oder 2 entscheidet. Im Nachfolger bekommt man eine recht stupide Story erzählt und die Inhalte des Vorgängers kurz und knapp erklärt. Wenn Capcom es nicht schafft in Sachen Geschichte und Inhalt etwas zu ändern, dann sieht es auch nicht wirklich rosig aus, wenn man auf die kommende dritte Instanz der Serie blickt. Mega Man-Fans werden zwar zugreifen, doch für weitaus mehr reicht es nicht.

Grüßt täglich liebevoll das Mega-Murmeltier: Christian Nork für PlanetDS.de

Vielen Dank an Capcom für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
60%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Gewohnt gut, mehr nicht. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Nichts Neues im Mega Man-Sektor...
Grafik

Die Mischung aus GBA-Optik und 3D-Kämpfen.
Sound

Wirre Beats und Synthesizerklängen.
Spielspaß

Wer immer nur die selbe Kost geboten bekommt, wird langsam müde.








Details
Spielname:
Mega Man Star Force 2: Zerker x Saurian

Publisher:
Capcom

Developer:
Capcom

Genre:
Rollenspiel

Release:
31.10.2008 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler, auch online

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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