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Scribblenauts


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Scribblenauts - Review vom 20.10.2009

5th Cell hat sich binnen kürzester Zeit zu einer der angesagtesten Nintendo DS-Entwicklerschmieden gemausert, die derzeit für Nintendos Doppelbildschirmer werkeln. Mit „Drawn to Life“ zauberten sie ein außergewöhnliches Erstprodukt, das vollends auf die Fähigkeiten des Touchscreens angepasst wurde. So konnte man in dem Jump 'n' Run seine eigenen Zeichnungen und Grafiken einbauen, um sprichwörtlich etwas mehr Farbe ins Spiel zu bekommen. Der Titel wurde von Erfolgt gekrönt und so erschien bald eine spezielle SpongeBob-Version von „Drawn to Life“ und auch ein direkter Nachfolger mit der obligatorischen 2 als Endung steht schon in den Startlöchern.

Doch eine innovative Idee war 5th Cell nicht genug. Nachdem sie mit „Lock’s Quest“ zusätzlich einen beachtlichen Strategietitel auf den Markt gebracht hatten, ging ihr Coup anschließend in eine nächste Runde: „Scribblenauts“ heißt das neueste Werk und basiert dabei auf einem völlig neuartigem Konzept. Mit Hilfe von geschriebenen Wörtern können Objekte erschaffen werden und somit können kleinere Puzzle- und Jump 'n' Run-Rätsel gelöst werden. Wir haben uns den Hoffnungsträger auf dem Nintendo DS angeschaut und verraten euch, ob die Investition sich lohnt.

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
„Scribblenauts“ gehört zu den wahrscheinlich gehyptesten Spielen seit langem. Selbst in den USA haben sich zahlreiche Fans und Vorbesteller vor dem Nintendo World Store eingefunden, um sich pünktlich ihren Vorkäuferbonus in Form des „Rooster Hats“ zu ergattern, einer kleinen Fliesmütze im Hahnenkamm-Design. Ein lustiges Bild ist auf alle Fälle entstanden: Man stelle sich einfach ein paar Duzend Videospieler vor, auf den Straßen New Yorks, mit DS bewaffnet und Flies-Hahnenkamm auf dem Kopf. Zum Eierlegen!

Alteingesessene Adventure-Hasen werden das komplexe Problemlösen noch zur Genüge kennen. „Gehe zum Park“, „Benutze Stock mit Bienennest“ - das war wohl keine gute Idee, so an den begehrten Honig zu kommen, denn alles was der Spieler nun zu lesen bekommt ist: „Er ist tot Jim…“

„Scribblenauts“ basiert auf der eigens von 5th Cell entwickelten Objectnaut-Database-Engine, die erlaubt, dass die Spieler schreiben können, was immer ihnen einfällt und der Gegenstand bzw. die Figur daraufhin im Level erscheint. Die besagte Engine verknüpft Objekte mit Eigenschaften und somit kann man einen Baum beispielsweise mittels Axt fällen, die Kettensäge zücken, oder mit dem Naturelement Feuer angreifen, um das gewünschte Ziel zu erreichen. Stets gibt es unterschiedliche Wege, ein Hindernis zu umgehen oder ein Rätsel zu entwirren, sodass eurer Fantasie nahezu keine Grenzen aufgezeigt werden.

Alle Gegenstände die frei erschaffen werden können, werden in eine Physik-Engine gepfercht und sollen so reagieren, wie es auch in der Realität geschehen würde: Luftballons schweben, Steine fallen und Wasser ist nass. So einfach ist das.

Doch wie steigt man in das Abenteuer ein? Protagonist Maxwell geht dabei an den Start. Unterteilt in 220 Levels in zehn unterschiedlich thematisierten Arealen bietet „Scribblenauts“ jede Menge Rätsel für sein Geld. Eine Vier-Sternewertung zeigt stets den aktuellen Schwierigkeitsgrad des Levels an und für das erfolgreiche Absolvieren derselbigen gibt es Medaillen. Schafft man es, ein Level hintereinander auf drei unterschiedlichen Art und Weisen zu bestehen, wartet auch eine begehrte Gold-Medaille. Doch natürlich bleibt es nicht dabei, denn um freispielbare Elemente zu erhalten, gibt es obendrein noch ein wenig Cash, welches man im Shop für Avatare und ähnliche Inhalte eintauschen kann. Die Levelstrukturen sind aufgeteilt in zwei Hauptsparten. So gibt es die alltäglichen Rätsel, bei dem der Spieler beispielsweise eine Katze von einem Scheunendach herunterholen, einen Schmetterling fangen oder eine verunglückte Person aus einer Schlucht retten soll.

Denken ist die gerechte Strafe für Leute ohne Ideen.
Spannend an „Scribblenauts“ ist jedoch, dass es wirklich nahezu unendlich Lösungswege für ein Problem gibt. Selbst bei Homonymen (Gleichlaute, auch als „Teekesselchen“ bekannt) bekommt der Spieler nach dem Schreiben Alternativen angeboten. So kann man bei „Leiter“ nicht nur das bekraxelbare Objekt aus Holz erwarten, sondern beispielsweise auch den Leiter als menschliche Person. Dabei können skurrilste Ideen umgesetzt werden - oder habt ihr schon mal in der freien Natur einen Elefanten bewaffnet mit einem Raketenwerfer im Rüssel gesehen? Nein? „Scribblenauts“ macht’s möglich.

Natürlich funktioniert nicht alles wirklich einwandfrei und wenn man beispielsweise über nur einen begrenzten Bildschirmplatz verfügt, wird man in seinen Ideen eingeschränkt. Doch das ist gerade der Reiz des Spiels und wer Gefallen an den niedlichen Grafiken und am Konzept findet, wird einige Zeit gefesselt vor dem Doppelbildschirmer verbringen.

Steuerung:
Mit dem Touchscreen und seiner eigenen Phantasie bewaffnet geht es ran an die wilde Rätselhatz. Dabei steht es den Spielern frei, ob sie die mehr als gelungene Schrifterkennung nutzen oder auf das digitale Keyboard zurückgreifen. Der kleine Held Maxwell wird ausschließlich via Touchscreen gesteuert, das Tastenfeld nutzt man, um im Level herumzuscrollen und sich umzuschauen - gerne würden wir diesen Absatz so belassen, leider entpuppt sich die Stylus-Navigation für dieses Genre jedoch als umständlich und oftmals unausgegoren. Warum ließ man das Steuerkreuz gänzlich unbenutzt!? So passiert es manchmal, dass man versehentlich aufgenommene Gegenstände abwirft, seine Figur in den sicheren Tod schickt oder auf dem kleinen Screen das falsche Objekt erwischt. Trotzdem hat man sich bald daran gewöhnt, dass erst etwas herumprobiert werden muss, bis man die richtigen Aktionen ausgeführt hat.

Grafik:
Die Parallelen zu „Drawn to Life“ sind auch in „Scribblenauts“ unverkennbar. Der Charme einer Schulblockpausenzeichnung trifft auf farbenfrohe Welten und Phantasie. Auch animiert sieht das Ganze quietschfidel aus und hat seinen ganz persönlichen Reiz. Etwas schade ist höchstens, dass beispielsweise die Kämpfe alle gleich aussehen.

Sound:
So fröhlich bunt die Landschaften, so stimmungsvoll harmonisch ist auch die Musik von „Scribblenauts“, die sich an das rege Treiben anpasst. Man mag es kaum glauben, aber alle Objekte kommen mit ihren typischen Soundeffekten daher. So „muuhhht“ die Kuh, so „määääht“ der Rasenmäher und so „booooooooomt“ die Bombe.

Features:
Allein die deutsche Lokalisierung muss in diesem Fall besonders betont werden. Denn in einem Spiel, bei dem Worte Gegenstände und andere Inhalte erschaffen, ist es besonders wichtig, dass die Begriffserkennung auch international funktioniert. Dabei haben die Entwickler aufgepasst, dass sogar regionale Unterschiede -wie beispielsweise das britische Englisch verglichen zum amerikanischen Englisch- berücksichtigt werden. Denn Football ist nicht immer gleich Football. Auf der Insel stellt man sich darunter einen runden Ball mit schwarzen Flecken vor, über den Teich geblickt ist es ein braunes Ei. So spielt das Leben. Umso erfreulicher ist es, dass „Scribblenauts“ in den hiesigen Regionen an die landes- und kulturspezifischen Gewohnheiten angepasst wurde. Darüber hinaus bietet „Scribblenauts“ zahlreiche Standardfeatures, wie zwei Speicherstände, freispielbare Inhalte und und und. Auch ein Acheivement-System wurde integriert.

Fazit:
Wer ein traditionelles Jump 'n' Run sucht, ist bei „Scribblenauts“ fehl am Platz. Denn hier sind innovative Gedankengänge gefragt, die des Rätsels Lösung darstellen können. Nahezu unbegrenzte kombinatorische Möglichkeiten und der phantasievolle Einsatz von Objekten machen aus „Scribblenauts“ ein Muss für jeden Knobelliebhaber, der gegen Hüpf- und Springpassagen nichts einzuwenden hat. Was die Entwickler hier auf die Beine gestellt haben, ist ein wahres Meisterwerk des Ideenreichtums, das eventuell hier und da noch einen kleinen Feinschliff gebraucht hätte. Doch wenn man die Komplexität des Titels genauer betrachtet, wird offensichtlich, dass hier jede Menge Herzblut drin steckt. Egal ob Gelegenheitsspieler oder langjähriger Veteran, „Scribblenauts“ hat das Zeug, zu fesseln - und zwar alle beide.

Fragt sich, ob ein Elefant als Gewicht eines Heißluftballons geeignet wäre: Kevin Jensen [Iceman] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Warner Interactive für die freundliche Bereistellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
83%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Manchmal ist der kleine Maxwell etwas hastig, außerdem existieren Schwächen in der Präzision. Innovationsfaktor:
+++++  (5 von 5 Sternen)
Und erneut liefert der Entwickler eine DS-Innovationsbombe!
Grafik

Bunt, niedlich, schön.
Sound

Stimmungsvoll und fröhlich.
Spielspaß

Der Phantasie sind nahezu keine Grenzen gesetzt.








Details
Spielname:
Scribblenauts

Publisher:
Warner Interactive

Developer:
5th Cell

Genre:
Jump 'n Run

Release:
09.10.2009 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (12)

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